Inselanlage für Garagentankstelle

PV-Anlagen die nicht in das öffentliche Stromnetz einspeisen, wie Berghütte oder Wohnmobil ....

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Inselanlage für Garagentankstelle

Beitragvon s0525866 » 23.08.2011, 09:10

Einen wunderschönen guten Tag,
dies ist mein erster Beitrag in diesem Forum, daher bitte nicht allzu hart mit mir sein, da ich wie man sich denken kann ein Solar-Neuling bin.
Ich bin Student an der (bösen) HTW (siehe auch http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2011-08/21071904-solarbranche-nur-probleme-und-jetzt-noch-der-schmu-009.htm) studiere dort Elektrotechnik im letzten Semester und arbeite bei einer größeren Planungsfirma östlich Hamburgs, die speziell Wind- und Photovoltaikanlagen plant und die Baubegleitung übernimmt. Als Abschlussarbeit soll ich nun die Firmeneigene Garage zur Solartankstelle umrüsten, da diese Garage keine Verbindung ans öffentliche Stromnetz hat. Es handelt sich also um eine Inselanlage, was für persönlich gut ist, da ich mich nicht an ganz so viel Vorschriften und Richtlinien halten muss. Ein paar hundert alte USV Batterien, dessen Werte ich noch ablesen muss befinden sich auf dem Hof, ergo brauche ich 'nur' eine Laderegelung, ein paar Module und einen Wechselrichter um das ganze auf eine 230V/16A Steckdose zu speisen. Das Fassungsvermögen muss mindestens 11 kW/h entsprechen und die WR müssen volle 16 A über 3 Std zur Verfügung stellen können um den Opel Ampera korrekt zu laden. Ich rechne mit 5 Sonnenstunden pro Tag, wonach ich eine Anlage brauche, die auch bei mäßigem Wetter mindestens 3 kW Energie pro Stunde erzeugt. Und die ganze Anlage muss auf ein Standard Garagendach passen. Möglicherweise hält der eine oder andere mich nun für Bescheuert, da diese Lösung alles andere als effizient ist (viel 'verlorene' Energie), aber nicht jede Abschlussarbeit ist Ökologisch sinnvoll.Als Module hab ich mir SunPower E20 vorgestellt, die Frage ist ob der Kosten/Nutzen Faktor stimmt (wobei ich keine Ahnung hab was die Kosten, scheinbar existiert keine Preisliste).
Über Tipps und /oder Hinweise was ich bei diesem Projekt beachten muss (abgesehen von der VDI 6012 und DIN EN 62040) wäre ich überaus dankbar.

Sebastian
s0525866
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Re: Inselanlage für Garagentankstelle

Beitragvon jodl » 23.08.2011, 09:37

s0525866 hat geschrieben:Ich bin Student an der (bösen) HTW ... studiere dort Elektrotechnik im letzten Semester und arbeite bei einer größeren Planungsfirma östlich Hamburgs,
.... Als Abschlussarbeit
... mindestens 11 kW/h entsprechen
... mindestens 3 kW Energie pro Stunde


armes Deutschland

da bist du wohl im ersten Semester öfter krank gewesen :|
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Re: Inselanlage für Garagentankstelle

Beitragvon s0525866 » 23.08.2011, 09:47

jodl hat geschrieben:
s0525866 hat geschrieben:Ich bin Student an der (bösen) HTW ... studiere dort Elektrotechnik im letzten Semester und arbeite bei einer größeren Planungsfirma östlich Hamburgs,
.... Als Abschlussarbeit
... mindestens 11 kW/h entsprechen
... mindestens 3 kW Energie pro Stunde


armes Deutschland

da bist du wohl im ersten Semester öfter krank gewesen :|

:roll:
Falls du die Rechtschreib- und Grammatikfehler meinst - Ich habe ET und nicht Germanistik studiert.

Ansonsten verstehe ich deinen Satz nicht
s0525866
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Re: Inselanlage für Garagentankstelle

Beitragvon Boelckmoeller3 » 23.08.2011, 10:05

Hallo und willkommen hier im Forum,
die Randbedingungen sind nach meiner Meinung noch zu schwammig von dir formuliert

Die Frage ist doch wie oft wird an deiner Tankstelle geladen. Dass eine Ladung etwa 11kwh beansprucht ist schön und gut, aber soll dass dann jeden Tag abgefordert werden oder nur ab und zu. Und was sind bitte 3kw pro Stunde ? Das sagt einem Elektrotechniker gar nichts. es gibt da einmal die momentane Leistung und einmal die elektrische Arbeit in kwh. Was meinst du bitte genau ? Dir dürfte auch bekannt sein dass die erzeugte elektrische Arbeit einer PV-Anlage starken jahreszeitlichen Schwankungen unterliegt ? Das muss berücksichtigt werden, denn der Aufwand liegt darin über Winter eine ausreichend vorhandene elektrische Arbeit sicherzustellen und hier kosten die letzten 20% Sicherheit das meiste Geld. Aber zunächst solltest du mal möglichst genau die Anforderung an bereitzustellende elektrischer Arbeit pro Woche / Monat/ Jahr festlegen, dann kann man auch über die Dimensionierung des PV-Generators reden.

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Inselanlage für Garagentankstelle

Beitragvon s0525866 » 23.08.2011, 10:22

Hallo Herr Boelckmoeller,
das Fahrzeug wird jeden Tag geladen. Das heisst, wenn ich von 5 ertragreichen Stunden pro Tag ausgehe sind dies rund 3kW die durchschnittlich pro Stunde erzeugt werden müssen um bei Strom und Speicherverlusten 11 kW an das Fahrzeug zu liefern. Möglicherweise stehen genügend Batterien zur Verfügung um 2 oder 3 Tageskapazitäten zu speichern, am Ende wird es allerdings eine Platzfrage sein. Wie gesagt Solarenergie an sich ist für mich Neuland, da ich bei der Planung und Berechnung bisher nur ab WR betrachtet habe. Welche Module die Subunternehmer verwenden ist mir bisher egal gewesen. Eine entsprechende Überdimensionierung damit möglichst auch in den dunkleren Jahreszeiten Energie erzeugt werden kann will ich natürlich berücksichtigen, meine Flächenbegrenzung ist allerding ein Standard-Garagendach, was die Sache nicht vereinfacht. Die genaueren Anforderungen werde ich wohl diese Woche noch bekommen und auch hier einstellen.
Danke für die Antwort
Sebastian
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Re: Inselanlage für Garagentankstelle

Beitragvon wieso » 23.08.2011, 10:36

macht es nicht mehr Sinn mit Gleichspannung zu laden ? also ohne AC Umwandlung ?
Inselanlage 1.6 kw PV und 2.4 KW PV , Outback MX60 und FM80 MPPT , 6 kw Victron Wechselrichter 1600 ah 24 volt Gabelstaplerbatterie , 1.6 kw Windkraftanlage ,1 kw Wasserturbine mit Speichersee bei Bedarf
Irland ;
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Re: Inselanlage für Garagentankstelle

Beitragvon jodl » 23.08.2011, 10:36

s0525866 hat geschrieben:...um bei Strom und Speicherverlusten 11 kW an das Fahrzeug zu liefern....


geht lustig weiter
vielleicht mal die Grundlagen auffrischen: energie-einheiten-rund-um-pv-z-b-kwh-kwp--t53135.html


s0525866 hat geschrieben:Welche Module die Subunternehmer verwenden ist mir bisher egal gewesen.


mich wundert bald garnichts mehr
jodl
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Re: Inselanlage für Garagentankstelle

Beitragvon Boelckmoeller3 » 23.08.2011, 10:39

Hallo, Sebastian ,kannst mich auch gerne Klaus nennen, Herr Boelckmoeller ist hier nur mein "Künstlername". :D Hier im Forum ist das "du" normal.Also, dann rechnen wir mal...., du möchtest 11 kwh ab 230V Steckdose am Tag sicherstellen. das sind dann im Jahr 11kwh x 365 = 4015 kwh ab Steckdose. Dazu kommt noch der Wirkungsgrad des Wechselrichters und der beim Akku laden. Da gehe ich mal von 80% aus. Wären also dann so etwa 5000 kwh geforderte elektrische Arbeit die der PV-Generator liefern müsste, wenn es nicht jahreszeitlich auch noch so stark unterschiedlich verteilt wäre. Ich gehe mal davon aus dass deine Akkukapazität ausreicht um einige schlechte Tage zu überbrücken das hilft aber leider nicht viel über Winter, da müsste der PV-Generator deutlich größer für dimensioniert sein. Bin da kein Experte, aber ich denke mindestens um den Faktor 3. Dann sind wir bei einem PV-Generator der 15000kwh im Jahr erzeugen können müsste, also im Norden brauchtest du etwa 18kwP Generatorleistung auf einem flachen Garagendach.
Das passt aber wohl nur auf eine recht große Garage ? :D Andernfalls müsstest du dich bei deinen Ladeanforderungen etwas einschränken. :D
Hier ist übrigens ein Netzanschluß der Garage als Puffer von großem Vorteil.

Viele Grüße:

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Re: Inselanlage für Garagentankstelle

Beitragvon s0525866 » 23.08.2011, 11:12

jodl hat geschrieben:
s0525866 hat geschrieben:...um bei Strom und Speicherverlusten 11 kW an das Fahrzeug zu liefern....


geht lustig weiter
vielleicht mal die Grundlagen auffrischen: energie-einheiten-rund-um-pv-z-b-kwh-kwp--t53135.html


s0525866 hat geschrieben:Welche Module die Subunternehmer verwenden ist mir bisher egal gewesen.


mich wundert bald garnichts mehr


Keine Ahnung was ich dir getan haben könnte?! und ja ich will 11 kW (in 3 Std) an das Fahrzeug liefern. Diese Formulierung ist durchaus korrekt. Und das mich als Planer nicht intressiert welche Module verbaut werden ist doch klar! Ich habe mit den WR, den Trafos, Kabeln,der Übergabestation und den Anforderungen des EVU schon mehr als genug an der Backe. Die Erdarbeiten machen auch Subunternehmer und mir isses egal welchen Bagger die dafür verwenden.

__________________________________________________________________________________________________

Hallo Klaus,
ich war eben mal draussen und habe geschaut was vorhanden ist:
18x USV Batterien an 12V mit 1550W Kapazität - Entspricht 27,9 kW Speicherkapazität. Diese wiegen ca. 12 kg das Stück also ~216 kg
Das Garagendach ist etwa 26 qm klein. Und steht frei - sprich keine Sichtbehinderungen und keine Schatten. Aber auch kein Stromanschluss in weniger als 100m. Natürlich wäre für den Winter eine Steckdose sinnvoll, die am Hausnetz angeschlossen ist, dazu müsste allerdings entsprechendes Kuperkabel verlegt werden - Unter Berücksichtigung des Spannungsfalls müssten es mind. 16 mm² sein. Aber wie gesagt: genauere Infos bekomme ich die Woche, dort wird nochmal festgelegt was die Anlage können soll. Mein Erster Gedanke war es, ein kleines Podest zu bauen, unter dem die Technik sitzt und die Module flach - ohne Stellwinkel araufzuschnallen, die Seitenwände verkleiden um Regen und Wind weitestgehend abzuhalten.
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Re: Inselanlage für Garagentankstelle

Beitragvon s0525866 » 23.08.2011, 11:20

wieso hat geschrieben:macht es nicht mehr Sinn mit Gleichspannung zu laden ? also ohne AC Umwandlung ?

Das Fahrzeug hat leider nur einen 230VAC Stecker. Natürlich ist das Wechselrichten und anschliessende Gleichrichten nicht grade Wirtschaftlich aber dafür brauch ich mich um die Laderegelung des Fahrzeugs nicht kümmern
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