Batteriezyklen verstehen

PV-Anlagen die nicht in das öffentliche Stromnetz einspeisen, wie Berghütte oder Wohnmobil ....

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Re: Batteriezyklen verstehen

Beitragvon spacepeter » 26.07.2011, 22:04

hallo
hab mal ne kleine frage an alle experten

wie genau wird das gemessen
hersteller sagt 1500 zyklen bei 80 % aber wieviel ist nach den 1500 zyklen noch da an restkapazität ?

ist der schrott und hat keine mehr
oder kann er keine 80% kapazität mehr geben (das erklärt auch die zunahme wenn man nur 30 % benutzt )
villeicht gibt es aber auch eine extra din norm die sagt soviel xx % restkapazität muss vorhanden sein damit ein akku als defeckt deklariet werden muss

habe keine ahnung aber es währe schön wenn mir das mal einer erklären würde


schönen abend noch peter[/code][/code]
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Re: Batteriezyklen verstehen

Beitragvon Arlen » 29.07.2011, 13:17

Bzgl. der opzs / panzerplatten akkus findet man im internet jede nur erdenkliche lade-/entlade- und zyklenkurve
in abhängigkeit von strömen/temperaturen oder der windgeschwindigkeit ;)
Vielleicht hab ich mir paar pdf dateien/diagramme abgespeichert, da könnt ich was hochladen.
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Re: Batteriezyklen verstehen

Beitragvon karokaffee » 29.07.2011, 23:12

Danke für all eure Antworten!

Vielleicht hab ich mir paar pdf dateien/diagramme abgespeichert, da könnt ich was hochladen.


Das wäre prima! :D
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Re: Batteriezyklen verstehen

Beitragvon Arlen » 14.08.2011, 18:15

Hier mal ein etwas kompliziertes diagramm bzgl. temp/entladestrom/zyklen/lebensdauer.

Angaben ohne gewähr :)
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Re: Batteriezyklen verstehen

Beitragvon Bastl » 01.11.2011, 17:32

Hallo zusammen,

ich bin nicht wirklich neu hier. Ich lese schon seit einer geraumen Zeit immer ein wenig mit habe mich aber dazu entschlossen hier mal ein wenig mitzuarbeiten. :)

Generell sind die gemachten Angaben richtig.

Die Zyklenangabe richtete sich früher immer nach dem Anwendungsfall. Bei Gabelstaplerbatterien PzS --> 1200 - 1500 Zyklen bei 80 % DOD. (Depht of Discharge oder Entladetiefe)

Bei Batterien für Notstromanwendung OPzS wird die zu erwartende Lebensdauer in Jahren angegeben da diese im besten Fall nur gelegentlich einen Kapazitätstest können müssen und nie gebraucht werden.

Die Solaranwendungen haben sich erst über die letzten Jahre etabliert. Hierbei wird die Entladetiefe reduziert was zu einer erheblichen Verlängerung der Lebensdauer führt. Dies ist allerdings immer ein Kompromiss zwischen Lebensdauer und verfügbarer Kapazität. Faustregel 50 % ist der (beste) wirtschaftlichste Kompromiss. Die Kapazität muss ja schließlich bezahlt (gekauft) werden

Das die Batterie jemanden überlebt ......naja, die in den Diagrammen dargestellte Lebensdauer bezieht sich auf Zyklen. Bei diesen langen Zeiträumen spielen dann schon andere Faktoren mit rein. Um nur einige zu nennen:

Umgebungstemperaturen --> Bleibatterien mögen im Bezug auf Lebensdauer eher kühle Umgebung was aber kontaproduktiv zu Kapazität ist
Ladezustände über Lebensdauer (Säureschichtung)
güte des Ladereglers (Wechselstromanteil falls mit Generator o ä Zwischengeladen wird)
Nachfüllwasser (einbringen von Verunreinigungen durch Nachfüllwasser) siehe ZVEI Merkblatt Nachfüllwasser für Bleibatterien
ggf aufgetretene Tiefentladungen
ggf aufgetretene Überladungen
und und und

Ja, es gibt eine DIN ......Lebensdauerende ist erreicht wenn die Batterie nur noch 80% der Nennkapazität erreicht.

und

Nein, Batterien können nicht beim Hersteller abgeholt werden.
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Re: Batteriezyklen verstehen

Beitragvon kalle bond » 01.11.2011, 18:17

Bastl hat geschrieben:Die Solaranwendungen haben sich erst über die letzten Jahre etabliert. Hierbei wird die Entladetiefe reduziert was zu einer erheblichen Verlängerung der Lebensdauer führt. Dies ist allerdings immer ein Kompromiss zwischen Lebensdauer und verfügbarer Kapazität. Faustregel 50 % ist der (beste) wirtschaftlichste Kompromiss. Die Kapazität muss ja schließlich bezahlt (gekauft) werden

Das die Batterie jemanden überlebt ......naja, die in den Diagrammen dargestellte Lebensdauer bezieht sich auf Zyklen. Bei diesen langen Zeiträumen spielen dann schon andere Faktoren mit rein. Um nur einige zu nennen:

Umgebungstemperaturen --> Bleibatterien mögen im Bezug auf Lebensdauer eher kühle Umgebung was aber kontaproduktiv zu Kapazität ist
Ladezustände über Lebensdauer (Säureschichtung)
güte des Ladereglers (Wechselstromanteil falls mit Generator o ä Zwischengeladen wird)
Nachfüllwasser (einbringen von Verunreinigungen durch Nachfüllwasser) siehe ZVEI Merkblatt Nachfüllwasser für Bleibatterien
ggf aufgetretene Tiefentladungen
ggf aufgetretene Überladungen
und und und
Ja, es gibt eine DIN ......Lebensdauerende ist erreicht wenn die Batterie nur noch 80% der Nennkapazität erreicht.
und
Nein, Batterien können nicht beim Hersteller abgeholt werden.


Batterien für Solaranwendungen gibt es schon seit etlichen Jahren. Meine erste Solarbatterie habe ich bereits 1988 eingesetzt (Varta).

OPzS Batterien: Bei PV Anwendungen rechnet man mit täglichen Entladungen bis zu 30%, in Extremfällen kann bis zu 80% entladen werden.
Das hängt aber auch noch von mehreren anderen Faktoren ab, ua welche Lebensdauer die Batterie denn ca erreichen soll.
Meistens tritt aber nicht nur ein Entladefall ein, sondern es können wetterbedingt die unterschiedlichsten Situationen eintreten.
Deshalb auch immer die Auslegung zum jeweiligen Aufstellungsort.

Tiefentladungen oder Überladungen sollten eigentlich kein Problem sein, dh nicht auftreten, wenn bei der Planung der richtige Laderegler eingesetzt wird.

Anwender bekommen die Batterien vom Hersteller oder einem Händler zugeschickt, je nachdem ob man Endkunde oder Solateur ist.

Grüße Kalle Bond
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Re: Batteriezyklen verstehen

Beitragvon Bastl » 01.11.2011, 18:35

Sorry, wollte nicht falsch verstanden werden. Historische Anwendungsbereiche im Vergleich zu Solaranwendungen waren gemeint ..30, 40, 50 Jahre

Tiefentladungen oder Überladungen sollten eigentlich .... deswegen ist eine gute seriöse Beratung gold Wert und spart Folgekosten.....

War vielleicht etwas voreilig formuliert. :)

lg Bastl
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Re: Batteriezyklen verstehen

Beitragvon wieso » 02.11.2011, 01:22

hallo Bastl ,

welcome , gute worte



Gruss Lars
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