PV-Anlagen die nicht in das öffentliche Stromnetz einspeisen, wie Berghütte oder Wohnmobil ....
Moderator: Mod-Team
von steve123 » 03.12.2011, 22:00
Hallo, ich bin neu hier, lese aber seit einiger Zeit schon mit und habe mich seit einigen Wochen mit der Anlagenplanung beschäftigt. Ich bin vom Elektro/Elektronik Fach, also kann ich alles selber machen, soweit ich das darf. Und hier ist auch schon mein Problem. Mit den rechtlichen sachen und den aktuellen GEsetzen kenne ich mich überhaupt nicht aus. Auch aus etlichen Internetseiten bin ich nicht wirklich 100%ig schlau draus geworden. Gleich vorweg, ich binn nicht auf den rießen gewinn aus. Das gute gefühl (arbeite auch in der erneuerbaren Energie branche) Öl und Strom zu sparen, ein Projekt planen und auszuführen und vielleicht nach Jahren 0 auf 0 rauszukommen reicht mir vollkommen.
Hier mal die idee meiner Anlagenplanung: - Windkraftanlage Black 300 oder 600 in 24V oder 48V (gibts hier bessere alternativen,z.b. bei ebay wird ja auch genügend schund angeboten) - ca. 400-500Wp Photovoltaikmodule (eventuell mit Sun Tracer nachführung)
Zur verfügung habe ich hierfür 2 Hausdächer (Südost ausrichtung 36Grad neigung und eines mit Südwest ausrichtung ca.40Grad neigung), 2 Treibhäuser und ein Brennholzschuppen (Südausrichtung möglich) Für den Standort der Windkraftanlage suche ich zur Zeit den besten Platz mittels 2 selber gebauten Windmessers (Sompfy Anemometer mit Reedkontakt und Siemens Logo Steuerung zur erfassung und auswertung der Signale des reedkontakts in 10 Windklassen von 0-10m/s zu Mittelwerten in 1-10min schritten. Kosten gebraucht und Ebay ca. 100€)
Jetzt kommen wir zu meinem hauptproblem, dem rechtlichen. Die Anlage soll mittels Heizpatrone unsere Ölheizung für Warmwasser unterstützen und wenn möglich noch eine Gefriertruhe betreiben. DAs gute daran ist, für die Warmwassererzeugung läuft der Ölbrenner zur Zeit im Winter 15 min und im Sommer 1Std. pro TAg. Also Perfekt, da ich im Sommer ja mehr Strom produziere wie im Winter. Beides kann ohne großen installations aufwand komplett autark vom Hausnetz betrieben werden da bei uns im Keller fast alles Aufputz installiert ist.
Also bin ich als erstes auf die Idee mit der Inselanlage mit Batterien/Akkus gekommen. Also könnte ich, soweit nicht genügend Wind oder Sonne zur verfügung steht diese beiden Geräte auch über das Hausnetz betreiben (Batteriewächter und umschaltung via Relais auf Netzstrom). Allerdings gefällt mir die variante zur einspeisung ins Hausnetz viel besser. Erstens muss ich keine teurern Batterien kaufen und ich kann immer 100% des produzierten Stroms verwenden, da ich ziemlich sicher immer mehr verbrauchen werden, wie die Anlage liefert.
Was haltet ihr davon. Pro und Contra ?
Jetzt zu meinen Fragen:
- Darf ich eine Inselanlage komplett selber installieren ohne genehmigungen von Gemeinde oder EVU usw..... sofern sie komplett vom Hausnetz getrennt ist ? - Darf ich eine Anlage zur HAusnetzeinspeisung komplett selber in betrieb nehmen (ENS vorrausgesetzt) ohne anmeldung oder genehmigung ? Wenn nein, was wird soetwas zu genehmigen und in betrieb zu nehmen ungefähr zusätzlich kosten (EVU Mitarbeiter, evtl. anderer Zähler etc...) - Ich habe schon viel von dem Stevagrid Control D mit ENS in verbindung mit einem Mastervolt WEchselrichter gehört. DAs Überwachungsrelais nach VDE 126-1-1 finde ich schon sinvoll bzw. nötig. Was genau brauche ich jetzt dazu wirklich ? Gibt es alternativen die Wind und Sonnenstrom in einem Gerät verarbeiten können (mit ENS) ?
Vielen Dank schonmal für eure Antworten.
Zuletzt geändert von Elektron am 11.12.2011, 11:13, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Verschoben nach: Inselanlagen!
-
steve123
- Öfters hier

-
- - Threadstarter -
-
- Beiträge: 12
- Registriert: 02.12.2011, 19:22
- Info: Interessent
von za-ass » 04.12.2011, 14:01
-
za-ass
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 5594
- Registriert: 20.07.2007, 13:57
- Info: Betreiber
von Solarm » 04.12.2011, 21:28
Erwarte dir von Windrad nicht annähernd das was ein Solarmodul liefert wenn du nicht an der Küste oder am Berg wohnst Suche nach Ertrag http://www.prevent-germany.com/netzeins ... rvolt.htmlInsel darsft du selber machen solange du auf die Sicherheit von Unwissenden achtest Ich würde dir einen WR empfehlen der kein extra ENS braucht zB Solarmax ab 100 Volt http://www.energy-centre.de/epages/6297 ... tViaPortal
Men are like Bluetooth; he is connected to you when you are nearby, but searches for other devices when you are away… Women are like Wi-Fi; she sees all available devices but connects to the strongest one
-

Solarm
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 1410
- Registriert: 21.06.2010, 09:33
- Info: Betreiber
von sonnentau » 05.12.2011, 06:20
Hallo da ich auch ein Fan von Windenergie bin würde ich jetzt sagen ja mach Wind dazu!Aaaaber bedenke ,das die Strömung und die Verhältnisse exakt stimmen müssen,sonst dreht sich der Probeller um die eigene Achse.Kann ein Lied davon singen.Bei dem von Dir genantnten Windrad bin ich sehr vorsichtig geworden,da ich Anlagen gesehen habe wo die Quallität nicht das Gelbe vom Ei ist.Wer sich damit auch eine Weile beschäftigt wird feststellen wie sich die Preise entwickelt haben.Der eigendlicher Hersteller dürfte diese Firma sein? http://www.huaxiaotech.com/ Wenn Windenergie dann nur von Herstellern die im Yachtbereich schon viele Jahre vertreten sind.Z.B. Ampair,AIR x,Superwind,Silentwind, aerogen,Skydream,Wisper.
-

sonnentau
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 1662
- Registriert: 23.11.2009, 19:18
- Wohnort: radeberg
- Info: Betreiber
von Tommmi » 05.12.2011, 15:05
Habe auch ein kleines Windrad über Hausdachhöhe, bringt fast gar nix. Hätte es schon abgebaut, allerdings brauch ich dafür ein sehr hohes Gerüst Dreht sich zwar bringt aber fast gar nix und nach gut 5 Jahren fängt auch ein Lager an Krach zu machen was sich ans Haus überträgt, ist am Giebel befestigt.
-
Tommmi
- Stammmitglied

-
- Beiträge: 114
- Registriert: 25.09.2011, 19:23
- PV-Anlage [kWp]: 1
- Info: Betreiber
von kalle bond » 05.12.2011, 17:13
Hallo Steve, was den WG betrifft - was sagen deine Nachbarn dazu? Oder bist du weit genug weg, wg Schlagschatten, Vibrationen, Laufgeräusche, Abspannung usw. PV hat den Vorteil, das selbst bei härtester Einstrahlung kein Muckser zu hören ist  . Bei deiner Dachneigung ist eh nur eine Kombination aus PV und Hausstrom (+ falls es klappt, mit dem WG) sinnvoll. Vielleicht mal in den Link schauen, ist wahrscheinlich am Einfachsten, rechtlich abgesichert und technisch rechenbar. http://www.eeg-eigenstrom.de/so-gehts/w ... ktioniert/Grüße Kalle Bond
-

kalle bond
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 1200
- Registriert: 12.05.2011, 11:41
- PV-Anlage [kWp]: 3
- Info: Berater
von steve123 » 05.12.2011, 18:43
Hallo, vielen DAnk für die Antworten. Um gleich eines vorweg zu nehmen, wir wohnen am Berg. Das andere ende des Dorfes, ca. 500m Luftline entfernt liegt ca. 100 Höhenmeter unter uns. Wir sind, mal vom Kirchturm abgesehen das höchste Haus/Grundstück im Dorf. Gestern und vorgestern hatten wir laut Wettervorhersage (Wetterstation ca. gleiche höhe wie wir und 1km entfernt) 6-8 m/s Wind. Desswegen kam ich auf die idee mit dem Windrad, bzw. erstmal auf die Idee mit dem selber gebasteltem Windmesser.
Das mit dem einspeisen und selber verbrauchen finde ich an sich eine super idee, nur muss ich dies wieder anmelden usw..... Rechnet sich die anschaffung von einem teueren Wechselrichter zur Einspeisung wenn ich nur ca. 0.5-1kwp habe. Bei der angesprochenen Inselanlage würde ich sowiso nur ein Heizelement zur Ölheizungsunterstützung und wenn es noch reicht eine GEfriertruhe hinhängen. Die juckt es doch nicht ob da genau 230VAC, 50Hz ankommen oder mal ein paar weniger. Also würde es doch ein "billiger" Wechselrichter auch tun, der für die NEtzeinspeisung nicht erlaubt ist, oder?
Gibts irgendeine legale möglichkeit das komplette Photovoltaik und Windradzeugs ins Hausnetz mit einem geeignetem Wechselrichter einzuspeisen, das aber nicht genehmigen bzw. anmelden zu müssen ?
@ kalle bond: Warum ist bei meienr DAchneigung nur PV mit Hauseinspeisung sinnvoll? Wie schon gesagt, der Holzschuppen (Ausrichtung und Dachneigung machbar wie gewünscht) oder die Nachführung ist ja auch noch nicht aus dem rennen.
-
steve123
- Öfters hier

-
- - Threadstarter -
-
- Beiträge: 12
- Registriert: 02.12.2011, 19:22
- Info: Interessent
von Solarm » 05.12.2011, 18:57
Men are like Bluetooth; he is connected to you when you are nearby, but searches for other devices when you are away… Women are like Wi-Fi; she sees all available devices but connects to the strongest one
-

Solarm
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 1410
- Registriert: 21.06.2010, 09:33
- Info: Betreiber
von kalle bond » 05.12.2011, 19:06
[quote="steve123"] Um gleich eines vorweg zu nehmen, wir wohnen am Berg. Das andere ende des Dorfes, ca. 500m Luftline entfernt liegt ca. 100 Höhenmeter unter uns. Wir sind, mal vom Kirchturm abgesehen das höchste Haus/Grundstück im Dorf. Gestern und vorgestern hatten wir laut Wettervorhersage (Wetterstation ca. gleiche höhe wie wir und 1km entfernt) 6-8 m/s Wind. Desswegen kam ich auf die idee mit dem Windrad, bzw. erstmal auf die Idee mit dem selber gebasteltem Windmesser.[/unquote] 6-8 m/s sind schon mal nicht schlecht
[quote="steve123"] Das mit dem einspeisen und selber verbrauchen finde ich an sich eine super idee, nur muss ich dies wieder anmelden usw..... Rechnet sich die anschaffung von einem teueren Wechselrichter zur Einspeisung wenn ich nur ca. 0.5-1kwp habe. Bei der angesprochenen Inselanlage würde ich sowiso nur ein Heizelement zur Ölheizungsunterstützung und wenn es noch reicht eine GEfriertruhe hinhängen. Die juckt es doch nicht ob da genau 230VAC, 50Hz ankommen oder mal ein paar weniger. Also würde es doch ein "billiger" Wechselrichter auch tun, der für die NEtzeinspeisung nicht erlaubt ist, oder? [/unquote] Was verbrauchen denn das Heizelement und die Gefriertruhe?
@ kalle bond: Warum ist bei meienr DAchneigung nur PV mit Hauseinspeisung sinnvoll? Wie schon gesagt, der Holzschuppen (Ausrichtung und Dachneigung machbar wie gewünscht) oder die Nachführung ist ja auch noch nicht aus dem rennen.
Also, eine richtige Insel Anlage braucht wegen der geringen Einstrahlung im Winter einen Anstellwinkel von 70°. Deshalb meine Bemerkung. Bei Hybrid geht 30°, weil der Hauptanteil mit PV im Sommer erzeugt wird und im Winter der größere Anteil aus dem Netz oder vom WG kommt. Mit 500 Wp wirst du im Winter eh nicht weit kommen, schätze mal das da nur ein "Heizstäbchen" geht.
Grüße Kalle Bond
-

kalle bond
- Forumsinventar

-
- Beiträge: 1200
- Registriert: 12.05.2011, 11:41
- PV-Anlage [kWp]: 3
- Info: Berater
von steve123 » 06.12.2011, 01:26
Gefriertruhe hat ca. 1kw pro Tag, und der Heizstab hat 1,5kw. Da ich ja nicht ewig viel Geld für viele PV Platten ausgeben möchte wäre eine lösung, bei der der HEizstab die Ölheizung nur unterstützt wenn die Batterie voll ist und wärme benötigt wird. Wenn die Batterien voll sind und keine Wärme benötigt wird, wird mittels Relaisschaltung einfach die Gefriertruhe vom Netz genommen und über die Batterie laufen gelassen. Somit könnte ich immer 100% meines selber produzierten Stroms nutzen, da ich immer mehr verbrauchen wie produzieren würde. Die ganze Steuerung und Relaisschaltung könnte man sich bei einer Hausnetzeinspeisung sparen.
Allerdings wird es sich bei einer anlagengröße von insgesammt 2500€ wohl nicht lohnen den teueren Wechselrichter für ca. 900€ zu kaufen wenn es für die Inselanlage mit selber gebauter Schaltung einer für 150€ locker auch tut. Seh ich das so richtig?
-
steve123
- Öfters hier

-
- - Threadstarter -
-
- Beiträge: 12
- Registriert: 02.12.2011, 19:22
- Info: Interessent
Zurück zu Inselanlagen
Ähnliche Beiträge
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste
|