Solarkraft in Westafrika? Bitte Tipps!

PV-Anlagen die nicht in das öffentliche Stromnetz einspeisen, wie Berghütte oder Wohnmobil ....

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Re: Solarkraft in Westafrika? Bitte Tipps!

Beitragvon nautica » 13.01.2012, 14:37

Notebook 10h = 300Wh

Keine Ahnung ob du wirklich einen 30W Laptop brauchst und welche Aufgaben/Freizeitaktivitäten du damit erledigen musst/willst.
Als Entwicklungshelfer sollte man einfacher an Plattformen wie OLPC herankommen (Stromverbrauch 6W: hier)
Netbooks haben sonst 10W (Beispielreview -
dh du würdest in der Planung von 300Wh auf 100Wh reduzieren. Wäre die Frage wer welche Kosten übernimmt.
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Re: Solarkraft in Westafrika? Bitte Tipps!

Beitragvon kalle bond » 13.01.2012, 17:54

beiti hat geschrieben:Solarbatterien habe ich auch schon gehört, allerdings ist das m.E. ein Problem, die per Luftfracht zu transportieren - da stellen sich die Fluggesellschaften ziemlich an. Und im Koffer glaube ich geht das kaum..., aber ich werde das mal recherchieren.


Ich stell mir das grad mal vor, wie du die Batterien im Koffer verstaut hast und dann reißt dir beim Anheben der Griff ab :mrgreen:
Da kommen schon einige Kilochen für deine Anlage zusammen, verschätz dich da mal nicht.
Rechne mal mit 400 Ah C10 bei 24 V, incl Verpackung bist du da bei über 300 kg.
Also noch mal richtig Eisen pumpen bis zum Abflug :mrgreen:

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Re: Solarkraft in Westafrika? Bitte Tipps!

Beitragvon kalle bond » 13.01.2012, 18:16

Hallo beiti,

würde ich mir mal anschauen, da lässt sich richtig Geld an PV und Batterien sparen, wenn man anstatt 1 kWh nur 0.5 kWh oder weniger benötigt.

Geht aber nicht in den Koffer :mrgreen: , sondern lohnt nur bei möglichem Schiffstransport.

http://www.steca.de/index.php?Gefriertruhe_de


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Re: Solarkraft in Westafrika? Bitte Tipps!

Beitragvon Retrerni » 14.01.2012, 23:16

Bei Laptop/Netbook gilt eigentlich wie immer, eher an 12 V (oder 24 V) mittels Auto(/LKW)-Adapter betreiben, das ist üblicherweise deutlich effizienter als 24 V -> 230 V -> ca. 19 V. Von 24 V aus dürfte selbst ein Linear-Regler effizienter sein... 8).
Die Beleuchtung sollte wohl auch aus LED-Lampen bestehen, das spart auch Strom.
Alles was z.B. ein Steckernetzteil hat solltest Du eher direkt auf der Gleichstromseite je nach Leistung mit einem DC-DC-Wandler betreiben. Evtl. macht es da Sinn, Dir hier 2-3 Stück zu kaufen, bei denen Du die Ausgangsspannung "programmieren" kannst und die aus Deiner Batteriebank (12V / 24V / 48V) heraus laufen.
Wichtig wäre hier aus meiner Sicht auch, zu klären, was man unten besorgen könnte bzw. getrennt von Deinem Flug per Luftfracht/Frachter via Spedition etc. zumindest in Deine Nähe schaffen könnte und in welchem Zeitraum. Für wie lange willst Du denn dort sein?

Ciao

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Re: Solarkraft in Westafrika? Bitte Tipps!

Beitragvon kalle bond » 16.01.2012, 19:07

Hallo beiti,

hatte jetzt mal etwas Zeit für die Berechnung. In der Regenzeit sieht es wirklich nicht so toll aus, durchschnittlich 3.4 kWh/m²*Tag Einstrahlung und auch einige Regentage am Stück.
Du hast die ganzen Kommentare zum Verbrauch gelesen? Wenn du bei den 2500 Wh/Tag bleibst, komme ich auf einen Solar Generator von 1.300 Wp und auf eine Batterie von ca 550 Ah C100 @ 24 V (so groß wg mehrerer Regentage hintereinander).
Die Anlage kann als 24 V oder 48 V DC / 230 V AC gebaut werden. Du kannst mit Standard Ladereglern arbeiten oder zB einen Outback / Starpower MPP einsetzen. Inverter gibt es von Victron / Studer mit Anschluß für einen DG.
Batterie könnte OPzS sein, 12 oder 24 x 2 V Zellen und mit Rekombinatoren ausgestattet. Nachlieferung von dest. Wasser aus lokaler Herstellung oder Import muss geprüft werden. Einige Batteriehersteller bieten ein Servicepaket mit Säureheber, Schürze, Schutzbrille und Einfülltrichter an.
Der Anstellwinkel der Module sollte ca 15° betragen. Wo werden die Module installiert - zB auf einem Dach?
Für die verschiedenen Dachtypen gibt es entsprechendes Befestigungsmaterial zu kaufen, man muss nur wissen, was für ein Dach es ist.
Wenn du alle Energiespartipps berücksichtigst, kommst du unter 2000 Wh/Tag. Würde den SG auf 1000 Wp und die Batterie auf 450 Ah @ 24 V reduzieren.

Wenn du das Projekt mit den lokalen Batterien bauen willst, würde ich mehrere kleine Anlagen installieren.
Da könntest du zB den 12 / 24 V DC Kühlschrank separat installieren und auch Beleuchtungen mit 12 V DC realisieren.
Nachteil: Bei Einsatz von 230 V AC Geräten bräuchtest du mehrere Inverter.

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Re: Solarkraft in Westafrika? Bitte Tipps!

Beitragvon beiti » 18.01.2012, 11:43

Guten Tag zusammen!
Ich konnte einiges in Erfahrung bringen, danke erneut für das rege Interesse und die vielen guten Hinweise! Angesichts guter Lieferzeiten und vernünftiger Kosten (250Euro / m3) werden wir doch verschiffen (4 Wochen Lieferzeit), damit bleibt etwas mehr Spielraum für Batterien, etc.

Wir werden den vorgeschlagenen STECA Kühlschrank auch anschaffen (es sei denn, jemand hat einen noch besseren Tipp) und können dank Seefracht (Beschränkung auf 1000kg / m3) auch Batterien mitnehmen, also: Dank an @kalle bond.

Insgesamt werde ich 3-4 Jahre dort bleiben, also amortisiert sich eine Anlage sicherlich sehr schnell (im Vergleich zum Generatordauerbetrieb... mit Spritpreisen wie in DE sicher keine große Freude.)

kalle bond hat geschrieben:Du hast die ganzen Kommentare zum Verbrauch gelesen?


Meine neue Verbrauchsrechnung sähe nun so aus:
[list=][*]STECA Kühlschrank 250 Wh (Herstellerangabe)
[*]Elektrische Instrumente 380 Wh
[*]Notebook 225 Wh
[*]Leuchtmittel 120 Wh (oder?)
[*]Drucker (sorgfältiger Betrieb) 100 Wh (Bereitschaft: 50W, Print: 445W)
[*]Akkuladegerät 25 Wh
[*]Wasserpumpe 150 Wh (großzügig geschätzt)[/list]

Summe: 1250 Wh

Was mich persönlich noch irritiert - aber vielleicht kann jemand das beantworten:
Ich messe den Verbrauch mit meinem Messgerät immer deutlich niedriger als auf den Geräten und in den Dokumentationen angegeben ist, so verbrauchen die o.g. elektr. Instrumente eigentlich pro Std. ca. 60W (meine Messung), lt. Netzteilaufdruck aber 242W. Oder ist das eine Maximal-Angabe? (Ich weiß, dass die Netzteile auch für 100 V ausgelegt sind... aber das sollte ja am Verbrauch nichts ändern...)

kalle bond hat geschrieben:Wenn du bei den 2500 Wh/Tag bleibst, komme ich auf einen Solar Generator von 1.300 Wp und auf eine Batterie von ca 550 Ah C100 @ 24 V (so groß wg mehrerer Regentage hintereinander).


Ich habe den Verbrauch ca. halbiert, schlage mal 10% Sicherheit obendrauf - kann ich nun mit simplem Dreisatz die 1.300 Wp einfach auf einen Bedarf von 700 Wp reduzieren?

Wie steht ihr dann zu etwa diesem Angebot:
http://www.smart-powershop.com/Inselanlagen-Komplettsysteme/PV-Power-Sets/Inselanlage-PV-Power-Set-V::2.html
(Option: 3 Module, 200 Ah Akku AGM)
BTW: Was ist der Vorteil von Blei gegenüber AGM?

Oder dieses, mit einem zusätzlichen Modul?
http://www.solarbag-shop.de/deutsch/solar-homesystems/ac-solar-systems/haus-und-garten/solar-inselanlage-ac-1kw-400wp-500ah.html

retrerni hat geschrieben:Die Beleuchtung sollte wohl auch aus LED-Lampen bestehen, das spart auch Strom.

Habe mir im Internet LED-Dinge angeschaut - ohne Erfahrung ein Dickicht ohne Durchkommen. Was ich brauche, ist eine Lampe zum Arbeiten am Schreibtisch (bislang nutze ich daheim 2x 5W Energiesparbirne), und ein wenig Beleuchtung im Haus, falls mal Besuch kommt. Und natürlich Licht im Bad und über dem Kochplatz. Was nimmt man da am Besten?

@nautica: Laptop ist leider nicht verhandelbar, ich brauche spezielle Software für meine elektronischen Instrumente, da bin ich einfach sehr eingegrenzt. Aber das verweist auf meine Verbrauchsfrage von oben:
Ich nutze ein Macbook mit 60W-Netzteil; wenn ich es ladend messe, liege ich bei ca. 50W Verbrauch, wenn der Akku voll ist und ich im Netzbetrieb arbeite, messe ich ca. 10W Verbrauch. Wäre es dann falsch anzunehmen, 2h am Tag laden, 4-5h Akkubetrieb, 2-3h mit geladenem Akku arbeiten = 150 Wh?

Merci euch allen!
beiti
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Re: Solarkraft in Westafrika? Bitte Tipps!

Beitragvon macnetz » 18.01.2012, 11:59

hallo beiti,

nur zu LED und Macbook:

die Erfahrung mit LED-Licht kannst du ganz einfach machen. Geh zu deinem Discounter und kauf dir eine neue LED-Leuchte.

Das Macbook sollte eigentlich die sonnenlose Zeit mit eigenem Akku auskommen. Du brauchst das Netzteil dann nur anschliessen wenn auch Sonne scheint und keine weitere Batterie-Kapazität. Nimm lieber einen Ersatz-Akku für dein Macbook mit.

Grüsse
Anton
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Re: Solarkraft in Westafrika? Bitte Tipps!

Beitragvon kalle bond » 18.01.2012, 14:03

Hallo Beiti,

schon mal sehr erfreulich, das du die Sache mit der Verbrauchsrechnung so gut verinnerlicht hast. Das spart ne Menge Geld.
Den Solargenerator und die Batterie kann man bei halbem Verbrauch per Dreisatz umrechnen oder hier einfach halbieren.
Muss dann natürlich zu den Modultypen und Batterietypen passen, aber das ist leicht überschaubar.
Hier also ca 650 Wp und 275 Ah C100. Geht zB mit 6 * 120/130 Wp Modulen und einem Laderegler zB Steca PR3030.
2 Module in Serie, 3 Strings parallel, alles an einen Modulverteiler anschließen und mit Kabel 16 mm² zum LR.
Batterien: Bei der Kapazität gibt es 6 V Blockbatterien. Du kannst 4 in Reihe verschalten, als 24 V Batterie.
Bei allen Geräten gilt - die Kabelwege sollten so kurz wie möglich sein.

Verbraucher: Auf dem Typenschild ist der Anschlusswert angegeben. Der tatsächliche Verbrauchswert liegt meist niedriger. Für die Planung nehme ich aber den AW, da ich ja nicht jedes Gerät kenne, bzw prüfen kann.

Beleuchtung: 230 V AC - 7 / 9 / 11 W ESL, falls du keine LED findest.

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