Backup-Speicher mit PV-Speisung?

PV-Anlagen die nicht in das öffentliche Stromnetz einspeisen, wie Berghütte oder Wohnmobil ....

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Backup-Speicher mit PV-Speisung?

Beitragvon AlexDD » 27.02.2012, 14:27

Hallo zusammen,

wir hatten am Wochenende das "Vergnügen" eines 15-stündigen Stromausfalls. 5 Stunden war eine Phase weg und danach alles. Auch wenn das vermutlich in den nächsten 100 Jahren nicht wieder passiert, ist es für mich Anlass nun mal ernsthaft über eine Backup-Lösung nachzudenken.

Was bräuchte man denn alles, um auf Akkubasis einen Notstrombetrieb mit 500W Dauerlast und 10KWh Kapazität zu ermöglichen. Was für Varianten gibt es da? Was würde das ungefähr kosten.

Wir haben aktuell gut 12 KW PV mit normalen Netzwechselrichtern (SMA) auf dem Dach. (siehe http://schoene-aussicht.solardach-dresden.de). Diese möchte ich im Falle des Stromausfalls natürlich für das Backupsystem verwenden. Ein paar Hundert Watt kommen da ja bei der Größe quasi bei jedem Wetter vom Dach. Damit sollte man dann im Notbetrieb ja dauerhaft 500W, nachts gepuffert durch den Akku, zur Verfügung haben. Bei Sonne sollte es damit möglich sein, die Kühltruhe zu betreiben und gegebenenfalls auch mal Wäsche zu waschen.

Ist sowas mit überschaubarem Aufwand möglich? Was für Komponenten bräuchte ich, um die PV-Anlage entsprechend einzubinden? Mir geht es im Moment ausdrücklich nicht um Eigenverbrauchsoptimierung, sondern um den Notfall. Das Szenario, dass ich in 17 Jahren PV-Strom selber verbrauchen können möchte, würde ich nur soweit im Auge behalten wollen. als das man sich mit einer möglichen Lösung dort nicht massiv etwas verbauen sollte.

Und gleich noch zwei Detailfragen:

Ist es sinnvoll und möglich eine automatische Netzausfallerkennung einzusetzen, oder ist der manuelle Weg der bessere/sicherere?
Kann man das ganze System 3-phasig aufbauen, oder müsste man die im Notfall zu betreibenden Verbraucher auf eine Phase klemmen? Ist 1- zu 3-phasig finanziell ein sehr großer Unterschied? Ich würde auf der PV-Seite ja auch ungern auf 2/3 verzichten wollen.

Danke für alle Tipps und Anregungen.
Alex.
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Re: Backup-Speicher mit PV-Speisung?

Beitragvon black » 27.02.2012, 17:20

für eine Notfallversorgung(die man nie bis ganz selten braucht) eignet sich am besten ein 3~ Stromaggregat.
Weis nicht ob es erlaubt ist aber wir haben das zuhause wie folgt realisiert.
0815-6,5kw Aggregat auf ebay geschossen, kostet rd. 350€
63A-4 poligen 1-0-2 Umschalter vor dem FI(1=EVU, 2=Aggregat). 16A Steckdose am Schaltschrank.
Im Bedarfsfall(Stromausfall) Stromaggregat aus dem Schuppen holen, starten, anstecken, Umschalter betätigen und fertig!
Das Billigaggregat ist nicht unbedingt geeignet um Hightech(z.b. Compernetzteile) anzuschliessen da der 50Hz Sinus nicht perfekt ist(gibt bessere Aggregate im 4 stelligen Bereich) aber für überlebensnotwendige Dinge reicht es allemal.Und bei 6,5kw kann man auch 2-3- heizstrahler anschliessen, falls die heizungsversorgung ebenfalls ausfällt.

Vorteil: das Stromaggregat kann man auch anderweitig nutzen, Kosten überschaubar.

und kommt mir jetzt bitte nicht wegen des stinkenden Aggregates, ich hab meines 2 jahre und es hat ca. 1,5 betriebsstunden oben.

mfg
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Re: Backup-Speicher mit PV-Speisung?

Beitragvon AlexDD » 27.02.2012, 17:43

Hi Black,

danke für den Vorschlag. Notstromaggregat ist Plan B, wenn sich keine "schicke", halbwegs bezahlbare Lösung mit Einbindung der PV darstellen lässt.

Alex.
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Re: Backup-Speicher mit PV-Speisung?

Beitragvon onetop0 » 27.02.2012, 18:12

Ich bin gespannt ob es hilfreiche Antworten gibt, habe daran auch Interesse. Bei mir würden max 200wh für max 48 - 72 Stunden ausreichen.
Ich hoffe meine laienhafte Beschreibung ist für die Profis hier verständlich.
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Re: Backup-Speicher mit PV-Speisung?

Beitragvon Retrerni » 27.02.2012, 21:55

Nunja, die zwei Standard-Lösungen heißen SMA-Backup (Du hast ja wohl schon SMA-WR) oder ein Backup-System von Studer. Nur dürften beide deutlich teurer sein als die Generator-Lösung.

Ciao

Retrerni
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Re: Backup-Speicher mit PV-Speisung?

Beitragvon wieso » 28.02.2012, 16:06

Hallo eine bezahlbare Lösung könnte sein , wenn man nicht alles automatisch bezahlen will .... Die PV AC Leitung umlegt (schalter wie bei Notstromagregat nehm ich an ?) also vom öffentl.Netz trennt und den Netzwechselrichter mit einem Inselwechselrichter (mit integrierter Ladeeinheit ) (wie zb Von Studer ,Victron , Sma ) koppelt
Der Inselwechselrichter stellt dem Netzwechselrichter dann das Netz zu Verfügung damit der Netzwechselrichter wieder anspringt und syncroniesiert parallel zum Inselwechselrichter arbeitet , der Inselwechselrichter lagert den PV Überschuss des Netzwechselrichters der gerade nicht im Haus verbraucht wird , dann in die Batterie ein

Kann dir aber nicht sagen ob es geht , deine gesamte PV Wechselrichter da mit einzu beziehen , da in so einem System eigentlich ja der gesamte PV Strom verarbeitet werden will , und die Ladeinheit des Inselwechselrichters ja nur gewisse max Ampere vertragen kann , aber ich hab gesehen , dass Du einen Suny Boy 2500 hasst ....

Ich weiss nicht genau wie SMA dies macht , jedoch bei anderen hab ich gelesen die Max Ampere der Netzwechselrichter sollte die max Ampere der BatterieLadeeinheit im Inselwechselrichter nicht überschreiten , also es könnte sein das man die PV reduzieren (netzwechselrichter drosseln ? ) muss oder den Inselwechselrichter grösser wählen

Also Inselwechselrichter Modelle die mit deinem Sunny Boy 2500 umgehen können kosten so ca 2300 Euro :roll: leisten ca 3000 watt
Dann noch eine Batterie ......... :juggle: , aber so ein System kann man ja auch täglich Nutzen zur Eigenverbrauchsoptimierung , wenn der Netzwechselrichter regulär einspeisen , und Nachts lebt man (zumindest eine Phase ) vom PV Strom der Batterie


Gruss Lars
Inselanlage 1.6 kw PV und 2.4 KW PV , Outback MX60 und FM80 MPPT , 6 kw Victron Wechselrichter 1600 ah 24 volt Gabelstaplerbatterie , 1.6 kw Windkraftanlage ,1 kw Wasserturbine mit Speichersee bei Bedarf
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Re: Backup-Speicher mit PV-Speisung?

Beitragvon dridders » 28.02.2012, 17:46

Wenn du einen Insel-WR hast brauchst du doch keinen Schalter. Dann kann ueber den Insel-WR direkt eingespeist werden... zumindest bei einem ordentlichen wie den SMA ;-)
Die Vorgaben zur Wechselrichtergroesse in Bezug auf Akkugroesse sind fuer den reinen Inselbetrieb gedacht, damit die PV nicht zu weit in der Leistung gedrosselt oder gar abgeschaltet werden muss wegen vollem Akku. Bei Netzeinspeisung egal. Da ist nur das interne Netzrelais wichtig, das beim 2012/2224 z.B. max. 25A (5kW) macht. Bei den 5048 geht mehr.
Damit der Netz-WR aber weiter arbeitet wenn das Netz weg ist reicht der Insel-WR oder ein Generator nicht aus. Die Netzueberwachung akzeptiert die nicht. Es muss also die Netzueberwachung am Netz-WR deaktiviert und er in den Inselmodus geschaltet werden, somit ist fuer die Einspeisung eine externe ENS noetig... die mit min. 400 Euro zu Buche schlagen wird.
Kostenmaessig wird die Backup-Loesung mit Akkus jedenfalls locker das 10-fache eines Generators kosten.
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Re: Backup-Speicher mit PV-Speisung?

Beitragvon onetop0 » 28.02.2012, 18:17

Könnte man mit einer ordentlichen USV auch was anfangen? Wieviel Kapazität bräuchte man für einen durchschnittlichen deutschen Haushalt um 3 Tage zu überbrücken?
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Re: Backup-Speicher mit PV-Speisung?

Beitragvon dridders » 28.02.2012, 18:24

Ja, mit einer USV kann man bei richtiger Dimensionierung natuerlich ein Haus versorgen. 3 Tage? Da die PV waehrend USV-Betrieb nicht einspeisen kann... wuerde mal sagen so mit 1000Ah bei 48V biste ganz gut dabei. Fuer alles weitere waere es nicht verkehrt den Tagesverbrauch zu kennen... denn was soll schon Durchschnitt sein? Sowas muss individuell ausgelegt sein.
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Re: Backup-Speicher mit PV-Speisung?

Beitragvon Miss Piggy » 28.02.2012, 18:42

Gegen Mitte des Jahres soll dies auf den Markt kommen:

www.E3DC.de

Feldversuch laeuft und das Teil ist absolut spitze.

bye
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