Planung PV-Insel im Kleingarten

PV-Anlagen die nicht in das öffentliche Stromnetz einspeisen, wie Berghütte oder Wohnmobil ....

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Planung PV-Insel im Kleingarten

Beitragvon Turok » 24.07.2011, 01:58

Hallo zusammen. Ich werde voraussichtlich Ende August eine neue Gartenlaube in einer Kleingartenparzelle bekommen, auf der es keinen Niederspannungs-Anschluss gibt. Da mein Verbrauch gering ausfällt überlege ich eine Insel-PV-Anlage zu errichten.

In absehbarer Zeit werde ich noch viele weitere Fragen zu stellen haben, aber fürs erste geht es mir um die Dimensionierung der Haupt-Komponenten Modul, Laderegler, Batterie sowie Wechselrichter und was man von diversen Angeboten aus der Bucht halten kann für meine Zwecke, denn 2000€ soll der Spaß für etwas Licht und Strom nicht kosten ...

Ich gehe momentan von einer AC-Maximalleistung von 300W aus. Die Nutzung wird primär von April bis September stattfinden - primär am Wochenende, während Urlaubszeiten auch mal für mehrere Tage in der Woche. Ich schätze den Verbrauch an den Tage wo ich da bin auf ca. 60-200Wh, abhängig von der Dauer und Tätigkeit - dies umfasst einige Stunden Licht über ESL, Aufladen von Handy/Netbook ab und zu, Sicher 1-2 mal die Woche aufladen von Akkus für Akkubetriebene Gartengeräte (Heckenschere, Rasentrimmer, ...) in der Haupt-Saison, evtl. mal Aktivbrüllwürfel fürs Netbook um Musik zu hören.

Was ich mir so rausgesucht hatte:

Modul: 80Wp Mono -> http://cgi.ebay.de/Solarmodul-80W-Monok ... 1407wt_911 - 145€
Laderegler: STECA SOLSUM 10.10F -> http://cgi.ebay.de/STECA-SOLSUM-10-10F- ... 814wt_1144 - 36€
Akku: 12V 180Ah (C20) / 135Ah (C5) -> http://cgi.ebay.de/Autobatterie-Solarba ... 45fbb218a4 - 185€
Wechselrichter: Sinus Wechselrichter 300W/600W -> http://cgi.ebay.de/SPANNUNGSWANDLER-SIN ... 1820wt_911 - 70€

Den Wechselrichter habe ich etwas größer gewählt um ein 2. Modul später nachzurüsten, falls ich doch beschliesse im Sommer länger dort zu urlauben und soviel mehr als der 6.6F kostet der nun auch nicht wirklich ... Zu einem Sinus Wechselrichter wurde mir geraten, weil evtl. ein Kleinraumlüfter hinein soll (So ein Maico ECA piano, die haben 20W) und der mit modifiziertem Sinus evtl. nicht klarkommt!?

Die großen Fragen:

1.) Passt das so zusammen?
2.) Wird es voraussichtlich meine Wünsche erfüllen?
3.) Taugen die eBay-Angebote etwas? Zu teuer, zu billig, zu Mist, ... ?
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Re: Planung PV-Insel im Kleingarten

Beitragvon wieso » 24.07.2011, 04:44

Hallo

Der Laderegler wird zu klein sein wenn Du noch ein 2tes Modul später zufügen willst . 10 A bei 12 volt entspricht 120 Watt .

Über die Batterie lässt sich nicht viel sagen, da man keine genauen Werte findet .Gehe aber mal davon aus das sie 2-5 mal weniger Tiefenentladung mitmacht als spezielle Solar Batterien . Jedoch wenn Du sie nicht sehr strapazierst und ja noch mehr PV anschliessen willst ist sie einen Versuch wert
Inselanlage 1.6 kw PV und 2.4 KW PV , Outback MX60 und FM80 MPPT , 6 kw Victron Wechselrichter 1600 ah 24 volt Gabelstaplerbatterie , 1.6 kw Windkraftanlage ,1 kw Wasserturbine mit Speichersee bei Bedarf
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Re: Planung PV-Insel im Kleingarten

Beitragvon sonnentau » 24.07.2011, 06:56

Es ist nicht einfach eine gute aber preiswerte Anlage zu finden.Es nützt Dir nichts wenn es nicht richtig funktioniert.Beim Akku wir viel Geld bei Nachbestellung verdient.Von außen sehen sie alle gleich aus.Nur im Inneren versteckt sich das Hexenwerk,was der Verbrauer nicht sehen kann.Angaben wie hohe Zyklenfestigkeit ohne Angabe der Zyklen ist das Papier nicht wert.Es macht gewaltig was aus ,wenn man aller 3 Jahre einen Akku kaufen muß.(wenn der so lange hält).Bei Wechselrichtern kommt es auf eine gute Überlast und Geräuchlosigkeit an.Bei sehr billigen versteht man sein eigenes Wort nicht mehr.Sehr guter Wechselrichter in Quallität und Preis http://www.burmeister-elektronik.com/Inverter150.html http://www.oeko-energie.de/produkte/sol ... /index.php
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Re: Planung PV-Insel im Kleingarten

Beitragvon kalle bond » 24.07.2011, 07:09

Hallo Turok,

die Zusammenstellung passt, damit wirst du übers Jahr kommen. Als LR würde ich mir den Steca PR2020 kaufen, a) wegen des Displays mit Batterie SOC als Balkenanzeige b) wegen der geplanten Erweiterung auf ein zweites Modul. Kostet natürlich etwas mehr, aber gerade die ganzen anschaulichen Anzeigen machen das wieder wett. (Keine Werbung).
Bitte den Verbrauch im Auge behalten, erst schreibst du 60-200 Wh, was ok ist, aber hinterher kommen noch einige Sachen dazu.
Gerade wenn man mehrere Tage vor Ort ist, wird sicher einiges ausprobiert. An der LR Anzeige kannst du ganz gut sehen, wie die Batterie SOC mäßig steht.
SOC = state of charge (Ladezustand).

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Re: Planung PV-Insel im Kleingarten

Beitragvon Turok » 24.07.2011, 08:58

wieso hat geschrieben:Der Laderegler wird zu klein sein wenn Du noch ein 2tes Modul später zufügen willst . 10 A bei 12 volt entspricht 120 Watt .

Über die Batterie lässt sich nicht viel sagen, da man keine genauen Werte findet .Gehe aber mal davon aus das sie 2-5 mal weniger Tiefenentladung mitmacht als spezielle Solar Batterien .


Die Rechnung macht Sinn, ich hatte mich aber auf die Angabe des Kurzschluss-Stromes des Moduls von 4,93A verlassen - die gilt aber vermutlich bei den rund 18V max. Spannung des Moduls!?

Zur Zyklenfestigkeit erfährt man in einem anderen Shop und auf der Hersteller Seite noch, dass sie 600 Zyklen nach DIN 40757 übersteht ... Das bedeutet? Der Shop (Fraron) liefert auch ein pdf mit 2 Diagrammen, deren Nutzen ich offenbar nicht erkenne ... -> https://www.fraron.de/datasheet/FraRon_ ... ET_low.pdf

kalle bond hat geschrieben:Bitte den Verbrauch im Auge behalten, erst schreibst du 60-200 Wh, was ok ist, aber hinterher kommen noch einige Sachen dazu.


Wie, was kommt denn noch dazu?
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Re: Planung PV-Insel im Kleingarten

Beitragvon kalle bond » 24.07.2011, 09:59

Wie, was kommt denn noch dazu?
.. einige Stunden Licht über ESL, Aufladen von Handy/Netbook ab und zu, Sicher 1-2 mal die Woche aufladen von Akkus für Akkubetriebene Gartengeräte (Heckenschere, Rasentrimmer, ...) in der Haupt-Saison, evtl. mal Aktivbrüllwürfel fürs Netbook um Musik zu hören.


Wenn das die 60 (?) bis 200 Wh sind, passt es mit den 80 Wp, kannst die Werte (Wattstunden) ja noch mal zusammen rechnen.


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Re: Planung PV-Insel im Kleingarten

Beitragvon Turok » 24.07.2011, 10:22

Bei den 60Wh ging ich von Tagen aus an denen man Abends nach dem Grillen noch 1,2 oder 3 Stunden da bleibt und das Licht (15-20W ESL) sowie evtl. Musik an ist. Die 200Wh beziehen sich auf Arbeitstage an denen zusätzlich auch am Tage die Akkus der Gartengeräte geladen werden um damit zu arbeiten (Ni-MH 18V 1,5Ah - habe mehrere, brauche an besseren Tagen 2 Stück voll geladen), der besagte Lüfter ne Stunde läuft um den Toilettenraum zu entlüften und mein Netbook zum Abend leer geht und geladen werden muss, da ich dieses eben auch als Musikquelle nutzen wollte. Da komme ich dann auf 179Wh ohne die Verluste der Ladegeräte also ging ich mal von 200 aus, rechnet sich auch leichter ...

Ich kam so beim rechnen (ich bin seit ich darüber nachdenke ständig am rechnen, ist das normal? ;) ) auf eine Jahresleistung von 65-70kWh Ertrag mit dem 80Wp-Modul - das Modul ist Süd-Süd-Westlich ausgerichtetund und wird 5-8° Neigung haben (ist die Überdachung der Terrasse) wenn ich es nicht aufrichte (was besser wäre für den Ertrag). Das ganze in Hamburg.

Wie gesagt würde ich mir die Option offen halten ein 2. Modul zu installieren - die Verhältnismäßig hohe Kapazität des Akku gegenüber dem Modul kam dadurch zu Stande, dass ich den nicht zu stark strapazieren wollte mit der Entladung - er wird i.d.R. 5 Tage geladen und dann halt an 2 Tagen "strapaziert" - ich bin selten nach der Arbeit da und wenn dann im Sommer am Tage um nach dem rechten zu sehen oder den Rasen zu mähen - da brauche ich höchstens 5 Minuten Licht im WC wenns mal dringt oder kurz das Handy anstöpseln, wenns mir mal wieder während der Arbeit aus ging ... Das wird jetzt kein Zweitwohnsitz, ich bin mit 5 Minuten Fußweg zu Hause - Wenn ich da über Nacht bleibe dann nur um mal abzuschalten, nicht weil ich ned nach Hause könnte ... Ich bin mir ziemlich sicher, dass so eine 55Ah-Batterie es von der Kapazität her auch tun würde, ich dacht nur die wär halt durch die Entladung mit bis zu 300W nach nem halben Jahr Schrott ...
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Re: Planung PV-Insel im Kleingarten

Beitragvon kalle bond » 24.07.2011, 10:33

Turok,

ja, gute Berechnung. Rechnen ist immer gut, hält das Hirn in Wallung. Der Jahresertrag des Moduls hilft nicht, da du im Sommer im Garten bist. Da wäre der durchschnittliche Tagesertrag (Wattstunden) des Moduls wichtig. Bei deinem flachen Anstellwinkel kommst du ungefähr auf die genannten Erträge und da du nicht jeden Tag da bist, wird die Batterie zwischendurch wieder aufgeladen. Wenn Schietwetter ist, gehst du wohl eher nicht in den Garten, oder?
Also, mit dem 80er und der Batterie klappt es.

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Re: Planung PV-Insel im Kleingarten

Beitragvon Turok » 24.07.2011, 11:19

kalle bond hat geschrieben:Wenn Schietwetter ist, gehst du wohl eher nicht in den Garten, oder?


Ich sage nur ich sitze momentan am PC ... das Wetter ist ... :(

ich habe mir jetzt die Anleitung des Steca PR durchgesehen. Die SOC-Berechnung kann man demnach nur sinnvoll nutzen, wenn der WR am Lastausgang des LR angeschlossen wird - dann komme ich aber mit dem PR2020 nicht hin für meinen 300W WR sondern müsste den PR 3030 nehmen. Wie gut kommt der damit klar, wenn Leistungsspitzen auftreten - lässt der eine kurzzeitige Überlastung zu oder blockt der gleich den Ausgang?

Und vor allem rentiert sich das? Der kostet immerhin fast das vierfache gegenüber dem Solsum F 10.10 - und mich irritieren immer noch die Leistungsangaben der Eingangsseite - ich verstehe die Rechnung 80W/12V = 6,67A und das dann 2 Module nicht gehen - aber Steca beschreibt der Solsum F sei bis 240W Modulleistung zu gebrauchen!?
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Re: Planung PV-Insel im Kleingarten

Beitragvon kalle bond » 24.07.2011, 11:34

Sorry, da hast du recht, mit WR an Batt zeigt der PR nicht den richtigen SOC. Den WR bitte nicht an den Ausgang LR anschließen, wg evtl hoher Anlaufströme.
Es gibt noch die Reihe PRS von Steca oder ähnliche Typen von Phocos. Da kannst du einen LR mit 15 bis 20 Amp raussuchen.
Ist der Solsum F10.10 auch für 24 V? Dann kann man zB 2x120 W in Reihe dranklemmen, dh 240 Wp und der Strom ist dann vielleicht max 8 Amp.

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