Notstromversorgung: Laderegler gesucht mit Input 300-450V DC

PV-Anlagen die nicht in das öffentliche Stromnetz einspeisen, wie Berghütte oder Wohnmobil ....

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Notstromversorgung: Laderegler gesucht mit Input 300-450V DC

Beitragvon Ulmer » 26.12.2010, 00:50

Hallo,

ich überlege mir derzeit eine einfache Notsromversorgung zu realisieren, welche im K-Fall (Stromausfall) händisch innerhalb von rund einer Stunde aktiviert werden kann und die Ölheizung (Kessel, Brenner, Pumpen), elementare Beleuchtung, Kühlschrank/Gefrierschrank und vielleicht noch Kommunikations-/Informationsmittel (Radio/TV/Telefon/Internet) mit elektrischem Strom (230V) versorgen könnte. Im K-Fall würde ich die gewünschten Stromkreise in der Verteilung abklemmen und an meine Notsromversorgung anklemmen (bin gelernter Elektriker).

Als Strom-Puffer dachte ich an den im PKW eingebauten Akku (12V/72Ah).

Als Stromgenerator könnte man im einfachsten Fall das Auto einfach laufen lassen.
Oder besser ein separates Notstromaggregat wie z.B. Honda EU i10 nutzen.
Oder vielleicht ein Selbstbaugerät Rasenmähermotor + Lichtmaschine/Laderegler (ausgeschlachtet aus PKW).

Um dann die 230V~ Geräte zu versorgen einen Wechselrichter 12V DC ==> 230V AC mit ca. 1000W. Gibt es mit modifiziertem oder richtigem Sinus überall zu kaufen.

Um die Generatoren/PKW nicht dauernd laufen zu lassen bzw. um Benzin/Diesel zu sparen würde ich natürlich auch gerne die vorhandene, netzgekoppelte PV Anlage nutzen, wobei bei Netzausfall die Wechselrichter sowieso nicht mehr gehen. Also einen String (13 Module mit je 24V Nennspannung) am Wechselrichter ausstecken und in einen Laderegler einstecken. Dafür würde sich der String auf meinen Autogaragendach anbieten, welches nach Süden ausgerichtet ist und mit 45 Grad Dachneigung recht steil ist. Da lässt sich im Winter der Schnee auch noch relativ einfach herunterschippen.

Frage: Welcher Hersteller bietet Laderegler mit einer Eingangs-Gleichspannung von ca. 250 - 425V und 12V Batteriespannung an? Die welche ich bisher gefunden habe, hatten eine deutlich niedrigere Eingangsspannung.

Oder gibt es sonstige Vorschläge zu einer Notstromversorgung?
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Re: Notstromversorgung: Laderegler gesucht mit Input 300-450

Beitragvon wieso » 26.12.2010, 07:37

Hallo

mir sind nur Laderegler bis ca 300 Volt DC bekannt ( MidNite Solar Classic 250 MPPT Charge )

und der Schneider Electric Xantrex™ XW MPPT 80 600 Solar Charge Controller bis 600 Volt DC ( ist aber glaub ich noch nicht verfügbar http://www.youtube.com/watch?v=rUpsVE_- ... re=related

und dann halt die klassischen back up Ideen von Studer , Victron , SMA , Steca mit Ihrem jeweiligen Preis :roll:

Die Frage ist , wenn man schon in diese Richtung investiert , ob dies nich mit der Eigenstromvergütung kombinierbar ist :juggle:


Als Strom-Puffer dachte ich an den im PKW eingebauten Akku (12V/72Ah).


Im äussersen Notfall hatte ich auch schon mal mein Auto laufen und damit meine Haus batterie geladen ( weil der Notstromer versagt hatte )

Kleine gut erhaltene Batterie Ladegeneratoren ( Diesel) bekommt man für ca 500 Euro und eine gebrauchte grössere Staplerbatterie ( grösser deshalb , damit sie vordem Stromausfall schon mit PV geladen ist ) auch recht günstig

Gruss Lars
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Re: Notstromversorgung: Laderegler gesucht mit Input 300-450

Beitragvon Ulmer » 26.12.2010, 10:29

wieso hat geschrieben: mir sind nur Laderegler bis ca 300 Volt DC bekannt


Das hatte ich befürchtet.

Ich frage mich, ob nicht ein solches Teil hier auch mit Gleichspannung funktionieren würden:
http://cgi.ebay.de/290458001543

Irgendwie muss es ja auch von 230V~ zu den 12V= kommen. Und da das Teil von den Abmessungen her nicht sehr gross ist, kann der Trafo sicherlich nicht mit den 50Hz vom Netz laufen, sondern mit einer deutlich höheren Frequenz (Schaltnetzteil Funktion). Die Frage ist halt, ob das Teil die 50Hz intern doch noch zu etwas verwendet?!

Und die Spitzen des Sinus von 230V~ sind ja auch ungefähr schon 325V. Ok, auch noch etwas niedrig für mich.


wieso hat geschrieben:Kleine gut erhaltene Batterie Ladegeneratoren ( Diesel) bekommt man für ca 500 Euro


Diesel wäre natürlich klasse, weil der das in ausreichender Menge vorhandene Heizöl nutzen könnte. Aber ob diese ausrangierten Bundeswehr Aggregate wirklich noch gut funktionieren, steht auf einem anderen Blatt. Ausserdem dürften sie ziemlich laut sein. Ich halte diese oft mehrere Jahrzente alten Geräte auch irgendwie für überteuert. Und für knapp 700 EUR bekommt man auch einen nagelneuen, leisen Honda EX 7, der 12V= und 230V~ hat. Gut, natürlich mit einer sehr kleinen Leistung.
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Re: Notstromversorgung: Laderegler gesucht mit Input 300-450

Beitragvon Boelckmoeller3 » 26.12.2010, 10:51

Hallo,
die meisten neuen Ladegeräte funktionieren mit einem kleinen Hf-Trafu, primär getaktet (pulsweitenmoduliert). Kennzeichen solcher Geräte ist das niedrige Gewicht und die Kompaktheit, das Prinzip des Schaltnetzteils. Bei diesem Inverter wird das Ladeteil wahrscheinlich nicht anders aufgebaut sein.
Intern werden die 230V ~ erstmal gleichgerichtet und etwas mit einem Kondensator geglättet, dann bist du inetwa ( x Wurzel aus 2) bei 320V =.
Dann pulsweitenmoduliert mit ca. 18 kHz je nach Stromanforderung . Wie du schon richtig bemerkt hast, hast du intern bei den Schaltnetzteilen inetwa diese 320V mit Toleranzen noch nach oben und nach unten, falls es dir was nützt. Dann müsste man aber die Generatorspannung auf einen Anstieg bis etwa 350V begrenzen.
Da muss man sich das Spannungsniveau deiner PV-Anlage dann mal anschauen, eventuell kann man eine Begrenzung recht einfach realisieren wenn 350V schon in der Nähe der Leerlaufspannung sind.

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Notstromversorgung: Laderegler gesucht mit Input 300-450

Beitragvon Michael04 » 26.12.2010, 11:55

Hallo
die meisten schaltnetzteile können auch mit dc betrieben werden
das zb bis 370 volt http://www.dehner.net/ak200/
gibt es aber auch noch für höhere spannung , einfach auf Uoc auslegen

voraussetzung ist das die modulleistung deutlich über der vom netzteil ist, denn wenn die momentane leistung der module unter netzteil leistung fällt kommt das ganze ins tackten was man aber mit einem grossen kondensator etwas verbessern kann

die 72 ah 12 volt sind sicher etwas zu wenig , da das über die nacht gerade mal 100 watt sind , ein stapler akku ist sicher etwas zu gross :wink:

Michael
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Re: Notstromversorgung: Laderegler gesucht mit Input 300-450

Beitragvon sonnentau » 26.12.2010, 13:15

Hallo,es ist ein schwieriges Thema, wo ich mich immer frage :wie kann ich ein System aufbauen, was einmal im Jahr oder vielleicht alle 5-10 Jahre benötigt wird.Ein Notstromer ist die billigste Variante muß aber immer gut gewartet werden sonst steht sich das Gerät kaputt.Das selbe betrifft einen Akku.Auch wenn dieser nicht benötigt wird und immer voll geladen ist wird dieser nach ein paar Jahren den Geist aufgeben.Back Up Systeme sind sehr teuer und machen Geldtechnisch noch keinen Sinn.Stromausfall im Winter ist wahrscheinlich am ehesten gegeben.Solar bringt da wirklich nichts.Ich denke mal es geht ja um eine Überbrückung von max 2 Tagen.Ein 230 Volt Generator in Verbindung mit dem Auto halte ich für die billigste Lösung.Eine Garage oder ein Grundstück vorausgesetzt.
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Re: Notstromversorgung: Laderegler gesucht mit Input 300-450

Beitragvon Boelckmoeller3 » 26.12.2010, 13:27

Hallo,

was mir hierbei nicht gefällt ist die Sichtweise, dass man Notstrom- Komfort gerne haben möchte, aber billigst, für nen Apfel und ein Ei.
Wie so oft, gibt man gerne woanders dann mehr aus. :D
Meine Meinung, entweder nimmt man schon etwas Geld in die Hand und macht es vernünftig oder man lässt es besser sein.
Bei mir ging das vor etwa 10 Jahren mit einem gebrauchten Wechselrichter von Studer und gebrauchten OPz-Akkus 600Ah für zusammen um die 800€ los. Reicht aus für 2-3 Tage und schaltet automatisch in 20ms um. Die Umschaltung ist schnell genug dass PC usw. einfach weiter läuft. Die Anlage teste ich mehrmals im Jahr(spare ja auch den Strom) für einen Tag und entlade die Akkus dabei um ca. 30-40 %.Zwischenzeitlich habe ich den internen Lader im Wechselrichter ausgeschaltet und lade mit Solarmodulen nach. Wechselrichter und Akkus funktionieren obwohl gebraucht erstanden nun seit 10 Jahren bestens.
Bei den Akkus hab ich bisher erst einmal etwas destilliertes Wasser auffüllen müssen.

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Notstromversorgung: Laderegler gesucht mit Input 300-450

Beitragvon sonnentau » 26.12.2010, 14:27

Mit gebrauchten Teilen kann man natürlich auch in die Sch.... greifen.Für 800 euro ist es natürlich äußerst billig.Ich denke nicht jeder hat das Geld, um für einen kurzen Stromausfall mehrere 1000 Euro für den Eventuellfall auszugeben.
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Re: Notstromversorgung: Laderegler gesucht mit Input 300-450

Beitragvon Ulmer » 27.12.2010, 01:48

Boelckmoeller3 hat geschrieben:was mir hierbei nicht gefällt ist die Sichtweise, dass man Notstrom- Komfort gerne haben möchte, aber billigst, für nen Apfel und ein Ei.


Einen im PKW eingebauten Akku bzw. den gesamten PKW als Notstromaggregat zu verwenden hat doch nicht nur finanzielle Gründe, sondern es erspart mindestens 2mal im Jahr einen Testlauf des Benzingenerators. Und es spart den Aufwand mehrere volle und mit frischem Benzin gefüllte Kanister vorrätig zu haben.

Also, weshalb nicht möglichst vorhandene, in Betrieb befindliche und damit funktionsfähige Gerätschaften für eine extrem selten benötigte Notstromversorgung einsetzen?
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Re: Notstromversorgung: Laderegler gesucht mit Input 300-450

Beitragvon wieso » 27.12.2010, 07:22

Ich hatte mal 500 AH Batterie zusätzlich mit an Bord meines Pick-ups geladen von der Lichtmaschine parallel zur Starter batterie

Hatt mir mit einem 3000 watt Trapez Wechselrichter auf Baustellen , bis auf den grossen Winkelschleifer alles betrieben
mixer2.jpg
( ok Kabel hier zu dünn :roll: )


Abends nach der Arbeit hab ich dann via eines 300 watt Sinus inverter bei Notstand meine Hausinselanlage angeschlossen

Der kleine 300 Watt Wechselrichter war natürlich überfordert und zu klein ( jedoch wurde er ja von den 2 grossen mit 6 kw Leistung untersüzt :mrgreen:

Würde mich mal intressieren wieviel Diesel mein Wagen beim Fahren mehr verbraucht , wenn die Lichtmaschine dauernt powert ? Im Vergleich zu einem Dieselgenerator der dann die Nacht durchrattert

Bild

Gruss Lars
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