Anfänger plant "Garten-Autarkie"

PV-Anlagen die nicht in das öffentliche Stromnetz einspeisen, wie Berghütte oder Wohnmobil ....

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Anfänger plant "Garten-Autarkie"

Beitragvon CocoHannover » 16.11.2011, 01:05

Hallo,

ich möchte etwas unabhängiger vom Stromnetz werden, d.h. zumindest Wohnzimmer und Garten selbst versorgen und diverse Kleingeräte-Akkus aufladen. Finanziell wird sich mein Projekt niemals rentieren, mir geht es mehr um Unabhängigkeit, Umweltgewissen und Spaß an High-Tech auf der Terrasse. (Das Jahr geht zu Ende und es ist noch Geld auf dem Konto... ;) )
Daher wäre ich sehr dankbar entweder fürs Ausreden dieser Idee oder für Hinweise was ich selbst installieren bzw. welches Unternehmen (bei Hannover) ich beauftragen sollte.

Umgebung: Eigentumswohnanlage, Erdgeschosswohnung mit Terrasse und sonnigem Grünstreifen-Gärtchen an der Südseite. Der Hausverwalter lehnt eine gemeinsame Dachinstallation kategorisch ab, weil sie juristisch zu kompliziert wäre.

Idee: Ein Modul wird auf einem Mast im Grünstreifen verankert bzw. auf einem Boden-Ständer mit den Terrassenfliesen verschraubt oder in einer Flachdach-Wanne aufgestellt.

Schwierigkeit: Keine Idee für Kabeldurchführung in die Wohnung. Unter den Fenstern gehen bereits einige Koax-Kabel durch (angehender Funkamateur), ein Stromkabel möchte ich nicht unbedingt dazu quetschen. Deshalb wird es wohl auf 2 Akkus hinauslaufen, von denen jeweils einer draußen steht, während der andere drinnen genutzt wird.

Zu versorgende Geräte:
Raumbeleuchtung: 10W, 4h/Tag = 40Wh/d
Computer: 50W, 4h/Tag = 200Wh/d
Diverse Kleingeräte: 20Wh/d
---------------------------------------------------
Summe ohne Funkgerät: 260Wh/d
Plus 10% Ladeverlust-Zuschlag: 286Wh/d

Angenommen, ein Akkus ist jeweils zwei Tage im Garten und zwei in der Wohnung. Da man Akkus nur zu 50% entladen soll, erfordert das 12V-Akkus mit 2*2*286/12 = 95Ah.
Dazu kommen ein passender Laderegler und - für Geräte mit eingebautem Netzteil - ggf. ein Wechselrichter.

Ist das halbwegs realistisch? :roll:

Viele Grüße aus Hannover,
coco
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Re: Anfänger plant "Garten-Autarkie"

Beitragvon kalle bond » 16.11.2011, 13:14

Hallo coco,
willkommen im Forum. Du hast schon mal eine gute Beschreibung abgeliefert, was du möchtest. Ca 300 Wh/Tag scheint ja auch nicht die Welt zu sein.
Nur in den Wintermonaten in Hannover (52°20'N / 9°40' O), da ist das so eine Sache mit dem Sonnenschein! Also im Dezember finde ich nur 1.4 kWh/m²/Tag Einstrahlung.
Du müsstest dein(e) Solarmodule mit 70° anstellen, um noch ein paar Sonnenphotonen einzufangen.
Wie groß hast du dir denn den Solargenerator vorgestellt, nach meiner Berechnung müssten es so um die 350 Wp sein?
Und die Batterie alle zwei Tage rein- und rausschleppen? Das hältst du vermutlich nicht lange durch. Vielleicht doch ein Stromkabel durchführen?
Die Batterie kann man auf der Terrasse in eine Box einbauen.

Grüße Kalle Bond
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Re: Anfänger plant "Garten-Autarkie"

Beitragvon CocoHannover » 16.11.2011, 14:50

Hallo Kalle Bond,

vielen Dank für deine Antwort! In Hannover gibts im Winter zwar nicht sooo viel Licht, aber da ich in der Woche kaum zuhause bin, reicht im Prinzip ein voller Akku am Wochenende. Den Rest des Jahres scheint es kein Problem zu geben, zumindest hatte die komplett solar betriebene Amateurfunkstation von Bärenfunk noch nie Stromprobleme. :) (Mein eigenes Funkgerät habe ich absichtlich nicht in meine Rechnung einbezogen, weil mir derzeit die Messgeräte fehlen, um dessen Durchschnittsleistung zu bestimmen. Je nachdem was man macht schwankt die Leistung zwischen 12W und 280W...)

kalle bond hat geschrieben:Du müsstest dein(e) Solarmodule mit 70° anstellen, um noch ein paar Sonnenphotonen einzufangen.


Okay, bei einer Montage am Mast sollte das gehen.

kalle bond hat geschrieben:Und die Batterie alle zwei Tage rein- und rausschleppen? Das hältst du vermutlich nicht lange durch


Ein 3mm-Kabel würde gerade so unterm Fenster durch passen, für ein dickeres muss dann eben ein Stück Fußleiste dran glauben. :) Ansonsten hab ich noch eine Außensteckdose auf der Terrasse. Könnte man da ein Kabel durchschieben, so dass es drinnen hinter einer anderen Dose wieder rauskommt? Leider habe ich keinen Verdrahtungsplan der Wohnung, deshalb tendiere ich zur angesägten Türschwelle.

Gruß aus Hannover,
coco
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Re: Anfänger plant "Garten-Autarkie"

Beitragvon CocoHannover » 17.11.2011, 13:07

Nochmal Hallo,

bevor jemand fragt, warum ich mir nicht ein "Mini Joule" oder "Solarkraftzwerg" hinstelle: Das Stromnetz des Mehrfamilienhauses möchte ich auf keinen Fall beeinträchtigen, auch ein neuer Stromzähler mit Rücklaufschutz sollte nicht nötig sein. Außerdem soll der Akku auch "Notstrom" bei Stromausfall liefern. Mit einer Inselanlage hätte ich zwei getrennte Steckdosen "Öffentliches Stromnetz, Großgeräte" und "Eigener Vorrat, Kleingeräte".

Kennt jemand einen brauchbaren Bausatz?

Danke für eure Erfahrung ;)
coco
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Re: Anfänger plant "Garten-Autarkie"

Beitragvon MaxCell » 17.11.2011, 21:06

Hallo coco,

Mastmontage dürfte kein Problem sein, für meine vorest geplante Kleinanlage (1x 215 Wp Modul)
habe ich mir auch einen Mast im Garten aufgestellt. Eingesteckt wird der in einen Bodendübel der ca. 1 m tief
in der Erde steckt. Ist ziemlich stabil und hat den Vorteil, dass man später alles ohne Probleme wieder abbauen kann.
Wenn im Sommer nicht zuviel Wind geht, kann man die Befestigungsschrauben sogar lösen und den Mast manuell einachsig nachführen.
Mit Muskelkraft natürlich ... :mrgreen:

Den Neigungswinkel des Moduls kann ich ebenfalls verändern.

Halterung für das Modul kann man sich auch selber aus Aluprofilen bauen. Ich habe mir in etwas abgeänderter Form die hier nachgebaut:

http://www.solar-qqq.de/product_info.php?info=p357_Masthalterung-b.html

Gruß MaxCell
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Re: Anfänger plant "Garten-Autarkie"

Beitragvon CocoHannover » 18.11.2011, 14:16

Hallo MaxCell,

so eine Halterung sieht gut aus! Vielleicht nehme ich trotzdem ein Bodengestell, das ließe sich bei Bedarf leichter versetzen.
Nächster Schritt wird der Akku. Gibt es spezielle Kisten in denen man einen Akku draußen lassen kann, vielleicht direkt im Bodengestell unter dem Solarmodul? Ich möchte ihn abstellen und nie nie nie wieder bewegen müssen...

Gruß
coco
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Re: Anfänger plant "Garten-Autarkie"

Beitragvon blackboa » 13.12.2011, 09:45

Moin !

Hab mal ne Frage zu dem Mast ? Wie sieht das eigentlich mit der Diebstahlsicherheit aus ? Denn ich habe auch damit geliebäugelt :D
Denn damit umgeht man seine Dachfläche, die bei mir doch sehr begrenzt ist.

Gruß Philipp
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Re: Anfänger plant "Garten-Autarkie"

Beitragvon kalle bond » 13.12.2011, 15:24

blackboa hat geschrieben:Hab mal ne Frage zu dem Mast ? Wie sieht das eigentlich mit der Diebstahlsicherheit aus ? Denn ich habe auch damit geliebäugelt :D
Denn damit umgeht man seine Dachfläche, die bei mir doch sehr begrenzt ist.


Eine gute Flex schafft alles. Wg Krach nicht überall anwendbar. Schrauben kann man mechanisch sichern, indem man nach der Montage die letzten Gewindegänge quetscht. Dann lassen sich die Muttern nur noch mit viel Mühe runterdrehen.

Grüße Kalle Bond
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