PV-Anlagen die nicht in das öffentliche Stromnetz einspeisen, wie Berghütte oder Wohnmobil ....
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von chabba » 18.10.2011, 13:34
Hallo Liebe Forumsteilnehmer,
folgende Situation: Segelboot mit Batteriebank 12V / 400 Ah Nasszelle, bisher geladen über externes Ladegerät und LiMa, Liegeplatz Mittelmeer. Ein Stegnachbar hat seine Solarpläne (samt Boot) an den Haken gehänkt und mir seine Module 2x 80W und 2x 50W günstigst überlassen. Er hatte selbst wohl billig bei Ebay gekauft, irgendwelche Chinaware. Passen aber bei mir genau aufs Boot und bei dem Preis konnte man einfach nicht nein sagen. Aufteilung wird so sein, dass die beiden 80er jeweils rechts / links auf dem Deckshaus montiert werden und die beiden 50er hinten auf einem 1achsig schwenkbaren Träger. Das Problem ist, dass durch Segel, Taue, Baum, etc midestens eines der 80er immer Teilschatten haben wird und auch bei den 50ern wird es Verschattung geben. Die Verschattung kann sich unterwegs durch Schiffsbewegungen sekündlich ändern, vor Anker eher seltener.
Nun die Frage: Wie verschalten und welchen Laderegler einsetzen? Oder Genauer: Parallel oder Reihe? MPPT oder nicht? Macht es Sinn, eventuell mehrere einfache Regler einzusetzen? Oder vielleicht zwei einfache und einen besseren mit Batteriewartungsfunktion?
Die Modulwerte sind 2x 80 Watt: Spannung max. 18,21 V Strom max. (Imp) 4,42 A Leerlaufspannung 21,84 V Kurzschlussstrom 5,95 A
2x 50Watt: Spannung max. 18,12 V Strom max. (Imp) 2,76 A Leerlaufspannung 21,94 V Kurzschlussstrom 3,31 A
Dankeschön!
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von sonnentau » 18.10.2011, 14:09
Hallo wen es sich um Meer handelt ist es immer wichtig gut verarbeitete Materialien zu verwenden!Bei den Modulen kommt es sehr darauf an das die Anschlußboxen wirklich dicht sind.Ein wenig Abhilfe könnte da Vergussmasse darstellen.Für die Verschaltung :Es können alle Module miteinander an einem Regler parallel verbunden werden.Die Leerlaufspannungen sind sehr nah aneinander.Es macht auch nur parallel Sinn.Für die Aufstellung eignet sich der Geräteträger.Dafür gibt es verstellbare Halterungen um zu optimieren.MPP macht da keinen Sinn!Viel wichtiger wäre aber ein guter Windgenerator mit Flüsterflügeln.Air breeze mit Spreedos Flügel oder ein Südwind.Für den Laderegler ein Morningstar oder Steca.
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von chabba » 18.10.2011, 15:07
Dnake für die Antwort. Was die Materialien angeht, hatte ich da keine große Wahl. Die Module waren halt da und haben mich einen Tag Nachbarschaftshilfe und 100 EUR gekostet. Da fragt man nicht lange. Vergiessen kann ich die Boxen, kein Problem.
Montage ist ebenfalls kein Problem, die 50er passen genau auf eine STange zwischen die Davits und die 80er lege ich einfach möglichst weit aussen aufs Dach.
Windgenerator kommt mir erstmal nicht ans Boot. Alle die ich bisher gesehen habe sind Krachkisten. Mit Flüsterflügeln sind die zwar für den Nachbarn OK, aber es werden immer Vibrationen in den Rumpf übertragen und wenn man direkt darunter schläft kriegt man die Krise. Ich rüste lieber alles auf LED um und verzichte auf die Gefriertruhe. Nur mit Kühlschrank kommt man auch aus und das reduziert den Stromverbrauch enorm. Alle paar Tage läuft eh der Dieselgenerator um den Wassermacher zu betreiben, daher reicht es mir wenn die Solaranlage die Entladetiefe reduziert und die Notwendigkeit des Laden etwas hinausschiebt.
Hast Du konkrete Tipps für einen Laderegler? Schön wäre ein möglichst temperaturstabiler mit Metallgehäuse, beim Boot ist man etwas empfindlich was Feuergefahr angeht
Danke schonmal im Voraus!
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von sonnentau » 18.10.2011, 15:21
Da geht auf alle Fälle ein Morningstar Tristar 45.Weltweiter Garantieservice und 5 Jahre Garantie.Gehäuse aus Metall.Wichtig ist der Tempsensor.Das Display kann man kaufen muß man aber nicht,wenn man einen Battmonitor besitzt.Für Windgeneratoren gibt es Körperschallblocker und Stoppschalter.
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von chabba » 18.10.2011, 17:44
sonnentau hat geschrieben:Da geht auf alle Fälle ein Morningstar Tristar 45.Weltweiter Garantieservice und 5 Jahre Garantie.Gehäuse aus Metall.
Na das ist doch schonmal was konkretes. Brauch ich mit meinen paar Ampere einen 45A Laderegler oder werden die anderen zu warm? Bei Prevent habe ich den für 160 EUR gefunden, hast Du zufällig noch eine günstigere Quelle? sonnentau hat geschrieben:Das Display kann man kaufen muß man aber nicht,wenn man einen Battmonitor besitzt.
WIr haben einen BMV 600s an Bord. Zur Verbrauchsabschätzung und Überwachung von Lade/Entladeströmen sehr gut geeignet, aber nicht für den Ladezustand. Einige Parameter wie Peukert-Koeffizient und Ladeeffizienz sind nur für fabrikneue Batteriebänke zuverlässig zu bestimmen, haben aber sehr großen Einfluss auf die Genauigkeit der Anzeigen für Ladezustand und Restlaufzeit. Ergo: Wenn die Parameter nicht (mehr) passen, kann man diese Anzeigen ziemlich vergessen. Dieser Monitor überprüft nichtmal die Sinnhaftigkeit: SOC 80% bei nur 11.90 Volt kommen gerne mal vor. Gibt es eigentlich inzwischen etwas besseres? Taugt das Display eher für SOC? Die Lasten können bei mir nicht über den Regler laufen, da kommen zu hohe Lastspitzen zusammen. sonnentau hat geschrieben:Für Windgeneratoren gibt es Körperschallblocker und Stoppschalter.
Wahrscheinlich ein fettes Vorurteil meinerseits, aber ich habe bisher keine Installation gesehen, die bzgl Körperschall wirklich leise war. Wird es wohl geben, ist mir nur noch nicht begegnet. Habe ich mich aber auch nicht wirklich mit beschäftigt, da Windgeneratoren bei mir nicht viel Ausbeute bringen können: Ich suche mir eher ruhige Ankerplätze ohne viel Wind. Im Hafen gibts normalerweise Landstrom. Bleiben also nur die Passagen, aber kurze Passagen bis zwei Tage sollten mit Solarunterstützung auch ohne Windgenerator problemlos möglich sein. Längere Passagen sind bei mir so selten, dass sich dafür gar nichts lohnt, da kann man besser dreimal im Jahr den eh vorhandenen Diesel für ein paar Stunden laufen lassen.
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von sonnentau » 18.10.2011, 19:33
Du kommst auf ungefähr 20 A Ladestrom.Da es aber um einen Regler geht der selbst bei Blitz Schutzvorkehrung hat,einen Wirkungsgrad vo 99% und einen Eigenverbrauch von 4 mA bei einem Preis der völlig ok ist dürfte ich Dir nichts schlechteres empfehlen.Der Preis ist absolut ok.Sollte mal ein Modul mehr dazu kommen ist noch genügend Reserve vorhanden.Hier zu sparen wäre der falsche Weg.Durch die Metallausführung ist eine gewisse Sicherheit auch noch gegeben. Der Victron muß genau auf den Peukert Wert des Akkus eingestellt werden.Eine neue Einstellung muß erfolgen, wenn die Akkubank im Float Status ist!
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von chabba » 18.10.2011, 19:54
Hallo Sonnetau,
wenn der Preis für den Regler in Ordnung ist, ist ja alles OK. Ist zwar nicht wenig aber ich hab ja die Module quasi geschenkt bekommen. War nur die Frage, ob Du den Regler zufällig irgendwo günstiger gesehen hast.
Danke Dir erstmal für die Hilfe.
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von sonnentau » 18.10.2011, 20:37
chabba hat geschrieben:Hallo Sonnetau,
wenn der Preis für den Regler in Ordnung ist, ist ja alles OK. Ist zwar nicht wenig aber ich hab ja die Module quasi geschenkt bekommen. War nur die Frage, ob Du den Regler zufällig irgendwo günstiger gesehen hast.
Danke Dir erstmal für die Hilfe.
Wenn Du mir einen Regler zeigst mit dieser Quallität ,diesem Preis,Garantie,und noch im Stahlgehäuse ,würdest Du mir heute Abend ein Ah ins Gesicht zaubern!Wird aber sehr schwer!!
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von kalle bond » 18.10.2011, 23:07
Ein PR3030 von Steca tut es auch bei diesen Modulen. Hat zwar kein Stahlgehäuse, brennt bei normaler Nutzung aber auch nicht. Als Auslegungskriterium kannst du den Kurzschlussstrom der Module nehmen, da sind 30 Amps völlig ausreichend. Wenn du (nach deinen eigenen Aussagen) Strom am LR vorbeiführst und dann erwartest, das er dir richtige Werte anzeigt, sorry, das kann kein LR.
Grüße Kalle Bond
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von chabba » 19.10.2011, 00:46
kalle bond hat geschrieben:Wenn du (nach deinen eigenen Aussagen) Strom am LR vorbeiführst und dann erwartest, das er dir richtige Werte anzeigt, sorry, das kann kein LR.
Nicht wenn der Regler die Ströme misst, die rein- und rausgehen, das ist klar. Wenn der Laderegler allerdings nach dem Spannungsverlauf geht, könnte das gehen. Es gibt da einen Batteriemonitor namens Smartgauge, der mittels permanenter Spannungsmessungen einen SOC Wert berechnet. Wie gut dieser Wert wiederum ist, keine Ahnung. Ich denke nicht, dass ich mit vernünftigem Aufwand die Lasten über den Laderegler laufen lassen kann. Die Verbraucher im Boot können durchaus mal Ströme von 40A benötigen, dazu noch eine Ankerwinsch mit vielleicht 120A und ein 2KW-Inverter. Gleichzeitiger Betrieb all dieser Verbraucher wird zwar selten vorkommen, wäre aber trotzdem Mist wenn jedesmal irgendwelche Sicherungen beim Laderegler anspringen. Auserdem habe ich da ja noch ein externes Ladegerät, dass ja schlecht auch über den Regler laufen kann.
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