PV-Anlagen die nicht in das öffentliche Stromnetz einspeisen, wie Berghütte oder Wohnmobil ....
Moderator: Mod-Team
von Geda » 30.04.2012, 21:40
Hallo
Ich lese schon seit Wochen in eurem Tollen Forum allerhand interessantes und habe mich jetzt entschlossen meine Fragen an die hier so stark vertretenen Insel-Veteranen zu stellen.
Aus verschiedenen Gründen kommt eine "normale" Netzgekoppelte PV-Anlage bei mir nicht in Frage.
Ich bin am planen einer Netzgestützten Inselanlage und habe noch einige Zweifel. Ziel ist eine Inselanlage mit einem Victron Multiplus 12/3000 als Herzzstück. Aufs Dach sollen ca 3,0 KwP an Monokristallinen Modulen,welche über einen Netzwechselrichter an den Ausgang des Multiplus angeklemmt werden. Bei leeren Akkus soll der bedarf des Hauses vom Netz abgedekt werden. Bei vollen Akkus und/oder geringem Verbrauch soll der Überschuss in einen 1,5Kw Heizwiederstand verbraten werden. Nun zu meinen Fragen: Das Rummspielen mit dem VE-Configure II Simulator hat ergeben dass das einstellen der Netzzuschaltung recht einfach ist, aber wie kann ich das Einschalten des Heizwiederstandes steuern? Wenn ich richtig verstanden habe, brauche ich den Ausgang des Virtuellen Schalters bereits für die Netz-Zuschaltung, ein weiterer Ausgang ist nicht vorhanden. Was passiert wenn die PV-Leistung die Leistung des Wiederstandes zuzüglich des Hausgrundverbrauches übersteigt? Regelt der Victron den Ausgang auf über 51Hz und zwingt den Netzwechselrichter so zum Ausschalten? Wird hierbei auch der Heizstab ausgeschalten?
Wo sind eurer Meinung nach die Schwachstellen einer solchen Anlage? Wie gross kann der Unterschied im Wirkungsgrad einer sochen Anlage im vergleich einer Anlage mit Laderegler anstelle des Netzwechselrichters sein?
Ich bedanke mich bereits jetzt für eure Antworten!
Beste Grüße Geda
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von wieso » 01.05.2012, 00:14
Servus Also erstmal vor weg , 12 volt system würde ich Dir abraten , wenn schon dann 24 oder 48 Volt Zweitens , der 3000 Watt Multiplus 12 volt hat "nur" ein 120 Ampere Ladeteil drinn . das heisst übersezt 120 A x 12- 15 volt =ca 1400-1800 Ladeeinheit max für deine Batterie ..... also ein wenig klein für deine 3000 watt PV die mit dem Netzwechseleichter an den Victron gekoppelt ist , daraus folgt , das der Victron wahrscheinlich abschaltet wenn der Netzwechselrichter mit sagen wir 2500 Watt ins Inselnetz einspeist und Du gerade nix verbrauchst und alles in die Batterie geladen werden muss , jedoch das interne Ladeteil zu klein ist ....... oder du stellst die Hertz im VE configure Software so ein , dass der Netzwechselrichter vorher abregelt http://www.google.com/url?q=http://www. ... sAnoNc6-ugOder Du nimmst das nächst grössere Victron Model , oder besser noch in meinen Augen Du nimmst einen Laderegler dazu und teilst die PV in AC und DC Das Rummspielen mit dem VE-Configure II Simulator hat ergeben dass das einstellen der Netzzuschaltung recht einfach ist, aber wie kann ich das Einschalten des Heizwiederstandes steuern?
Aber alle Achtung , da hasst Du die VE configure Software ja genauer angeschaut , dass Dir das aufgefallen ist .... Ich bei mir zu Hause steuer nur das "Ausgangsrelais " mit der Software weil ich ja kein Netz habe ..... und ich glaube meine Firmware der Victrons ist auch schon out of date Jedoch kenn ich die VE Software vom neuesten Stand und dort gibt es eine Option ( hoffe dies ist nicht nur in den Quattros so sondern auch in den Multi Plus von Victron ) diese Option heisst "Steuerung Zusatzrelais (VS auf on schalten)+dezidiert ignorieren AC-Eingang " Denke diese Einstellung mach das was Du suchst , also den Heitz wiederstand je nach ladezustand der batterie zuschalten , aber auch parallel den AC in Eingang des öffentlichen Netzes steuern ............ Aber wie gesagt nimmst Du zum Victron noch einen zb Outback MPPT Laderegler und nur einen kleinen Netzwechselrichter als 50 /50 , dann hasst Du im Outback Laderegler ein viel geileres Relais wenns um Heitzstäbe geht ............ , oder billiger einfach Netzmodule finden um die 32-34 VMP via RückstromDiode direkt an die 24 volt Batterie und einen günstig aber guten Morningstar Tristar Dump load controller , der macht auch allen Überschuss zu Wärme Jedoch einen wichtigen Vorteil hat das arbeiten mit Netzwechselrichtern unter Tags schon , und das ist der , das die AC Leistung vom Netzwechselrichter sich zum Inselwechselrichter dazu addiert .......... hilft dir aber nachts nix Hoffe das war nicht zu umständlich Servus
Inselanlage 1.6 kw PV und 2.4 KW PV , Outback MX60 und FM80 MPPT , 6 kw Victron Wechselrichter 1600 ah 24 volt Gabelstaplerbatterie , 1.6 kw Windkraftanlage ,1 kw Wasserturbine mit Speichersee bei Bedarf Irland ;
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von Geda » 01.05.2012, 02:16
Hallo Wieso
Erstmal vielen herzlichen Dank für die rasche und ausführliche Antwort!
Wo kann ich genauere Infos bezüglich der Fuktion "Virtueller Schalter" im MultiPlus erhalten? Meine Anfragen an Victron waren nicht wirklich aufschlussreic, man hat mir nur gesagt dass mein Vorhaben realisierbar ist.
Die Entscheidung für ein 12V System kommt daher dass ich in Absehbarer Zukunft auf OPZS umrüsten möchte, was bei einem 12V System etwes günstiger sein sollte. Über einen Bekannten kann ich inzwischen Säureakkus mit vertretbarer Restkapazität besorgen, wenn diese nicht identisch bzw. verschieden alt sind , sollte eine Parallelschaltung sinnvoller sein.
An die Steuerung mit Hilfe eines Dumpload-Reglers habe ich auch schon gedacht, dabei ist der Nachteil dass ich mit niedervolt-Heizwiederstnden arbeiten müsste, diese sind schwerer zu kriegen, die 230V Heizwiederstände stecken schon im Brauchwasserspeicher und im Puffer.
Die Entscheidung eines Netzwechselrichters wurde davon beeinflusst, dass ich den meissten Teil der Energie direkt an 230V Verbrauchern verbrate, und durch das fehlende runter und rauftransformieren eigentlich ein besserer Wirkungsgrad zustande kommen sollte. Dies ist eine reine Behauptung da ich hierfür keine Berechnungsgrundlagen oder Erfahrungen habe. Was haltest du davon?
Die übermässige PV-Produktion gibt mir am meissten zu grübeln, ich spiele mit dem Gedanken über in Lastrelais den Heizwiederstand einzuschalten sobald die PV-Leistung einen Sollwert überschreitet, wenn allerdings der Verbrauch im Haus ansteigt und die Akkus leer sind ist das ein riessiges Eigentor. Also ein zweites Lastrelais das beim voreingestelltem Verbrauch den Heizwiederstand abwirft? Wie gesagt, hier fehlt noch die ideale Lösung.
Ich lasse mich gerne in jedem dieser Punkte eines besseren belehren! Erfahrungsgemäss bringen verschiedene Standpunkte bei einer Problemstellung viel bessere Ideen und Ergebnisse zu Tage.
Bin gespannt auf deine Rückmeldung und der meinung von anderen Mitgliedern
Grüße Geda
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von wieso » 01.05.2012, 02:52
Wo kann ich genauere Infos bezüglich der Fuktion "Virtueller Schalter" im MultiPlus erhalten? Meine Anfragen an Victron waren nicht wirklich aufschlussreic, man hat mir nur gesagt dass mein Vorhaben realisierbar ist.
Mann die klingen ja schon fast wie ich Aber das Relais im Victron steuert nur an und aus bei einer bestimmten Voltage der Batterie ! mit Batteriepflege hat dies gar nix zu tun , eher im gegenteil Relais in bestimmten Ladereglern können dies besser ........... jedoch eher nur DC Mein Trraum ist eher eine AC Brauchwasserwärmrpumpe mit dem Victron relais schalten DC Heizstäbe gibts hier http://www.ebay.co.uk/sch/Heating-Cooli ... 1.c0.m1538Servus
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von Geda » 01.05.2012, 10:26
Hallo Wieso Hatte auch mal eine Wärmepumpe auf der Wunschliste, aber bei den heutigen Modulpreisen verheize ich den Strom lieber direkt in einem Wiederstand, da viel Wartungsarmer. Um den Preis einer Brauchwasserwärmepumpe verbaue ich weitere 2 KwP aufs Dach  Ein weiterer Grund ist dass ich bei Bedarf den Überschuss auch anders verwerten kann.. Ist aber nur meine persönliche Meinung.. Du hast allemal recht wenn du sagst dass ein DC-Regler oder ein seriöser MPPT-Laderegler die Batterien besser behandelt und sicherlich auch die Relaissteuerung einfacher gestaltet. Ein weiterer Vorteil vom Laderegler wäre der viel bessere Wirkungsgrad bei Verschattung, welche bei mir schon je nach Jahreszeit durchaus möglich sind. Wie hast du deine Module am Flexmax verschalten? mit Stringdioden? Überspannungsschutz? oder einfach direkt? Ich denke bei Paralellverschaltung auf Stringdioden wegen der möglichen Verschattungen. dies wären bei meiner Anlage dann 5 Strings a 3 Module. Allerdings kan ich mir mit einem Laderegler ein 12V-System abschminken, da brauche ich gleich mehrere Flexmax... freue mich aud deine Rückmeldung! Mal sehen ob sich noch jemand mit guten Ideen meldet. Beste Grüße nach Irland!
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von Gerold G » 01.05.2012, 10:53
Geda hat geschrieben:Die übermässige PV-Produktion gibt mir am meissten zu grübeln, ich spiele mit dem Gedanken über in Lastrelais den Heizwiederstand einzuschalten sobald die PV-Leistung einen Sollwert überschreitet, wenn allerdings der Verbrauch im Haus ansteigt und die Akkus leer sind ist das ein riessiges Eigentor.
In den Steuerkreis des Lastrelais ein Relais gesetzt, welches von einem einstellbaren Akkuwächter gesteuert wird, so dass die Freigabe zum Heizen nur dann erfolgt, wenn a) genug Leistung PV und b) Akkuspannung hoch genug. Das könnte man auch noch mit einer Selbsthaltung über das Akkuwächterrelais kombinieren, so dass erst wieder bei ungenügender PV-Leistung abgeschaltet wird.
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von wieso » 01.05.2012, 10:58
Hi Bei mir ists ein 24 volt System und Module alle in 2 er Päärchen also so ca 66 VMPP über Trennschalter direkt rein in den Outback wie gesagt ich würde ja auf 48 Volt gehen und sogar heute eventuell auf einen MPPT Regler verzichten ( kommt auf die Module an und Kabelwege aber bei 48 Volt ja nicht so arg das Thema )und mehr PV ( tut auch der Batterie gut) und einen solchen Dump load controller nehmen http://www.photovoltaik-shop.com/mornin ... b340dba108 da passen dann bis 4000 watt PV ran (oder halt einen anderen Teil der PV mit Netzwechselrichter) Servus
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von kalle bond » 01.05.2012, 11:38
Hallo Geda, kannst du noch ein paar Infos einstellen? Standort, welche Module (mono, 3 kWp), wie sind die Module aufgeständert? Ist die Anlage das Jahr über verschattungsfrei? Wie hoch ist dein Tagesverbrauch (Winter, Sommer)? Hast du mal ein Energieprofil erstellt? Ob du überhaupt Überschüsse erzielst, wird sich dann zeigen, in den Wintermonaten zumindest würde ich mal nicht davon ausgehen. Bei Anlagen dieser Größe sollte man von 48 V DC Systemspannung ausgehen, die Module können zB mit Sunny Boy / Sunny Island / Batterie zu einer Inselanlage (Hybrid Anlage mit Netzanschluss) kombiniert werden oder mit Flexmax / Victron Inverter / Batterien. Grüße Kalle Bond
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von Geda » 01.05.2012, 11:58
Hallo Kalle
Noch ein Paar Infos zum Projekt: Standort Norditalien Module Mono oder Poli, ergibt sich sus Preis und Disponibilität. Mit Überschuss rechne ich von Mai bis Oktober, in den restlichen Monaten kann ich vom Abdecken des Verbrauchs nur traumen, da ich im Winter sehr wenig Sonne habe. Allerdings sollte im Sommer auch etwas Warmwasser abfallen. Im Schnitt habe ich einen Tagesverbrauch von ca. 6 Kwh im Sommer, (ohne Brauchwasser) im Winter eher 7 Kwh. Ich bin mir vollkommen bewusst, dass diese Anlage nicht recht wirtschaftlich sein wird, wenn überhaupt, dann nur durch die günstige Materialbeschaffung.
Grüße Geda
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von Geda » 01.05.2012, 16:03
Sorry, Hatte vergessen Modulausrichtung und Neigung anzugeben: Neigung ca 5 Grad (Dachbedingt) Ausrichtung10 Grad Südost.
Habe mal irgendwo gelesen dass das Berechnen des Ladezustands nur richtig funktioniert wenn das Messgerät, bzw das Ladegerät oder der Batteriemonitor den Ein und Ausgang der Batterie misst, d.h. die Energiemenge die in die Batterie eingespeisst wird minus der entnommenen Energiemenge. Im Regelfall ist das bei einem Laderegler nicht der Fall, da der WR direkt an die Batteriebank angeschlossen wird. Könnt ihr mir dazu etwas sagen? Wie genau funktioniert die Ladezustandsanzeige bei euren Geräten?
Vielen Dank im Voraus!
Grüße Geda
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