PV-Anlagen die nicht in das öffentliche Stromnetz einspeisen, wie Berghütte oder Wohnmobil ....
Moderator: Mod-Team
von Vansbro » 28.03.2011, 18:20
Das Problem ist daß die Anlage(n) zumeist nur 2-3 Monate im Jahr "laufen" werden. Also gerade mit Blick auf die Akkus ist die Ersatzbeschffung von zu viel Kapazität wohl ein Punkt der eine 100% Solarquote auch wirtschaftlich sehr nachteilig werden läßt. Ein "Akkupark" im Gesamtwert von 600€ ist einfach was Anderes als ein "Akkupark" im Anschaffungswert von 1500€ - der ja auch keine wesentlich längere Lebensdauer aufweist. Und da das Gros der Kosten nur auf die Waschmaschine entfiele - stellt sich da die Frage ob ein Kilowattstundenpreis weit jenseits der 5€ noch zu vertreten ist. Zumal ja die Generatorkilowattstunde schon für einen Euro hergeht. Daher denke ich die Aufteilung des Strombedarfs der Waschmaschine in einen Solarteil der in kwh klein ist (aber einer Betriebsdauer von fast 1,5 stunden entspricht) und einem 30-min-Benzinteil der fast ausschließlich auf die Heizspirale entfällt wäre ein guter Kompromiß. Das Aggregat ist in der Zeit wo es läuft sehr gut augelastet (bringt quasi seine gesamte Nennleistung ein) - und aus dem Akku kommt der Strom für den mechanischen Teil der Wäsche der dominiert ist von Trommeldrehungen mit vielen Pausen.
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von Farmjanny » 28.03.2011, 21:08
Kannst Du nicht mit der Abwärme vom Aggregat das nächste Waschwasser heizen?
Grüße von der Küste Farmjanny
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von Vansbro » 29.03.2011, 12:08
Die naheliegendste Lösung wäre gewesen die Waschmaschine mit Warmwasser aus dem Holz-Boiler zu versorgen. ((Zuhause haben wir sogar eine Miele-Waschmaschine die sich das Warmwasser aus der pelletsgewärmten Leitung holt - Phantastisches Gerät das rund 50% Strom spart - mei manchen Waschgängen sogar mehr.)). Letzteres scheitert nur daran daß der Boiler in Schweden "drucklos" arbeitet und die dort verwendete Waschmaschine zudem nicht für den Anschluß an Warmwasser ausgelegt ist. ((Und eine weitere Miele kostet halt auch... und die würde ein Dieb sicherlich nicht stehen lassen...))
Im Prinzip könnte man das zwar schon zurechttüfteln - Aber einerseits wäre der Installationsaufwand recht groß - und andererseits müßte man rechtzeitig vor dem Wäschewaschen noch den Badeofen auf die _richtige_ Temperatur bringen. Gerade wenn ich daran denke daß man oft relativ kurzüberlegt waschen möchte (weil das Wetter sich gerade gut zum Lufttrocknen anbietet) verkompliziert sich die Sache dadurch schon einigermaßen. Und Abends nach dem Duschen hat man meist auch keine Lust mehr ein Stündchen zu warten bis das Wasser wieder so warm ist daß man auch noch die Waschmaschine einschalten kann... (und wer schaltet dann nach weiteren 2 Stunden wieder den Wechselrichter ab damit dieser nicht im Leerlauf die Batterie aussaugt?)
Das Nutzen von Prozesswärme ist ansonsten eher eine komplizierte Geschichte. Wenn man aber so weit gehen würde - würde man wohl besser damit fahren das Stromaggregat als KWK auszulegen und die Waschmaschine mit dem Kühlwasser beschicken... Also auf Solar verzichten und mit dem überschüssigen Strom alle möglichen Akkus laden.
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von Solarm » 03.04.2011, 23:46
@CarloK Der WR schaltete trotzdem aus auf Tiefentladeschutz, weil die Spannung ganz kurz unter 10V ging, reichte aber zum abschalten Hast du es schon mit ein Paar von denen versucht http://www.pollin.de/shop/dt/MzA0OTg3OT ... tueck.htmlhttp://www.pollin.de/shop/dt/OTQ0OTg3OT ... hvolt.html
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von Watts » 24.04.2011, 18:21
CarloK hat geschrieben:Vansbro hat geschrieben:B Der WR schaltete trotzdem aus auf Tiefentladeschutz, weil die Spannung ganz kurz unter 10V ging, reichte aber zum abschalten. Werde meine Anlage in Zukunft weiter aufstocken, irgendwann passt es dann schon. Ich weiss nicht, ob man ausrechnen kann, wieviel Batteriekapazität nötig ist um bei derartiger Stromaufnahme die Spannung einigermassen zu halten, wird von mehreren Faktoren abhängen schätz ich mal, wie Typ, Alter und Kondition. Vielleicht kann jemand anders da noch was zu schreiben. Ich hoffe, meine Erfahrung hilft als Ansatz etwas weiter. Carlo
Hallo Carlok, wäre mal interessant zu wissen, wie stark die Module zum Zeitpunkt der Abschaltung eingespeist haben. Bei guter Sonneneinstrahlung müßte es doch eigentlich klappen, direkt zu speisen. Ich versuche, eine Inselanlage für Tagesbetrieb batterielos zu planen, bin jetzt aber schon gedanklich bei einer kl. "Alibi"-Batterie gelandet. Somit wäre eine Aussage von Dir zur Moduleinspeisung beim Abschalten recht interessant. Viele Grüsse Watts
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von sonnentau » 24.04.2011, 21:27
CarloK hat geschrieben:Vansbro hat geschrieben:B Da stellt sich jetzt ganz praktisch die Frage ob sich dieses Problem mit einer zweiten Batterie gleicher Dimension überhaupt schon in den Griff bekommen läßt....
Dann möchte ich den Rest meiner leidlichen Erfahrung der letzten Monate noch teilen Habe in einem andern Thread Erfahrungen mit einem grösseren Wechselrichter gesucht und mich letztendlich entschlossen dem Rat von "Sonnentau" zu folgen und den von ihm anbefohlenen Wechselrichter gekauft, super Gerät übrigens. Mir gings darum, meine Kühl-Gefrierkombination darauf anzuschliessen, der WR verträgt eine kurzfristige Spitzenleistung von 3,6Kw. Leider hat es nicht hingehauen. Die Kühl/gefrierkombi hat einen Anlaufstrom von 8A (gemessen mit einer Amperezange mit Speicherfunktion), da ergibt sich eine Leistung von 230x8= 1840W, bei 12V also etwa 150A. Meine Batteriekapazität beträgt 495Ah, Batterien praktisch neu und voll geladen. Der WR schaltete trotzdem aus auf Tiefentladeschutz, weil die Spannung ganz kurz unter 10V ging, reichte aber zum abschalten. Werde meine Anlage in Zukunft weiter aufstocken, irgendwann passt es dann schon. Ich weiss nicht, ob man ausrechnen kann, wieviel Batteriekapazität nötig ist um bei derartiger Stromaufnahme die Spannung einigermassen zu halten, wird von mehreren Faktoren abhängen schätz ich mal, wie Typ, Alter und Kondition. Vielleicht kann jemand anders da noch was zu schreiben. Ich hoffe, meine Erfahrung hilft als Ansatz etwas weiter. Carlo
Hallo,hatte den Beitrag irgendwie überlesen.Ein Anlaufstrom von 8 A halte ich für sehr viel.Ich habe ein Kühlschrank von Liebherr der lief ohne Probleme mit einem 1000 Watt Berel und 240 AH Moll Solar.Was für ACCUS sind das denn?Die Bemerkung "super Gerät übrigens"ist das positiv oder negativ gemeint?Wenn bei 495 AH die Spannung auf unter 10 Volt sinkt stimmt was mit den Accus nicht.
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von Campingstrom » 25.04.2011, 00:14
Hallo allerseits; Wo wurden beim Abschalten des WR die 10V gemessen, am Wechselrichtereingang oder direkt an den Batteriepolen? -Ich vermute als Ursache zu hoher Spannungsabfall an der Zuleitung zum WR. (zu lang oder zu geringer Querschnitt) Wie schon genannt, ist es auch kein Fehler, den WR-Eingang mit einem großen Elko zu puffern. Aber anstelle der genannten "Kleinelkos" würde ich hier eher ein Teil aus dem Car-Hifi-Bereich bevorzugen, im großen Auktionshaus findet man sowas mitunter zu vertretbaren Preisen. Netzunabhängig mit "Batteriestrom" zu waschen ist eine große Herausforderung.  Mit einer Diode vorm Heizstab die Heizleistung zu reduzieren rate ich dringendst ab; es ist unklar, ob und wie der Wechselrichter mit dieser erheblichen "Schieflast" klarkommt.(Es wird ja nur eine Halbwelle der generierten Spannung belastet) Da die Waschmaschine eh "verbastelt" werden muss würde ich prüfen, ob sich der Heizstab gegen einen mit geringerer Leistung tauschen lässt. Dann noch am Besten vorgeheiztes Wasser zum Waschen verwenden sodass der Heizstab garnicht oder höchstens zeitweise zum Halten der Waschtemperatur zugeschaltet werden muss. Von Miele und der Electrolux-Gruppe gibt es auch gasbeheizte (!) Maschinen. Sind zwar für Erdgas ausgelegt, die Brenner würden sich aber sicherlich umbedüsen lassen um Propangas aus der Flasche zu verwenden. Die Maschinen sind aber nur Kleinstserienfertigung, dementsprechend schwer beschaffbar und sehr teuer. Für nur saisonweise Benutzung absolut unwirtschaftlich, leider.... Gruß Thomas
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von Solarm » 25.04.2011, 07:30
Sobald du mit der Diode die Spannung halbierst bricht die Leistung auf ein viertel zusammen. P=UxI 2000Watt=230 Volt x 8,7 Ampere R=U/I=26,5 Ohm I=U/R=115 V /26,4 Ohm=4,35 A 115 V x 4,35 A =  500 Watt diese geringe Schieflast sollte er schon schaffen Ausserdem Blindwiderstand http://www.sengpielaudio.com/Rechner-RC.htmzB 8 Microfarad (wie zB Rasemäher) bei 50 Hertz = 400 Ohm fast verlustfrei
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von Retrerni » 25.04.2011, 22:27
Solarm hat geschrieben:Sobald du mit der Diode die Spannung halbierst bricht die Leistung auf ein viertel zusammen. Also mit einer Diode in einem Wechselspannungsnetz vor einem ohmschen Widerstand halbiert er nicht die Spannung sondern nur die Leistung, denn er halbiert die Zeit, in der der Widerstand von Strom durchflossen wird, da nur eine anstelle der sonst üblichen zwei Halbwellen verwendet wird. D.h. der WR müsste die vollen 1 kW DC-Schieflast können, da wäre ein zweiter Heizwiderstand in Reihe wohl sinnvoller... Ciao Retrerni
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von CarloK » 02.05.2011, 16:44
Hallo, erst einmal möchte ich mich entschuldigen, habe jetzt erst bemerkt, dass das Thema weiterging und da noch offene Fragen im Raum stehen. War gesundheitsbedingt eine Zeit nicht hier... sonnentau hat geschrieben:Hallo,hatte den Beitrag irgendwie überlesen.Ein Anlaufstrom von 8 A halte ich für sehr viel.Ich habe ein Kühlschrank von Liebherr der lief ohne Probleme mit einem 1000 Watt Berel und 240 AH Moll Solar.Was für ACCUS sind das denn?Die Bemerkung "super Gerät übrigens"ist das positiv oder negativ gemeint?Wenn bei 495 AH die Spannung auf unter 10 Volt sinkt stimmt was mit den Accus nicht.
1.) "Super Gerät" ist absolut positiv gemeint, das Teil ist wirklich Klasse! 2.) Der Anlaufstrom stimmt, ist gemessen mit einer Amperezange mit Speicherfunktion, Kühlschrankkombi ist aber schon etwas älter. Aber kann es denn nicht sein dass die Spannung unter den Tiefendladeschutz sinkt? Ist nur ein Bruchteil einer Sekunde und nicht zu messen, scheinbar reagiert der Wechselrichter aber sehr empfindlich 3.) Batterien sind 2x Blei-Säure 185Ah, neu, und einmal Bleisäure 135Ah, 1 Jahr alt, paralell zusammengeschaltet 4.) WR ging aus bei vollen Batterien und die Module standen voll im Sonnenlicht Das mit dem Elko würde ich wohl noch gerne ausprobieren.....wie groß sind wohl die Erfolgschancen? Was für ein Elko käme da denn in Frage, so ein Riesenteil was im Carhifi benutzt wird? Die Dinger sind ja nicht gerade billig, aber wenns helfen würde wäre es mir die Investition schon wert. Carlo
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