50wp + 80 wp zusammenschliesen

PV-Anlagen die nicht in das öffentliche Stromnetz einspeisen, wie Berghütte oder Wohnmobil ....

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Re: 50wp + 80 wp zusammenschliesen

Beitragvon Solarm » 03.01.2012, 21:56

Bambule hat geschrieben:Also schalte ich alle 7 in Reihe, und habe somit 7 mal 2,72A = 19,04A x 18,36V = 349,57 Watt. richtig?
Somit habe ich zwar 3,28 Amp. verschenkt, aber mein Regler der zwar 30Amp verträgt wird mit den 19A nicht überlastet. :roll:
Nur frage ich mich, wie kann ich die vollen 30Amp. bekommen, wenn bei 360 Watt (19,6A)Schluss ist :?

Nun bin aber mal gespannt wer mir die :idea: Erleuchtung bringt.

Jetzt schon mal :danke:


http://de.wikipedia.org/wiki/Parallelschaltung
Siehe Spannungsquellen

Wenn du sie parallel schaltest Plus auf Plus und Minus auf Minus erhöht sich der Strom
Wenn du sie hintereinader (in Serie) verbindest erhöht sich die Spannung

Nimm einen 2ten Laderegler
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Re: 50wp + 80 wp zusammenschliesen

Beitragvon Solar Amateur » 03.01.2012, 22:12

Solar-Power-2010 hat geschrieben:Hallo

"Die Rechnung mit den 360 Watt kannste vergessen." ?

Die 360 Watt werden bei vielen Anbietern und von Steca selbst bestätigt. Außerdem habe ich im Hochsommer nach Wolken oder Regen schon selber 30 A geschafft kurze zeit so 3-4 min und das mit 360 Watt.
Bei 410 Watt wirst du in so einem Fall deinen Regler killen. Aber da ja so viele Experten hier sind die es besser wissen kannst du denen ja dann die Rechnung des neuen Reglers senden.

Und auf der Steca Seite steht bei der Pr Serie Max 720 Watt was auf 24 Volt bezogen ist da du nur 12 Volt hast , hast du auch nur die Hälfte Watt als Max Leistung.


Und was für einen Kurzschlussstrom haben denn deine Module ? Vieleicht hab die ja eine niedrigere MPP Spannung und deswegen automatisch höhere Ströme ?

Außerdem hat der Steca eine Schutzschaltung gegen zu hohen Modulstrom. Steht in der Anleitung und auf der Website.
Ich besitze den PR3030 übrigens selbst. Der hat sogar den Strom von einem Kondensator ohne Probleme weggesteckt (2 Mini Netzwechselrichter an Module angeschlossen und vergessen vor Anschluss des Reglers wieder abzuklemmen). Kam nur die Überstrom Meldung. Wechselrichter abgeklemmt, danach lief er wieder.


EDIT:
Noch was von der Webseite von STECA:
(http://www.steca.de/index.php?Solarladeregler-Auswahl)

Auslegung des Solarladereglers

[/code]Bei der Auslegung von Schaltladereglern ist der Kurzschlussstrom (Isc) der Solarmodule die entscheidende Größe (unter STC-Bedingungen). Grundsätzlich empfiehlt Steca, den Solarladeregler großzügig auszulegen. Der Nominalstrom des Solarladereglers sollte ca. 20 % über der Summe des Kurzschlussstroms aller angeschlossenen Solarmodule liegen.

Das ergibt bei aufgerundeten 24A Kurzschlussstrom 28,8A.
Also ist die Auslegung laut Hersteller voll im grünen Bereich
Zuletzt geändert von Solar Amateur am 03.01.2012, 22:27, insgesamt 1-mal geändert.
Ich versuche Rechtschreibfehler zu verhindern, aber jeder macht irgendwann Fehler :)
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Re: 50wp + 80 wp zusammenschliesen

Beitragvon Solarm » 03.01.2012, 22:21

Dann kann man ja alle parallel schalten
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Re: 50wp + 80 wp zusammenschliesen

Beitragvon Harald 49 » 04.01.2012, 09:45

Hallo Bernd,

Vorab: Die echten Leistungen deiner Module kommen erst zustande wenn die Spannungen im MPP zugrunde gelegt werden können, d.h. in deinem Fall bei einer Generatorspannung (Modulspannung) von 18,36 V x 2,72 A = 49,94 W (Spannung x Strom = W = Leistung)
Wird die Modulspannung vom Laderegler auf das Niveau der Akkupolspannung heruntergezogen, was der Steca ja auch macht, geht natürlich Leistung verloren.
Beispiel: Akkupolspannung sei 13,5 V, PV Modul lässt einen Strom von 3 A fließen (die 3 A sind mal nach oben schön gerechnet, werden wohl eher 2,8 A sein) so beträgt die Leistung des 50 WP Moduls noch rund 40 WP, die fehlenden 10 W werden im Modul, den Leitungen und ein Bruchteil im Laderegler in Wärme umgesetzt. Auch die 80 WP Module werden wohl nur rund 60 W an Leistung abgeben! Bei noch tieferer Akkuspannung ist die Abgabeleistung noch geringer obwohl sich der Strom wie schon in den vorherigen Antworten berichtet, etwas in Richtung Modulkurzschlussstrom erhöht.
Zu deinen Fragen:
Bei 24 V Akkuspannung müssen 24 V Verbraucher angeschlossen werden (für geringere Ströme bis so um die 10 A könnte man noch einen DC/ DC Wandler von 24 auf 12 V anschließen)
Die Akkuspannung bestimmt den Arbeitspunkt des Ladereglers, wird auch normalerweise als erstes angeschlossen. Nehmen wir an, dass ein oder mehrere Module 24 V liefern könnten und die Akkuspannung währe bei 12 V bzw. um 14 V, so würden die 24 V der Module auf (fast) die momentane Akkuspannung heruntergezogen was noch große Leistungsverluste bedeuten würde.
Der 12 V Wechselrichter wird sich bei 24 V Anlagenspannung wohl verabschieden.

Anmerkung: Bei großen Verbraucherströmen ist eine 24 V Anlagenspannung einer 12 V Anlage wegen kleinerer Leitungsquerschnitte vorzuziehen.
Nachteil: es können nur zwei 12 V Akkus, bzw. 4 Stück 6 V oder 12 Stück 2 V Einzelzellen gleichen Typs und Alters in Reihe geschaltet werden.
Die Parallelschaltung von 12 V Akkus hatte ich ja schon angesprochen.
Noch etwas, zwei 12 V Akkus die in Reihe geschaltet werden sollte man nicht einzeln als 12 V Versorgung nutzen, sofern keine zusätzliche Ausgleichsbeschaltung verwendet wird. Diese soll es geben, kenne ich aber selbst nicht.

Ich bin immer noch der Ansicht dass der Steca 3030 alle vorhandenen parallel geschalteten Module mit den addierten Einzelströmen verarbeiten kann!
Mein zurzeit angeschlossener Laderegler ist auch der 3030 und rechnerisch sind 500 WP daran angeschlossen die im unterschiedlichen Modulgruppen und Ausrichtungen über je zwei Doppeldioden aus PC Netzteilen zum Eingang des Reglers angeschlossen sind. Durch die unterschiedlichen Modulausrichtungen SSO bis SSW erhalte ich zwar nicht auf einmal den maximalen gesamten Modulstrom, ging aber vorab nicht besser. In meiner Inselanlage funktioniert der Steca 3030 zufriedenstellend wenn auch nicht im Maximalen Leistungspunkt meiner unterschiedlichen 18 V Module.

Harald
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Re: 50wp + 80 wp zusammenschliesen

Beitragvon kalle bond » 04.01.2012, 11:19

Bambule hat geschrieben:Hab mir eben mal die Daten abgeschrieben.
die 80er: die 50er
Pmax: 80W 50W
Vmp: 18,36V 18,36V
Imp: 4,36A 2,72A
Voc: 22,03V 22,03V (Open Circuit Current)
Isc: 4,57A 2,93A (Short Circuit Current)

Das macht also nach Adam Ries: 2x4,36 + 5x2,72 = maximal 22,32A
Hab ich nun volle 410 Watt oder 22,32A x 12V = 267,84 Watt ???
Und wie wahr ist die Aussage, dass 2x80 + 5x50 eben keine 410W sondern nur (7x50W) 350W bringen,
da die schwächeren Panels maßgebend sind?


Du kannst in diesem Fall alle Module parallel verschalten. Addiere für die Planung einfach die Isc Werte.
Hier also 2 x 4.57 Amp + 5 x 2.93 Amp = max 24 Amp.
In der Steca BA für den PR 3030 steht: max Modulstrom 30 A.
In der Praxis bist du auf der sicheren Seite, da der tatsächliche Modulstrom immer unter diesen Werten liegt.
In heißen Gegenden sollte der Regler auch nicht bis zum letzten Amp ausgereizt werden.
Jahreszeitlich und auch täglich variiert der Stromwert jeweils von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang.
Wie viel Ah oder Wh du täglich von den Modulen bekommst, hängt dabei auch vom Standort ab und dem Anstellwinkel der Module ab.
Die Frage ist eher, wie bekommst du den tatsächlichen Modulstrom mit so wenig Verlusten wie möglich in den Regler?
Also wie groß ist die Entfernung von den Modulen zum Regler, hast du einen Verteiler eingeplant und welchen Querschnitt haben deine Kabel?
Dann kommt als nächstes die Verbraucherseite: Wie viel Wattstunden pro Tag beträgt dein Verbrauch? Wird die Anlage das ganze Jahr genutzt oder nur saisonal? Passt der Verbrauch zu der Erzeugung der Module und der Kapazität der Batterien?
Passt dein Inverter zu den Verbrauchern - Anschlußwert/Dauerleistung?
Für die Batterien gilt ähnliches wie für die Module - man kann nicht einfach alles zusammen schalten.

Grüße Kalle Bond
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Re: 50wp + 80 wp zusammenschliesen

Beitragvon Harald 49 » 04.01.2012, 12:53

Hallo Kalle Bond,
@alle Anwender
die Realen Generatorströme liegen in der Praxis meist unter den auf dem Typenschild angegebenen Werten, wie du das auch treffend festgestellt hast. Die wenigsten Anlagen werden wohl im Anstellwinkel je nach Jahreszeit nicht optimal passen obwohl sie wenn machbar nach Süden ausgerichtet sind. Entsprechend weniger sind auch die Ströme in Richtung Laderegler. Je nach dem Zellenmaterial ob Poly oder Mono sind auch Unterschiede bei der Einstrahlung bei Sonne oder Bewölkung zu verzeichnen. Meiner Ansicht bringen die Poly (Kyokera) Module bei Bewölktem Himmel mehr als die Mono Module. Bei voller Sonneneinstrahlung ziehen die Mono aber gewaltig nach. Eventuell kannst du das auch aus der Praxis bestätigen.
Der Steca 3030 pulst je nach Akkuzustand den PV Eingang wie ein sehr schnell getakteter Kurzschluss. Die Ansteuerung des zuständigen Power Mosfet (Schalter) geht nicht Sinusförmig sonder in steilen Schaltflanken vor sich was den Mosfet kaum erwärmt. Riesige Kühlkörper sind dadurch nicht notwendig. Eine Ladereglung für ein Windrad währe aber auf diese Art nicht möglich. Der Steca Laderegler sollte aber halt nicht unbedingt hohen Raumtemperaturen ausgesetzt werden. Mein 3030 ist etwa 1 m über den Akkus im kühlen Kelleraum befestigt und besitzt zusätzlich einen externen Temperaturfühler der an einem Akkupool befestigt ist.
Modulverluste: Mit diesem PWW sozusagen Shuntregler (hierbei gibt es zwar keinen zusätzlichen Shunt sprich Lastwiderstand im Regler da der PV Generator eine weiche Stromquelle darstellt und die PV Spannung nahe Null geht und maximal der PV Kurzschlussstrom fließen was der Powermosfet durch seinen geringen Innenwiderstand gemütlich verbraten kann. Ich würde des Weiteren auch noch behaupten, dass die PV Ableitquerschnitte keine extremen Bedeutungen haben weil das Modul mit seiner Generatorspannung im Normalfall immer über der Akkuspannung liegt. Fällt mal angenommen zwei Volt je nach Stromfluss in den Modulableitungen ab, steigt nach meiner Ansicht sogar die Spannung an den Modulklemmen und rückt so näher an den MPP des Moduls. Ein MPP Laderegler arbeitet nach ähnlichem Prinzip. Generell würde ich natürlich die Leitungsquerschnitte von den Modulen zum Laderegler so stark wie machbar wählen, meine sind in 16mm² ausgelegt. Das Beispiel mit dem angemerkten Leitungswiderstand und der dadurch gegebenen Erhöhung in Richtung MPP hinkt natürlich und ist nur für einen Strom- Spannungszustand am Modul passend!

Zusammenschalten "kann" man schon fast alles, nur ob das dann das Non plus Ultra wird?
Wer in gewissen Sachen etwas versuchsfreudig ist wie ich, kann selbst sehr viele positive bzw. negative Erfahrungen machen.

Harald
Gruß
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