Probleme mit Batterien

PV-Anlagen die nicht in das öffentliche Stromnetz einspeisen, wie Berghütte oder Wohnmobil ....

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Re: Probleme mit Batterien

Beitragvon Michael04 » 13.12.2011, 23:09

Hallo
also deine akkus sehen eher aus wie das abklingbecken in fukushima :( kleiner tip zum foto machen ohne blitz und eine lampe neben oder hinter den akku halten .
mal ganz abgesehen von den ganzen trümmern die da rumliegen sieht man ein schon sehr weit vortgeschrittenes platten wachstum es sind ja sogar schon die seperatoren deformiert (haben die akkus schon einen bauch ausen am gehäuse ? )
dadurch werden die platten so stark zusammengedrückt das dazwischen keine säurebewegung mehr stattfinden kann,und auch das gas probleme hat aufzusteigen mit der folge da wo gas zwischen den platten ist ist keine säure und kann auch kein strom fliesen . somit ist auch deine messung mit dem säureheber na ja sagen wir mal zweifelhaft . was ich bei solchen akkus auch festgestellt habe ist das sie bei einer entladung mit kleinem strom noch kapazität haben aber bei belastung mit höherem strom schnell zusammenbrechen weil dann nur noch wasser zwischen den platten ist

meine vermutung bezüglich des plattenwachstums nicht regelmäsig zu 100 % geladen / lange standzeiten teilgeladen
über die innere korrosion kann man verschiedene ansichten haben ich hatte auch schon opzs bei denen die plattenverbinder nach 15 jahren komplett zerbröselt waren

im übrigen bei deinem test in 2 stunden bekommt man einen akku nie voll das zeigen auch die 4 A strom am schluss der strom sollte mindestens auf 1/100 runtergehen also 2,5 A
eine gute regel ist auch der akku ist voll wenn der strom über 2 stunden nicht mehr sinkt bei konstanter spannung aber nicht gerade 15 oder 16 volt nehmen 14,6 reichen auch

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Re: Probleme mit Batterien

Beitragvon mahari » 16.12.2011, 21:28

Hallo!

Ja das kommt davon wenn Routine in die Sache kommt. Ich meine mich zu erinnern, gelesen zu haben, dass die ganzen WR und LR's einen Tiefentladeschutz bei 50% haben. Ich hab grad nachgeschaut, IVT gibt als untere Abschaltschwelle 10,5V an, das entspricht einer SD von 0,91.
Bei ASP ist die Abschaltschwelle regelbar von 10,5 - 9V. Steca (Studer) entladen auch bis 10,5V. Der Steca MPPT LR hält den Verbraucher Ausgang bis 11,5V offen. Auch nicht viel besser. Wieso machen die das, ist doch total unbrauchbar.

Um nochmal auf das Diagramm zurückzukommen. Warum meinst Du BRJ, dass wenn ich aus einer vollen Batterie 1000W "entnehme" und dann 110Ah reinlasse diese nicht voll ist? Eine Batt. hat einen Wirkungsgrad von 90%. 1000W raus 1100W rein = Voll. mit 110Ah*12V=1320W sollte mehr als genug sein wobei 12V eigentlich nicht richtig ist. Die Ladung hat mit 13V begonnen und wurde mit 15V beendet. Es wäre also richtiger mit dem Mittelwert von 14V zu rechen was 1540W entspricht. Da gehen wir eigentlich schon eher in Richtung überladen.

zu Bastl: Das auf dem Bild ist eine 50A Sicherung für den LR. Wenn die fliegt hat der Kunde ein anderes Problem als Knallgas.
Ich bau die Sicherungen immer direkt an den Plus pol. Ich finde den Funken im inneren einer Sicherung immer noch harmloser als ein rot glühendes Kabel mit einer brennenden Isolierung. Wenn sich in dem Raum, wo sich die Batterien befinden zündfähiges Gas bilden kann, ist die Belüftung falsch dimensioniert.

zu Kalle Bond: Ich rechne meine Anlagenauslegungen selbst. Wobei ich diese so rechne, wie ich's im Solarteurkurs gelernt habe. Also mit dem Tagesverbrauch den Solargenerator bestimmen und die Batteriegröße nach mit 2 Tagen Autonomie. Wobei ich die bei den Paneelen immer großzügiger bin und die Batterien normalerweise immer abrunde.
Aber den Solargenerator nach den Bedürfnissen der Batterie auszulegen, bezahlt mir hier kein Mensch. Und ist Erfahrungsgemäß auch nicht nötig.
Ich hab grob gerechnet mit nicht einmal 5% meiner Anlagen Probleme.
Gestern hab ich wieder eine erweitert. Da kamen zu den vorhandenen vier 125Wp Modulen zwei dazu. Die Anlage läuft seit 2005 einwandfrei und es ist der Hauptwohnsitz der Familie. Die Batterien sind von Fiamm und 900Ah c100 groß. Optisch sehen die Dinger tadellos aus. Am Grund kaum Schlamm und Oximäßig auch voll in Ordnung. Und das ist kein Einzelfall. Die Einzelfälle sind die wegen denen ich hier gepostet habe.

Und da möchte ich eigentlich auch wieder zurück.
Wie stellt man fest, dass eine Batterie teilsulfatiert ist?
Gibt es die Möglichkeit, dass schnell festzustellen?
Die kaputten Vartas die ich hab (hatte, mittlerweile sind sie bei Varta) haben, im leeren Zustand, nach wenigen Minuten Ladung, kaum noch Strom aufgenommen. Als 10min 30A; 30min 20A; und dann über Stunden 10-5A
Ist das ein Zeichen?
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Re: Probleme mit Batterien

Beitragvon geothermie steinberg » 17.12.2011, 11:25

mahari hat geschrieben:Hallo!

Ja das kommt davon wenn Routine in die Sache kommt. Ich meine mich zu erinnern, gelesen zu haben, dass die ganzen WR und LR's einen Tiefentladeschutz bei 50% haben. Ich hab grad nachgeschaut, IVT gibt als untere Abschaltschwelle 10,5V an, das entspricht einer SD von 0,91.
Bei ASP ist die Abschaltschwelle regelbar von 10,5 - 9V. Steca (Studer) entladen auch bis 10,5V. Der Steca MPPT LR hält den Verbraucher Ausgang bis 11,5V offen. Auch nicht viel besser. Wieso machen die das, ist doch total unbrauchbar.

Um nochmal auf das Diagramm zurückzukommen. Warum meinst Du BRJ, dass wenn ich aus einer vollen Batterie 1000W "entnehme" und dann 110Ah reinlasse diese nicht voll ist? Eine Batt. hat einen Wirkungsgrad von 90%. 1000W raus 1100W rein = Voll. mit 110Ah*12V=1320W sollte mehr als genug sein wobei 12V eigentlich nicht richtig ist. Die Ladung hat mit 13V begonnen und wurde mit 15V beendet. Es wäre also richtiger mit dem Mittelwert von 14V zu rechen was 1540W entspricht. Da gehen wir eigentlich schon eher in Richtung überladen.


Die allermeisten Wechselrichter schalten bei 10,5 V ab und sind nicht an den Lastausgang der Laderegler angeschlossen, sondern direkt an die Batterie, bzw. an zwei Schienen aus Metall, die sowohl mit dem Batterieausgang des Ladereglers als auch mit den Batterien und dem Wechselrichtereingang verbunden sind.
Wenn möglich stelle ich die Unterspannungsabschaltung des WR auf 11,5 V ein, um die Batterien zu schonen. (alles auf 12V umgerechnet)

Was das Diagramm betrifft, so ist eine leere 250 Ah-Batterie (leer im Sinne von 10,5 V ) nach der Aufnahme von 110 Ah nun einmal nicht voll :roll:
Warum nimmt sie nur 22 Amp. auf beim Beginn des Ladevorgangs?
Hattest DU nicht von einem 50 A Ladegerät geschrieben?
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Re: Probleme mit Batterien

Beitragvon mahari » 17.12.2011, 12:08

Warum nimmt sie nur 22 Amp. auf beim Beginn des Ladevorgangs?
Hattest DU nicht von einem 50 A Ladegerät geschrieben?

Jetzt sind wir genau da wo ich hin will.
Eins sollte uns aber noch bewusst sein, dass die Batterie ja nicht wirklich so leer ist wie es den Anschein macht. Die Abschaltung erfolgte unter Last. Sobald diese abgeschaltet ist steigt die Spannung wieder um 1 Volt an. Es zählt die Ruhespannung! Aber trotz dem geringeren Entladungsgrad würde ich sagen, sollte die Batterie einen höheren Strom aufnehmen.
Mal schaun was da unsere Experten dazu meinen...
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Re: Probleme mit Batterien

Beitragvon kalle bond » 17.12.2011, 14:30

mahari hat geschrieben:zu Bastl: Das auf dem Bild ist eine 50A Sicherung für den LR. Wenn die fliegt hat der Kunde ein anderes Problem als Knallgas.
Ich bau die Sicherungen immer direkt an den Plus pol. Ich finde den Funken im inneren einer Sicherung immer noch harmloser als ein rot glühendes Kabel mit einer brennenden Isolierung. Wenn sich in dem Raum, wo sich die Batterien befinden zündfähiges Gas bilden kann, ist die Belüftung falsch dimensioniert.

zu Kalle Bond: Ich rechne meine Anlagenauslegungen selbst. Wobei ich diese so rechne, wie ich's im Solarteurkurs gelernt habe. Also mit dem Tagesverbrauch den Solargenerator bestimmen und die Batteriegröße nach mit 2 Tagen Autonomie. Wobei ich die bei den Paneelen immer großzügiger bin und die Batterien normalerweise immer abrunde.


Hallo mahari,

bei größeren Batterieanlagen ist am besten ein separaten Raum mit guter Belüftung. Es gibt auch diese schönen - Rauchen verboten - Schilder, sollte außen an der Tür nicht fehlen.
Habe bei Kontrollen schon einige Male Kippen im Batterieraum gefunden, zum Glück ist aber noch nie etwas passiert.
Nur wenn es mal knallt, will es keiner gewesen sein.

Auslegung: Klar, du bist der Experte vor Ort und hast deine langjährigen Erfahrungen.
Das Auslegungsprogramm (Suntool Off Grid Designer) arbeitet mit den örtlichen Einstrahlungsdaten (Eingabe der Koordinaten/NASA Langzeitwetterdaten) und man kann die einzelnen Verbraucher eingeben und zudem noch, wie viel % sie am Tag und bei Nacht verbrauchen oder ob die Anlage ganzjährig arbeitet oder nur saisonal.
Das Programm berechnet den besten Anstellwinkel, aber ich kann ihn auch händisch eingeben (zB wenn es ein vorgegebenes Dach ist). Das Programm rechnet aus den Werten das nötige Verhältnis von Solar Generator zu Batterie und gibt auch noch jede Menge andere Daten, zB Auswahl von LR und Invertern oder ich kann die Entfernungen der einzelnen Komponenten eingeben und bekomme die Kabelquerschnitte. Man kann bei den Verbrauchern auch gleich die Stromfresser erkennen und auch auf der Seite optimieren. Dazu kommt noch, das ich einen Hybridanteil (DG oder Netz) dazurechnen kann. Ob das mit den zwei Tagen Autonomie an jedem Standort immer der Weisheit letzter Schluss ist, darf man wohl bezweifeln. Letztendlich speichert man sich die Doku und hat die Anlagendaten immer parat.

Grüße Kalle Bond
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Re: Probleme mit Batterien

Beitragvon Bastl » 17.12.2011, 15:46

Hallo Mahari,

Rückschlüsse auf die in der Batterie vorhanden Säuredichte bitte nur open circuit, also ohne Last / Ladung. Sonst kommen da keine reellen Werte raus.

Zu den Sicherungen: Kann mich da Kalle Bond nur anschließen. Die Belüftungsanforderungen, wenn sie erfüllt werden, gelten für zündfähige Gemische im Raum. Zusätzlich zu diesen entsteht eine Ex Atmosphäre um die Zellenöffnung welche sich rechnerisch als halbkugel welche auf den Zellendeckel gesetzt wird, darstellen lässt. Die größe der halbkugel ist von den Strömen und Batterieparameter abhängig.

Die betrachtung der Sicherung war eher weniger für einen Kurzschlöuss oder ähnliches gedacht sonder die möglichkeit der Trennung / Aufschaltung der Batterie über die Sicherung. Hierbei entstehen die Lichtbögen aussen an der Sicherung.
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