netzungebundene Messstation ~5W

PV-Anlagen die nicht in das öffentliche Stromnetz einspeisen, wie Berghütte oder Wohnmobil ....

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netzungebundene Messstation ~5W

Beitragvon HBKnell » 20.02.2009, 13:06

Hallo,

ich will eine netzungebundene Messstation aufbauen, die mit Solarmodulen versorgt werden soll. Bin absolut erfahrungslos auf diesem Gebiet!

Meine Verbraucher haben in Summe eine Stromaufnahme von 310 mA und bei einem 12V-Betrieb eine Leistungsaufnahme von 3,72W. Aus Sicherheitsgründen kalkuliere ich aber einfach mit 5W.
Die Anlage soll 24h am Tag ganzjährig betrieben werden.

Die Anlage wird auf einer Wiese aufgestellt, die optimale Ausrichtung sollte daher realisiert werden können. Meine PLZ 64...

In welcher Größenordnung sollte das Solarmodul bzw. die Batterie sein, dass der dauerhafte Betrieb gewährleistet ist?
Dachte so an 20-30W -Module?!

Danke und Gruß
HBKnell
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Beitragvon Fischkopp » 20.02.2009, 16:48

Hallo HBKnell,

Herzlich willkommen im Forum!

Würde die Sache mal so angehen...

Der Bedarf von Deinen Meßgeräte liegt bei 0,12 kWh/d oder für den Monat bei ca. 3,7 kWh. Diese Energie muß auch unter ungüstigen Wetterbedingungen durch das Solarmodul erwirtschaftet werden. Schwächster Monat im Jahr der Dezember, bei dem ungefähr 20kWh/kWp erwirtschaftet werden können. Mit einem 200W-Modul würde man also die erforderlichen 4kWh erwirtschaften können. Da die Strahlungsmenge aber auch mal ein Viertel geringer ausfallen kann, sollte man Sicherheiten einplanen... Die Modulleistung wäre also größer zu wählen, sagen wir mal 250W.
Bei den Ladereglern gibt es zwei Typen: den einfachen "Laderegler" und den Mppt-Laderegler. Letzter ist zu bevorzugen, da die Energie der Module mit geringen Umwandlungsverlusten komplett genutzt werden kann. Der einfache Laderegler behält den Modulstrom bei, die Spannungsdifferenz zwischen Modulspannung und Batterieladespannung geht ungenutzt verloren. Ein Mppt-Regler ist natürlich teurer als ein einfacher Regler... aber sonst müßte man mehr Modulleistung einplanen (z.B. +30%, hängt an den elektrischen Daten der Module).

Um die Leistung von 250W an die Batterien (12V) geben zu können muß ein Strom von ca 20A fließen (Laderegler sollte also min. 20A Ladestrom generieren können). In der Regel sagt man, daß der Ladestrom bei Batterien mit max. 1/10 der Kapzität betragen sollte... was für Batterien mit eine Kapazität von 200Ah sprechen würde.

Der Verbrauch ist 7,44 Ah bei 12V pro Tag. Unter Berücksichtigung dass nur 50-70% der gespeicherten Energie tatsächlich nutzbar sind erreicht man eine Stützzeit von ca. 15 Tagen, sollte also reichen auch längere Schlechtwetterperioden zu überstehen.

Modul wäre recht steil einzustellen, da man auf jedem Fall Schneeablagerungen auf dem Modul vermeiden möchte und die Winterzeit kritisch ist.

Gruß
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Beitragvon onlineladen » 22.02.2009, 16:08

Wo ist mein Beitrag hin ?
Gruß Alex

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Beitragvon onlineladen » 22.02.2009, 16:13

Habe wohl nur auf Vorschau gedrückt und dann die Seite geschlossen....MIST !!!


Also,

nochmal,

ich würde die Batteriebank auf 200 Ah setzen, damit hast du für Schlechtwetterperioden immernoch genügend Puffer.

Bei deinem Verbrauch von 7,44 Ah in 24 Stunden hättest du damit 14 Betrieb ohne Sonne ohne Probleme.

Das Modul würde ich mit 50 WP veranschlagen, wenn du dann im ersten Winter feststellst, dass die Schlechtwetterperiode noch deutlich länger anhält kann man ohne Probleme noch ein Modul hinzu tun.

Bei Interesse mache ich dir gerne ein Angebot, sende mir eine email an mail@onlineladen.net . ..
Bin auch über die Narrentage tel. erreichbar, wenn nicht rufe ich zurück...
(Habs nicht so mit Karneval, merkt man das etwa ??)
Gruß Alex

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Beitragvon Fischkopp » 22.02.2009, 17:35

Hallo Alex,

Erst einmal scheint ein Panel größer 200W riesig für einen Dauerverbrauch von nur 4W... aber mal bitte nachrechnen!
Erwarteter Ertrag pro kWp Januar z.B. 27,5 kWh, davon 1/20 (50W Modul) würde nur 1,375 kWh im Januar bedeuten...
Vom September bis März einschließlich wäre für einen Standort in Norddeutschland nicht genügend Energie vorhanden um die Anlage mit einem Verbrauch von 4 kWh/Monat am Leben zu erhalten. In München wäre es nur Oktober bis Februar.

Aber irgendwie scheint der Threadstarter sich schon wieder aus dem Thread verabschiedet zu haben.

Gruß
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Beitragvon onlineladen » 22.02.2009, 17:41

Ich habe in RLP einen Sendemasten mit Solarstrom versorgt, dort hängen 2 x 85 WP mit 1 x 100 AH AGM .

Dauerverbrauch ca 15-20 Watt

Läuft tag und nacht, sommer wie winter ohne probleme....

Aber wie du schon sagtest, der threatstarter hat sich wohl eh schon verabrschiedet....

Man kann natürlich von vorne herein 100 wp veranschlagen, dann ist man auf der sicheren Seite, 200 halte ich jdoch für übertrieben...
Gruß Alex

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Beitragvon HBKnell » 23.02.2009, 10:24

Moin moin!

Nein ich hab mich nicht verabschiedet, hab mir nur ne kleine Fastnachtsauszeit genommen ;)
Zudem dachte ich mir, ich gebe mehreren Leuten die Gelegenheit zu antworten.

Also erst ma n dickes Dankeschön an euch beide für die ausführlichen Antworten!

Wow, 250Wp hören sich schon verdammt viel an für ne 5W-Anwendung! Da lag ich ja mit meinen 20-30Wp gar nich so schlecht ^^. Hatte die Information aber auch von nem Sunset-Mitarbeiter. Um diesen Laden werd ich am Besten n großen Bogen machen(hab hier n paar nette Anekdoten gelesen, Stichwort Sammelklage...).

Ich werde die Laufzeiten nochmal mit meinem Vorgesetzten genauer abstecken, um zu klären ob ne 250Wp Anlage wirklich sein muss...

Um die Anwendung hier mal etwas genauer zu definieren:
Es geht um eine freistehende LKW-Waage mit vier digitalen Wägezellen. Das Messsignal wird mittels Bluetooth-Konverter in unser Gebäude übertragen. Hier steht der 2. Konverter, der das Signal für den Anzeiger verarbeitet. Der 1. Part soll mit Solarmodul versorgt werden, ab dem 2. Konverter steht dann wieder Netzspannung zur Verfügung. Das Projekt soll als Kundenanschauungsobjekt dienen.
Dass ein Kunde eine solche Anlage in seiner Kiesgrube dann 24/7 betreibt
ist natürlich blödsinn, aber ich muss ihm beweisen, dass ein dauerhafter Betrieb auf jeden Fall gewährleistet ist. Auf der anderen Seite dürfen die Kosten für die Anlage den Kunden nicht sofort abschrecken...Hier besteht einfach noch Diskussionsbedarf mit meinem Vorgesetzten...

Gruß
HBKnell
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Beitragvon Fischkopp » 23.02.2009, 11:27

Moin moin!

Yepp, 250W-Panel für 'ne 5W Anwendung hört sich schon erschreckend an, gell. Auf der anderen Seite... welcher Kunde würde einem Verkäufer glauben, die Dimensionierung in solcher Größe wäre notwendig. Viele Käufer würden doch mit ungläubigen Staunen rückwärts aus dem Laden fallen.:wink:

Vielleicht kann man ja auf der Verbraucherseite etwas machen und kommt dann doch mit einem 50W Panel o.ä. klar. So könnte man die Waage etc. über einen Bluetooth-Empfänger auch an & ausschalten.
Hier mal ein Link auf so ein Teil. Evtl. sollte man diese noch mit einer Timerschaltung verbinden, die automatisch Power off ausführt.
Alternative und einfacher wäre die Aktivierung wahrscheinlich über einen Bewegungsmelder zu aktivieren und über einen Timer die Betriebsdauer zu steuern.

Gruß
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Beitragvon onlineladen » 23.02.2009, 11:50

Ich bin auch Verkäufer :oops: und empfehle keine 250 Watt.....
Gruß Alex

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Beitragvon HBKnell » 23.02.2009, 13:09

Hhm...

Der Aufbau der Messkette ist ein Teil meiner Diplomarbeit! Von daher ist es von Vorteil, wenn ich die Auslegung auch durch eine Rechnung begründen kann und nicht mit Pii x Daumen daherkomme! Anderseits sind mir praktische Erfahrungswerte auch sehr willkommen!
HBKnell
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