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Autor
Energiemanager
Fleißiges Mitglied
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Angemeldet: 10.11.2007
Beiträge: 314
Wohnort: freiburg

BeitragVerfasst am: 09.03.2008, 21:42 Nach oben

Hallo Rio,
ich glaub Du kannst selbst beurteilen, daß das
"Ganz offensichtlich ist PV-Strom bei einem Preis von 60 Cent pro kWh nicht wirtschaftlich. "
nicht stimmt.
Wenn man annimmt, dass PV-Strom nur Strom aus Wasserkraft ersetzt ist natürlich kein CO2 gespart. Aber diese Annahme ist in meinen Augen Schwachsinnig. Denn gerade Wasserkraft lässt sich speichern und gezielt einsetzen. Kann also in Ergänzung mit PV und Biomasse zur Abdeckung des Strombedarfes des ganzen Tages (Und der Nacht) und somit auch zum Ersatz von Kohlekraftwerken dienen.
Man könnte auch annehmen, daß der durch PV-erzeugte Strom durch Einsparungen besser abgedeckt werden könnte. Das funktioniert gedanklich ganz gut. Aber leider können wir nicht die ganzen 100'% einsparen.
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Verfasst am: Nach oben

solerling
Forumsinventar
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Angemeldet: 01.03.2006
Beiträge: 624
Wohnort: 85

BeitragVerfasst am: 09.03.2008, 22:41 Nach oben

Halloo Rio

Denke das ist ein ziemlich einseitiger Bericht Wink
zb. isolieren ist da zum Nulltarif Question

Soll doch mal einer genau sagen wieviel Energie die Herstellung eines Modules mit 200 Watt Leistung verbraucht,am Besten gleich in Ltr.Öl damit man eine bessere Vorstellung hat Rolling Eyes

Habe meine Anlage kurz durchgerechnet und komme bis jetzt pro Modul auf eine Energieerzeugung von ca. 180 Ltr. Öl (umgerechnet auf reine Stromerzeugung)

Gruss Josef
phenning
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Info: Betreiber
Angemeldet: 11.09.2007
Beiträge: 661
Wohnort: Weingarten/Baden

BeitragVerfasst am: 09.03.2008, 22:44 Nach oben

Eine Diplomarbeit bei uns im Hau shat dies zum Inhalt gehabt - und kommt auf eine energetische Amortisation innerhalb der halben Lebensdauer.
Mickel
Stammmitglied
Stammmitglied



Angemeldet: 15.05.2007
Beiträge: 135

BeitragVerfasst am: 10.03.2008, 01:14 Nach oben

Zitat:
isolieren ist da zum Nulltarif


Da steht doch nach 40 Jahren. Nach den meisten Rechnungen amortisiert sich eine Außenwand-Dämmung nach ca. 20 Jahren, daher Kosten=0.

Eine PV-Anlage lohnt sich nach einer solchen Rechnung nach etwa 36 Jahren (15 zu 45ct; grobe Rechnung, eine durchschnittliche Anlage rechnet sich für den Betreiber nach 12 Jahren, nimmt man statt des Einspeisesatzes den Strom-Endkundenpreis, der etwa ein Drittel so hoch ist). Nimmt man als Vergleich die durchschnittlichen Stromgestehungskosetn eines Kraftwerks, kommt man auf 108 Jahre (5 zu 45ct; ein Neutel des Einspeisevergütungssatzes).
Alexander Haelbich
Fleißiges Mitglied
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Angemeldet: 18.07.2006
Beiträge: 311
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 10.03.2008, 08:54 Nach oben

Nicht ganz Mickel. PV-Strom wird nicht zu Grundlastzeiten erzeugt und konkuriert nicht mit diesem.
Mickel
Stammmitglied
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Angemeldet: 15.05.2007
Beiträge: 135

BeitragVerfasst am: 10.03.2008, 10:50 Nach oben

Zitat:
PV-Strom wird nicht zu Grundlastzeiten erzeugt und konkuriert nicht mit diesem.


Richtig, er konkurriert nicht, das ist ja das Problem.

Spaß beiseite, bin ja nicht grundsätzlich gegen PV, allerdings muss man als Staat Fördersätze auch mal überdenken dürfen. Sind schließlich politische Preise und die sollten nicht dazu führen, dass sich einige eine goldene Nase zulasten der Gesellschaft verdienen.
Und die Grenzvermeidungskosten für CO2-Einsparungen sind nunmal bei PV mit am höchsten.
Rio
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Info: Betreiber
Angemeldet: 23.12.2006
Beiträge: 949
Wohnort: Kleve (NRW)

BeitragVerfasst am: 10.03.2008, 19:19 Nach oben

Energiemanager hat Folgendes geschrieben:
Hallo Rio,
ich glaub Du kannst selbst beurteilen, daß das
"Ganz offensichtlich ist PV-Strom bei einem Preis von 60 Cent pro kWh nicht wirtschaftlich. "
nicht stimmt.

Wenn man annimmt, dass PV-Strom nur Strom aus Wasserkraft ersetzt ist natürlich kein CO2 gespart. Aber diese Annahme ist in meinen Augen Schwachsinnig. Denn gerade Wasserkraft lässt sich speichern und gezielt einsetzen. Kann also in Ergänzung mit PV und Biomasse zur Abdeckung des Strombedarfes des ganzen Tages (Und der Nacht) und somit auch zum Ersatz von Kohlekraftwerken dienen.
Man könnte auch annehmen, daß der durch PV-erzeugte Strom durch Einsparungen besser abgedeckt werden könnte. Das funktioniert gedanklich ganz gut. Aber leider können wir nicht die ganzen 100'% einsparen.


Hallo Energiemanager

Also lese ich das nun richtig das Du denkst Strom aus Solarenergie sei wirtschaftlich vertretbar bei einem Preis von 60 Cent pro erzeugtem kWh?

Gruß Rio

_________________
6,16 kWp 28 Module Suntechnics STM 220
Wechselrichter Suntechnics 4600 E
Dachneigung 45° Ausrichtung 220°
Gestellsystem Suntechnics STG 80
Standort Kreis Kleve (NRW)
Energiemanager
Fleißiges Mitglied
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Angemeldet: 10.11.2007
Beiträge: 314
Wohnort: freiburg

BeitragVerfasst am: 10.03.2008, 19:32 Nach oben

nein
lehmann28
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Info: Solarteur
Angemeldet: 22.06.2006
Beiträge: 4115

BeitragVerfasst am: 10.03.2008, 19:41 Nach oben

Ich glaube das jeder sich die Seite mal ganz genau angucken soll und dann kann man sehr schnell einschätzen woher der Wind weht. Nach meiner Meinung mal wieder reiner Stimmungsmache.

Der Tom Cool

_________________
Es gibt 10 verschiedene Arten von Menschen, diejenigen die binär zählen können und diejenigen, die es nicht können
Rio
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Angemeldet: 23.12.2006
Beiträge: 949
Wohnort: Kleve (NRW)

BeitragVerfasst am: 10.03.2008, 20:00 Nach oben

lehmann28 hat Folgendes geschrieben:
Ich glaube das jeder sich die Seite mal ganz genau angucken soll und dann kann man sehr schnell einschätzen woher der Wind weht. Nach meiner Meinung mal wieder reiner Stimmungsmache.

Der Tom Cool


lehmann28 auf was stützt sich denn deine Behauptung?
Oder ist es nur ein Versuch reiner Stimmungsmache deinerseits?

Gruß Rio

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Rio
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Angemeldet: 23.12.2006
Beiträge: 949
Wohnort: Kleve (NRW)

BeitragVerfasst am: 10.03.2008, 20:03 Nach oben

phenning hat Folgendes geschrieben:
Eine Diplomarbeit bei uns im Hau shat dies zum Inhalt gehabt - und kommt auf eine energetische Amortisation innerhalb der halben Lebensdauer.


Hallo phenning
....von welcher Lebensdauer wird denn da ausgegangen?


Gruß Rio

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cephalotus
Moderator



Angemeldet: 06.04.2006
Beiträge: 1119
Wohnort: Niederbayern (PV-Anlage)

BeitragVerfasst am: 10.03.2008, 23:31 Nach oben

Mickel hat Folgendes geschrieben:

Spaß beiseite, bin ja nicht grundsätzlich gegen PV, allerdings muss man als Staat Fördersätze auch mal überdenken dürfen. Sind schließlich politische Preise und die sollten nicht dazu führen, dass sich einige eine goldene Nase zulasten der Gesellschaft verdienen.
Und die Grenzvermeidungskosten für CO2-Einsparungen sind nunmal bei PV mit am höchsten.


Stimmt, die Grenzvermeidungskosten für CO2 sind in der Tat derzeit sehr hoch, vermutlich auch längerfristig (gibt da noch weitaus teureres, z.B. in der Automobilindustrie, doch das nur am Rande).

Die Frage ist aber doch die, ob das primäre Ziel des EEGs bei der PV-Förderung tatsächlich die Reduktion von CO2 ist.

In meinen Augen ist es das nämlich überhaupt nicht.

Meine Vermutung ist, dass es sich dabei vielmehr um eine (versteckte) Wirtschaftsförderung handelt.
Der Exportanteil der deutschen PV-Industrie steigt Jahr für Jahr und die PV-Industrie im Inland hat nach wie vor glänzende Wachstumsraten.
Es erscheint vorhersehbar, dass in wenigen Jahren ein Durchbruch in südlicheren Ländern bevor steht, weil dann PV Strom schlichtweg billiger sein wird als Bezugsstrom aus dem Netz, ganz ohne Förderung.

Wie bei der Windenergie werden deutsche Firmen dann einen erheblichen Kuchen am Weltmarkt haben. Wir leben vom Export...

Heute mag die PV in Deutschland noch volkswirtschaftliche Kosten verursachen (nehme ich an), in 5-10 Jahren wird sie volkswirtscgaftlich betrachtet ziemlich viel Geld in die Kasse spülen. Z.B. Spanisches, italienisches und amerikanisches Geld.
Und wenn dabei gleichzeitig noch ein paar % PV-Spitzenlaststrom dabei heraus springen und zwar vor allem dann, wenn bisher die Spitzenlastpreise an der EEX explodiert sind (mittags im sonnigen, trockenen Hochsommer, wenn die französischen Kernkrtaftwerke und die italienischen Wasserkraftwerke nur noch gedrosselt arbeiten), dann ist das doch auch nicht verkehrt.
Und ab 2024 gibts dann auch einen immer größer werdenden Anteil sehr günstigen PV-Strom von noch funktionierenden EEG-Altanlagen. Da wird sich auch keiner dagegen wehren.

mfg

_________________
24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp
cephalotus
Moderator



Angemeldet: 06.04.2006
Beiträge: 1119
Wohnort: Niederbayern (PV-Anlage)

BeitragVerfasst am: 10.03.2008, 23:41 Nach oben

Rio hat Folgendes geschrieben:


Hallo phenning
....von welcher Lebensdauer wird denn da ausgegangen?


Gruß Rio


das spielt keine wirklich entscheidende Rolle. Viel interessanter ist die Wahl der Bilanzgrenzen, denn damit lässt sich nahezu jedes beliebige Ergebnis erzielen.

Z.B. muss das Silizium für die Zellen irgendwo gescholzen werden. Die Maschine dafür wird irgendwo gebaut und der Arbeiter, der diese Maschine baut wird mit einem Auto zur Arbeit fahren, das wiederrum irgendwo von einem Arbeiter gebaut wurde, der wiederum....

_________________
24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp
solerling
Forumsinventar
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Angemeldet: 01.03.2006
Beiträge: 624
Wohnort: 85

BeitragVerfasst am: 11.03.2008, 23:10 Nach oben

cephalotus hat Folgendes geschrieben:
Rio hat Folgendes geschrieben:


Hallo phenning
....von welcher Lebensdauer wird denn da ausgegangen?


Gruß Rio


das spielt keine wirklich entscheidende Rolle. Viel interessanter ist die Wahl der Bilanzgrenzen, denn damit lässt sich nahezu jedes beliebige Ergebnis erzielen.


Meiner Ansicht nach ist das doch die entscheidende Frage wie lange ein Modul funktioniert Question

wichtig ist auch aus welchen Materialien das Modul hergestellt wird,ob diese in ausreichender Menge vorhanden sind oder ob diese Rohstoffe auch schon zur Neige gehen Crying or Very sad
Die zur Herstellung der Module benötigte Arbeitszeit rechne ich nicht,denn dafür werden ja die Arbeiter bezahlt (Arbeitsplätze)

Und noch ein wichtiger Punkt ist die Wiederverwertbarkeit der alten Module Idea

Wenn ich grob rechne ein 200 Watt Modul erzeugt in 10 Jahren (halbe Laufzeit) ca.2000 Kwh Strom = der Energiegehalt von 200 Ltr.Öl
kann mir nicht vorstellen,dass zur Herstellung eines Modules (ca.16-18 kg Gewicht ) diese Energiemenge verbraucht wird Rolling Eyes

Oder irre ich mich Wink

Gruss Josef
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