PV-Anlagen die nicht in das öffentliche Stromnetz einspeisen, wie Berghütte oder Wohnmobil ....
Moderator: Mod-Team
von Coolio » 03.09.2012, 20:44
Hallo,
ich betreibe in einem abgelegenen Schuppen ein Weidezaungerät an einem 12V 145AH Bleiakku. Diesen muss ich alle 3-4 Wochen mit nach Hause nehmen und aufladen. Da die Preise für PV- Module ja mittlerweile fast ein Witz sind liegt es nahe, den Akku einfach mit einem billigen Ying-Yang Modul mit meinetwegen 180Wp aufzuladen. Also halt ein überdimensioniertes Modul, das den Akku über einen entsprechenden Regler immer schön voll hält. Welche Komponenten benötige ich hierfür, damit eine solche Anlage zuverlässig und dauerhaft funktioniert?
Danke schonmal!
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von Gerold G » 03.09.2012, 21:22
Coolio hat geschrieben:ich betreibe in einem abgelegenen Schuppen ein Weidezaungerät an einem 12V 145AH Bleiakku. Diesen muss ich alle 3-4 Wochen mit nach Hause nehmen und aufladen.
Da du das Gerät im Winter nicht betreiben wirst (?), reicht dir ein 30Wp-Modul völlig aus: http://www.ebay.de/itm/30W-SOLARPANEL-S ... 5ae972556bEin Laderegler ab 2A würde reichen. Kaufst du das genannte Modul und sparst dir Porto ein, kannst du aber auch beim gleichen Händler den 10A Regler holen und zahlst dafür insgesamt wahrscheinlich nicht mehr: http://www.ebay.de/itm/10A-SOLAR-LADERE ... 5ae8f0eec8Das Modul im Winkel von etwa 40° angebracht und nach Süden ausgerichtet. Keine Verschattung. Bringt dir im Schnitt pro Tag etwa 7,5Ah in den Akku zurück. Reicht also selbst dann, wenn du dich mit 3-4 Wochen verschätzt haben solltest.
Dieser Beitrag wurde aus 100% Recycling-Photonen erstellt
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von Coolio » 04.09.2012, 06:23
Da die Anlage eben auch im Winter laufen muss und ich das Weidezaungerät -anders als bisher- gerne immer auf größter Stufe betreiben würde und das Dach bei etwa 40° DN geschätzte 60° nach Osten ausgerichtet ist würde ich das Modul schon lieber etwas größer dimensionieren...
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von Helpless » 04.09.2012, 09:35
Und wie viel verbraucht die Anlage in "höchster" Stufe?
Ganz ehrlich, wir reden hier von einem Modul. Das kannst du genausogut auf einen Pfosten setzen und so ausrichten, dass es genau nach S zeigt. Die Montage auf dem Dach ist für 1 Modul nur bedingt sinnvoll und mit Sicherheit nicht billiger, zumindest wenn das Dach dicht bleiben soll.
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von CocoHannover » 04.09.2012, 11:11
Coolio hat geschrieben:ein Weidezaungerät an einem 12V 145AH Bleiakku. Diesen muss ich alle 3-4 Wochen mit nach Hause nehmen
145 Ah halten 3 Wochen, also werden 145/21 = 7 Ah pro Tag entladen. Bei 12 V sind das 7*12 = 84 Wh die pro Tag im Schnitt reinkommen müssen. Grob überschlagen schätze ich für den Winter mal eine halbe Vollast-Stunde über den Tag verteilt. Am schlechtesten Wintertag würde dir ein Modul mit 168 Wp in der halben Sonnenstunde die du hast die ganzen 84 Wh reinholen. Falls wirklich mal im Winter drei, vier Wochem am Stück durchgängig Regenwetter ist, brauchst du demnach win 168W-Modul. Zum Glück gibt es auch im Winter hellere Tage. Ein Wintertag mit einer Vollast-Stunde lädt den Akku für den nächsten Matschtag mit auf. Im Notfall kannst du den Akku kurz vorm Schneesturm mitnehmen und am Netz aufladen.  Daher wäre ein 168-Modul praktisch überdimensioniert. Rechnen wir mal den Sommer durch: Grob überschlagen mit 5 Vollast-Stunden am Sommertag, leistet ein Modul mit 17 Wp die nötigen 48 Wh/d. Ich bin kein Profi, würde hier aber schätzen, dass du mit einem Modul von 50 bis 60 Wp gut auskommst. Im Sommer kannst du damit eine kleine Wasserpumpe mit betreiben (die Tiere haben ja mehr Durst), im Winter bekommst du höchstens nach wochenlag ununterbrochen geschlossener Wolkendecke ein Problem. Wie der Laderegler dimensioniert sein muss, hängt dann vom maximalen Strom des Moduls ab. Ein 10A-Regler reicht auf jeden Fall, auch wenn du die Anlage später eventuell ausbaust. Das heißt für den Einkaufszettel: - Modul: 60 Wp - Laderegler: 10A - Ständer: Diebstahlsicher, z.B. an großem Baum festschrauben, oder Mast in den Boden rammen und Modulhalterung festschweißen. (Lohnt natürlich nur, wenn die Befestigung nicht teurer wird als ein neues Modul.)
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von Coolio » 04.09.2012, 13:17
Vielen Dank für eure Antworten,
leider wird dort in der Pampas alles geklaut was nicht niet-und nagelfest ist, weshalb ich das Modul schon oben auf dem Dach platzieren möchte, den Laderegler würde ich möglichst hoch an einen Balken schrauben, das eigentliche Weidezaungerät (ist mittlerweile das 4., sogar die schwere Starterbatterie haben sie schon die 500m durch die Weide geschleppt) ist fest in einem 120kg Rahmen eingeschweisst... Aufgrund der dann suboptimalen Ausrichtung und der Tatsache, das Modulleistung nun wirklich billig zu haben ist (mir kommt es hier nicht auf die letzten 100€ an, es soll halt auch unter ungünstigsten Voraussetzungen sicher funktionieren) hatte ich schon an ein größeres, überdimensioniertes Modul gedacht. Wenn dann in Zukunft noch mal aus irgendeinem Grund mehr Leistung benötigt würde (starkeres Gerät z.B.) brauche ich mir deswegen keine weiteren Gedanken machen. Die Mehrausgaben für ein größeres Modul stören mich da kaum, die Montage des ganzen ist viel lästiger. Sofern ich mir damit also keine Nachteile einkaufe hätte ich schon gerne ein ca. 180w Modul eingesetzt. Welchen Laderegler würdet ihr mir dazu empfehlen? Er sollte halt auch die Batterie möglichst pfleglich behandeln...
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von Helpless » 04.09.2012, 13:30
@CocoHannover Coolio hat geschrieben:...und ich das Weidezaungerät -anders als bisher- gerne immer auf größter Stufe betreiben würde...
Deshalb meine Frage. Ohne den zukünftigen Verbrauch zu kennen, kann man so gar nichts empfehlen... Nun Coolio. Dann gib doch mal die Daten (Standort, Ausrichtung, Neigung) in PVGIS ein und schaue was die sagen, was 1KWp unter den Voraussetzungen bringt. Dann noch den Verbrauch für das Gerät in der zukünftigen Einstellung und dann sehen wir weiter. 
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von Coolio » 04.09.2012, 17:08
Hallo Helpless,
wieviel Strom nun letztlich verbraucht wird kann ich beim besten Willen nicht sagen, das hängt von der Zaunlänge und dem Bewuchs ab, genauso wie die Batteriekapazität ja bei abnehmender Temperatur stark nachlässt. Ich halte eine genau maßgeschneiderte Lösung auch gar nicht für notwendig, deshalb ja auch mein Ansatz "viel hilft viel". Die meiste Zeit zuviel Strom zu haben bereitet mir nun wirklich kein Problem, solange ich mir keine anderweitigen Nachteile (z.B. schnellerer Batterieverschleiss) damit entstehen. Deshalb würde ich mir halt am liebsten ein Modul aus der Grabbelkiste meines Solateurs besorgen, irgendein älteres Modell mit besagten meinetwegen 170-180Wp. Wenn das dann auch 80% der Zeit Urlaub macht- so what? Ich muss mir wenigstens keinen Kopf machen über Wirkungsgrad oder der Degradation anheimfallende Leistung...
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von Helpless » 04.09.2012, 18:36
Das Problem mit den meisten großen Modulen ist, dass die meist eine zu hohe Spannung haben, und dann nur mit teuren MPPT Ladereglern im 12V System gehen. Ich bin bisher nur über ein größeres Modul (205Wp) gestolpert, das bezahlbar und für 12V geeignet war: http://www.photovoltaik-shop.com/solarmodule/sovello/solarmodulsovellosv-x205fa1poly.htmlDazu ein einfacher Laderegler (ich schätz mal um die 80€). Ein Problem das ich sehe, ist tatsächlich der Akku bei niedrigen Temperaturen. Nicht nur, dass da die Leistung einbricht, sondern, dass das Laden bei Minusgraden den Akku beschädigt. In einem anderen Thread wurde beschrieben, wie man eine Heizung dazu schaltet, die den Akku erst einmal auf Temperatur bringt, bevor man mit dem eigentlichen Laden beginnt.
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