rentabilität in Griechenland

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Re: rentabilität in Griechenland

Beitragvon Sonnenstevie » 17.05.2010, 08:31

vici0512 hat geschrieben:Nehmen wir aber mal den worst case an und der Staat könnte nach 10 Jahren die Einspeisevergütung nicht mehr bezahlen, dann hätten wir folgende Szenarien:
1.Bei einer feststehenden Feldanlage müßte der Betreiber schauen, was er mit dem Strom, bzw. mit der Anlage macht ?
2.bei unserem System hat sich die Immobilie weitestgehend ammortisiert, der betreiber hat also zumindest die Immobilie, mit dem Strom kann er dann auch zusehen, was er macht.
Da es aber bei uns kleinere Einheiten sind, kann er einen Teil selbst verbrauchen, den Rest z.B.(ich denke die Elektoautos sind nicht mehr so weit von der Serienreife) für sein und den Nachbarn Ihr Auto verwenden.


Wenn das der worst case sein soll: Wie sieht dann der best case aus?

Viele Grüße


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Re: rentabilität in Griechenland

Beitragvon vici0512 » 17.05.2010, 08:39

Ganz einfach:
Der Griechische Staat kann seiner Verpflichtung nachkommen und bezahlt die Einspeisevergütung über den vereinbarten Zeitraum und die Rentabilitätsrechnung geht auf.
Viele Grüße
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Re: rentabilität in Griechenland

Beitragvon Sonnenstevie » 17.05.2010, 09:02

Es kommt einem immer wieder so vor, als sei Optimismus nichts weiter als ein Mangel an Information.

Den griechischen Staatsbankrott in 10 Jahren als worst case zu bezeichnen, ist realitätsfremd. Die enormen Risiken bei einer Investition in Griechenland müssen bei der Rendite abgebildet werden. Und da reicht es eben nicht, wenn man 2, 3 oder 5 Prozentpunkte mehr Rendite bekommt bekommt als bei einer ähnlichen Investition in Deutschland.

Viele Grüße


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Re: rentabilität in Griechenland

Beitragvon Pharao » 26.05.2010, 10:07

Hier nochmal die Ertragswerte für Thessaloniki,

Performance of Grid-connected PV
NOTE: before using these calculations for anything serious, you should read [this]
PVGIS estimates of solar electricity generation
Location: 40°38'21" North, 22°56'40" East, Elevation: 40 m a.s.l.,

Nominal power of the PV system: 1.0 kW (crystalline silicon)
Estimated losses due to temperature: 10.0% (using local ambient temperature)
Estimated loss due to angular reflectance effects: 2.7%
Other losses (cables, inverter etc.): 10.0%
Combined PV system losses: 21.2%

Fixed system: inclination=31°, orientation=-1° (Optimum at given orientation)
Month Ed Em Hd Hm
Jan 2.01 62.2 2.35 73.0
Feb 2.49 69.7 2.95 82.7
Mar 3.14 97.2 3.82 119
Apr 4.06 122 5.07 152
May 4.30 133 5.54 172
Jun 4.73 142 6.29 189
Jul 4.72 146 6.28 195
Aug 4.42 137 5.92 183
Sep 3.94 118 5.12 154
Oct 3.35 104 4.18 130
Nov 2.33 69.8 2.80 84.0
Dec 1.41 43.8 1.65 51.1

Yearly average 3.41 104 4.34 132
Total for year 1240 1580

Ed: Average daily electricity production from the given system (kWh)
Em: Average monthly electricity production from the given system (kWh)
Hd: Average daily sum of global irradiation per square meter received by the modules of the given system (kWh/m2)
Hm: Average sum of global irradiation per square meter received by the modules of the given system (kWh/m2)


Bei 30% Mehrertrag durch nachgeführte Systeme erzielt man die angesprochenen 1.600 Kwh/Kwp.


Gruß Parao
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Re: rentabilität in Griechenland

Beitragvon Helios 111 » 27.05.2010, 16:10

Die Einspeisevergütung wird immer noch vom Energieversorger gezahlt, der im ersten Quartal 2010 den höchsten Gewinn seid bestehen "eingefahren" hat. Gesetzlich geregelt wurde, dass das EVU die Energie aus RES Quellen vorrangig zu einem festegesetzen Preis kaufen muss. Helios
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Re: rentabilität in Griechenland

Beitragvon ILIOROOFY » 27.05.2010, 20:34

Hallo Miteinander,

Ich bin neu hier und klinke mich einfach mal in die Diskussion ein ..

vici0512 hat geschrieben:Ein ganz wichtiger Punkt aber ist das Kühlen der PV in südlichen Europa.


Walter, was passiert denn bei eurem System mit der abgeführten Wärme bzw mit dem warmen Wasser? Bei einem 10kW-System dürften da ja einige Kubikmeter am Tag anfallen um eine wahrnehmbare Kühlwirkung zu erzielen (Wärmelehre ist nicht mein Ding, aber ich denke es ist wesentlich mehr als der durchschnittl. Warmwasserbedarf). Modulkühlung ist ja immer wieder mal ein 'heißes' Thema, die meisten Lösungen enden aber leider beim Wasserablauf am Modul. Wie sieht es aus mit dem Energieverbrauch der Wasserpumpe (pro kWh Mehrertrag)?

beste Grüße,
Thomas
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Re: rentabilität in Griechenland

Beitragvon vici0512 » 28.05.2010, 07:31

Hallo Thomas,
wir haben einen geschlossenen Kreislauf und führen das Kühlmedium durch einen Tank.
Der Tank ist natürlich gekühlt.
Die Pumpe wird auf die Anlagengröße ausgelegt, fällt in der gesamten Mehrleistung kaum ins Gewicht.
Gruß Walter Johannsen
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Re: rentabilität in Griechenland

Beitragvon Sonnenstevie » 28.05.2010, 08:58

Helios 111 hat geschrieben:Die Einspeisevergütung wird immer noch vom Energieversorger gezahlt, der im ersten Quartal 2010 den höchsten Gewinn seid bestehen "eingefahren" hat. Gesetzlich geregelt wurde, dass das EVU die Energie aus RES Quellen vorrangig zu einem festegesetzen Preis kaufen muss. Helios


Genauso wie in Deutschland.

Nur: Es ist üblich, die Bonität jedes privaten Unternehmens nicht höher anzusetzen als die des Staates, in dem das Unternehmen tätig ist. Die dahinterstehende Überlegung: Wenn z.B. die Bundesrepublik Deutschland einen Staatsbankrott hinlegt, werden sich die Gewinne der deutschen Unternehmen in Rauch auflösen - seien sie noch so schön und die Unternehmen noch so gut aufgestellt.

Viele Grüße


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Re: rentabilität in Griechenland

Beitragvon vici0512 » 28.05.2010, 16:12

Hallo Stevie,
hast Du einen persönlichen Antrieb für die negative Einstellung?
Ich bin der Ansicht, solange Enerie gebraucht wird, wird der Verbraucher dies auch bezahlen müßen, ansonsten wird er die Energie nicht mehr bekommen.
Das hat aber mit reiner Marktwirtschaft zu tun, der Staat schafft hier lediglich die Rahmenbedingungen und bezahlt auch nicht die Einspeisevergütungen für PV Anlagen.
Ich persönlich habe Griechenland als ein mehr als sympatisches Land kennen und schätzen gelernt und fahre dort seit mehr als 12 Jahren sehr gerne in Urlaub, weil ich auch die Menschen dort sehr wertschätze.
Nun hat Deutschland neben anderen EU Staaten für Griechenland Bürgschaften für Kredite ausgegeben.
Sollte der Fall eintreten, dass diese Bürgschaften gezogen werden, wird das im Vergleich zu den Vorteilen, speziell für Deutschland nicht wirklich schlimm sein, da wir von dem gefallenen Euro über unsere Exporte richtig profitieren.
Momentan haben wir sogar den Fall, das China den Euro mit über 500 Milliarden gestützt hat, mit dem Grund, weil China bei einem schwachen Euro zu teuer ist.
Man sollte vielleicht andere Leute nicht weniger ernst nehmen als sich selber?
Freundliche Grüße
Walter Johannsen
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Re: rentabilität in Griechenland

Beitragvon Sonnenstevie » 29.05.2010, 08:33

Hallo Walter,

einen persönlichen Antrieb für meine Einstellung habe ich nicht. Ich habe nichts gegen Griechen.

Allerdings dürfte das bei Dir etwas anders aussehen. Denn Du willst Investitionen in Griechenland verkaufen. Wenn alle Leute die Risiken so einschätzen wie ich, wird das nichts. Von daher ist Dein persönlicher Antrieb, das Risiko als gering darzustellen.

Zum Thema Risiko und Rentabilität noch etwas: Ich würde einmal die Rentabilität einer Investition in griechische Staatspapiere mit der Rentabilität einer PV-Anlage in Griechenland vergleichen. Ergebnis?

Viele Grüße


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