Überschuss - welcher Heizstab?

PV-Anlagen die nicht in das öffentliche Stromnetz einspeisen, wie Berghütte oder Wohnmobil ....

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Überschuss - welcher Heizstab?

Beitragvon Bastel » 18.10.2012, 12:03

Hi,

jetzt, nach Leistungsverdopplung, stellt sich einmal mehr die Frage nach der Überschussverwendung. Ich habe mich für Wassererwärmung entschieden. Ein 1 1/2 Zoll Heizstab lässt sich bei mir leicht nachrüsten. Jedoch gibt es keine Modelle mit AC im passenden Leistungsbereich :( DC will ich nicht verwenden, weil entweder eine komplizierte Schaltung per Solid State Relais erforderlich ist, oder aber ein extra Dump Load Controller.

Stattdessen will ich lieber einen AC Heizstab schalten, mit Hilfe des AUX Ausgangs vom Outback Laderegler. Solange der Laderegler im FLOATING Modus ist, soll ein Heizstab mit 500-700 Watt Leistung laufen.

Jedoch habe ich nur Modelle ab 2000 Watt Leistung gefunden :shock: Frage: kann man die intern so umklemmen, dass z.B. nur eine von drei Heizspiralen arbeitet? Oder von parallel auf Reihe umklemmen, so dass der Gesamtwiderstand steigt und die Leistung sich entsprechend reduziert? Mein Insel-WR leistet nur max. 1200 Watt dauerhaft, und viel mehr als 500-700 Watt Überschuss sind ohnehin bei mir nicht zu erwarten.

Der Heizstab sollte in meinen Augen weitere Anforderungen erfüllen:
- integrierter Thermostat
- integrierte Sicherheitsabschaltung
- elektrisch isoliert gegenüber dem Tank (Vermeidung von Korrosion)

Kennt jemand passende Modelle, oder setzt selbst nen Heizstab so oder so ähnlich ein?

Was ist sonst zu beachten?

Habt ihr Alternativvorschläge oder Praxistipps?

:danke:
Bastel
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Re: Überschuss - welcher Heizstab?

Beitragvon Galliag » 18.10.2012, 13:02

HI Bastel,

die 2000W des gefunden Heizstabes sind doch "nur" die max Leistung, mit der er beaufschlagt werden darf. Wenn du diesen nur mit 700Watt auf deinem WR belastest, dann gibt er eben nur 700Watt ab.

Ich sehe da kein Problem ?!
Oder habe ich da nicht fertig gedacht

Gruß
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Re: Überschuss - welcher Heizstab?

Beitragvon Toni1965 » 18.10.2012, 14:39

Hallo, ich habe einen dreiphasigen 2kW Heizstab so umgebaut das nur eine Phase verwendet wird, das sind dann ca. 650W. Man kann das ja mit einem Schalter realisieren, wichtig ist das das integrierte Thermostat und die Sicherheitsabschhaltung funktioniert. Man kann auch eínen weit schwächeren Heizstab von einem Badezimmerheizkörper (Handtuchwärmer) verwenden, diese gibt es schon mit weniger Watt, das Anschlußgewinde ist dann aber kleiner. Die Antwort von Galliag ist falsch, wenn man einen 2000W Heizstab an einen 700W Wechselrichter hängt geht dieser in Überlast und schaltet ab.
Grüße Toni.
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Re: Überschuss - welcher Heizstab?

Beitragvon Bastel » 18.10.2012, 14:45

Toni1965 hat geschrieben:Hallo, ich habe einen dreiphasigen 2kW Heizstab so umgebaut das nur eine Phase verwendet wird, das sind dann ca. 650W. Man kann das ja mit einem Schalter realisieren, wichtig ist das das integrierte Thermostat und die Sicherheitsabschhaltung funktioniert. Man kann auch eínen weit schwächeren Heizstab von einem Badezimmerheizkörper (Handtuchwärmer) verwenden, diese gibt es schon mit weniger Watt, das Anschlußgewinde ist dann aber kleiner. Die Antwort von Galliag ist falsch, wenn man einen 2000W Heizstab an einen 700W Wechselrichter hängt geht dieser in Überlast und schaltet ab.
Grüße Toni.


Hi Toni,

ja so in der Art dachte ich mir das. Ich habe aber die Befürchtung dass ich an die Verkabelung innen drin gar nicht ran komme, z.B. weil vergossen oder verklebt. Welches Modell genau hast du, und kommt man an das Innenleben einfach ran?

2000/3 Watt wären genau richtig für mich :lol:

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Re: Überschuss - welcher Heizstab?

Beitragvon Toni1965 » 18.10.2012, 16:39

Hallo, mein Heizstab ist schon 20 Jahre alt und von Vailant, den gib es sicher nicht mehr, du musst halt nach aktuellen Modellen fragen.
Grüße Toni.
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Re: Überschuss - welcher Heizstab?

Beitragvon Galliag » 18.10.2012, 22:58

Die Antwort von Galliag ist falsch, wenn man einen 2000W Heizstab an einen 700W Wechselrichter hängt geht dieser in Überlast und schaltet ab.


Stimmt, ich habe es nur aus Sicht des Heizstabs gesehen nicht aus der Sicht des WR.
Danke, wieder was gelernt :-)
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Re: Überschuss - welcher Heizstab?

Beitragvon Solarm » 19.10.2012, 10:49

Du kannst den Heizstab mit einem Billigsdorfer 110 Volt WR betreiben
Reduziert die Leistung auf ca. ein viertel

Phasenanschnitt mit Triac mögen die WR nicht besonders

http://www.ebay.com/itm/3800W-SCR-Volta ... 4d05a58338
3 x 80 Watt Modulleistung an 400Ah bei 12 Volt
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Re: Überschuss - welcher Heizstab?

Beitragvon mrtux » 19.10.2012, 14:08

Heizpatronen vom Badheizkörper, haben oft nur 600 Watt.
Ist recht einfach, mit Thermostat und kann ohne großen Aufwand nachgerüstet werden.
Aber nur für Heizungswasser! kein direkter Trinkwasserkontakt.

Einfach mal den Sanitärfachmann fragen, die wissen oft welche Geräte sich auf geringere Anschlussleistungen drosseln lassen.
Aus Italien kenne ich 1.000 Watt Heizszäbe für 50 Liter WW-Speicher.

Einfach mal bei Eb.. 600 Watt Heizstab eingeben , da wird sich einiges finden.
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Re: Überschuss - welcher Heizstab?

Beitragvon Bastel » 21.10.2012, 20:22

Okay, Heizstab zur Überschussverwendung ist soweit klar. Und im Hochsommer die Poolpumpe.

Die Schaltung dafür bereitet mir aber leider Kopfzerbrechen! An- und Ausschalten tue ich den Verbraucher mit einem Multifunktions-Zeitrelais mit Einschalt- und Ausschaltverzögerung, das hab ich schon und ist soweit klar.

Mein Plan war jetzt, den AUX-Ausgang vom Outback dafür zu programmieren. Also: Wenn der Outback Laderegler im FLOATING ist soll AUX an sein, sonst aus. Da kommen dann 12 Volt Steuerspannung raus die mein Zeitrelais direkt frisst. Nur: Leider bleibt der AUX Ausgang auf ON, wenn die Sonne nachlässt und der Regler gar nicht mehr im FLOATING ist, sondern MPPT FLOAT! Das ist schlecht, ich hätte erwartet dass AUX dann auf OFF geht und meine Überschussverwendung beendet ist. Geht so leider nicht.

Die Diversion Load Funktion des Outback kann ich dafür auch schlecht nutzen, denn die wirkt nicht nur bei FLOATING sondern in allen Ladephasen. Somit würde mir die Schaltung ggf. die schöne Absorptionsphase zerhauen/zerstückeln.

Hat jemand nen Tipp wie ich das elegant lösen kann?

Meine jetzige Idee: in den 12 Volt Steuerkreis zusätzlich ein potenzialfreies Relais, das über einen Batteriewächter nur bei > 27 Volt auf ON geschaltet wird. Ist aber blöd - wieder ein extra Bauteil und die gibt's auch nur schlecht für 24 Volt.

Andere Idee: ich verwende den virtuellen Schalter im Multiplus und dessen internes Relais für genau diese Aufgabe. Leider ist der virtuelle Schalter schon für das Netz-Backup (ignore AC Input) in Verwendung. Aber gibt's da nicht ne Zweitfunktion (zweiten virtuellen Schalter) mit dem ich das trotzdem genau so machen könnte?

Weitere Ideen?

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Re: Überschuss - welcher Heizstab?

Beitragvon Bastel » 21.10.2012, 21:04

Bastel hat geschrieben:Okay, Heizstab zur Überschussverwendung ist soweit klar. Und im Hochsommer die Poolpumpe.

Die Schaltung dafür bereitet mir aber leider Kopfzerbrechen! An- und Ausschalten tue ich den Verbraucher mit einem Multifunktions-Zeitrelais mit Einschalt- und Ausschaltverzögerung, das hab ich schon und ist soweit klar.

Mein Plan war jetzt, den AUX-Ausgang vom Outback dafür zu programmieren. Also: Wenn der Outback Laderegler im FLOATING ist soll AUX an sein, sonst aus. Da kommen dann 12 Volt Steuerspannung raus die mein Zeitrelais direkt frisst. Nur: Leider bleibt der AUX Ausgang auf ON, wenn die Sonne nachlässt und der Regler gar nicht mehr im FLOATING ist, sondern MPPT FLOAT! Das ist schlecht, ich hätte erwartet dass AUX dann auf OFF geht und meine Überschussverwendung beendet ist. Geht so leider nicht.

Die Diversion Load Funktion des Outback kann ich dafür auch schlecht nutzen, denn die wirkt nicht nur bei FLOATING sondern in allen Ladephasen. Somit würde mir die Schaltung ggf. die schöne Absorptionsphase zerhauen/zerstückeln.

Hat jemand nen Tipp wie ich das elegant lösen kann?

Meine jetzige Idee: in den 12 Volt Steuerkreis zusätzlich ein potenzialfreies Relais, das über einen Batteriewächter nur bei > 27 Volt auf ON geschaltet wird. Ist aber blöd - wieder ein extra Bauteil und die gibt's auch nur schlecht für 24 Volt.

Andere Idee: ich verwende den virtuellen Schalter im Multiplus und dessen internes Relais für genau diese Aufgabe. Leider ist der virtuelle Schalter schon für das Netz-Backup (ignore AC Input) in Verwendung. Aber gibt's da nicht ne Zweitfunktion (zweiten virtuellen Schalter) mit dem ich das trotzdem genau so machen könnte?


Jetzt hab ich's - mein Victron ist wiedermal der Retter in der Not :lol: per Software kann ich genau dies einstellen: Nutzung des internen Relais für Überschuss-Freigabe (wie oben) kombiniert mit der Funktion zum AC-Input-Ignorieren.

Problem gelöst 8)
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