Fahrbare Inselanlage auf LiFeYPO4 umrüsten

PV-Anlagen die nicht in das öffentliche Stromnetz einspeisen, wie Berghütte oder Wohnmobil ....

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Re: Fahrbare Inselanlage auf LiFeYPO4 umrüsten

Beitragvon sundevil » 22.06.2012, 17:05

Wenn man den Greencontroller mit dazu nimmt, wären das knapp 800 EUR für ein 24V System.
8x GWL/Power WB-LYP100AHA LiFeYPO4 ~ 1000 EUR

+ dann 8 Schütze - fehlt noch was? :mrgreen: :lol:

Für 2000-2500 EUR könnte man also 100Ah 24V LiFeYPO4 aufbauen. Nutzbare Speicherkapazität wären dann ~1,7 kwh (70% Entladung)
Da die Grundkosten bis auf größere Schütze, Leitungen etc. kaum steigen, wird es dann mit stigender Kapaztität ineteresant:

Mal so grob über den Daumen:

2500 EUR 1,7 kwh ~1500 EUR je kwh
3500 EUR 3,4 kwh ~1000 EUR je kwh
5500 EUR 6,8 kwh ~800 EUR je kwh
8500 EUR 11,7 kwh ~700 EUR je kwh
11500 EUR 16,8 kwh ~680 EUR je kwh

wobei die größeren speicher dann mit dem 1300w limit vom Greencontroller nicht mehr zusammen passen
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Re: Fahrbare Inselanlage auf LiFeYPO4 umrüsten

Beitragvon sonnentau » 22.06.2012, 21:02

sundevil hat geschrieben:Wenn man den Greencontroller mit dazu nimmt, wären das knapp 800 EUR für ein 24V System.
8x GWL/Power WB-LYP100AHA LiFeYPO4 ~ 1000 EUR

+ dann 8 Schütze - fehlt noch was? :mrgreen: :lol:

Für 2000-2500 EUR könnte man also 100Ah 24V LiFeYPO4 aufbauen. Nutzbare Speicherkapazität wären dann ~1,7 kwh (70% Entladung)
Da die Grundkosten bis auf größere Schütze, Leitungen etc. kaum steigen, wird es dann mit stigender Kapaztität ineteresant:

Mal so grob über den Daumen:

2500 EUR 1,7 kwh ~1500 EUR je kwh
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wobei die größeren speicher dann mit dem 1300w limit vom Greencontroller nicht mehr zusammen passen
Alle Lipros werden in Reihe geschaltet.Die Spannung kommt vom Akku und die Lipros sind wie Schalter in Reihe.Du brauchst also ein Solid State Relais für die Abschaltung der Ladequellen DC Dc für den Moduleingang DC- AC wenn ein Netzladegerät,Für den Lastabwurf benötigst Du ein SSR DC- DC Wechselrichter,DC- DC für Last Gleichstromverbraucher. Ladung OVP Entladung LVP Bei 200 Ah würde ich auf 12 Volt gehen.
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Re: Fahrbare Inselanlage auf LiFeYPO4 umrüsten

Beitragvon spacevoyager » 25.06.2012, 11:54

Hallo zusammen,

wenn die LipPro1-1 zusammen mit dem greenController als Laderegler betrieben werden, wird kein externes Relais (SSR) benötigt. Es sei denn die maximalen 30A Ladestrom oder Entladestrom werden überschritten.
Die LiPro1-1 Ausgänge steuern dann den Laderegler.

Gruß
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Re: Fahrbare Inselanlage auf LiFeYPO4 umrüsten

Beitragvon sonnentau » 25.06.2012, 23:08

Wichtig ist noch zu wissen,das bei vielen Ladereglern und Lastabschaltungen hohe Stand by Verbräuche auftreten können.In meinem Fall sind es schon mal 45 mA.Kleine Anlagen kommen da an ihre Grenze.Vorallem im Winter.
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Re: Fahrbare Inselanlage auf LiFeYPO4 umrüsten

Beitragvon cephalotus » 25.06.2012, 23:36

SuperDuty hat geschrieben:Von einem Batteriehersteller bekam ich die Auskunft, dass unter den bei uns gegebenen Umständen bei unseren GEL-Akkus mit einer Lebensdauer von 3 bis 4 Jahre zu rechnen ist. Das Problem ist sicherlich die tägliche Nutzung und die ausschließliche Ladung über Solar, was keine speziellen Ladevorgänge ermöglicht, welche einer Sulfatierung entgegenwirken.


Sind denn die vorhanden Bleiakkus schon defekt oder tauscht ihr die präventiv aus?

Die Lebensdauer vonj Bleiakkus lässt sich meistens dadurch optimieren, indem man den PV Generator deutlich überdimensioniert. Bei den heutigen Preise von Solarmodulen vs. Akkus macht das auch ökonomisch Sinn.

mfg
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Re: Fahrbare Inselanlage auf LiFeYPO4 umrüsten

Beitragvon sonnentau » 26.06.2012, 06:26

Wenn sich die Haltbarkeit bestätigt,dann möchte ich Blei nicht mehr sehen.Bis jetzt sind es für mich absolute Vorteile im Inselbetrieb.(Starker Lade und Entladestrom,Spannungsstabilität ,keine besondere Ladekennlinie ,sehr leicht,keine Schädigung im Teilladeszustand)
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Re: Fahrbare Inselanlage auf LiFeYPO4 umrüsten

Beitragvon SuperDuty » 01.07.2012, 12:10

cephalotus hat geschrieben:. . . Sind denn die vorhanden Bleiakkus schon defekt oder tauscht ihr die präventiv aus?
Die Lebensdauer vonj Bleiakkus lässt sich meistens dadurch optimieren, indem man den PV Generator deutlich überdimensioniert. Bei den heutigen Preise von Solarmodulen vs. Akkus macht das auch ökonomisch Sinn.
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Hallo,
nein, die GELs sind noch nicht am Ende. Sicher könnte ich noch warten, 1/2 Jahr, ein Jahr, vielleicht sogar noch 2 Jahre. Aber wenn die GELs dann irgendwo in Spanien die Flügel hängen lassen, habe ich kaum eine Möglichkeit zum Umrüsten, zumal die Akkus im ungünstigen Fall 3 Monate Lieferzeit haben. Außerdem bleibt halt ein gewisses Restrisiko, zumindest im Kopf. Hier habe ich im Notfall eine qualifizierte Werkstatt in Reichweite. Und bei der zu erwartenden Lebensdauer der neuen Akkus ist es eigentlich egal, wenn wir etwas früher als unbedingt notwendig umrüsten.
Außerdem, ich bin unheimlich neugierig auf die neuen Dinger, kann es kaum erwarten, denn das ist mehr als nur ein lästiger Akkuwechsel, das ist ein schönes Projekt was Spaß macht, eine kleine Herausforderung und auch ein klein wenig Pionierarbeit.
Bei sonnentau läuft das seit einigen Tagen im Wohnwagen und bei mir doch hoffentlich auch bald.
Und wenn das zu vertretbaren Kosten funktioniert, wäre das sicher auch für all jene eine Option, die Gewicht sparen möchten, oder einfach nur mehr Power wollen.
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Re: Fahrbare Inselanlage auf LiFeYPO4 umrüsten

Beitragvon SuperDuty » 10.07.2012, 21:34

Es geht weiter:
Mouser Electronics, Mansfield, hat die heiß begehrten SSR´s von Crydom schnell und zuverlässig geliefert. Alle Preise im Internetshop sind Netto zuzüglich MwSt. Es entstehen keine Kosten für Versand, Zoll usw. Also alles in allem eine völlig unproblematische Abwicklung.

Alle benötigten Teile sind inzwischen bei unserem Ömchen eingetroffen. . .
Bild
Natürlich ist davon nicht alles für den Umbau auf Lithium-Akkus notwendig und in den meisten Paketen ist mehr Luft verpackt als Ware.
Die Lithium-Akkus stehen in Kolbermoor und werden mir in wenigen Tagen zugeschickt. Meine Vorbereitungsarbeiten sind angelaufen.

Inzwischen stehen auch die Kosten für die Umrüstung genauer fest.
Der Austausch von 3 Stück Exide Gel ES 1600 würden beim Händler ca. 1500 € + Montage kosten, über das Internet wären sie für ca. 1.100 € in hoffentlich gutem Zustand zu bekommen.
Die Umrüstung auf LiFeYPO4 Zellen von Winston kostet mich inkl. Akkus, Elektronik und allem Kleinmaterial bis hin zum letzten Kabelschuh 3.410 € (die Akkus alleine kosten 2.156 €).
Teuer?
Ok, die Nebenkosten ließen sich stark reduzieren. Es müssen z. B. nicht die sehr teuren Crydom-SSR in Industriequalität sein, es müssen keine schön anzusehenden Kühlkörper aus Alu-Rippenprofil sein, es müssen keine Niro-Schrauben sein usw. Da wir zudem im Mobil wohnen und nicht lange auf Strom verzichten können, muss der Umbau innerhalb weniger Stunden erfolgen. Das hat zur Folge, dass z. B. keine vorhandenen Batteriekabel abgeändert, sondern diese durch neue ersetzt werden. Alles ist so konzipiert, dass ein Rückbau jederzeit schnell und problemlos erfolgen kann, falls es zu unerwarteten Problemchen kommen sollte. Es gibt also neue Batteriekabel, die ganze Schaltelektrik ist auf einer zusätzlichen Schalttafel verbaut, das erfordert zusätzliche dicke Kabel und Stromverteiler, die ich auch nicht selber gefertigt, sondern gut und edel im Yachtshop gekauft habe. So kommt eines zum anderen. Wer also Zeit und Geschick hat, kann die Nebenkosten deutlich reduzieren.

Aber wie gesagt, die zu erwartende Lebensdauer muss bei den Kosten berücksichtigt werden, diese beträgt etwa das 6-fache von den jetzigen GEL-Akkus.
Und in der zusätzlich verbauten Elektronik ist eine totale Überwachung der Akkus mit automatischem Schutz vor Tiefentladung und Überladung enthalten. So ein automatischer Schutz vor Tiefentladung ist in den wenigsten Mobilen verbaut, und wenn dann nicht mit totaler Trennung der Akkus vom System, was bei längeren Standzeiten dann trotzdem zum Batteriesterben führt.

Weitere Vorteile der Lithium-Zellen:
Die Selbstentladung beträgt unter 2% pro Monat, gegenüber Blei-Akkumulatoren, die zwischen 2 und 10% pro Monat an Selbstentladung aufweisen (Quelle Wikipedia).
Wer seine Akkus über Solar lädt, für den ist bestimmt der Ladewirkungsgrad von besonderer Bedeutung. Bei Lithium-Akkus liegt dieser um die 90%, bei Bleiakkumulatoren hingegen nur bei bescheidenen 60-70% (Quelle Wikipedia).
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Re: Fahrbare Inselanlage auf LiFeYPO4 umrüsten

Beitragvon sonnentau » 15.07.2012, 18:52

Habe neue praxiserprobte Werte vom schönen LiFePo4 Akku.Dank meines Batteriemonitor Victron BMV 600 kann ich sehr schön sehen wie viel AH ich entnommen habe.Bei einer Entladung von 40 A bekomme ich aus dem Akku 160Ah@12 Volt 180 Ah.Bei einer Entnahme von 100 A bekomme ich 120 Ah aus dem Akku.Das liegt aber daran das der Lipro in die Abschaltung bei3 Volt geht.3 sekunden später ist am Akku wieder 13 Volt und das Spiel beginnt von vorn.Bei einer Stromreduzierung von 40 A sind schon 160 Ah möglich.Als ich bei 180 Ah den Test abgebrochen hatte waren 5 Minuten später 12,8 Volt am Display. Fazit:Der Akku ist wirklich der Hammer! Um aber mind 1C =160 A zu entnehmen müsste der Lipro auf einen tieferen Spannungswert eingestellt werden.Hat aber den Nachteil das bei kleineren Strömen enorm viel aus dem Akku genommen wird.Passieren dürfte da aber nichts,da die Überlebensspannung noch sehr hoch wäre.
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Re: Fahrbare Inselanlage auf LiFeYPO4 umrüsten

Beitragvon SuperDuty » 16.07.2012, 21:46

Die Spannung steigt
Die Vorbereitungen der letzten Tage sind abgeschlossen. Dienstag sollen die Akkus an mich verschickt werden.
Auf die Umrüstung bin ich selber sehr gespannt. Ein gewisses Risiko ist dabei, die Knackpunkte meine ich zu kennen.

Habe am Wochenende noch weitere Verkleidungen im Concorde abgebaut und mir Kabelverläufe in den Hohlräumen angesehen, auch mal die ganze Elektriktafel gelöst und geschaut was hinter dem Schaltschrank so ab geht.
Dabei hat sich bestätigt, dass ich die Votronic Solar-Laderegler und den Waeco PerfectCharge in die cbe-Schaltkästen laufen. Das funktioniert so natürlich nicht, ich muss sie direkt an meiner Schalttafel anschließen, ansonsten wäre es so, dass ich bei Unterspannung nach trennen der Akkus von allen Verbrauchern, sprich vom Concorde, die Akkus nicht mehr laden kann, ja die Solarladeregler sogar ihre Spannungsvorgabe von den Akkus verlieren und evtl. Schaden nehmen.

Durch die von mir gebaute Schalttafel (Fotos kommen noch) bin ich sehr flexibel im Anschließen von den ganzen Verbrauchern und Ladegeräten. An den Akkus direkt wird nur meine Schalttafel angeschlossen, sonst nichts.
Auf der Tafel kann ich Ladegeräte und lebensnotwendige Kleinverbraucher, wie z. B. die Platinen zur Überwachung der Zellen, vor dem Trennschalter anschließen, und ich kann die normalen Verbraucher, also das was heute direkt an den GEL-Akkus hing, nach dem Trennschalter anschließen, da ich mehrere Sammelstützpunkte und Sicherungskästchen mit verbaut habe. Die Sammelstützpunkte haben M10 und M4 Anschlüsse. Nicht billig, aber sehr flexibel.

Die letzten Tage waren geprägt vom zahlreichen Bestellungen von Kleinkram und diverser Kabel, um alle Komponenten auf meiner Schalttafel mit dicken Batteriekabeln verbinden zu können, um den Mess-Shunt für den Batteriecomputer anschließen zu können, um die Solarladeregler und das Netzladegerät anschließen zu können usw. Zusätzlich treten natürlich unvorhergesehene Schwierigkeiten auf. So fehlen z. B. Kabelschuhe für 6mm² Kabel. Naiv wie ich bin, glaubte ich solchen Kleinkram in Läden wie z. B. Conrad in Mainz oder ATU zu bekommen. Fehlanzeige, außer Fahrerei und Zeitverschwendung kam da nichts bei raus. Es war mir eine Lehre. Werde bzw. habe nun alles, aber auch wirklich die kleinste Schraube im Internet bestellt. Das hat auch den großen Vorteil, dass man sich die Qualität besser aussuchen kann. Schließlich ist es schon ein Unterschied, ob ich ein H07V-K Baumarktkabel (-40 bis +70° C) oder solche vom Yachtbau für -40 bis +105° C verbaue, ob ich perfekt hydraulisch verpresste Batteriekabel bekomme oder die einfachen Schraubklemmen einsetze, ob ich billige Asia-SSRs mit hohem Stromverbrauch und fragwürdiger Lebensdauer einsetze oder mit gute und teure Crydoms besorge.

Schauen wir mal, wie sich das alles bewährt.
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