Inselanlage für Garten mit Modul SF 130/4-135

PV-Anlagen die nicht in das öffentliche Stromnetz einspeisen, wie Berghütte oder Wohnmobil ....

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Inselanlage für Garten mit Modul SF 130/4-135

Beitragvon geena » 02.11.2012, 13:09

Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei eine kleine Inselanlage für meinen Garten zu planen. Jetzt hätte ich die Möglichkeit, ein hoffentlich günstiges Photovoltaikmodul (über ebay) Solar Fabrik SF 130/4-135 zu kaufen. Meine Frage ist, ob es Sinn macht, ein solches Modul für eine kleine Inselanlage zu verwenden? Unterscheiden sich Module, die extra für eine kleine Anlage konzipiert sind von solchen für größere Anlagen? D.h. macht es mehr Sinn mir eines von diesen günstigen 130W-Modulen bei ebay zu kaufen, auch wenn die natürlich von schlechterer Qualität sind? Danke schonmal für hilfreiche Tips
Gruß, Gina
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Re: Inselanlage für Garten mit Modul SF 130/4-135

Beitragvon kalle bond » 02.11.2012, 17:33

Gina,
willkommen im Forum.
Na ja, die Module sind halt kleiner und haben zB 36 Zellen.
Schlechter sind sie deshalb nicht, wenn entsprechende Zertifikate vorliegen (TÜV Nummer, IEC Zertifikate, EC Zertifikat).
Wo SF das Modul herstellt, weiß ich jetzt nicht so genau, SW zB baut die Module in Freiberg - Made in Germany.
Wenn man sich nicht sicher ist wegen der Qualität, es gibt für etwas mehr Geld - MiG.
Ob dein Modul jetzt passt, da kommt es darauf an, was für eine Anlage du bauen möchtest.
Es können mehrere von den kleineren Modulen miteinander verkabelt werden, da gibt es viele Möglichkeiten.
Dazu benötigst du noch einen Laderegler, die Batterie und vielleicht einen Inverter (bei 230 V Verbrauchern).

Sonnige Grüße ..................Kalle Bond
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Re: Inselanlage für Garten mit Modul SF 130/4-135

Beitragvon Gerold G » 02.11.2012, 18:07

Passt sehr gut zu einem 12V-Inselsystem. Als Regler kann hier ein Solsum 10.10 oder ein PR1010 zum Einsatz kommen.
Was soll in dem Gartenhaus denn so an elektrischer Anlage laufen und wie lang pro Tag?
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Re: Inselanlage für Garten mit Modul SF 130/4-135

Beitragvon geena » 02.11.2012, 18:58

Danke für die Antworten!
Zu der Dimensionierung der Anlage: als täglichen Bedarf habe ich mal grob 300 Wh berechnet (90W Notebook und kleine Stereoanlage). Die Solaranlage sollte aber nach oben noch ausbaubar sein, da ich fest in den Garten ziehen werde und da bestimmt noch Verbraucher - wenn auch kleine- dazukommen. Habe schon eine 100Ah Blei-Gel-Batterie (ist ein wenig klein, aber ich habe sie günstig bekommen), für den Anfang könnte das ja reichen (kann sie im Notfall auch über meinen Generator und Ladegerät laden). Bei den Modulen dachte ich an zwei 80W oder ein 130W-Modul, da bin ich mir noch nicht so sicher. Ist für die Batterie vielleciht etwas überdimensionier...
Zu dem Laderegler habe ich noch eine Frage: Nach welcher Regel legt man den fest, wie hoch der max. Laststrom des Ladereglers sein soll? Bei meiner Anlage dachte ich an so 10-20A, aber habe das nur so gelesen, wie man darauf kommt weiß ich nicht. Ein MPPT-Regler macht wohl eher wenig Sinn bei mir, oder? Selbst wenn ich später vielleicht noch ein weiteres Modul anbaue?...
Inverter brauche ich keinen, werde alles auf 12V auslegen. Für 230V gibts dann den Generator im Notfall.
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Re: Inselanlage für Garten mit Modul SF 130/4-135

Beitragvon Gerold G » 02.11.2012, 19:42

geena hat geschrieben:Habe schon eine 100Ah Blei-Gel-Batterie (ist ein wenig klein, aber ich habe sie günstig bekommen), für den Anfang könnte das ja reichen.

300Wh bis maximal 600Wh kannst du pro Tag entnehmen, vorausgesetzt, du bekommst das auch wieder nachgeladen.
Bei den Modulen dachte ich an zwei 80W oder ein 130W-Modul, da bin ich mir noch nicht so sicher. Ist für die Batterie vielleciht etwas überdimensionier...

Nö. Passt schon. Natürlich ist mehr Kapazität besser, du kannst die 100Ah Batterie aber duchaus mit 10A-15A laden, was in etwa dem Doppelten deines Vorhabens entspricht.
Zu dem Laderegler habe ich noch eine Frage: Nach welcher Regel legt man den fest, wie hoch der max. Laststrom des Ladereglers sein soll?

Der Laderegler muss zu den Modulen passen. Hier ist der Kurzschlussstrom entscheidend. Liefert das Modul also einen Kurzschlussstrom von 7,9A, sollte der Regler mindestens diese 7,9A leisten können.
Das im Betreff genannte Modul würde also auch noch gut mit einem Solsum 8.8F funktionieren.
Bei meiner Anlage dachte ich an so 10-20A, aber habe das nur so gelesen, wie man darauf kommt weiß ich nicht.

Es gibt da eien Reihe von Faktoren, die es zu berücksichtigen gilt. Das Wichtigste aber ist dein täglicher Bedarf und was die Module leisten müssen.
Nach Faustformel:
Sommerbetrieb:
300Wh/3 = 100Wp Modulleistung.
Winterbetrieb:
300Wh/0,8 = 375Wp Modulleistung.

Du brauchst also drei der im Betreff genannten Module, um auch im Winter deinen täglichen Bedarf wieder reinzuholen. Drei der Module bringen einen Maximalen Strom von 3x7,91A = 23,73A.
Der Laderegler muss also mindestens 23,73A leisten können. Das wäre dann ein PRS3030 oder PR3030
Um auch im Winter einigermaßen sicher über die Runden zu kommen, sollte dein Akku fünf Tage ohne nennenswerten Ertrag überbrücken können. Um ihn nicht zu sehr zu fordern und somit die Lebensdauer zu verlängern sollte der Akku maximal zu 50% entladen werden.
300Wh/12V = 25Ah. Verdoppelt 50Ah. Fünf Tage 250Ah.
Zu deinem 100Ah Akku solltest du also noch zwei weitere, möglichst gleiche gesellen.
Ein MPPT-Regler macht wohl eher wenig Sinn bei mir, oder? Selbst wenn ich später vielleicht noch ein weiteres Modul anbaue?..

Bei den Modulen brauchst du keinen MPPT-Regler. Das macht erst ab einer Mpp-Spannung der Module von mehr als 18,5V wirklich Sinn.
Spielt Geld bei dir aber nicht die große Rolle und die Mehrkosten für einen etwa 3%-10% höheren Ertrag liegen in deinem Rahmen, wäre dieser Regler gut passend:
http://www.ecs-online.org/reload.html?g ... roller.htm
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Re: Inselanlage für Garten mit Modul SF 130/4-135

Beitragvon geena » 02.11.2012, 22:52

wow, vielen Dank, jetzt ist mir schon einiges klarer...
Nur eine Sache noch: wenn ich später noch mit Modulen nachrüsten will, ist es dann besser, möglichst gleiche Module parallel zu schalten oder muss ich nur auf gleiche Spannung (Nenn- oder Leerlaufspannung?) der Module achten? Denn im ersten Fall müsste ich ja jetzt drauf achten dass ich die Möglichkeit habe, später noch ein identisches nachzukaufen...
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Re: Inselanlage für Garten mit Modul SF 130/4-135

Beitragvon Gerold G » 02.11.2012, 23:03

geena hat geschrieben:ist es dann besser, möglichst gleiche Module parallel zu schalten oder muss ich nur auf gleiche Spannung (Nenn- oder Leerlaufspannung?) der Module achten?

Wenn du keinen Mppt-Regler einsetzt, ist die Spannung der Module nicht entscheident. Natürlich sollte die Mpp-Spannung aller Module im Bereich von 16,5V-18,5V liegen, um eine optimale Leistung zu gewährleisten.

Zudem kannst du durchaus mehrere Laderegler an eine Akkubank anschließen, solltest du später noch erweitern wollen.
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Re: Inselanlage für Garten mit Modul SF 130/4-135

Beitragvon kalle bond » 03.11.2012, 00:40

geena hat geschrieben:wow, vielen Dank, jetzt ist mir schon einiges klarer...
Nur eine Sache noch: wenn ich später noch mit Modulen nachrüsten will, ist es dann besser, möglichst gleiche Module parallel zu schalten oder muss ich nur auf gleiche Spannung (Nenn- oder Leerlaufspannung?) der Module achten? Denn im ersten Fall müsste ich ja jetzt drauf achten dass ich die Möglichkeit habe, später noch ein identisches nachzukaufen...


Ermittle einfach mal deinen Verbrauch in Wattstunden pro Tag. Wo ist dein Standort?
Ist dein Verbrauch nur im Sommer oder über das ganze Jahr? Wo sollen die Module installiert werden und mit welchem Anstellwinkel? Ganz einfach ist PV nicht :D
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Re: Inselanlage für Garten mit Modul SF 130/4-135

Beitragvon geena » 03.11.2012, 13:15

@kalle: Dass PV nicht so einfach ist, ist mir auch schon klargeworden ;)
Meinen Verbrauch hab ich oben schon genannt: 300 Wh, aber nach oben sollte das noch ausbaubar sein, da ich dauerhaft in den Garten ziehen werde (s. oben) Daraus ergibt sich dann logischerweise, dass ich den Verbrauch auch im Winter habe. Standort ist Wiesbaden, installiert werden sollen sie auf meiner Gartenhütte, in der auch die Batterie steht. Ich dachte mir die Panels so zu installieren, dass ich den Winkel für Sommer und Winter ändern kann. Wie groß der sein muss, darüber hab ich mich noch nicht genau informiert.
Habe mir das Modul SF 130/4-135 übrigens heute morgen bei ebay ersteigert...hoffe das war ein guter Kauf.
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Re: Inselanlage für Garten mit Modul SF 130/4-135

Beitragvon Gerold G » 03.11.2012, 14:26

Ausrichtung gegen Süden. Der Winkel sollte im Sommer 30°, im Winter 70° sein.
Kannst du diese Winkel nicht verstellbar einrichten, wäre eine feste Halterung mit 60° steilem Winkel ganzjährig okay. Wichtig ist der Winter. Im Sommer wirst du bei obiger Auslegung reichlich Überschuss haben (auch mit dem 60° Winkel).

Achte darauf, das Schnee gut abrutschen kann, sich also nicht unbedingt unterhalb der Module ansammelt. Achte auf Verschattung durch Bäume, etc. Wähle den günstigsten Platz für die Module (das ist nicht unbedingt dort, wo du am einfachsten hinkommst).

Nochmal die Auslegung für den Winter:
Drei dieser Module, drei 100Ah Blei-Gel-Akkus (da einer bereits vorhanden, noch zwei), Laderegler PRS3030 oder PR3030 (mit LC-Anzeige).

Im Sommer wäre der Betrieb einer energiesparenden Kühlbox durchaus mit drin.

Im Winter wird es trotz der fünf Tage Autarkiezeit vorkommen können, dass du die Akkus auch mal extern Laden musst. Dazu hast du ja einen Stromerzeuger. Wenn das Wetter einigermaßen mitspielt, wird es aber auch ohne diesen funktionieren. Achte bei allen Neuanschaffungen auf höchste Energieeffizienz. Das macht sich bei Inseln immer sofort bezahlt.
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