Akkukapazität schnell erschöpft

PV-Anlagen die nicht in das öffentliche Stromnetz einspeisen, wie Berghütte oder Wohnmobil ....

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Akkukapazität schnell erschöpft

Beitragvon Saalmann » 22.09.2011, 21:30

Hallo,
betreibe eine PV Anlage mit 2 Modulen a 180W und dem Steca Tarom Laderegler 45A und insgesamt 8 Gelbatterien mit insgesamt505 Ah parallel verschaltet-also 12 V
Direkt an die Batteriebank habe ich einen Waeco WR mit 1000W reine Sinuswelle. Nun das Problem:
SOC Ladezustand 13,15 V unter Last (Heizungspumpe 40W und Solarladepumpe bei ca 50% Pumpendrehzahl 42W, Solarregelung hängt auch mit dran 5W ?)
die Batteriespannung fällt meiner Meinung nach viel zu schnell-innerhalb von 12 Stunden geht es runter auf 12,3V, wobei die Heizungspumpe eine Warmwasserladepumpe vielleicht nur 2-3 Stunden läuft und die Solarladepumpe taktet ja auch. Der Ladezustand wird dann mit noch 40-50% angegeben.
Der WR hat bis zu 91% Wirkungsgrad.
Wo bleibt der Strom? 500 Ah x 12V sind doch 6000wh , wenn ich von 50% ausgehe gehen dann ja 3000wh drauf. Selbst wenn die Pumpen voll durchlaufen
dürften kaum mehr als 1000wh verbraucht werden.
Wer weiß Rat?
Muß ich die Batterien länger aufladen, höher als 13,15V ? (Dann sind laut LR schon 99% Ladezustand erreicht) Kommt mir alles ein bischen sonderbar vor.

Eure Meinungen oder Antworten erwarte ich gern. Vielen Dank schon mal im voraus.
Grüße
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Re: Akkukapazität schnell erschöpft

Beitragvon Solarm » 22.09.2011, 21:36

Hallo

Nach 1-2 Stunden Ruhe, Spannung messen
Sollten dann 12,65 sein
Wärend des laden oder entladen zu messen bringt nichts
Je nach Akku Ladeendspannung 13,7-14,2 Volt

Ordentlich laden und dann testen kann sicher nicht Schaden
Wenn du zu tief entladest hast die Akkus vielleicht gekillt
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Re: Akkukapazität schnell erschöpft

Beitragvon Harald 49 » 23.09.2011, 17:11

Hallo Saalmann,

die Leistung der PV Module sollten zu Deiner Akkukapazität wohl passen, könnte auch mehr sein.
Bei guten Bedingungen sollten so um die 20 A Ladestrom fließen!
Wo sind die Akkus gelagert und bei welcher Temperatur und wie alt?

Nach meinem Wissensstand ist die Einstellung SOC bei Wandlerbetrieb (Der Wandler wird ja direkt an die Pole der Akkus angeschlossen) nicht passend. Woher soll der Laderegler seine Information über den Stromfluss aus den Akkus in den Wandler bekommen und mit in seine Berechnung einbeziehen?
Nach dem Datenblatt des Ladereglers ist eine Erhaltungsladung von 13,7 V und eine Boosttladung für 2 Std. von 14,4 V voreingestellt.
Zitat: Die Boostladung ist die erste Phase einer IU-Ladekennlinie. Hier wird mit maximal möglichem Strom geladen, bis die Batterie die Ladendspannung erreicht. Die Funktion "Ausgleichsladung" (14,7 V) müsste (muss) bei Gelakkus ausgeschaltet sein!
Ich fahre mit geschlossenen Säure- Bleiakkus und habe diese Funktion auf ON eingestellt. Je nach Akku- und Umgebungstemperatur (Temp. Fühler in Nähe der Akkus) stellt sich an den Polen der Akkus eine Ausgleichsladung in Richtung 15 V ein.
Dies Ladung verhindert bei den Säureakkus eine Schichtung des Elektrolyts. Beim Bleigel ist das ja nicht der Fall. Ist Dein PV Regler richtig eingestellt? Ich würde die SOC Funktion desaktivieren wenn keine Shunts für die Strommessung des Wandlers zur Verfügung stehen.
Hier ein Auszug aus der Anleitung:
Shunts können in die Leitungen von zusätzlichen Generatoren und Verbrauchern eingebaut werden.
Dadurch ist der System-Manager in der Lage den Ladezustand (SOC) auch dann zu ermitteln, wenn
weitere Quellen (Wind, Dieselgenerator usw.) die Batterie laden oder große Verbraucher
(Wechselrichter) direkt an der Batterie angeschlossen werden sollen. Die Shunts ermitteln Vorort den
Strom und geben den Wert digital an den System-Manager weiter.

Hast du eine DC Stromzange zur Hand so kann der Lade- oder Entladestrom zu den bzw. von den einzelnen Akkus gemessen werden und Rückschlüsse auf den RI der Akkus geschlossen werden. Der Akku mit dem kleinsten RI trägt die Hauplast der Akkubank. Liegen alle in etwa gleich trägt jeder seinen achtel Teil zur Arbeit bei. Wird z.B. bei einem Akku ein gravierend geringer Lade, bzw. Entadestrom gegenüber den anderen gemessen, hat man den Schwachpunkt in der Anlage lokalisiert.

Vermutungen:
Akkus sind schon längere Zeit nicht mehr in Richtung 100% aufgeladen worden. (der angezeigte SOC Ladezustand kann wie im zweiten Abschnitt angemerkt und begründet wohl nicht passen)
Alle Akkus oder einzelne haben ein Teil ihrer Kapazität eingebüsst
PV Regler ist nicht den Gegebenheiten angepasst.
Spannungsabfall vom Laderegler zu den Akkus (16mm² sollte es je nach Leitungslänge wohl sein)
Wenn Sicherungen nach den einzelnen Akkus vorhanden sind, ist eine oder mehrere defekt. (Spannung je Akku messen und vergleichen)
Bei 500 Ah Kapazität würde ich nicht unter 50 mm² Leitungen untereinander verlegen.
Bleigel Akkus mögen keine extreme Stromentladungen (C100), stammt allerdings nicht aus selbst gemachter Erfahrung.
Vermutung Nr.1 ist mein Favorit!

Gruß
Harald
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Re: Akkukapazität schnell erschöpft

Beitragvon Alinktothesun77 » 23.09.2011, 17:26

Du meinst sicher C 10 , C 100 (Kapazität in 100 Stunden) kann man ja nicht gerade als extreme Stromentladung bezeichnen. :wink:

Gruß Martin
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Re: Akkukapazität schnell erschöpft

Beitragvon Inselaner » 23.09.2011, 17:36

schätze die Module sind zu wenig oder nicht optimal ausgerichtet?
360 Watt sind aufgedruckt, aber wieviel kommt... am durchschnittlichen Tag
vielleicht nur ein Bruchteil.
tuuut mir soooo leid liebe Maroni, ich muß Dir schon wieder einen Ast absägen, aber
Du verdeckst mit Deinen Blättern meine Module... und ich will heute Abend fernsehen.
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Re: Akkukapazität schnell erschöpft

Beitragvon Harald 49 » 23.09.2011, 18:15

Hallo Martin,

Bleigel sind doch für C100 ausgelegt, oder irre ich mich hier?

Sie fühlen sich bei langsamer Entladung doch sehr wohl und mögen keine hohe Entladeströme, so hatte ich mich eigentlich ausdrücken wollen.

Gut, bei Max 1000 W AC Last fließen so 80 A auf der DC Seite, diese 80 A aufgeteilt in 8 Akkus ergibt je 10 A pro Akku. Diese 10 A werden wohl dem einzelnen Gelakku nicht schaden wenn noch jeder einzelne Akkus der Gesamten Bank in Ordnung ist.
Im besagten Fall werden wohl je Akku 60 bis 65 Ah bei C100 eingebaut sein.
Dabei kann ein Strom von 0,6 A bzw.0,65 A 100 Std lang entnommen werden, das sind 4,8 A bzw. 5,2A über 100 Std. mit allen Akkus. Die gesamte Kapazität schrumpft aber sehr, wenn jetzt 48 A bzw. 52 A in 10 Std. entnommen werden. Sind die Akkus schon älter sind Einbußen von schätze 50 % der ges. Kapazität Realität bei höherer Stromentnahme. Sollte ich mich hier irren, bitte ich um Berichtigung.
Gruß
Harald
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Re: Akkukapazität schnell erschöpft

Beitragvon Harald 49 » 23.09.2011, 18:22

… was ich noch vergessen habe:

@Saalmann,

Da ja mit reinem Sinus gearbeitet wird währe mit einem Zähler (bei Poll.. ca. 10 €) oder einem Digi Energiemessgerät auch um diese Preislage ein Energie Tagesverbrauch zu messen um danach die Anlage auszulegen, das wars!
Gruß
Harald
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Re: Akkukapazität schnell erschöpft

Beitragvon sonnentau » 23.09.2011, 18:41

Hallo meine Vorredner haben recht!Das erste ist die ungenaue Soc Bestimmung.Lösung Battmonitor mit Meßshunt Z.B. Victron BMV 600 s in Minusleitung nah an der Batterie.Wechselrichter Stand By überprüfen!Viele Geräte verbrauchen bis zu 30 Ah am Tag!Vollladung muß aller 10 Tage einmal erfolgen.
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Re: Akkukapazität schnell erschöpft

Beitragvon Alinktothesun77 » 23.09.2011, 19:17

@ Harald 49

Wie sich Blei Gel verhält kann ich jetzt auch nicht sagen.

Ich habe "geschlossene" Flüssigsäure Bleibatterien, 2 x Deta Solar 250 Ah ( zu 24 Volt )
und
eine "verschlossene" AGM Bleibatterie, Lifeline 55 Ah. ( Mobile Inselanlage ).

Nach meinem Verständnis ist C 100 für jeden Bleibatterie Typ am besten, was natürlich bei einem angeschlossenen Wechselrichter den man auch normal benutzt, kaum einzuhalten ist.

Ich war nur verwirrt weil du C 100 als extreme Stromentnahme bezeichnet hast, ich dachte du hast dich vertippt. :wink:

Die Gesamtkapazität sinkt extrem bei erhöhter Stromentnahme z.B vom Hersteller Deta angegeben

250 Ah 100 Stunden ( C 100 )
230 Ah 20 Std. ( C 20 )
180 Ah 5 Std. ( C 5 )

zugeben Deta ist jetzt nicht das Gelbe vom Ei, sind halt meine Erstbatterien. Ein Jahr ist jetzt rum und ich bin sehr zufrieden mit meiner IA.

Gruß Martin
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Re: Akkukapazität schnell erschöpft

Beitragvon Harald 49 » 23.09.2011, 19:45

Hallo Martin,

ist schon Ok, ich schreibe auch schon mal nicht so wie es mir in den Kopf- Windungen vorschwebt.
Eine Korrektur ist dann halt angesagt.
Gruß
Harald
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