PV-Anlagen die nicht in das öffentliche Stromnetz einspeisen, wie Berghütte oder Wohnmobil ....
Moderator: Mod-Team
von zarathustra » 12.10.2011, 11:53
Hallo, nachdem das Projekt "Überall-Kraftwerk" nun erfolgreich abgeschlossen ist möchte ich nun eine größere Anlage realisieren. Als Randparameter hatte ich mir vorgestellt: Module: 520 Wp: 2x Yingli YL Panda 260 Wp Laderegler: Soltronic MPPT 7520 Laderegler Speicher: 2x Batterie Winston 90AH12VLP Lithium Yttrium Technik inkl. Balancer 24V Wechselrichter: 2000 Watt Sinus / 24V Was haltet Ihr von der Konzeption? Sind die Komponenten einigermaßen gut dimensioniert? Das Auslegungstool von Soltronic gibt mir folgende Ergebnisse aus:   Betrieben werden soll Elektronik zwischen 100 und 250 Watt mit maximal 6h pro Tag Laufzeit. Gerne hätte ich auch die neuen Q.CELLS Q.Peak Black Module, allerdings habe ich sie nirgends im Netz gefunden. Was meint Ihr? Schon einmal vielen Dank für die Anregungen Gruß Martin
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von sonnentau » 12.10.2011, 13:22
Hallo ,der Laderegler geht und so weit ich weis arbeiten sie daran den freier zu programmieren.Das Problem sind die Akkus, die nicht in Reihe geschaltet werden sollen.Selbst der Einzelblock bei 12 Volt 90 Ah hat kein Balancer eingebaut.Es handelt sich um Einzel selektierte Zellen.Mit der Zeit wird es unweigerlich zu Spannungsdriften kommen ,bis eine Zelle im Bereich der Unter oder Überladungsgrenze angekommen ist.Wie lange das dauert probiere ich gerade.Empfohlen wird bei 24 Volt den Akku aus Einzelzellen anzufertigen und diesen mit Balancermodulen auszustatten.Dabei ist zu beachten ,das der Balancer ab einer Spannung von 3,6 Volt pro Zelle anfängt zu arbeiten.Würde der Laderegler zu spät abschalten wird sehr viel Wärme erzeugt.Wenn die Zellen aber unterschiedliche Eigenschaften aufweisen besteht die Gefahr das bei einer schnellen Entladung bis zur Entladegrenze von 2,5 Volt eine Zelle schneller auf diesen Wert sinkt wie der Rest.Ein normaler Tiefentladeschutz bekommt diesen Zustand nicht mit,weil ja die gesamte Spannung noch über 20 Volt liegt.Das bedeutet das diese Zelle für immer defekt ist.Noch gefährlicher wird der Effekt bei Überladung einer Zelle.Bei Überladungen gibt es Hinweise ,das es möglich sein kann,das Wasserstoff,und Flußsäuredämpfe freigesetzt werden.Daher ist es nicht ratsam ohne BMS Schutzeinrichtungen das ganze zu betreiben.Um es kurz zu sagen es bedarf einer Überwachung jeder einzelnen Zelle wo das Signal in der Lage ist Generator und Last zu trennen.Sehr gute Umsetzungen kann man bei Maurelma in der Schweiz sehen.Mein neues System ist auch gerade in der Planung.Dabei ist es mir wichtig das Sicherheit groß geschrieben wird weil es im Wohnraum betrieben werden soll.Nicht auszudenken, was bei einem Error passiert.Was die kalendarische Lebensdauer angeht da kann noch keiner eine Antwort geben.
Ps.Bei anderen Herstellern von Zellen unbedingt auf die Lademöglichkeit unter 0 Grad achten!!!!!
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von zarathustra » 12.10.2011, 13:50
Hallo Sonnentau,
deswegen soll ja zwischen die beiden 12V-Blöcke ein Balancer geschaltet werden:
Zitat:
Battery Equalizer BE24/1
Der Battery Equalizer ist entworfen, um eine Batterie von 24 Volt, die aus zwei Batterien von 12 Volt zusammengesetzt ist, gleich in Spannung zu halten. Batterien der gleichen Art und Typ könnte im Laufe der Zeit verschiedenen Spannungsebenen haben. Eine solche (unterschiedliche) Spannung, kann zum Teil verursacht werden durch verschiedenen Temperatur der Akkus, oder das die Kapazität geändert hat. Der Battery Equalizer sorgt dafür, dass dieses Problem rechtzeitig erkannt und behoben wird, was die Lebensdauer der Akkus verlängert.
Von einem "echten" Balancing-Modul, das jede Einzelzelle überwacht, bin ich etwas skeptisch. Die zusätzlich notwendige Elektronik ist komplex und auch nicht vor Fehlern gefeilt. Hier stellt sich mir die Nutzen-Aufwand-Frage. Die Batterien werden ja nie ganz voll geladen, da der Soltronic MPPT 7520 bei 12V Systemen ja nur bis 14,4V auflädt und nicht bis zur möglichen Grenze bei über 15V.
Aber genau einschätzen kann ich es auch nicht.
Was meint Ihr?
Gruß Martin
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von zarathustra » 12.10.2011, 13:52
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von sonnentau » 12.10.2011, 13:59
So habe ich am Anfang auch gedacht,weil ich immer der Meinung war, das der Akku ähnlich eines Bleiakkus arbeitet.Dem ist aber nicht so!!! Die Zellen selbst im Block sind ja aus Einzelzellen angefertigt und über Brückenverbinder miteinander verbunden.Beim Forum Elweb hat jemand mal diesen Typen aufgesägt und allein die Einzelzellspannung gemessen.Der Balancer den Du meinst kenne ich.Wird vertrieben über GWL und e-cells.eu.Es ist aber kein Balancer, der das Problem der Einzelzellabweichung beseitigen kann.Es ist nur eine Notlösung ,das der Akku nicht zu schnell ausfällt.
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von kalle bond » 14.10.2011, 19:23
zarathustra hat geschrieben:Hallo,
nachdem das Projekt "Überall-Kraftwerk" nun erfolgreich abgeschlossen ist möchte ich nun eine größere Anlage realisieren. Als Randparameter hatte ich mir vorgestellt:
Module: 520 Wp: 2x Yingli YL Panda 260 Wp Laderegler: Soltronic MPPT 7520 Laderegler Speicher: 2x Batterie Winston 90AH12VLP Lithium Yttrium Technik inkl. Balancer 24V Wechselrichter: 2000 Watt Sinus / 24V Was haltet Ihr von der Konzeption? Sind die Komponenten einigermaßen gut dimensioniert? Das Auslegungstool von Soltronic gibt mir folgende Ergebnisse aus: Betrieben werden soll Elektronik zwischen 100 und 250 Watt mit maximal 6h pro Tag Laufzeit.
Hallo Martin, Für einen Ganzjahresbetrieb sind die Batterien zu klein. Wenn du deine Verbraucher aufaddierst, auf welchen Tagesverbrauch kommst du ( in Wattstunden)? Max Entnahme pro Tag ca 30% der Batt Kapazität, sonst geht die Lebensdauer arg in die Knie. Grüße Kalle Bond
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von sonnentau » 14.10.2011, 19:28
[quote="kalle bond" Max Entnahme pro Tag ca 30% der Batt Kapazität, sonst geht die Lebensdauer arg in die Knie.
Grüße Kalle Bond[/quote]
Hallo Kalle,herzlich willkommen noch mal.Bei deiner Berechnung hast Du bestimmt überlesen,das es sich um einen Lifepo4 Akku handelt.Da ist nur wichtig die Spannungen einzuhalten.Kappazität grob 4 mal Blei.
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von kalle bond » 14.10.2011, 19:48
Speicher: 2x Batterie Winston 90AH12VLP Lithium Yttrium Technik inkl. Balancer 24V
Hallo Martin, Sonnentau,
wie groß ist denn die Kapazität der Batterie? Ich lese 90 Ah / 12 V je Block.
Grüße Kalle Bond
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von sonnentau » 14.10.2011, 19:59
Sagen wir mal 150 Ah volle Entnahme! Sehr schnelle Aufladung möglich.Habe aber jetzt noch nicht gerechnet ob das reicht,weil ich es so nicht zusammenbauen würde.
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