Konzeptfragen: Inselanalge für Garage

PV-Anlagen die nicht in das öffentliche Stromnetz einspeisen, wie Berghütte oder Wohnmobil ....

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Re: Konzeptfragen: Inselanalge für Garage

Beitragvon sonnentau » 11.10.2011, 12:31

@ offgridzone

Es gibt verschiedene Möglichkeiten ein Netz aus verschieden Ladegeneratoren herzustellen! Die Frage ist immer für wem oder was soll es konzepiert werden.Ich persönlich beschäftige mich schon sehr lange mit der Technologie und muß sagen,das ich jeden Tag dazu lerne.Das größte Problem besteht aber darin ,das es zu wenig gute Literatur gibt die sehr präzise Vor und Nachteile verschiedener Möglichkeiten aufzeigt.Allein die Akkutechnologie hängt von vielen Faktoren ab, wie lange der eine oder andere Typ überlebt.Ich könnte Dir auf die schnelle Akkus zeigen ,die weit über c5 entladen werden dürfen bei 5 jähriger Garantie.Ich kann auch folgendes sagen: das Forum besteht aus Fragestellern und noch viel wichtiger aus Antwortern,die ihre Freizeit damit verbringen ihre praktischen Erfahrungen weiterzugeben.Natürlich sind immer irgendwelche Gedankenfehler vertreten.Eins ist doch aber immer wieder zu erkennen.Leuten werden Anlagen verkauft die entweder weit überteuert oder einfach nur falsch ausgelegt worden sind.Teils aus Unwissenheit teils aus Geldgier.Jeder Solateur hat eine bevorzugte Marke im Programm, die er an den Mann bringen möchte.Es gibt aber auch noch andere Hersteller, die vielleicht viel besser und preiswerter sind.Damit meine ich natürlich nicht Knall Peng Produkte.Wenn Du mit deinen Erfahrungen uns behilflich sein möchtest bist Du herzlich willkommen!!Soll es bloß wieder eine versteckte Händlerwerbung werden spare Dir die Mühe!
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Re: Konzeptfragen: Inselanalge für Garage

Beitragvon LAN-Opfer » 11.10.2011, 13:14

sonnentau hat geschrieben:@ offgridzone
Soll es bloß wieder eine versteckte Händlerwerbung werden spare Dir die Mühe!

...keine Sorge: ich bin zwar Hard- und Softwareentwickler - aber angestellt und im Bereich Industrieelektronik bzw. Steuerungen tätig - als Kaufmann bin ich sogar total untauglich ;-)
Wie schon gesagt, möchte ich die Garage als Hobbyraum nutzen. Und die elektrische Ausrüstung ist eben auch Hobby - Erfahrungen mit Wind- und Solarkraft zu sammeln, reizt mich schon länger und jetzt hab ich das geeignete (Spiel-)Projekt.
Natürlich möchte ich hier zunächst schon das Wissen um die gemachten Erfahrungen absaugen - sonst ärgere ich mich nachher, daß ich beim Umrichter eine Option gespaart habe, die sich für mich dann doch noch als sehr nützlich erweist.
Dies könnte die Möglichkeit sein, später doch noch zu erweitern um z.B. so ein 24V-Aggregat ranzuhängen (wobei diese Bundeswehraggregate sicher sehr laut sind).
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Re: Konzeptfragen: Inselanalge für Garage

Beitragvon BRJ » 11.10.2011, 13:21

LAN-Opfer hat geschrieben:
BRJ hat geschrieben:Mein Ladegerät wurde aus 6 x SP-500-27 gebaut.


...wird einfach mit Konstantspannung geladen? Erfolgt eine Anapssung an Temperatur oder sogar eine Ladekennlinie?


Die Ladeschlußspannung wird über eine Schraube eingestellt.
Es wird nach der IU Kennlinie geladen.
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Re: Konzeptfragen: Inselanalge für Garage

Beitragvon LAN-Opfer » 11.10.2011, 13:47

BRJ hat geschrieben:Die Ladeschlußspannung wird über eine Schraube eingestellt.
Es wird nach der IU Kennlinie geladen.


OK - man kann solche Netzteile natürlich auch mit einem Mikrokontroller steuern - wenn mann das Manual von Victron zu Ende liest, findet man im Anhang heraus, wie es dort gemacht wird (http://www.victronenergy.com/upload/doc ... S%20SE.pdf Seiten 167).
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Re: Konzeptfragen: Inselanalge für Garage

Beitragvon LAN-Opfer » 11.10.2011, 21:08

offgridzone hat geschrieben:Die Batterien an sich sind immer der Schlüssel zu einer funktionierenden Anlage. Am Wochenende in die Werkstatt kommen und nichts geht, macht auch keinen Spaß.
Da stimme ich dir zu100% zu

offgridzone hat geschrieben:Wenn (wie zu erwarten) AGM-Batterien aus einer USV verwendet werden, dann gilt es doch ein paar Kleinigkeiten zu beachten. Wie Eingangs erwähnt soll die abgegebene Spitzenleistung des WR etwa 2kW betragen. 2kW / 24V sind rund 85A (und 90mm² Anschlusskabel!). Diese 85A dürfen jedoch die normale Herstellervorgabe des maximalen Entladestroms von C5 nicht übersteigen. Viele Hersteller sagen zwar C2, jedoch gibt es praktisch keine AGM-Batterie, die so etwas ein paar Monate überlebt. Bei 85A maximalem Entladestrom und einer Entladung von C5 bedeutet das eine Batteriekapazität von mindestens 425Ah, um nur diese Leistung zur Verfügung zu stellen - von Dauerlast ist hier noch gar keine Rede.
...und wieder was gelernt - Leitungsdimensionierung ist mir vertraut
Ich dachte allerdings nicht an AGM, sondern PsZ oder OPsZ.

offgridzone hat geschrieben:Aus der Praxis heraus hat sich ein Tristar TS45 für Deine Anwendung als sehr gut herausgestellt.
...macht einen guten 8nd durchdachten Eindruck - der kann sogar noch Heizen

offgridzone hat geschrieben:Der normale Ladestrom sollte ebenfalls nicht unter C15 liegen und bei einer 425Ah-Batterie dementsprechend bei etwa 28A liegen.
...war mir bisher nicht bewußt

offgridzone hat geschrieben:Der Versuch, mit einer Lima 24V zu erzeugen und damit Batterien zu laden wird bei dieser Anwendung möglicherweise nicht funktionieren, da die "24V" völlig versaut sind und gerade AGM-Batterien darauf sehr empfindlich reagieren. Ich gebe den Batterien ein bis zwei Wochen bis zum ersten Ausfall einer oder mehrerer Zellen. Lass es bitte.
Ist das nur bei AGM so? Woran liegt das? Ich habe mal gelesen, der Spannungs- und Stromrippel soll beim Ladegerät niedrig sein (10mV) - hängt das damit zusammen?
Im Auto funktioniert die Lima ja mit einem Startakku.

offgridzone hat geschrieben:Sorry, wenn ich ein paar Luftschlösser abgeschossen habe, aber ich hoffe, dass ich zumidest dazu beigetragen habe, etwas präziser an die Sache heranzugehen und damit letztendlich auch Geld zu sparen.
...danke für die Infos! :-)
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Re: Konzeptfragen: Inselanalge für Garage

Beitragvon sonnentau » 11.10.2011, 21:51

Die Lichtmaschiene mit dem Standartregler macht wirklich keinen Sinn.Alternativ gibt es aber Hersteller mit verschiedenen Generatortypen und einen entsprechenden Laderegler.Der Starterakku wird ja nur für Sekunden beansprucht und wird dadurch einfach billig bei Laune gehalten.Lichtmaschienen die gehen würden wären Z.B.Mastervolt,Kestrel.Was AGM angeht ist es ja nichts weiter wie eine Säurebatterie mit Glasflies .Das Gitter ist meistens Blei Kalzium oder Blei Zinn.Laut Fachbuch gibt es keine Probleme mit Lichtmaschienen und üblichen Ladegeräten.Eine erhöhte Gasung ist sogar von Vorteil.Offensichtlich gibt es immer mehr Akkus die AGM heisen aber so einfach aufgebaut sind das diese wirklich in kürzester Zeit den Geist aufgeben.Ich lass mich aber gern vom Gegenteil meiner Ausage überzeugen.
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Re: Konzeptfragen: Inselanalge für Garage

Beitragvon LAN-Opfer » 12.10.2011, 08:25

ok - Mastervolt hab ich gefunden - leider konnte ich noch keinePreise finden
Die Batterie sollte also in 3 Phasen geladen werden:
1. Bulk-Phase mit konstantem Strom bis zum Erreichern der Absorptionsspannung
2. Absorptionsphase mit konstanter Spannung
3. Float-Phase ebenfalls mit konstanter Spannung (kleiner als bei 2.)
Woher die dazu benötigte Energie kommt (Lichtmaschine, Windrad, Solarzelle) ist der Batterie egal.
Eine Möglichkeit wäre so eine Lichtmaschine von Mastervolt.
Ich denke daran, daß es eine DC-Schiene geben könnte (z.B. 29V für ein 24V-System), welche beliebig von einer Kombination aus Windrad, Solarzelle und/oder Generator besteht und zwisschen dieser DC-Schiene und Akku müsste dann ein Laderegler sitzen.
Windrad und Solarzelle müsten über je einen MPP-Regler (ohne Ladefunktion) an diese DC-Schiene angeschlossen werden.
Ist das jetzt eine Spinnerei oder funktioniert das?
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Re: Konzeptfragen: Inselanalge für Garage

Beitragvon sonnentau » 12.10.2011, 12:07

Das ist z.B. eine gute Frage wie sich die unterschiedlichen Generatoren verhalten.Bei der Umleitungsregelung wird der Regler komplett anders angeschlossen wie bei einer normalen Solaraufladung.Die Akkus geben ja die Systemspannung vor.Wird der Ladezustand Vollladung erreicht schalten die Heizwiederstände zu.Die Energie wird in Wärme umgewandelt.Da ja die Lichtmaschiene eine Regelung braucht um effizient zu arbeiten sind bestimmt Maßnahmen erforderlich um sich nicht gegenseitig zu beeinflussen.Eine sehr wichtige Frage dabei wäre noch zu klären :was passiert wenn die Umleitungslast defekt ist?Das Schaltbild findet man bei Mornigstar Tristar Manual engl.
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Re: Konzeptfragen: Inselanalge für Garage

Beitragvon LAN-Opfer » 12.10.2011, 13:21

sonnentau hat geschrieben:Bei der Umleitungsregelung wird der Regler komplett anders angeschlossen wie bei einer normalen Solaraufladung.Die Akkus geben ja die Systemspannung vor.

...ich bin bin den Begriffen leider nicht so vertraut - ist die Umleitungsregelung das Verfahren mit den Heizwiderständen?

sonnentau hat geschrieben:Da ja die Lichtmaschiene eine Regelung braucht um effizient zu arbeiten sind bestimmt Maßnahmen erforderlich um sich nicht gegenseitig zu beeinflussen.

Eine Entkopllung mit einer Diode müsste reichen.

sonnentau hat geschrieben:Eine sehr wichtige Frage dabei wäre noch zu klären :was passiert wenn die Umleitungslast defekt ist?Das Schaltbild findet man bei Mornigstar Tristar Manual engl.

Ist die Umleitungslast der Heizwiderstand?
Falls ja, muss man den Defekt entweder erkennen (am Strom oder an der steigenden Spannung) und abschalten oder durch geeignete Überdimensionierung ausschliessen.
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Re: Konzeptfragen: Inselanalge für Garage

Beitragvon LAN-Opfer » 13.10.2011, 23:45

...Lichtmaschinen bzw. passende LiMa-Laderegler gibt es wohl hier:
http://german.sterling-power.com/downlo ... 11-CS4.pdf
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