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 Stromversorgung BRD komplett aus erneuerbarer Energie Nächstes Thema anzeigen
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Rio
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Angemeldet: 23.12.2006
Beiträge: 1038
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BeitragVerfasst am: 26.11.2007, 22:34 Nach oben

Die türkische Regierung will bis 2012 drei Kernkraftwerke mit einer Gesamtkapazität von 5.000 MW in Betrieb nehmen, um für Energiesicherheit zu sorgen und die Abhängigkeit vom Ausland zu reduzieren.
Nachdem weltweit der Bau neuer Atomkraftwerke zu boomen beginnt, will auch Ägypten nicht hintan stehen, wenn auch zahlreiche andere arabische Länder wie der Jemen, Marokko, Libye, Jordanien, Saudi-Arabien, die Emirate oder Algerien – und nicht zuletzt Iran in die Atomenergie investieren.
Nicolas Sarkozys Besuch in China zahlt sich für Frankreichs Wirtschaft aus: China kauft insgesamt 160 Airbus-Flugzeuge und bekommt Atomreaktoren aus Frankreich
China reagiert auf den Energiehunger seiner Riesen-Volkswirtschaft: Die Volksrepublik will in den nächsten Jahren 32 neue Atomkraftwerke bauen - in Anbetracht der gigantischen Energieprobleme des Landes ist das allerdings nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein.
http://www.welt.de/wissenschaft/article1098662/Mobile_Atomkraftwerke_aus_Russland.html

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Wiese
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Angemeldet: 28.01.2007
Beiträge: 1771
Wohnort: 76297

BeitragVerfasst am: 26.11.2007, 22:38 Nach oben

Zehsar; ich respektiere Deine Erfahrung mit der Ukraine. Aber das ist doch mit Deutschland nicht vergleichbar. Wir könnten alle Atomkraftwerke abschalten ohne Probleme zu bekommen. Schauen wir doch mal nach Frankreich: Dort wird, wenn ich richtig informiert bin, 80% des Stroms mit Kernenergie erzeugt. Dies hat zur Folge, dass im Sommer, wenn es mal 4 Wochen lang richtig heiß ist, die Stromversorgung gefährdet ist, weil die Kraftwerke nicht mehr ausreichend gekühlt werden konnten. In solchen Zeiten wissen wir (unsere Firma) gar nicht mehr wie wir die Flugasche aus den Kohlekraftwerken im Saarland ensorgen sollen, weil diese dann, ausgerechnet im Hochsommer, auf Vollast laufen, um den Strom zu liefern, der den Franzosen, und auch uns, die wir den Atomstrom aus Frankreich importieren, fehlt. Dieses Problem könnte sich noch verstärken, wenn der Klimawandel für länger anhaltende und noch stärkere Hitzewellen sorgt.
Mit mehr Solarstrom wären diese Probleme schon mal ein bischen kleiner.

Für Deutschland brauchen wir uns in den nächsten 20 Jahren keine Sorgen machen, dass uns der Strom ausgeht. Wir haben immer noch genügen Überkapazität. Wir könnten in den nächsten 20 Jahren wohl einige Megawatt EE ans Netzt bringen.

Wir können uns die Erneuerbaren Energien leisten, aber wir werden uns eventuell in 30 Jahren die Rohstoffe Öl, Gas Kohle und Uran nicht mehr leisten können. Das Geld das wir heute für EE ausgeben, werden wir in 20 Jahren mehrfach wieder hereinholen, weil wir dann Alternativen zur Rohstoffe verbrauchenden Energieerzeugung haben.

Zehsar schreibt, dass der Stand der Entwicklung der EE täuscht, aber ich bin da anderer Meinung. Ich behaupte dass es genau umgekehrt ist. Der Stand der Entwicklung bei schnellen Brütern ist so, dass man noch keinen sicheren Brüter gebaut hat, und bei den Leichtwasserreaktoren in der Sackgasse der Entesorgung steckt. Auch der Vorrat an Uran wird in etwa genauso lange reichen wie Öl und Gas. Die Entwicklung der EE ist in vollem Gange, und alles was man neu ausprobiert birgt keine Gefahren für Mensch und Umwelt. Kraftwerke (z.B. Geothermie oder Gezeiten) die heute noch in der Versuchsphase sind, können nach ersten Erfolgen sofort und ohne Gefahr in größerem Maßstab oder in großer Stückzahl gebaut werden. Wir sollten ohnehin weg von Großkraftwerken und in kleinerem Maßstab und dafür in größeren Stückzahlen bauen. Warum sollte nicht jede Kleinstadt ein eigenes kleines Kraftwerk haben? Das wäre okologisch viel sinnvoller. Je nach Standortbedingungen könnten das Wasserkraft, Wind, Geothermie, Biogas usw. sein. Wie man das ganze dann koordiniert hat das Kombikraftwerk ja gezeigt.

Um die Worte von Zehsar aufzugreifen: Man kann über den Tellerrand vieler kleiner Teller besser hinausblicken ...

Cephalotus, Deine Zahlen sind sehr aufschlussreich ... danke dafür. Das zeigt doch wieder, dass mit EE alles möglich ist - man muss es nur wollen und machen.

Natürlich geht das nicht in 10 Jahren, aber wie schon gesagt, für die nächsten 20 bis 30 Jahre haben wir ja noch die laufenden Kraftwerke. Es geht doch darum, so viel Energie wie möglich, Kilowatt für Kilowatt, aus EE zu erzeugen. Dies ist auf keinen fall eine Sackgasse. Wir könnten, wenn es dumm läuft, feststellen, dass EE nicht ausreicht. Das heißt aber nicht, dass es dann für igrend etwas anderes zu spät ist. Schließlich wird ja weltweit geforscht, und bereits erprobte Kraftwerke wir KKW oder Brüter sind ja fertig entwickelt in der Schublade. Ich bin aber überzeugt davon, dass wir darauf verzichten können. Den fehlenden Strom oder Wasserstoff von den Arabern zu kaufen wäre ja auch denkbar. Heute sind wir ja auch von deren Öl abhängig und uns geht es gut dabei. Nehmen wir einmal an, wir könnten nur 75% unserer Energie mit EE erzeugen, dann blieben ja nur 25 % die wir zukaufen müssten. Warum sollte das dann nicht Wasserstoff aus den Wüstenstaaten sein.

Wenn in den nächsten 20 Jahren die vielen AKW's gebaut werden, von denen Rio berichtet, werden diese Kraftwerke mangels Uran abschalten müssen bevor sie ihre Laufzeit von 30 Jahren erreicht haben.

Peter

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Wo ich nicht bin, da ist das Glück.
- Christa Wolf -
Rio
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Angemeldet: 23.12.2006
Beiträge: 1038
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BeitragVerfasst am: 26.11.2007, 22:53 Nach oben

Hallo Wiese

...also ich weiß ja nicht ob es stimmt...aber ich lese hier die Uranvorkommen reichen noch 166 Jahre.

http://www.areva-np.com/de/liblocal/docs/Germany_pdf/Uran_final.pdf

Gruß Rio

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cephalotus
Moderator



Angemeldet: 06.04.2006
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BeitragVerfasst am: 26.11.2007, 22:57 Nach oben

Rio hat Folgendes geschrieben:
Die türkische Regierung will bis 2012 drei Kernkraftwerke mit einer Gesamtkapazität von 5.000 MW in Betrieb nehmen, um für Energiesicherheit zu sorgen und die Abhängigkeit vom Ausland zu reduzieren.
Nachdem weltweit der Bau neuer Atomkraftwerke zu boomen beginnt, will auch Ägypten nicht hintan stehen, wenn auch zahlreiche andere arabische Länder wie der Jemen, Marokko, Libye, Jordanien, Saudi-Arabien, die Emirate oder Algerien – und nicht zuletzt Iran in die Atomenergie investieren.
Nicolas Sarkozys Besuch in China zahlt sich für Frankreichs Wirtschaft aus: China kauft insgesamt 160 Airbus-Flugzeuge und bekommt Atomreaktoren aus Frankreich
China reagiert auf den Energiehunger seiner Riesen-Volkswirtschaft: Die Volksrepublik will in den nächsten Jahren 32 neue Atomkraftwerke bauen - in Anbetracht der gigantischen Energieprobleme des Landes ist das allerdings nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein.
http://www.welt.de/wissenschaft/article1098662/Mobile_Atomkraftwerke_aus_Russland.html


Ich habe absolut nichts dagegen, wenn China 30 weitere Kernkraftwreke plant oder zumindest kund tut, welche zu planen.
Für das Weltklima ist das besser als wenn sie Kohle verstromen, also von uns ein klarer Vorteil.
Und die Nachteile bzw mögliche Engpässen bei der Versorgung betreffen ja nicht uns.
Ansonsten sollte man mal überlegen, was 32 neue Atomkraftwerke in China eiegntlich bedeutet. Können die damit mehr als 5% ihres bis dahin angedachten Strombedarfs decken?
Ein Bekenntnis zum "Ausbau" der Kernenergie ist das wohl kaum...

In 2007 werden vermutlich 5-8GW an PV Modullleistung produziert, das ist die Leistung von 5-8 Kernkraftwerken bzw die Energieproduktion von 1 Kernkraftwerk.

Das aber mit einer Wachstumsrate von 30%.

Wieviele Kernkraftwerke werden kommen denn derzeit pro Jahr tatsächlich neu dazu? Es mag schon noch etwas mehr sein, aber man bedenke mal, wie klein der Vorsprung der allmächtigen Kernenergie vor der winzigen PV-Industrie nur noch ist, das ist maximal noch eine Zehnerpotenz und die ist in wenigen Jahren überwunden.

Die popelige und über viele Jahre belächelte PV wohlgemerkt, die nach wie vor noch eine der kleinen unter den erneuerbaren Energien ist.

mfg

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cephalotus
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Angemeldet: 06.04.2006
Beiträge: 1136
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BeitragVerfasst am: 26.11.2007, 23:06 Nach oben

Rio hat Folgendes geschrieben:
Hallo Wiese

...also ich weiß ja nicht ob es stimmt...aber ich lese hier die Uranvorkommen reichen noch 166 Jahre.

http://www.areva-np.com/de/liblocal/docs/Germany_pdf/Uran_final.pdf

Gruß Rio


Seit ca. 10 Jahren wird der Bedarf an U235 aus dem Bergbau nicht mehr gedeckt, sondern 1/3 stammt aus Lagern und Atomwaffen.

Die Frage ist nun, ob nach dem Versiegen der Lager in wenigen jahren der Bergbau wieder entsprechend anlaufen kann. Einer der größten Hoffnunsgträger war die Mine Cigar Lake, aber die ist leider überflutet und es ist ungewiss, ob die noch fördert.

Es wird sich also zeigen, ob wir in 10 Jahren noch ausreichend Uran haben.

Wieviel davon vielleicht noch irgendwo unentdeckt herum liegt oder im meer schwimmt spielt für die Versorgungssicherheit keine Rolle, das Modell der statischen Reichweite ist dafür absolut ungeeignet, wie übrigens der aktuelle Ölpreis zeigt (das Öl ist keineswegs zu Ende, wir können halt den Bedarf nicht mehr decken).

Der Uranpreis hatte sich auf dem Spotmarkt in kurzer Zeit um den Fakktor 14 erhöht und zu diesem Preis wäre dann schon fast 1ct pro kWh Strom im Uranpreis enthalten, nochmal Faktor 14 wäre also eher schlecht.

mfg

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jetzt haben wird doch wieder eine Kernenergiediskussion hin bekommen, das darf doch nicht wahr sein :-(

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Rio
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Beiträge: 1038
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BeitragVerfasst am: 26.11.2007, 23:12 Nach oben

cephalotus hat Folgendes geschrieben:
Rio hat Folgendes geschrieben:
Die türkische Regierung will bis 2012 drei Kernkraftwerke mit einer Gesamtkapazität von 5.000 MW in Betrieb nehmen, um für Energiesicherheit zu sorgen und die Abhängigkeit vom Ausland zu reduzieren.
Nachdem weltweit der Bau neuer Atomkraftwerke zu boomen beginnt, will auch Ägypten nicht hintan stehen, wenn auch zahlreiche andere arabische Länder wie der Jemen, Marokko, Libye, Jordanien, Saudi-Arabien, die Emirate oder Algerien – und nicht zuletzt Iran in die Atomenergie investieren.
Nicolas Sarkozys Besuch in China zahlt sich für Frankreichs Wirtschaft aus: China kauft insgesamt 160 Airbus-Flugzeuge und bekommt Atomreaktoren aus Frankreich
China reagiert auf den Energiehunger seiner Riesen-Volkswirtschaft: Die Volksrepublik will in den nächsten Jahren 32 neue Atomkraftwerke bauen - in Anbetracht der gigantischen Energieprobleme des Landes ist das allerdings nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein.
http://www.welt.de/wissenschaft/article1098662/Mobile_Atomkraftwerke_aus_Russland.html


Ich habe absolut nichts dagegen, wenn China 30 weitere Kernkraftwreke plant oder zumindest kund tut, welche zu planen.
Für das Weltklima ist das besser als wenn sie Kohle verstromen, also von uns ein klarer Vorteil.

Und die Nachteile bzw mögliche Engpässen bei der Versorgung betreffen ja nicht uns.
Ansonsten sollte man mal überlegen, was 32 neue Atomkraftwerke in China eiegntlich bedeutet. Können die damit mehr als 5% ihres bis dahin angedachten Strombedarfs decken?
Ein Bekenntnis zum "Ausbau" der Kernenergie ist das wohl kaum...

In 2007 werden vermutlich 5-8GW an PV Modullleistung produziert, das ist die Leistung von 5-8 Kernkraftwerken bzw die Energieproduktion von 1 Kernkraftwerk.

Das aber mit einer Wachstumsrate von 30%.

Wieviele Kernkraftwerke werden kommen denn derzeit pro Jahr tatsächlich neu dazu? Es mag schon noch etwas mehr sein, aber man bedenke mal, wie klein der Vorsprung der allmächtigen Kernenergie vor der winzigen PV-Industrie nur noch ist, das ist maximal noch eine Zehnerpotenz und die ist in wenigen Jahren überwunden.

Die popelige und über viele Jahre belächelte PV wohlgemerkt, die nach wie vor noch eine der kleinen unter den erneuerbaren Energien ist.

mfg

cephalotus.......
...wenn es für das Weltklima besser ist das AKW´s anstatt Kohlekraftwerke gebaut werden...sollten wir dann diese nicht auch den geplanten Kohlekraftwerken vorziehen?

Die von Greenpeace in Auftrag gegebene Studie kritisiert vor allem die unverbindlichen Maßnahmen für die deutschen Kraftwerke. So sollen etwa die Kapazitäten bei den Kohlekraftwerken bis 2020 ausgebaut statt zurückgefahren werden. Mehrere Kraftwerke sind derzeit im Bau.

Die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen ist für etwa 25 Prozent des globalen CO2-Ausstoßes verantwortlich. Das am meisten CO2 emittierende Kraftwerk Europas steht in Deutschland, kein anderes europäisches Land bläst zur Stromerzeugung so viel CO2 in die Atmosphäre

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,518216,00.html

Gruß Rio

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BeitragVerfasst am: 27.11.2007, 08:40 Nach oben

Hallo Rio

das Geothermiekraftwerk in Landau zeigt, dass es auch anderst geht. Würde man jetzt sofort an 100 Standorten in Deutschland solche Kraftwerke bauen (gleichzeitig) bräuchte man die neuen Kohlekraftwerke nicht. Im übrigen geht es ja beim aktuellen Bau der Kohlekraftwerke nicht darum was notwendig oder richtig ist, sondern nur darum, wie die Energieerzeuger möglichst billig teuren Strom erzeugen können. Im Moment entscheiden ja die 4 großen Konzerne wie in Deutschland Energie erzeugt wird. Und das ist ja auch unser Problem. Hätten diese Konzerne nicht so massive Probleme mit Kernkraftwerksgegnern und der öffentlichen Meinung, würden sie auch gerne AKW's bauen und weiterhin dem Staat die Entsorgung aufs Auge drücken. Der Bau der neuen Kohlekraftwerke wird ausschließlich duch deren wirtschaftlichkeit begründet. Afrikanische Kohle kann zur Zeit sehr günstig importiert werden, und billige deutsche Braunkohle steht auch noch genügend zur Verfügung. Steigen die Preise für die Kohle, kann das den Energiekonzernen egal sein, denn sie können die Preise dann beliebig erhöhen. Dass sie heute schon den Grundstein für diese Preiserhöhungen legen, indem sie auf ausländische Kohle setzen, ist denen egal. Sie werden die steigenden Preise zu gegebener Stunde dann wieder auf die EE und den globalen Energiepreis schieben.

Peter

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Betatester
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BeitragVerfasst am: 27.11.2007, 19:14 Nach oben

Wiese hat Folgendes geschrieben:
Hallo Rio

das Geothermiekraftwerk in Landau zeigt, dass es auch anderst geht. Würde man jetzt sofort an 100 Standorten in Deutschland solche Kraftwerke bauen (gleichzeitig) bräuchte man die neuen Kohlekraftwerke nicht.


Hallo Wiese,

na na...nicht gleich so schimpfen Smile

Bei uns im ganzen Oberland wird gerade der Untergrund systematisch per Seismikmessung untersucht.
Selbst auf meinen Wiesen sind die Leute vor einigen Tagen schon rumgelaufen und haben "Geophone" verlegt. Mit schweren Vibrationsfahrzeugen wurden dan Schallwellen erzeugt welche durch die Geophone empfangen wurden.

Das in unserer Gegend ca. 125 Grad (3500-4000 Meter) heisse Wasser wird/soll zur Stromerzeugung und Wärmeversorgung verwendet werden.

Also es tut sich was, nur sind solche Messungen nicht an einem Tag beendet.
Die Datenauswertung brauch auch seine Zeit und ob es bei uns nun wirklich geeignete Gebiete gibt ist ja auch noch nicht ganz sicher.

Das ganze wurde durch die Firma Exorka und DMT beauftragt.

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Zuletzt bearbeitet von Betatester am 27.11.2007, 19:25, insgesamt einmal bearbeitet
cephalotus
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BeitragVerfasst am: 27.11.2007, 19:25 Nach oben

Rio hat Folgendes geschrieben:

cephalotus.......
...wenn es für das Weltklima besser ist das AKW´s anstatt Kohlekraftwerke gebaut werden...sollten wir dann diese nicht auch den geplanten Kohlekraftwerken vorziehen?


Aus Sicht des Klimaschutzes: auf alle Fälle.

Und da Klimaerwärmung ein globales Phänomen ist befürworte ich egoistischerweise AKW auch überall dort, wo mich deren negative Folgen (Unfallgefahr, Müllproblematik, Versorgungsunsicherheit beim U235, Kosten neuer Technologien) nicht stören, ich aber den positiven Nutzen bzgl weniger CO2 Emissionen genießen kann.

Zitat:

Die von Greenpeace in Auftrag gegebene Studie kritisiert vor allem die unverbindlichen Maßnahmen für die deutschen Kraftwerke. So sollen etwa die Kapazitäten bei den Kohlekraftwerken bis 2020 ausgebaut statt zurückgefahren werden. Mehrere Kraftwerke sind derzeit im Bau.


naja, in naher Zukunft werden wir eins von beiden noch brauchen, selbst beim bsten politischen Willen werden wir in 10 Jahren keine 100% EE haben und alles aufs Gas zu setzen ist bzgl der Versorgungssicherheit (und auch beim Preis) eine wenig attraktive Lösung.

Also bleibt die Wahl:

(einheimische) Kohle, deren Versorgungsicherheit für die nahe Zukunft gewährt ist, deren Preis kalkulierbar bleibt (Braunkohle wird nicht gehandelt) und die billig ist, aber mit negativen Auswirkungenb aufs Klima oder aber Kernenergie mit wesentlich weniger CO2 Emissionen, aber erhöhten Risiken, Kosten und ohne Versorgungssicherheit...

Zitat:
Die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen ist für etwa 25 Prozent des globalen CO2-Ausstoßes verantwortlich. Das am meisten CO2 emittierende Kraftwerk Europas steht in Deutschland, kein anderes europäisches Land bläst zur Stromerzeugung so viel CO2 in die Atmosphäre


Kein anderes europäisches Land produziert auch soviel Strom, bei CO2 pro kWh gäbs sicherlich auch schlechtere, z.B. Polen.

Im Endeffekt kann mans aber so sehen, dass hie rin Deutschland noch großes Verbesserungspüotetntial betseht und die in meinen Augen besten und zuverlässigsten Optionen bietet der rasante Ausbau der erneuerbaren Energien, womit wir dann wieder beim Thema wären.

mfg

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