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 Netzstörungen durch PV-Anlage? Nächstes Thema anzeigen
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Autor
sonne
Öfters hier
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Angemeldet: 23.10.2005
Beiträge: 14
Wohnort: 85414 Kirchdorf

BeitragVerfasst am: 26.01.2006, 14:39 Nach oben

Hallo,

seit Inbetriebnahme der PV-Anlage laufen alle Netzabhängigen Uhren schneller. An E-Herd, Mikrowelle, Wecker usw. bin ich ständig am Uhrzeit korrigieren. Kan dies mit der PV-Anlage zusammenhängen, oder ist dies nur ein unglücklicher Zufall?

Anlage ist von Solarworld
Wechselrichter Sunplug (Solarworld)

Ich wünsche euch viele sonnige Tage

sonne
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Verfasst am: Nach oben

kato
Moderator


Info: Betreiber
Angemeldet: 30.07.2005
Beiträge: 2149
Wohnort: Südbrandenburg

BeitragVerfasst am: 26.01.2006, 15:14 Nach oben

Hallo Sonne,

wieviel gehen die Uhren denn nach? An der Anlage kann es nicht liegen. Die Wechselrichter hängen an der Netzfrequenz. Sobald diese nicht eingehalten wird, schalten die Wechselrichter ab. Kannst du denn die Frequenz irgendwo ablesen am Wechselrichter?

Kato
sonne
Öfters hier
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Angemeldet: 23.10.2005
Beiträge: 14
Wohnort: 85414 Kirchdorf

BeitragVerfasst am: 26.01.2006, 15:54 Nach oben

Hallo Kato,

die Uhren gehen pro Tag bis zu 30 Minuten vor.

Die Frequenz muß ich erst heute Abend am Datenlogger noch genauer überprüfen, aber bei meinen Kontrollen an den Wechselrichtern lag die Frequenz immer im Bereich von49,8 - 50,1 Hz. Abschaltungen oder Störungen gab es seit Inbetriebnahme im Oktober 05 noch keine einzige.

Grüsse
Sonne
kato
Moderator


Info: Betreiber
Angemeldet: 30.07.2005
Beiträge: 2149
Wohnort: Südbrandenburg

BeitragVerfasst am: 26.01.2006, 16:38 Nach oben

und vor dem Oktober war alles normal? Sehr merkwürdig Rolling Eyes
Bei der Abweichung müsste deine Frequenz 51Hz sein, wenn ich mich nciht verrechnet habe. Am besten zeichnest du die Frequenz auf mit deinem Datenlogger.

Weiterhin würde ich schauen, ob die Uhren nur vorgehen, wenn die Anlage an ist, dann kommt es definitiv von der Anlage. Das heist die Uhren müsste von früh 7 bis abends 7 deine 30min vorgehen und am morgen müsste die Uhr noch stimmen. Oder es sind nachts 15min und tagsüber 15min.

Kato
mppPeak
Gast






BeitragVerfasst am: 26.01.2006, 16:46 Nach oben

Das kann ich irgendwie gar nicht glauben. Shocked

Ich lass mich aber gern mal aufklären.
Bert1
Stammmitglied
Stammmitglied



Angemeldet: 13.11.2005
Beiträge: 66

BeitragVerfasst am: 26.01.2006, 21:40 Nach oben

HI!

Du bist nicht der einzige, der das Problem hat! Seit der PV Anlage ist bei meinem Radiowecker auch der Tag schneller vorbei!
Pro Tag und eingespeister Leistung rennt der Wecker mal 10min und mal noch mehr vor.
Hab schon überlegt was das sein kann, Frequenz sollt alles passen.
Ich gehe mal davon aus das die Spannung etwas höher ist als zuvor.
Und der Wecker ist schon bestimmt 12 Jahre alt.

Früher hatte man ja 220V dann 230V und jetzt sind wir bei 240V.

Anders kann ich mir das nicht erklären.

Wie alt sind denn deine Geräte?

Bert
martini
Stammmitglied
Stammmitglied


Info: Betreiber
Angemeldet: 22.05.2005
Beiträge: 70
Wohnort: Gunzenhausen

BeitragVerfasst am: 27.01.2006, 00:11 Nach oben

Hallo, ich habe zwar kein Problem mit meinen Weckern, aber interessant finde ich das schon. Könnte es evtl. an der erhöhten Netzeinspeisespannung liegen? Aus der Steckdose kommen bei mir ja normal ca. 220 V raus. Mein WR speist aber mit über 233 V ein. Wenn das so wäre müßte ja an Tagen an denen die Sonne viel scheint die Uhr schneller laufen als an einem total bewölkten Tag?!

Martin Rolling Eyes
kato
Moderator


Info: Betreiber
Angemeldet: 30.07.2005
Beiträge: 2149
Wohnort: Südbrandenburg

BeitragVerfasst am: 27.01.2006, 07:46 Nach oben

Diese Wecker werden von der Frequenz gesteuert. Die Netzfrequenz wird duch 50 geteilt und heraus kommt 1 sec. Ich könnte mir nur vorstellen, das vielleicht Störimpulse, die vom Wechselrichter ausgehen, durch den Wecker mitgezählt werden.

Kato
sonne
Öfters hier
Öfters hier



Angemeldet: 23.10.2005
Beiträge: 14
Wohnort: 85414 Kirchdorf

BeitragVerfasst am: 27.01.2006, 08:10 Nach oben

Hallo,

erst einmal danke für die Antworten.

Vor Oktober sind die Uhren alle richtig gelaufen,
die Geräte mit den Uhren sind von 1 Jahr bis 7 Jahre alt.

Ich habe mir gestern Abend die Daten am Datenlogger angesehen.
Netzfrequenz absolut konstant bei 50,1Hz
Netzspannung meist zwischen 225 und 227V mit mit Spitzen nach oben und unten. Größte Abweichungen 222V und 230V.

Der Vorlauf der Uhr am Backofen war gesten 15 Minuten.
Ich hab heute Morgen die Uhren alle eingestellt und werde sie heute Abend und morgen Früh kontrollieren und werde dann wieder berichten.

Ich wünsche euch einen schönen Tag

Sonne
kuddi
Fleißiges Mitglied
Fleißiges Mitglied


Info: Solarteur
Angemeldet: 10.10.2005
Beiträge: 423
Wohnort: nördliche Oberpfalz

BeitragVerfasst am: 27.01.2006, 11:11 Nach oben

Bert1 hat Folgendes geschrieben:

Du bist nicht der einzige, der das Problem hat! ...


Bert1, hast du auch einen Solarworld Wechselrichter ?
Wenn - wie kato sagt - Störimpulse vom WR die Ursache sein könnten, so wäre interessant, ob dies nur eine Solarworld-typische Erscheinung ist.

Haben Fronius und Co Betreiber so was auch ?
Bei meinem SMA SB5000 kenne ich dieses Phänomen nicht.

Ich gehe mal davon aus, dass die elektrischen Uhren keine Funkuhren sind. Sonst müsste man ja auch die Funkübertragung zu einem Datenlogger mit als mögliche Verursacher in Betracht ziehen.

Servus, Kurt

_________________
IB: 16.06.05 Dach: 180°/48° [color=blue] Module: 38xBP3160=6,08kWp WR: 1xSB5000TL-MS (gekühlt) Logger: SBC(Powerline)
http://www.sonnenertrag.eu/detail.php?pk=26
blabla
Forumsinventar
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Angemeldet: 08.06.2005
Beiträge: 661
Wohnort: 86551 Aichach

BeitragVerfasst am: 27.01.2006, 11:53 Nach oben

Eure Probleme sind ganz einfach zu erklären: Oberwellen. Diese entstehen beim generieren der Sinus-Schwingung. Das Problem ist folgendes: Uhren messen die Zeit an der Netzfrequenz. Sobald 100x der Nulldurchgang durchquert wurde, wird um 1 Sek hochgezählt. Die Frequenzen der Oberwellen haben nun einen ganzzahligen Multiplikator zur Grundfrequenz (50Hz).

Kleines Beispiel:
Die 1 Oberwelle hat eine Frequenz von 100Hz, die 2. Oberwelle 150Hz, ...
Jetz kann es sein, dass eure Uhren durcheinander kommen und einen Nulldurchgang einer Oberwelle mitzählen.

abhilfe:
Probiert mal einen Kondensator (100 - 300 µF, 250V, nicht gepolt) zwischen der betroffenen Phase und N zu hängen. Mit etwas Glück sollte er die Oberwellen kurzschließen. Da im Haus nur ein Wirkleistungszähler sitzt, wird diese Energie nicht verrechnet.

Was mich noch so interessieren würde: Wie hoch ist der Klirrfaktor der betroffenen Wechselrichter? In den Datenblättern im Internet werden leider keine angaben gemacht, aber evtl. stehts ja in der Betriebsanleitung

_________________
2x Sunways NT 6000, 52x Sanyo HIP 190 BE3, 9,88kWp

WR1: 3 Strings a` 8 Module, 1 Temperatur- und Einstrahlungssensor, Neigung 30°, Azimut 180°
WR2: 1 String a` 10 Module, 2 Strings a` 9 Module, Neigung 40°, Azimut 180°
Bert1
Stammmitglied
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Angemeldet: 13.11.2005
Beiträge: 66

BeitragVerfasst am: 27.01.2006, 15:52 Nach oben

Hallo!

Ich habe die Oberwellen schon mal mit einem Beha UNiversalmessgerät gemessen. Einmal mit und einmal ohne Wechselrichter, kein UNterschied.

Jetzt habe ich mir mal einen Fluke 434 Netzanalyzor ausgeliehen, da kann man den Sinus anzeigen lassen.
Werde morgen mal schauen.

Wenn jemand einen Tipp hat, was ich alles messen soll dann raus damit!?

Werde auf jeden Fall mal Oberwellen messen und Transienenten.

Bert
blabla
Forumsinventar
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Angemeldet: 08.06.2005
Beiträge: 661
Wohnort: 86551 Aichach

BeitragVerfasst am: 27.01.2006, 16:30 Nach oben

@ Bert1
Von Beha gibt es doch nur 1 Messgerät (laut meinem Wissen und den angaben auf der Homepage), mit dem man Oberwellen messen kann und das wurde speziell dafür entwickelt und bietet nur diese Funktion. Ist also kein Universalmessgerät. Welches hattest du denn=

Mit dem Fluke 434 würd ich auf jeden Fall mal die Frequenz, die Scheiterspannung und alles über die Oberwellen messen (Veff, Ieff, ... und natürlich den Klirrfaktor nicht vergessen)

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Bert1
Stammmitglied
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Angemeldet: 13.11.2005
Beiträge: 66

BeitragVerfasst am: 27.01.2006, 19:45 Nach oben

Hallo!

Ich habe das UNITEST 0100-EUROtest Messgerät.
http://www.beha.de/files_d/Installationstester/9065.pdf
Ich habe damit Oberwellen im Spannungsbereich gemessen, mit und ohne Wechselrichter (ca. 13 Uhr) hab keinen Unterscheid festgestellt.

Das Fluke habe ich gerade ausprobiert, werde morgen (6 Uhr) mal auf Oberwellen stellen und laufen lassen bis ich von der Arbeit komme (15 Uhr). Dann sehen wir schon was raus kommt.

Bei dem Fluke Messgerät kann man noch auf Monitor schalten und langzeitmessungen machen. So wie ich das sehe zeichnet er dann alles auf, Frequenz, Spg., Strom, Oberwellen, usw. ist das richtig?
Aus der Beschreibung kann man das nicht raus lesen.

Bert
Bert1
Stammmitglied
Stammmitglied



Angemeldet: 13.11.2005
Beiträge: 66

BeitragVerfasst am: 27.01.2006, 20:11 Nach oben

Hallo nochmals!

Ich habe übrigens zwei Stück Solarmax 2000E und einen Solarmax 6000E.

Alle sind Trafolos.

Bert
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