PV-Anlagen die nicht in das öffentliche Stromnetz einspeisen, wie Berghütte oder Wohnmobil ....
Moderator: Mod-Team
von rufus1 » 17.09.2011, 17:11
Ich versorge einige meiner Mutterkühe seit Jahren mit einer elektrischen Tiefenpumpe ( 220 Volt 1000W ) mit Wasser. Eine Saugpumpe geht leider nicht, da der Wasserspiegel zu tief ist. Seit Jahren wird die Pumpe mit einem Dieselgenerator angetrieben. Der ist aber schon ziemlich am Ende angelangt und ich überlege ob ich nicht in eine Photovoltaikanlage investieren soll. Mir reicht es wenn die Pumpe max. 1 Stunde am Tag läuft, weil dann meine 5000l Puffertanks randvoll sind. Ich würde mir auch vernüftige kristaline Module kaufen. Geht das auch ohne Batterie ? Eine Aufständerung kann ich selbst bauen. Ich habe keine Ahnung wieviel Anlaufstrom die Pumpe braucht - was bringt ein Kondensator ?
Hat jemand Erfahrung oder eine Idee ? Ich will nichts einspeisen und wenn im Sommer zuviel Strom da ist oder Tank voll ist kann ein Schwimmer die Pumpe einfach ausschalten. Einen Solarwidder mit 24V hatte ich schon mal dran, aber der hat viel zu wenig Pumpleistung.....
Gruß
Rufus
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von Solarm » 17.09.2011, 18:02
Hallo Miss mit Amperemeter oder Energiekostenmessgerät wieviel wirklich verbraucht wird Kann nur die Häfte von 1000 Watt oder auch zB 10 % mehr sein
Wie tief ist der Brunnen ??? Bis 11-12 Meter geht 450 Watt Regenfasspumpe
Wenn du ohne Akku willst brauchst du eine Pumpe mit int. MPPT Regelung
Kondensator wir bei 1000 Watt nicht helfen
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von rufus1 » 17.09.2011, 19:01
Jo das System sieht nicht schlecht aus und kann wahlweise mit oder ohne Batterie betrieben werden. Was mir nicht ganz klar ist - welche Leistungsaufnahme hat die Pumpe ?
Wenn ich die Beschreibung richtig verstehe sind das 250 W oder ? In anderen Worten wenn ich ca. 300-400W Modulleistung montiere bin ich im Grünen Bereich.
Die Kosten kenne ich noch nicht...aber so ganz begraben habe ich die alte Idee noch nicht. Da ich im Winter Strom auch nutzen könnte um die Ventile eisfrei zu halten, bzw abzutauen.
Ich werde mal den echten Stromverbrauch ( auch Anlauf ) messen. Da ich allen Strom mit dem Generator erzeugen muß und der auch nicht ungedingt 50Hz zuverlässig erzeugt ( ist ja drehzahlabhängig und schwankt etwas ), werden die Werte wohl geringfügig abweichen.
Gruß Rufus
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von Solarm » 17.09.2011, 19:44
Falls der Preis zu heisss wird z.B: GARDENA 01742-20 Comfort Regenfasspumpe 4000/2 aut Comfort Regenfasspumpe 4000/2 automatic von GARDENA, Artikel-Nr.: 01742-20, EAN: 4078500174206, in der Kategorie: Tauch-Druckpumpen - GARDENA-Neuheit 2011 - Preis: 88,40 EUR Geräuscharme, leistungsstarke Regenfasspumpe durch 2-stufiges Pumpenlaufwerk. Elektronischer Druckschalter und Durchflusserkennungssensor schalten die Pumpe bei Wasserentnahme automatisch ein und danach wieder aus. Zur Bewässerung mit z.B. Regnern, Spritzen, Brausen, Micro-Drip-System-Anlagen. Ideal zum bequemen Befüllen von Gießkannen. Auch zur Entwässerung geeignet. Abgewinkeltes, teleskopierbares Anschlussrohr zum Einhängen der Pumpe in das Regenfass. Mit Regulier- und Absperrventil. 500 W. Fördermenge bis 4.000 l/h. Förderhöhe/Druck bis 20 m/2,0 bar. http://www.redcoon.at/B261374-Gardena-4 ... en#databoxGibts auch ohne Automatik um 70 Euro
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von rufus1 » 18.09.2011, 04:02
Moinsen, Also die Gardena Idee wird wohl nix, denn ich hab einen 20m Brunnen mit 100mm Durchmesser. Die Tiefenpumpe hängt bei 15m. der Wasserstand ist bei etwa 10 bis 11m und eine Plastikpumpe kommt mir schon gar nicht ins Haus. Die alte Edestahlpumpe funzt seit Jahren ohne Probleme- auch bei -20Grad im Winter, denn das Grundwasser friert ja nicht ein. Ein Rückschlagventil ist auch eingebaut. Einzig das PE Rohr friert manchmal oben ein. Dafür hab ich einen Betonring mit isoliertem Deckel und stell dann alle paar Tage eine Grabkerze rein. Das reicht als Frostschutz für den Brunnen selbst vollkommen aus. Der isolierte Puffertank friert an den Ventilen ein und muß bisweilen mit einem Gasbrenner wieder gängid gemacht werden. Solange die Pumpe fördert geht alles gut, denn die Wassertemperatur des Grundwassers ist immer bei 8 Grad und wärmt den Puffer dabei immer wieder auf. Die Puffertanks sind aus Kunststoff ( PP). Die werden auch bei völligem Durcheisen nicht beschädigt. Wenn alle Strick reißen, ( Chinadiesel will partur nicht mehr ) habe ich noch einen Benzingenerator und Milchwärmer für Kälber. Damit kann ich meine ganze Anlage aufwärmen und wieder befüllen. Wir produzieren Biorindfleisch, deshalb sind die Tiere auch das ganze Jahr draußen und im Winter halt auf auch auf dieser Weide, weil wir dort kein Problem mit Nässe haben. Aber ohne Trinkwasser für die Tiere geht das eben alles nicht. Deshalb ist eine möglichst ausgereifte Technik für uns wichtig. Im Laufe der Jahre haben wir also gelernt wie wir mit den Witterungen umgehen müssen. Eine Solarpumpe mit ausreichend Förderleistung stellt also durchaus eine Alternative da. Was ich immer noch noch nicht genau verstanden habe ist der Energiebedarf der vorgeschlagenen Pumpe PS150 von Lorenz. In anderen Worten welche Solarmodule sollte ich dafür wählen um Betriebssicherheit auch im Winter sicherzustellen Ich möchte das System einfach einmal finanziell durchrechnen. Ich wohne in Norddeutschland und im WInter haben wir logischerweise nicht viel Sonnenschein. Batterien mag ich nicht da, die sich meiner Meinung nach nicht mit frostigen Umgebungen vertragen und immer wieder Anlass zu Ärger geben  . Ich kenne das von meinen Weidezaungeräten...  Also investiere ich lieber in etwas mehr Modulleistung. Gruß Rufus
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von sonnentau » 18.09.2011, 07:12
Hallo ,wenn Du Bio Rinder züchtest ist es ja ein Muß eine solarbetriebene Tiertränke zu betreiben.Die Pumpen sind für 20 Jahre ausgelegt und werden von Hand gefertigt.Früher hat man gesagt das es bei diesen Pumpen notwendig ist eine Nachführung der Module zu installieren.Bei den derzeitigen Modulpreisen würde ich aber lieber mehr Modul nehmen.Das ist viel billiger!Für die Auslegung gab es früher eine Tabelle die ich nur noch in Papierform besitze.Die erste Frage die sich stellt ist der wirkliche Verbrauch des Wassers am Tag.Die Speicher haben den Vorteil auch mal schlechte Tage zu überbrücken.Die Förderhohe würde ich nicht zu knapp wählen weil es immer zu Lasten der Fördermenge geht.Der Anstellwinkel der Module sollte gleich Breitengrad des Aufstellungsortes sein.Da Du auch im Winter das System benutzen möchtest ist es ratsam ein Gestell zu bauen wo Breitengrad+20° eingestellt werden kann!Der Vorteil ist die bessere Ausnutzung und der Schnee fällt schnell ab.Aus dem Bauch heraus würde ich die PS 1200 HR14 oder C-sj5-8 wählen.Wichtig ist zu wissen ,das ja das Wasser nicht in einer Stunde gefördert werden muß.Bei so einem Projekt würde ich mir noch mal eine genaue Bedarfsanalyse vom Hersteller ausrechnen lassen.Die Modulgröße ist angegeben zwischen 350-1200 Watt.Wo ich auch nicht sparen würde ist der Trockenlaufschutz.Eine wirtschaftlichere Alternative kenne ich nicht!
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von rufus1 » 18.09.2011, 09:29
Nun den Wasserbedarf kenne ich( 2000l/Tag), wenn meine Puffer voll sind reichen die im Winter auch für 2-3 Tage. Ich pumpe aber trotzdem, damit sich nicht zuviel Eis bilden kann. Wir haben noch eine ganze Reihe von weiteren Thermopumpen für andere Flächen in Betrieb. Diese können aber von den Tieren selbstbedient werden und sind deshalb völlig problemlos und wartungsfrei. Da aber eine Wassersäule bei etwa 8m beim Saugbetrieb abreißt funktioniert das nicht auf besagter Fläche. Deshalb geht nur die Tiefenpumpe....leider. Ein nachführendes Modulsystem werde ich nicht anschaffen - macht keinen Sinn, wegen der Kosten. Zum Anderen habe ich Platz genug und kann mir das Gestell selber zusammenschweissen. Im Sommer ist der Wasserbedarf deutlich höher ( bis zu 80l pro Kuh ), aber da scheint ja auch die Sonne länger. Zum Anderen kommt mir der höhere Verbrauch dann entgegen, da sich dann keine Keime im Wasser bilden können. Der Puffer reicht aber trotzdem, da wir dann weniger Tiere auf der Fläche halten. Also ist bei einer Tagesleistung von 2500l mein Anspruch erfüllt. Mein Dieselgenerator ist auch ein Eigenbau mit Chinadieselverdampfer, Direkteinspritzer- pflanzenöltauglich(15kw) mit 12kw bürstenlosen Generator. Der ist zwar etwas überdimensioniert, aber Industriequalität. Nach nunmehr etwa 10.000 Stunden auf dem Buckel (ich hab den auch vor den größeren 10kw Beregnungpumpen eingesetzt) ist das Ende des Diesels jetzt aber in Sicht. Ein neuer Motor kostet etwa 600 Euronen. Der Spritverbrauch liegt bei etwa 2 bis 3 liter pro Stunde je nach Last. Aber zurück zum Thema : Eine Spanne von 350 bis 1200Watt Modulleistung ist natürlich sehr viel. Wenn ich damit kalkuliere kann ich gleich einen neuen Diesel bestellen.... Gruß Rufus
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von wieso » 18.09.2011, 10:22
Nach nunmehr etwa 10.000 Stunden auf dem Buckel (ich hab den auch vor den größeren 10kw Beregnungpumpen eingesetzt) ist das Ende des Diesels jetzt aber in Sicht. Ein neuer Motor kostet etwa 600 Euronen. Der Spritverbrauch liegt bei etwa 2 bis 3 liter pro Stunde je nach Last. Aber zurück zum Thema : Eine Spanne von 350 bis 1200Watt Modulleistung ist natürlich sehr viel. Wenn ich damit kalkuliere kann ich gleich einen neuen Diesel bestellen.... 
Hallo das heisst dann 10.000 Stunden mal 2.5 l/stunde mal Treibstoff kosten (?) ist aber dann schon ein rechter Batzen also mit sagen wir mal 25000 Euro kann man schon so einiges an Inselanlage erstellen Aber zurück zum Thema 1000 watt PV bekommt man ohne Mwst doch heute schon für um die 1000 Euro
Inselanlage 1.6 kw PV und 2.4 KW PV , Outback MX60 und FM80 MPPT , 6 kw Victron Wechselrichter 1600 ah 24 volt Gabelstaplerbatterie , 1.6 kw Windkraftanlage ,1 kw Wasserturbine mit Speichersee bei Bedarf Irland ;
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von Mühli » 18.09.2011, 10:28
Wenn man sowas auslegt, muss man es wohl für den Worst-Case machen, wenn man die Betriebssicherheit im Winter sicherstellen will.
Da könnte es schonmal helfen, den Modulwinkel für Sommer und Winter zu ändern oder gleich den Winter-Winkel (60-70° Neigung) beizubehalten. Denn im Sommer ist die Anlage sicherlich überdimensioniert, haben nur-PV-Inselanlagen so an sich.
Gruß
6,6kWp West 92°, DN30°; 30xSolon Blue 220 an SB4000TL und 2100TL; 2008 16,92kWp, davon 5,64kWp Ost 88°, DN30°;24xSchott Poly 235; 11,28kWp Süd -10°, DN10° 48xSchott Poly 235 an STP 15; 2011 2,35kWp Südwest 72°, DN42°; 10xSchott Poly 235 an SB2100TL; 2011
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