PV-Anlagen die nicht in das öffentliche Stromnetz einspeisen, wie Berghütte oder Wohnmobil ....
Moderator: Mod-Team
von PT17 » 11.11.2009, 19:04
Hallo zusammen!
Mein Name ist Lukas und ich bin 18 Jahre alt.
Ein Klassenkamerad und ich wollen ein Schulprojekt mit dem Thema "Die Grüne Steckdose" absolvieren.
Dabei stecken wir zur Zeit in der Planungsphase und stoßen immer wieder auf neue Fragen bezüglich der Auslegung unserer Anlage.
Unser Projekt sieht es vor, in der Schule eine "mobile" Anlage zu errichten, wo Schüler ihren Laptop nur durch Solarenergie aufladen können.
Dazu wollen wir mit Hilfe eines Solarpanels, mit Hilfe einer Batterie als Zwischenspeicher und über einen Wechselrichter eine Steckdose versorgen.
Nun die Frage:
Welche Angaben am Laptop bzw. Netzteil muss ich denn nun beachten, wenn es um die Auslegung der Solaranlage geht?
Ein Laptop verbraucht ja im normalen Betrieb so ca. 60-70W. Doch wie sieht es bei einem Laptop aus, der nun geladen wird?
Damit das Projekt nicht zu teuer wird, können wir leider nicht auf die großen Module zurück greifen.
Es geht primär darum, unsere Idee anhand eines (funktionierenden) Beispieles zu zeigen. (Es sollen also keine 2 oder mehrerehn Laptops gleichzeitig geladen werden)
Wir haben uns mal ein 45W Modul und eine 65Ah Batterie rausgesucht.
Doch nach weiterem recherchieren kommen uns so langsam ernsthafte Zweifel ob das ausreicht.
Wie ihr seht, beschäftige ich mich erst seit neustem mit dieser Materie,
doch gerade das macht es für mich so spannend.
Ich hoffe Ihr könnt mir etwas weiterhelfen und schonmal vielen Dank für eure Antworten,
Lukas
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von Retrerni » 11.11.2009, 20:49
Also den Umweg Gleichspannung -> Batterie -> Wechselspannung -> Gleichspannung würde ich nicht gehen, denn hier sind die Verluste in Summe aus meiner Sicht zu hoch. Ich würde hier direkt auf einen hochwertigen DC-DC-Wandler setzen, welcher einen Wirkungsgrad auch über 95% haben kann im Gegensatz zur DC-AC und AC-DC-Wandlung, die jeweils wohl keine 90% haben dürfte, in Summe also nur etwa 80%. Selbiger Wandler birgt allerdings die Gefahr, dass nicht alle Laptops bedient werden können, speziell da seine Ausgangsspannung an die des jeweils angeschlossenen Laptops angepasst werden müsste.
Was versteht ihr überhaupt unter mobil? Im Gebäude kann das Modul ja nicht aufgestellt werden und oft hin- und hertragen sollte man es auch nicht...
Ciao
Retrerni
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von Sola.green » 11.11.2009, 22:41
Finde eure Idee Klasse.
Schaut mal hier im Shop rein http://www.ePower-Solar.com und wenn etwas dabei ist was ihr gebrauchen könnt bekommt ihr die Sachen zum EK Preis.
Viel Spass noch beim tüfteln....
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von PT17 » 12.11.2009, 07:03
Hallo!
Schonmal vielen Dank für eure Antworten.
@Retrerni: Wir haben uns über diesen "Umweg" auch schon Gedanken gemacht. Letztlich soll ja nicht nur ein Laptop damit betrieben werden.
Zum mobil sein: Wir wollten es eben z.B. für eine Präsentation mobil halten. Natürlich hast du recht, dass es kein Sinn macht wenn es ständig hin und her getragen wird und es in der Pausenhalle etc. steht.
Wir werden uns das nochmal weiter durch den Kopf gehen lassen.
Danke auch für den Link, es sind sicherlich ein paar tolle Sachen dabei.
Nun bräuchte ich eben wie oben beschrieben ein paar Tipps für die Dimensionierung des Moduls bzw der ganzen Anlage wenn wir ein Laptop laden möchten.
gruß
Lukas
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von northcup » 12.11.2009, 11:26
PT17 hat geschrieben:Hallo zusammen!
Mein Name ist Lukas und ich bin 18 Jahre alt.
Ein Klassenkamerad und ich wollen ein Schulprojekt mit dem Thema "Die Grüne Steckdose" absolvieren. Dabei stecken wir zur Zeit in der Planungsphase und stoßen immer wieder auf neue Fragen bezüglich der Auslegung unserer Anlage. Unser Projekt sieht es vor, in der Schule eine "mobile" Anlage zu errichten, wo Schüler ihren Laptop nur durch Solarenergie aufladen können. Dazu wollen wir mit Hilfe eines Solarpanels, mit Hilfe einer Batterie als Zwischenspeicher und über einen Wechselrichter eine Steckdose versorgen.
[...]
Ich hoffe Ihr könnt mir etwas weiterhelfen und schonmal vielen Dank für eure Antworten,
Lukas
Hallo Lukas,
da habt ihr Euch eine schoene Aufgabe gestellt. Ihr geht bei der Berechnung vom Laptop-Akku aus. Stellt fest, welche Kapazitaet die Akkus der Geraete in Eurem Umfeld im Schnitt haben. Als Beispiel nehme ich einen LiIo Akku 11,1 V - 8800 mAh. Der Energie-Inhalt vollgeladen betraegt also 8,8 Ah. Setzt ihr diesen Wert in Bezug zum Lade-Akku (=65 Ah) dann koennt Ihr theoretisch den Beispiel-Akku 7x aufladen. Fuer Euer Projekt ist der Lade-Akku also sehr gut dimensioniert.
Das 45 Watt-Modul (ich gehe davon aus, dass es eine Nennspannung von ca. 17 Volt hat !) liefert dann bei voller Sonneneinstrahlung 2,6 Ampere. Der Ladestrom soll als Faustregel 1/10tel der Akku-Kapazitaet betragen. Der Idealwert laege somit bei ca. 6 A was in etwa einem 100 Watt-Modul entspraeche. Um Eure Anlage zu optimieren wuerde ich aber einen kleineren Lade-Akku vorschlagen (ca. 40Ah) der reicht dann fuer den Zweck.
Schliesst die Laptops nur ueber die original Ladegeraete ueber einen Wechselrichter an die Anlage an. Also sieht Euer Anlage so aus. 45 Watt Solarpanel - Laderegler 5 A - Akku ca. 30-40 Ah - Wechselrichter (Sinus 100-200 Watt).
Damit die Demo aussagekraeftig ist, wuerde ich einen Laderegler mit einer Anzeige-Einheit auswaehlen. Dort sollten Werte wie Solarstrom/Ladestrom/aktuelle Spannung etc. abzurufen sein. An dieser Anlage koennte Ihr natuerlich auch andere Demos praesentieren (Handys aufladen - Radios betreiben - Lampen schliessen etc.)
Ich hoffe, ich hab nix vergessen - ansonsten fragen
Gruss,
Klaus
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von PV-Weidling » 12.11.2009, 23:32
Hallo Lukas,
zunächst mal meine Hochachtung zur Wahl dieses richtungsweisenden Projektthemas.
Ich würde es jedoch in der skizzierten Größenordnung nur beim Laden von max. 2 bis 3 Handies oder MP3-Player etc. gleichzeitig belassen.
Das bringt Dir den Vorteil, das Du noch "Stromreseven" hast, wenn 1 oder 2 Tage keine Sonne scheint.
Und somit bleibt Dir das eine oder andere lange (enttäuschte) Gesicht erspart.
Ausserdem mußt Du bedenken, dass Du einen (Auto)-Akku nicht vollständig entladen kannst/darfst. Zum ersten verhindert das ohnehin jeder
bessere Laderegler, zum zweiten leidet die Lebensauer der Akkus massiv durch Tiefentladungen,
und die beginnen bei ca. 30 bis 50% Energieentnahme, je nach Produkt und Qualität.
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von PT17 » 13.11.2009, 10:22
Hallo Peter, hallo Klaus!
Mich freut es sehr das euch unser Projekt gefällt.
Über die Dimensionierung werden wir kommende Woche dann endgültig entscheiden und da hat uns dein Posting, Klaus, sehr geholfen.
Ich melde mich nochmal, sobald wir nun die Bauteile festgelegt haben.
Bis dahin nochmal vielen Dank für die Hilfe!
Echt ein tolles Forum hier...
Gruß
Lukas
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von PV-Weidling » 13.11.2009, 20:06
PT17 hat geschrieben:Ich melde mich nochmal, sobald wir nun die Bauteile festgelegt haben.
Aber unbedingt auch wenn Eure Grüne Steckdose ihre Tätigkeit aufgenommen hat.
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von PT17 » 14.11.2009, 10:36
Aber selbstverständlich! 
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von PT17 » 20.11.2009, 12:39
Hallo Zusammen!
Wir haben uns jetzt soweit festgelegt, dass wir ein 85Watt Solarmodul nehmen und dazu eine 45Ah Batterie. Eventuell auch eine etwas größere.
Unsicher sind wir noch bei dem Wechselrichter, ob da wirklich die von Klaus beschriebenen 100-200Watt auslangen?! Eventuell lieber etwas größer?
Und eine Frage gibt es da noch, bezüglich des Ladereglers.
Können wir an den Laderegler ebenfalls andere Energieerzeuger wie z.B. Fahrraddynamo oder Windrad etc. anschließen? Oder ist dieser Solarladeregler nur für die Solarmodule ausgelegt? Auf was müssen wir da achten? Habe schon etwas recherchiert, bin aber leider nicht wirklich fündig geworden. Und bevor wir ein teuren Laderegler kaufen, der eigentlich nicht das kann was wir wollen, frage ich hier lieber nochmal nach!
Wie immer schonmal vielen Dank!
Gruß
Lukas
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