Grundfragen zum Verständnis einer solchen Anlage ...

PV-Anlagen die nicht in das öffentliche Stromnetz einspeisen, wie Berghütte oder Wohnmobil ....

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Grundfragen zum Verständnis einer solchen Anlage ...

Beitragvon brandelh » 19.05.2011, 09:33

Hallo,

mein Vater hat vor Jahren eine Inselanlage gebraucht gekauft und mich nun um Hilfe gebeten weil sie nicht mehr genug Leistung hat.
Mein Fachgebiet sind aber Computer und deren Programmierung und keine Solaranlagen :? somit ist mir einiges am Aufbau unklar.

Ich habe Schaltbilder wo mehrere Solarmodule parallel (+ an +, - an -) geschaltet an den LadeRegler angeschlossen werden.
Am LadeRegler dann die 12 Batterie(n) auch in Parallelschaltung hängen und die Verbraucher ebenso am Laderegler dann 12 Volt abnehmen ... das ist einfach :D

Seine Anlage hat aber die Batterien in 2x3 auf 24 Volt geschaltet, weil er einen 24V => 240V Wechselrichter angeschlossen hat.
Der LadeRegler kann laut Unterlagen sowohl 12 als auch 24 V "Systemstrom" haben, aber was genau ist damit gemeint ?
Die Ausgangsseite (24 V) Batterien oder die Eingangsseite zu den Modulen ?

Module: AP-7105 (laut Aufdruck)
Peak Power *(Wp) 75 Watts
Open Circuit Voltage (Voc) 21.0 Volts
Max. Power Voltage (Vmp) 17.0 Volts
Short Circuit Current (Isc) 4.8 Amps
Max. Power Current (Imp) 4.4 Amps
Dann noch eine max. V Syst. 600 V Angabe (?)

Die Anlage war jetzt einige Jahre in Betrieb und soll problemlos gelaufen sein - was auch immer das heißt ;-)
Die Eingangsdiode beim Laderegler meldet keine Überspannung, aber hier kommt mein nächstes Verständnisproblem.

Müssen Module in Parallelschaltung angeschlossen werden (als 6x75W) oder kann man diese auch zur Spannungserhöhung (2x3 mit max. 42V und 3*75 Watt) koppeln ?
Sind 42 Volt für den Menschen noch ungefählich, oder kann man bei 21 Volt bleiben und damit dennoch 24 Volt Akkus laden ?
Kommen Laderegler (Uhlmann theta -> http://www.uhlmann-solar.de im Archiv gibt es eine PDF.
LINK: http://uhlmann-solar.skileon.de/fileadm ... nual_D.pdf ) damit zurecht ?

Als Akkus verwendet er ein "Delphi..." Modell, das von Varta heute noch angeboten wird, wobei die schreiben, dass es an Wechselrichtern
nicht so toll funktioniert und bei 50% Entladung nur 300 Ladungen aushält. :shock:
Verstehe ich das richtig, dass Akkus die über Nacht mit Fernsehen etc. zu 50% geleert werden dann kein Jahr aushalten ?

Zuletzt noch eine Frage wie man ausrechnet, wielange bei sagen wir mal 75% Sonnenleistung die 6*75 Watt Module benötigen um eine 115 Ah Batterie (12 V) voll zu laden ... bzw. 6 davon :?:

Ich bin für alle Hinweise die mir die Materie erhellen dankbar ;-)
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Re: Grundfragen zum Verständnis einer solchen Anlage ...

Beitragvon Solarm » 20.05.2011, 12:34

Wenn du den Laderegler mit der Batterie verbindest erkennt er automatisch ober er 12 oder 24 Volt Akkus hat (ausser 24 V zu leer)
Wenn du alles parallel hast kannst du nur 12 Volt haben

Wenn du zwei Module in Serie und 3 parallel has tdu 24 Volt

|-----12 Volt-----12 Volt-----|
|-----12 Volt-----12 Volt-----|
|-----12 Volt-----12 Volt-----|
|---------24 Volt--------------|


75 Watt / 12 Volt = 6,25 Ampere x 6 Stück = 37,5 A
115 / 37,5 / 2(bei 50%)=Stunden

Bei 24 Volt halbiert sich der Strom natürlich und die Ladezeit verdoppelt sich
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Re: Grundfragen zum Verständnis einer solchen Anlage ...

Beitragvon brandelh » 20.05.2011, 14:52

Hi,

meine wichtigste Frage ist nun, kann ich mit einem Modul, dass laut Datenblatt max. 21 Volt (max. 75 Watt) liefern kann,
auf der Reglerseite überhaupt eine 24 Volt Batterie (bzw. Blockkombi) laden oder muss auf der Modulseite immer mehr Spannung anliegen,
als auf der Batterieseite ?
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Re: Grundfragen zum Verständnis einer solchen Anlage ...

Beitragvon Solarm » 20.05.2011, 15:39

Bei 12 Volt hast du 14 Volt Ladeendspannung + Reglerverluste, bei 24 Volt x2=28
21 Volt Leerlauf nur unbelastet
Mppt Spannung zählt da hier die max Leistung erziehlt wird
Max. Power Voltage (Vmp) 17.0 Volts

Laderegler muss die Leerlaufspannung aushalten
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Re: Grundfragen zum Verständnis einer solchen Anlage ...

Beitragvon brandelh » 20.05.2011, 16:09

Sorry, aber ich habe mich scheinbar noch nicht richig ausgedrückt - und bin auch nicht mehr der Jüngste ;-)

17V Modul -> Laderegler -> 12V Batterie, das ist einfach und offensichtlich OK.

Leider hat (braucht) aber mein Vater auf der Batterieseite 24 V ...

17V Modul -> Laderegler -> 24V Batterie, geht das oder geht das nicht ? Vermutlich nein, denn 14 V können keine 24 V laden, oder ?

Also muss ich 2x17 V Modul (+, -+, -) -> Laderegler -> 24 V Batterie anschließen oder ?

Nach Infos aus anderen Quellen verträgt unser Laderegler 40 V am Eingang, solange man zuerst die Batterien (12 oder 24) anschließt ...
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Re: Grundfragen zum Verständnis einer solchen Anlage ...

Beitragvon Solarm » 20.05.2011, 19:24

|-----PLUS-12 Volt-MINUS-----PLUS-12 Volt-MINUS-----|
|-----PLUS-12 Volt-MINUS-----PLUS-12 Volt-MINUS-----|
|-----PLUS-12 Volt-MINUS-----PLUS-12 Volt-MINUS-----|
|----------------PLUS-24 Volt-AKKU-MINUS---------------|

Siehe Zeichnung 6 Module 12 Volt, Batterie 24 Volt

Wenn du zwei Module in Serie schaltest hast du 34 Volt, ca 30 sollten es sowieso min sein

Nach Infos aus anderen Quellen verträgt unser Laderegler 40 V am Eingang, solange man zuerst die Batterien (12 oder 24) anschließt ...
Wenn du den Laderegler mit der Batterie verbindest erkennt er automatisch ober er 12 oder 24 Volt Akkus hat (ausser 24 V zu leer)
Um Sto rfa lle auszuschlieäen, muä die Verkabelung
in folgender Reihenfolge
vorgenommen werden:
1. Batterie
2. Module
3. Last
Steht alles PDF

Wo ist das Problem ?
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Re: Grundfragen zum Verständnis einer solchen Anlage ...

Beitragvon brandelh » 20.05.2011, 21:59

>> Wo ist das Problem ? <<
offensichtlich, dass ich zu wenig Ahnung habe und daher die "offensichtlichen Sachen" für mich nicht klar waren.

Danke für die Hilfe.
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Re: Grundfragen zum Verständnis einer solchen Anlage ...

Beitragvon Retrerni » 20.05.2011, 23:18

Also das je zwei Module in Reihe und dann drei dieser Strings parallel auf den Laderegler müssen, sollte jetzt ja klar sein (äquivaltent zur Batterieverschaltung). Nur wenn ich "nach Jahren nicht mehr" und Batterieen in einem Satz lese muss ich immer an die Alterung der letzgenannten denken - sind die überhaupt noch gut, müsste dort Wasser nachgefüllt werden, ... ?

Ciao

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Re: Grundfragen zum Verständnis einer solchen Anlage ...

Beitragvon brandelh » 20.05.2011, 23:52

> Also das je zwei Module in Reihe und dann drei dieser Strings parallel auf den Laderegler müssen, sollte jetzt ja klar sein (äquivaltent zur Batterieverschaltung).
das habe ich mittlerweile verstanden, im Prinzip hätte ich das von den "normalen" Stromanwendungen wissen müssen, aber erstens ist alles neue immer etwas anders und zweitens stand im Reglerhandbuch, dass die Systemspannung nicht über 24 V liegen darf. Da war ich mir unsicher, welche Seite gemeint ist. In anderen Fundstellen fand ich dann den Hinweis, dass der Regler 40 V verträgt, somit ist mir nun klar wie es sein müsste.

> Alter der Batterien
der Gedanke ist mir auch schon gekommen, insbesondere als ich las, dass gerade dieser Typ nur 300 Ladezyklen bei 50% Entladung (900 bei 20%) mitmacht.
ich bin mir ziemlich sicher, dass an schlechten Tagen alle leer waren ... offensichtlich war der Typ hierfür denkbar ungeeignet (das haben auch andere geschrieben).

Nur so auf Verdacht neue Batterien (ja welche denn) zu kaufen um eventuell nachher einen Anschlußfehler zu wiederholen war mir aber zu gefährlich.

Nochmals Danke für die Hilfe.

PS: Im PDF Handbuch habe ich auch gefunden, dass man den Regler umstellen muss, wenn man auf GEL Batterien geht ...
wobei ich in einem anderen Thread einen Link auf Batterien gefunden habe, die mit der starken Entladung gut zurecht kommen soll.
:arrow: http://www.hoppecke.de/produkte/anwendu ... olar_power
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