PV-Anlagen die nicht in das öffentliche Stromnetz einspeisen, wie Berghütte oder Wohnmobil ....
Moderator: Mod-Team
von Peter_vdl » 11.08.2012, 14:44
Moin Forum
Ich bin gerade an einer Inselanlage am herumplanen, wie's derzeit ausschaut ist mein Hauptproblem passende Module zu einem halbwegs annehmbaren Preis zu kriegen.
Ich will auf 3kwp PV kommen, damit sollte mein Strombedarf (ich rechne mit 3000kw/a) in der hellen Jahreszeit gedeckt sein, diese sollen dann über normale PV-Wechselrichter dreiphasig in die Insel eingespeist werden. Als frequenzbestimmendes Glied sollen drei 3kw-Quattros von Victron dienen, sie können ja den überschüssigen Strom auf der Wechselrichterseite auch richtung Akku stopfen, insofern erhöhen die PV-wechselrichter auf der Wechselrichterseite der Victrons die zur Verfügung stehende Kapazität. Für die dunkle Jahreszeit soll auf die Wechselrichterseite der Victrons nen Asynchron-BHKW mit 2-3kw Elektrisch, zur Sicherheit steht noch nen Notströmer - der auch zum BHKW mutieren wird - mit 6kw El. bereit, er soll an den einen Wechselstromeingang der Quattros, wenn alles zu spät ist steht so lange er noch existiert der alte einphasige Hausanschluß ans E-on-Netz zur verfügung. Dieser soll aber sobald die Insel sicher läuft entfallen, was ich dann mit dem frei werdenden Anschluß des Victron mache weiß ich noch nicht.
Mein Problem ist mein Dach. Hier habe ich sinnvoll nur zwei Dachdreiecke in Südwest bzw. Südostausrichtung mit 45° Dachneigung und einer Basislänge von 6,86m zur verfügung, im Südostdreieck steckt auch noch ne Gaube.
Der erste Schritt, Solarteure anzufunken entpuppte sich als kompletter Reinfall, von zehn Angefunkten wollten ganze Drei vorbei kommen, Zweie haben den Termin platzen lassen und der Letzte verbliebene hatte dieselben Probleme wie ich parallel mit Modulen hier aus der Datenbank. Mit Modulen in halbwegs Standartmaßen kriege ich nicht genug Spannung zusammen um nen Wechselrichter zu betreiben, sein Großist hat keine kleineren. Ich bin dann schnell auf das JW-S100-Modul von Jiawei gestoßen, damit wären sogar 4,5kwp verbaubar, nur das scheint's hier nicht oder nur zu Mondpreisen zu geben. Amazon verkauft's mit Crown-Rückenaufkleber für 277 USD, will sie mir aber nicht schicken, hier hab ich nen Wohnmobilfritzen gefunden der sie anbietet - für 450 Euro das 100-Watt-Modul. Ne andere Adresse will sie mit eigenem Rückenaufkleber und mit schwarzer Rückseitenfolie an den Mann bringen - für 750 Euro pro Modul.
Hat jemand Ideen, wie ich in halbwegs bezahlbar an dieses Modul komme? Erhältliche Alternativen, die die Maße 1050 x 550 mm nicht überschreiten und mindestens 70wp machen?
Auf Garantien werde ich wahrscheinlich verzichten müssen, es ist geplant die Module zu PVT-Modulen aufzurüsten und die dadurch mögliche Solarthermie auch noch zu nutzen.
Als Wechselrichter kommt nach meinem bisherigen Wissensstand nur der Steca Grid2000 infrage, er ist derjenige in der Datenbank, der am weitesten mit der MPP-Spannung runter kann, von Modulwechselrichtern mal abgesehen. Diese machen meißt nur bis 5A, die Module liefern aber gut 6A. An dessen zwei MPP-Tracker wollte ich einmal 6 Module vom Südostdach und einmal 9 Module vom Südwestdach hängen, damit müsste er 1,5kwp Modulstrom in 230V umwandeln. Nicht ganz optimal, ich weiß nur keine besser geeignete Altenaive. Ein anderes Problem in der Konstellation ist noch die positive Erdung, die für die Module gefordert wird. Nach meinem Wissensstand sind beim Steca die negativen Anschlüsse hardwaremäßig verbunden, damit ginge eine Erdung oder besser Ableitung der Oberflächenströme nur über nen Widerstand und ich hätte in dem 9-Modul-String drei Module auf der positiven Seite. Wie verhält sich das bei den unterschiedlichen Arbeitszeiten der Strings? Wie Leistungsfähig müssten die Widerlinge ausgelegt werden?
Rußige Grüße Peter
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von Helpless » 11.08.2012, 15:00
Du willst eine Insel bauen. Dann benutze Solarladeregler zum Laden deiner Speicher, keine normalen Wechselrichter. Damit entfällt dann schon mal das Problem mit den Wechselrichtern, denn Solarladeregler sind sowieso auf kleinere PVs zugeschnitten.
"kleine" Module mit hoher Leistung.... Da fällt einem Sanyo/Panasonic ein, schau dir die mal an.
Damit dir jemand mit der Dachbelegung helfen kann, braucht es mehr als nur das Basismaß, oder sind das gleichseitige Dreiecke? Schemazeichnung wegen der Gaube?
Wenn das Dach nicht langt, wie wäre es mit Fasadenhalterungen? Keine Garage oder Carport der belegt werden könnte?
Bei 3000KWh/Jahr kommt mir 3KWp etwas klein vor. Aber wenn da noch ein BHKW und ein Notstromer da ist...
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von Peter_vdl » 11.08.2012, 16:15
Moin Helpless,
Pardon, hätte ich näher drauf eingehen sollen. Mein Dach ist nen sogenanntes Zeltdach, vier gleichschenklige Dreiecke, die sich in einem Punkt statt First treffen. Damit ist's mit der Basis und der Dachneigung bereits vollständig beschrieben. Wie ne Pyrmide halt. 6,86m Basislänge, 45° Dachneigung, 4,85m von der Basis bis zum "First", welcher 3,43m senkrecht über der Grundfläche ist.
Als weitere Dächer gibt's nen Holzschuppen nordöstlich mit sehr flachem Dach in Südostausrichtung direkt am Haus, das Haus überragt den etwas zurückliegenden Schuppen um gute zwei Stockwerke, der Schuppen soll auch noch gegen ein Carport getauscht werden. Dann hätte ich noch nen kleinen Anbau nordwestlich vom Haus mit Dach in Südwestausrichtung, auch direkt am Haus, auch vom Haus anderthalb Stockwerke überragt. Guuut verschattet, die beiden...
In den beiden Fassaden, die man Nutzen könnte sind ziemlich große Fensteröffnungen drin, diese machen die nutzbare Fläche fast kleiner als die Dachfläche, und sie sind im baumwuchsgefährdeten Bereich. OK, Bäume kann man Fällen, trotzdem würde ich die Flächen gerne als mögliche Erweiterungsflächen in der Hinterhand behalten, zumal ich einige Schattenspender dort nur mit Genehmigung der Nachbarn fällen darf. Ansonsten bliebe nur noch der gen Nordwesten liegende Garten, in den man theoretisch PV-Module stellen könnte...
Nötigenfalls schmeiß ich die Gaube raus, dahinter verbirgt sich Bodenraum, nen Fenster kann der auch zur nordöstlichen Seite hin bekommen. Wäre nur wieder nen baulicher Eingriff ins Dach, aber für ne erste Näherung hab ich auch ohne geschaut. Erst, als ich ne ungefähre Vorstellung hatte hab ich sie mit einbezogen. Die sitzt auf der Mittenachse der Fläche, 1,2m von der Unterkante weg, ist selbst 1,2m hoch und 1,6m breit. Im Grunde nur nen halbrundes Fenster, was man mit der Basis direkt auf das Dach und dann Senkrecht gestellt hat , damit's nicht rein regnet mit nem Zinkblech gerade abgedeckt.
Das mit den Solarladereglern ist ne gute Idee, werde ich mir mal ansehen. Nur vergrößert das wieder die Wechselrichter und über normale PV-Wechselrichter zu gehen hätte den Charme daß die mit dem Notströmer als "Netzmeister" auch noch funktionieren würden. Wenn in ner Topologie mit Solarladereglern der Wechselrichter ausfällt ist zwar der Akku proppevoll aber trotzdem kein Strom auf der Hütte, bei ner Topologie mit PV-Wechselrichter wäre der Akku dann leer und abgehängt, aber über den Notströmer oder einen anderen "Frequenzbestimmer" immernoch Strom, auch PV-Strom vorhanden. Das läßt mich zu dieser Topologie tendieren. Hat halt alles Vor- und Nachteile, und so manches Problem macht man sich selber...
Danke für den Tipp mit den Sanyos, werd ich mir mal ansehen.
Rußige Grüße Peter
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von Helpless » 11.08.2012, 17:10
Auf das Dach gehe ich jetzt nicht ein, zu wenig Zeit da jetzt drüber nach zu denken.
Also eine Normale Insel: Module->SolarLaderegler->Akku->Batteriewechselrichter
Die Module laden direkt in den Akku. Parallel hängt der Wechselrichter dran, der ebenfalls den Akku laden kann (z.B. der Victron Quattro über Generator), das geht sogar gleichzeitig und der Victron kann z.B. den Generator bei Bedarf starten. Nimm Statt der Wechselrichter einen 2. Victron den du in Serie mit dem ersten schaltest (das können die) aber an dem selben Akku hängt. Wenn jetzt einer der beiden ausfällt, läuft der andere immer noch weiter. Dann hättest du ein Fallback. Es ist deutlich ineffizienter den Akku mit Solarstrom zu laden, der erst von DC nach AC und dann zurück nach DC gewandelt wird, wenn es ein Laderegler ohne jede Umwandlung schafft. Wenn du ein 48V System aufbaust, kann z.B. ein Morningstar TriStar MPPT 60A alleine schon 3200Wp Modulleistung handhaben. Wobei man nur eine Modul-Ausrichtung daran betreiben sollte. Also 2 kleinere 45A Modelle sollten in der Lage sein deine beiden Dachteile an den Akku zu bekommen. Die MPPT TriStars können im Master/Slave Modus zusammen geschalten werden. Ich denke nicht, dass es eine gute Idee ist normal (große) Wechselrichter in einer Insel zu betreiben. ohne Möglichkeit der Steuerung (anpassen der Wechselrichterleistung an den tatsächlichen Verbrauch) kannst du damit einen großen Schaden anrichten. Wenn du Netz hast wird ja der Überschuss eingespeist, aber in der Insel geht das nicht.
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von Solarm » 11.08.2012, 19:42
Ein PV WR wirds sich wohl nicht mit einem Generator Spannungs und Frequenzmässig vertragen
Der Solarmax geht ab 100 Volt (und es gibt auch PV WR ab 14 Volt.......)
Wenn die Spannung zu niedrig ist nimm kleinere Module dafür aber mehr davon
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von Gerold G » 11.08.2012, 20:06
Inselanlage ist schon richtig. In deinem Fall Hybrid mit BHKW.
Das würde ich auch möglichst danach auslegen. Stichpunkte: - auch im Sommer wird dein BHKW zur Warmwasserzeugung täglich laufen und so zur Stromversorgung beitragen. - im Winter wird es häufig laufen und mehr als genug Energie in die Akkus einspeisen, so das du auf PV nicht angewiesen bist.
Bei einem angenommenen Jahresverbrauch von 3000kWh ergibt sich ein Tagesbedarf von etwa 8,5kWh. Im Sommer etwas weniger, im Winter etwas mehr. Gehen wir im Sommer von 7kWh aus und rechnen das BHKW mit 1kWh el mit ein, verbleiben 6kWh, die die PV-Anlage täglich einbringen muss. 6kWh an entnehmbarer Energie erzielst du von Frühjahr bis Herbst mit 2kWp Modulleistung. Da sind die Verluste bereits abgezogen.
Suche dir also möglichst effiziente kleine Module heraus, die du auf deinem Dach günstig verteilen kannst. Das dürfen auch durchaus unterschiedliche Größen sein. Aber immer so, dass du zwei gleiche Module in gleicher Ausrichtung hast. Das könnte so aussehen, das oben vier 50Wp Module, (erste Reihe eins, dann drei) gefolgt von vier 100Wp (eine Reihe) und nochmals acht Modulen a 80Wp.
Es werden immer zwei Module in Reihe geschaltet und die so entstehenden Strings werden parallel auf zwei (pro Dach einer) Laderegler aufgelegt. Zwei Steca Tarom 245 oder ähnlich leistungsfähige Laderegler reichen dir hier aus.
Das BHKW speist AC-Seitig ins System ein. Der Victron lädt bei Überschuss die Batterie mit seinem integriertem Ladegerät. Hier sind auch spätere Erweiterungen über zusätzliche Netzwechselrichter möglich, sollte das erforderlich werden.
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von Solar Amateur » 11.08.2012, 23:32
Peter_vdl hat geschrieben: Nur vergrößert das wieder die Wechselrichter und über normale PV-Wechselrichter zu gehen hätte den Charme daß die mit dem Notströmer als "Netzmeister" auch noch funktionieren würden. Wenn in ner Topologie mit Solarladereglern der Wechselrichter ausfällt ist zwar der Akku proppevoll aber trotzdem kein Strom auf der Hütte, bei ner Topologie mit PV-Wechselrichter wäre der Akku dann leer und abgehängt, aber über den Notströmer oder einen anderen "Frequenzbestimmer" immernoch Strom, auch PV-Strom vorhanden. Das läßt mich zu dieser Topologie tendieren. Hat halt alles Vor- und Nachteile, und so manches Problem macht man sich selber...
Das würde nicht funktionieren. Normale Netzeinspeiswechselrichter sind so ausgelegt das Sie immer die maximale zur Verfügung stehende Solar Leistung einspeisen. Wenn also die gedachten 3kW PV installiert werden, dann müssten die Verbraucher bei maximaler Einstrahlung auch diese 3kW abnehmen. Wenn nicht würden die Solarwechselrichter das Notstromaggregat antreiben und dann wegen der enstehenden Überfrequenz abschalten. Selbst wenn man die Wechselrichter so einstellen könnte das Sie die Leistung nach der Frequenz regeln. Das ganze wäre höchst wahrscheinlich zu instabil für einen Betrieb mit wechselnden Lasten. Das ganze funktioniert nur zusamen mit einem Inselwechselrichter (oder halt mehrere parallel) der auch die ganze Leistung in die Batterie einspeisen kann. Wenn für das BHKW oder den Notstromer kein dreiphases Netz benötigt wird, dann würde Ich die ganze Sache nur einphasig auslegen. Bei einem dreiphasigen System können sich die Wechselrichter gegenseitig nicht aushelfen wenn eine große einphasige Last angeschlossen wird. Dann hat man zwar rechnerisch 9kW Wechselrichterleistung kann davon aber nur 3kw Nutzen. Außer man hat dreiphasige Verbraucher. Wenn nicht unbedingt zwei Wechselstromeingänge benötigt werden, würde ich ehr zu gleichstarken Multi Plus tendieren. Die sind pro Stück rund 400* Euro billiger als die Quattros. Macht bei 3 Stück schon 1200 Euro. Den noch vorhandenen Landanschluss könnte man ja dann im Notfall über einen externen Umschalter an die Wechselrichter anschließen. Dann kann man zwischen Aggregat und Netzbetrieb umschalten. Das Netz braucht man ja nur wenn weder genug Batteriestrom noch das Aggregat zur Verfügung stehen. Gruß Matthias *(Quelle: www.victronshop.de )
Ich versuche Rechtschreibfehler zu verhindern, aber jeder macht irgendwann Fehler :)
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von wieso » 12.08.2012, 00:35
Hallo
Es hat schon einen Charme mit Netzwechselrichtern ins Inselnetz einzuspeisen , nur abrbeiten halt Laderegler effizienter , wenns um Laden der Batterie geht , da sollte man genau hinschauen , wann/wie die Verbräuche sind und wie sich dies deckt mit den Netzwechselrichtern ..... Beide Ideen also Laderegler und Netzwechselrichter als Combi Idee , wäre so passend für meinen Haushalt (1/3 Netzwechselrichter , 2/3 Laderegler zb , eventuell auch 50/50 )
3 phasig , würd ich vermeiden wenns geht ..... (ist ja erwähnt worden)
Nachts oder bei schlechten Wetter helfen die Netzwechselrichter auch nicht , also ist man mit den verlässlichen Inselwechselrichtern alleine gelassen ( oder man schaltet Netz zu ) , deshalb würd ich die nicht zu klein wählen ....
Gruss
Inselanlage 1.6 kw PV und 2.4 KW PV , Outback MX60 und FM80 MPPT , 6 kw Victron Wechselrichter 1600 ah 24 volt Gabelstaplerbatterie , 1.6 kw Windkraftanlage ,1 kw Wasserturbine mit Speichersee bei Bedarf Irland ;
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von Peter_vdl » 12.08.2012, 11:10
Moin Forum,
Hmmmm, doch wieder Umplanen...
Ich bin Servicemonteur für BHKW im Außendienst und alleine, von daher ist die Hauptstromabnahme Abends und am Wochenende. Hätte Wirkungsgradvorteile wenn ich nen Solarladeregler nehmen würde. Andererseits reichen dann die 9kw der Victrons? Auf den bin ich relativ festgelegt, mir ist nämlich ziemlich günstig nen Quattro 24/3000 zugelaufen, so günstig, daß ich zwei Neue noch daneben hängen kann und trotzdem gerade noch günstiger bin als drei auch von mir favorisierte MultiPlus gleicher Größe. OK, kann man verkaufen, die Frage ist nur, zu welchen Konditionen, und der 5kw-Multi kostet wieder mehr als der Quattro und hat nen höheren Eigenverbrauch. 24V empfinde ich dabei auch als Vorteil obwohl nen 48V-System deutlich weniger Probleme bei der Verkabelung hätte, 24V-Geräte gibt's genügend im LKW-Bereich wenn man denn nen Kleinspannungsnetz aufbauen wollte und es ist die gängige Versorgungskleinspannung in Schaltschränken. Sprich z. B. ne SPS kann ich direkt anschließen, diese würde dann auch noch weiter laufen wenn die AC-Seite komplett wegknackt, damit würde die Steuerung vom Notströmer und vom Blocker so lange der Akku lebt auch am Leben bleiben.
Dreiphasig muß eigentlich, da sonst einige Geräte hier nicht laufen würden wie z. B. Gartenhächsler, Holzspalter oder die Hebebühne. Und im Moment ist mir kein FU geläufig, der bei mehr als 2kw noch einphasig am Eingang klar kommt. Man muß halt dann die Verbraucher möglichst gleichmäßig auf die Phasen aufteilen, eigentlich sollte das auch in ner Feld-Wald-Wiesen-Hausverteilung passieren. Schieflast mögen nämlich auch die EVU nicht wirklich, bei denen mildert's die Masse der Verbraucher, die bei denen am Generator hängen nur ab...
Daß bei der Notlösung "Notströmer ist Netzmeister" eine Regelung her muß die den Verbrauch entweder künstlich hoch fährt oder bei Schwachlast die PV-Wechselrichter aus schaltet (sollte mit 51 Hz funktionieren) ist klar, sonst kriegt man völlig unbekannte und ungewollte Regelzustände. Da werden die PV-Wechselrichter auf einmal Frequenzbestimmend und der Motor vom Notströmer agiert nur noch als Luftpumpe und Bremsversuch, daß die Wechselrichter den Synchrongenerator zum überdrehen bringen glaub ich dagegen weniger, dann müssten sie ja die Frequenz hoch reißen. Aber Strömlinge kann man ja gut in Wärme verwandeln...
A propos Wärme: Ich denke nicht, daß das BHKW auch im Sommer laufen muß, dafür wollte ich ja die Module "aktiv kühlen". Geplante Zentrale meiner Heizungsanlage ist nen 2m³ großer Pufferspeicher als Hygiene-Schichtladespeicher ausgebildet. Wenn's Brauchwasser auf über 40°C kommt reicht das schon, die kriegen sonnenbeschienene PV-Module ganz locker hin. Wenn der Blocker denn mal startet soll er gleich auch Laufzeit bringen können, die Dinger mögen nen Takten eigentlich gar nicht. Deshalb der große Puffer, deshalb wollte ich auch nen ziemlich großen Akku haben.
Wenn ich mit Strom asen kann hätte ich schon Ideen, was man damit anfangen kann. Irgendwer setzte mir den Floh "Eisspeicher" ins Ohr, und da will er nicht mehr so recht heraus. Das würde nur ne Wärmepumpe in der kalten Jahreszeit bedeuten, für die dann auch wieder Strom da sein muß. Andererseits liegen die Rohre für nen Ofen mit Wassertasche schon, und da ich heißes Heizungswasser wegschmeißen und mit kaltem Frischwasser auffüllen nicht wirklich mag (Thermosicherung, wie sie normalerweise ausgeführt wird) wird's auch nen Notkühler geben. Damit kann ich wenn's wirklich pressiert Strom über den Heizstab in Wärme verwandeln, die dann über den Kühltisch die Umwelt heizt. Soll natürlich nicht sein, aber irgendwann ist auch der größte Akku voll und ohne Sicherheiten mag ich nicht.
Sind wir wieder bei den Modulen: Klein und Leistungsstark solln se sein, das sind die JW-S100, mit denen krieg ich auch ne vernünftige Belegung hin. Nur woher nehmen und nicht stehlern?
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von linga » 12.08.2012, 12:16
Ich weiss nicht ob ichs richtig verstanden habe aber wenn du sorgen hast, was mit überschüssigem pv-strom bei voller batterie passieren soll, kann ich im fall der solarladeregler entwarnen. du brauchst bei pv keine ersatzlast, überschüssiger strom wird einfach in den modulen kurzgeschlossen und verbraten. das gilt aber nicht für netz-wr, die müssten dann wohl abgeschaltet werden -> 51hz, dann passiert, meine ich, das gleiche.
wenn du nur abends zu hause bist, dann kannst du die tagesproduktion doch nur puffern -> solarladeregler prädestiniert. netz-wr haben ihre vorteile doch eher bei simultanem verbrauch.
hinsichtlich der leistung finde ich 3 kw selbst im sommer etwas wenig gemessen an der aufzählung deiner verbraucher, zumal die primär abends genutzt werden. wenn du dein bhkw im sommer abschalten willst, könnte es schon mal eng werden. in herbst, winter und frühjahr wirst du massive probleme bekommen, wenn du deine verbraucher nicht radikal umbaust. hinsichtlich des bhkw musst du dir auch überlegen, was mit dem strom pasieren soll, wenn im winter mal praller sonnenschein ist. der muss dann ja auch irgendwohin, wenn pv und bhkw wegen wärmebedarf parallel laufen und du kein netz mehr hast, in das du den überschuss wegleiten kannst.
letztlich muss so ein projekt ja irgendwo im rahmen bleiben was effektivität und wirtschaftlichkeit angeht. eine alternative wäre vielleicht an gängigen modulen drauf zu machen was geht, eine angemessen große günstige batterie zu beschaffen und das vorhandene netz nur für spitzenlasten zu nutzen, dafür ist es aber imho auch gold wert.
mit deinem 3kw victron deckst du doch das gros des bedarfs ab. mehr davon kosten viel geld und würden letztlich nur sporadisch genutzt. die eher seltenen und bilanztechnisch weniger relevanten spitzen kann das netz übernehmen. deine energiebilanz ist trotzdem super, du sparst den großteil des bisherigen netzstroms, sparst tausende von euro für pv-technik, würgst dein bhkw nicht unnötig ab, das ja auch laufen muss, damit es sich armortisiert.
einen vorhandenen netzanschluss baulich zu entfernen finde ich - also netzloser inselbewohner - fragwürdig. du musst exponentiell viel mehr technik verbauen und kommst letztlich doch kaum um notstrom herum. der ganze aufwand gemessen an der leistung - auch hinsichtlich co2 footprint - dürfte dann meist fraglich sein. im sinne der nachhaltigkeit gibt es meiner meinung nach zwei möglichkeiten: im winter sparsam leben, was bei 3kw bedeutet ohne kühlschrank, ohne e-herd, ohne tagelang computer, etc. oder eben das netz anteilig weiter nutzen. hierzu hab ich allerdings bisher immer noch nicht verstanden, ob die victrons das schaltungstechnisch überhaupt hinbekommen -> netzstrom nur anteilig beziehen und der nennleistung der insel hinzuzuaddieren falls nötig und batterie mit netzstrom im notfall laden. steca xtender können das auf jeden fall und ich finde das konzept ziemlich sinnvoll.
aber das ist eben nur eine meinung. ich weiss aber was es heisst mit ein paar kw pv auszukommen. das bedeutet - wirklich massiv energieeffiziente haushalte schonmal vorausgesetzt - in denen jeder mitspielt und das ganze auch versteht - das man immer einen notstromer braucht und der läuft immer mit irgendwelchen fossilen energieträgern, der strom ist immer weniger effizient hergestellt als grüner netzstrom und wird bereitgestellt von teuren generatoren, die bei praktisch nur sporadischen betrieb auch weit unter ihren möglichkeiten laufen -> wieder ineffizienter betrieb.
gerade weil das bhkw vorhanden ist würde ich mit einer günstigen lösung den sommer zu 90% abdecken, 10% spitzenlast aus dem netz ziehen und im winter das bhkw nutzen und überschüssigen strom einspeisen. du kennst dich damit ja auch; bhkws sind ja auch nur ziemlich aufwändig im inselbetrieb zu betreiben wegem dem kraft/wärme gefälle. bei uns fiel das bei der wahl der heizung flach, weil wir dann unmengen an teurem batteriespeicher gebraucht hätten statt geld für eingespeisten strom zu bekommen und immer dann heißes wasser in den abguss laufen würde, wenn die pufferspeicher heiß sind und doch noch strom benötigt wird. insgesamt schien mir daher der inselbetrieb eines bhkw völlig blödsinnig -> wirtschaftlich untragbar und energieeffizienz unmöglich.
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