Bericht,verschlossene Akkus mit Säure befüllen

PV-Anlagen die nicht in das öffentliche Stromnetz einspeisen, wie Berghütte oder Wohnmobil ....

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Bericht,verschlossene Akkus mit Säure befüllen

Beitragvon Harald 49 » 20.09.2011, 19:15

Hallo zusammen,

da mich alles reizt was mit Technik zu tun hat, wie Elektrik, Verbrennungsmotore, Pyrotechnik usw. bin ich oft dazu geneigt auch einige Versuche in diesen Bereichen zu machen.
Vor geraumer Zeit hatte ich mir bei Poll.. einige gebrauchte verschlossene 51 Ah 12V Hawker Reinblei Fließakkus zugelegt um meine Inselanlage in Richtung "mehr" Kapazität etwas aufzustocken. Leider stellte sich heraus dass die noch brauchbare Restkapazität um mehr als 50% gesunken war. Ein einzelner Akku schaffte über einen kleinen Trapezwechselrichter den Absorberkühlschrank gerade mal 2 Std mit einem Laststrom von 9,x A auf der DC Seite in Betrieb zu halten, also nicht die Welt. Da diese bestimmt in USV Anlagen trocken gekocht wurden kam ich auf die Idee die oberen Verschluss- mit darunterliegenden Gummistopfen zu öffnen um mal 1,28er Schwefelsäure in die 6 Zellen zu füllen, mehr wie total defekt konnte dieser Akku ja nicht werden.
Die weiteren Tests zeigten danach ein positives Ergebnis, die Standzeit war auf fast 5 ½ Std. angestiegen bis sich der Wechselrichter abgeschaltet hatte. Bei Gelegenheit werde ich die anderen, im Moment noch zwei dieser Akkus auch so behandeln. Für einen noch nicht gefundenen Zweck sollten diese dann mal eingesetzt und getestet werden. Die Ladespannung halte ich aber bei Max 14,2 V um einer Gasung entggenzuwirken.
Wenn ich mal von C10 mit 4,5 A Last ausgehe, schaffen diese dann fast ihre Kapazität wieder. Das ganze betrachte ich natürlich als eine Spielerei mit neu gemachten Erfahrungen.
Ich warne aber jeden vor Nachahmung mit der Gefahr einer Verätzung! http://de.wikipedia.org/wiki/Schwefels%C3%A4ure

Bericht Ende.
Harald
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Re: Bericht,verschlossene Akkus mit Säure befüllen

Beitragvon Harald 49 » 23.09.2011, 17:26

… der zweite im Vorfeld voll geladene Akku wurde geöffnet und mit Schwefelsäure bis Oberkante Platten gefüllt. Nach einer erneuten Ladung über Nacht an der Inselanlage wurde wie beim ersten Akku die Bekannte Last für 2 Std. angeschlossen, mit positivem Ergebnis.
Ohne Säurefüllung währe jetzt schon Ende gewesen und der Wechselrichter hätte die Last schon abgeschaltet Weitere Lade und Entlade Tests folgen noch.
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Re: Bericht,verschlossene Akkus mit Säure befüllen

Beitragvon Michael04 » 25.09.2011, 14:03

Hallo
ich habe die versuche auch schon gemacht auch mit gutem ergebnis nicht immer aber es geht
was man noch dazu sagen sollte wäre,
1. auf gehen sie alle man muss nur erst mal rausfinden wie :wink:
2. die kunstsoffabdenkung über den ventilen müssen wieder dauf sonst fliegen beim laden die gummi ventile weg
3. kein wasser nachfüllen sonst ist der akku sofort defekt weil zwischen den platten nur wasser ist und es keine möglichkeit gibt das ganze zu mischen , auch nicht mit einer 16 volt gasungsladung :!:
4. nachfüllen bis oberkante platte und nach ein paar stunden nochmal kontrolieren , die glasmatte braucht zeit um sich vollzusaugen
5. keine sofortigen wunder erwarten die kapazität steigt langsam an wärend der nächsten 5 - 10 zyklen
6. wenn man beim nachfüllen feststellt das bei einer zelle besonders viel säure fehlt , wird diese schon geschädigt sein durch tiefentladungen ....

gilt für AGM akkus nicht für gel
alles auf eignene gefahr ..... schutzbrille handschuhe tragen

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Re: Bericht,verschlossene Akkus mit Säure befüllen

Beitragvon Harald 49 » 26.09.2011, 12:08

Hallo Michael,

beim ersten Akku hatte ich aus Unwissenheit Wasser nachgefüllt was nur teilweise wieder aus den Zellen zu entfernen war um für den nächsten Test Säure einzufüllen. Nach mehrmaligen Laden /Entladen wurde wieder neue Säure eingefüllt. Das Ergebnis war danach schon positiv.
Beim zweiten Akku habe ich den Fehler mit dem Wasser nicht mehr gemacht.
Das die Fließmatten einige Zeit benötigen um die Säure aufzusaugen habe ich auch festgestellt, die Verschlüsse werden erst wieder aufgepresst wenn der Akku einige Lade- Entlade Zyklen bewältigt hat. Das erste Ergebnis nach der Säurefüllung hat mich doch schon überrascht. Diese Akkus waren wohl in USV `s durch Dauerladen und bei höheren Temperaturen ausgekocht. Nach diesem zweiten Akku folg dann noch der dritte im Bunde.
Safety:
Auf die Gefahren mit Säuren und Laugen kann man nie genug hinweisen. Von Laugen kann ich selbst ein Liedchen singen, habe in den jungen Jahren fast mein Augenlicht durch Karbidlauge verloren, hatte zig Jahre auf einem Auge Probleme.
Haben der oder die "gesäuerten" Akkus danach eigentlich noch lange gehalten?
Habe mir gedacht einen dieser Akkus mit einem 10/15 Wp Modul für die Gartenwegbeleuchtung an meiner Insel zu nutzen.

Harald
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Re: Bericht,verschlossene Akkus mit Säure befüllen

Beitragvon nme » 03.10.2011, 15:57

interessanter versuch wird jedoch schwierig bis unmöglich so die korrekte säuredichte einzustellen.
wenn du einen leeren akku mit 1.28er säure befüllst und lädst, wird das niveau wesentlich zu sauer werden.
denke so richtung 1.40 oder mehr. das ist auf dauer ziemlich ungesund für die batterie.
nme
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Re: Bericht,verschlossene Akkus mit Säure befüllen

Beitragvon Harald 49 » 11.10.2011, 08:59

Hallo nme,

da diese Akkus im Originalen Zustand ohne diese Säurefüllung nur unnötigen Stellplatz belegten und nicht sinnvoll in die Anlage eingebunden werden konnten hatte ich mich für die beschriebene Aktion entschieden. Da der Säurespiegel nur bis zu der Oberkante der einzelnen Zellen eingefüllt wurde, lässt sich dadurch die Dichte auch nicht messen. Vor dem Einfüllen der Säure wurde der (die) Akku (s) jedoch aufgeladen. Die jetzige Säuredichte, ob gut oder schlecht ist nicht direkt von Belang. Auf jeden Fall sind die bis jetzt mit Säure gefüllten beiden Akkus in Ihrer Kapazität auf dem Stand (nach Datenblatt) fast neuer (Reinblei) Akkus. Für gewisse Spielereien wie Wegelicht oder Holzschuppenlicht werden diese wahrscheinlich dann benutzt werden. Der Kostenfaktor für die Säurefüllung war auch sehr gering, ca. 2,70€ pro Liter 1,28 er Schwefelsäure.

Gruß
Harald
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