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Rio
Forumsinventar

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Angemeldet: 23.12.2006
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Wohnort: Kleve (NRW)
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Verfasst am:
04.01.2008, 10:26 |
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Hallo cephalotus
Nunja, das der Ölpreis nicht "galoppiert" lassen wir mal so stehen und erfreuen uns am günstigen Wechselkurs $-€ und zum Jahresanfang gabs ja auch gleich einen neuen Höchststand für das "Fass ÖL"!
Am Uran genauso wie am Öl bereichern sich natürlich auch Spekulanten! Ich gebe dir natürlich Recht das die Anziehungskraft, was Terroranschläge angeht, bei Atomkraftwerken bedeutend höher liegt! Aber das ist ein politisches Problem denke ich, ansonsten sollten wir generell Baugenehmigungen bei bin Laden einreichen. Die Baukosten für Kraftwerke schnellen in die Höhe, egal ob KKW-Kohle oder Öl betriebene. Wobei die Baukosten von KKW natürlich generell höher liegen! (Der "blaue Balken" in der Grafik meines Beitrages vom 02.01.2008)
Aja, schau mal hier....
Die elektrische Leistung des geplantenKohlekraftwerks liegt bei ca. 750MW. Pro Stunde würden in diesem
Kraftwerk bei Volllastbetrieb 277 t Kohle verbrannt und die jährlich freigesetzte Masse an Kohlendioxid beträgt circa 4,4 Millionen Tonnen.
Zur CO2-Belastung muß noch der
Energieaufwand für den Kohletransport
aus Südafrika, Australien und Kolumbien hinzugerechnet werden.
Aus dem geplanten 140 Meter hohen Schornstein würden bei Normalbetrieb
trotz Filteranlagen entweichen: 500 kg
Cadmium, 500 kg Thallium, 600 kg
Quecksilber, 1000 kg Arsen, 2000 kg
Nickel, 6000
kg Blei, 400 t
Staub, 4000 t
Schwefeloxide,
4000 t
S t i c k o x i d e
und 1000 kg Arsen.
Der Kühlwasserbedarf
soll durch Rheinwasser
gedeckt werden (25 000 Liter pro Sekunde oder 90 000 Kubikmeter je
Stunde). Das Wasser wird um ca. 10 Grad erwärmt.
Auch ein konventionelles Kohlekraftwerk muss Wassergekühlt werden, wenn ich mich nicht irre!
Und hier nunja ok man könnte sagen schalten wir mal kurz zur "Werbung". Aber ich denke die Daten als solche dürften nicht unbedingt gefälscht sein!
http://www.klimaschuetzer.de/klimaschuetzer/
Gruß Rio |
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Verfasst am:
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Rio
Forumsinventar

Info: Betreiber
Angemeldet: 23.12.2006
Beiträge: 1040
Wohnort: Kleve (NRW)
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Verfasst am:
04.01.2008, 10:38 |
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Noch ein kleiner Punkt zu "Ausfallzeiten" deutscher KKW!
Grundlage für die führende Rolle bei der Grundlast sind die hohe Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit der deutschen Anlagen. Im internationalen Vergleich liegen deutsche Kernkraftwerke in diesen Kategorien auch Jahr für Jahr an der Spitze. Die durchschnittliche Zeitverfügbarkeit deutscher Kernkraftwerke lag 2006 bei über 91 Prozent. Die jährliche Stromproduktion eines durchschnittlichen deutschen Kernkraftwerkes entspricht dem Jahresstromverbrauch von ca. 2,5 Millionen Haushalten.
Gruß Rio |
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lehmann28
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Angemeldet: 22.06.2006
Beiträge: 4574
Wohnort: Westfalen
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Verfasst am:
04.01.2008, 11:09 |
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cephalotus
Moderator

Angemeldet: 06.04.2006
Beiträge: 1136
Wohnort: Niederbayern (PV-Anlage)
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Verfasst am:
04.01.2008, 20:25 |
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| Rio hat Folgendes geschrieben: |
Noch ein kleiner Punkt zu "Ausfallzeiten" deutscher KKW!
Grundlage für die führende Rolle bei der Grundlast sind die hohe Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit der deutschen Anlagen. Im internationalen Vergleich liegen deutsche Kernkraftwerke in diesen Kategorien auch Jahr für Jahr an der Spitze. Die durchschnittliche Zeitverfügbarkeit deutscher Kernkraftwerke lag 2006 bei über 91 Prozent. Die jährliche Stromproduktion eines durchschnittlichen deutschen Kernkraftwerkes entspricht dem Jahresstromverbrauch von ca. 2,5 Millionen Haushalten.
Gruß Rio |
Hallo Rio.
Ja, die deutschen AKW gelten als zuverlässig wegen ihrer hohen Verfügbarkeit (ich denke, das kann man auch so stehen lassen).
Ein Teil der hohen Verfügbarkeit resultiert aber auch daher, dass die Anzahl der AKW klein genug und die Höhe der Grundlast dank "Aktionen" wie der elektrischen Nachtspeicherheizung hoch genug ist, um AKW überhaupt dauerhaft auslasten zu können.
Weiterhin möchte ich anmerken, dass 2007 die Stromproduktion der deutschen AKW um 16% gefallen ist!
Wenn man sich nun Deine Argumentation klammern würde, dann wären deutsche AKW in 2007 recht unzuverlässig gewesen.
Ich behaupte das aber nicht, will damit nur andeuten, dass solche Zahlen mit Vorsicht zu genießen sind.
"...Der Beitrag der Kernenergie zum Energieaufkommen sank laut Bilanzbericht deutlich um 16 Prozent, weil einige Kraftwerke nicht oder nur teilweise in Betrieb waren..."
Die Quelle dazu: http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Energie;art271,2442804
So nebenbei ganz interessant:
"...Die Stromerzeugung aus Windenergie stieg dagegen kräftig um mehr als 30 Prozent..." (primär darauf zurück zu führen, dass das endlich mal ein gutes "Windjahr" war)
Vielleicht führt uns das ja wieder zurück zum ursprünglichen Thema, nämlich den Kosten von EE und ob deren Ausbau sinnvoll ist.
Mit dem gleichen Argument, dem nun der PV Industrie entgegen getreten wird hat man auch vor 10 Jahren die Windenergie tot reden wollen, heute ists ein Exportschlager und sorgt für sinkende Strompreise beim Endkunden. (und das noch ganz ohne CO2 Kosten)
Zum enormen wirtschaftlichen Potential von Umwelttechnologien und auch der PV möchte ich noch auf folgende Studie verweisen:
http://www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/umwelttechnikatlas_zsf.pdf
Es wäre doch Wahnsinn, die Führungsposition in einem Segment aufzugeben, das schon in wenigen Jahren die Branchen Fahrzeugbau und Maschinenbau überholen wird.
mfg |
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phenning
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Angemeldet: 11.09.2007
Beiträge: 716
Wohnort: Weingarten/Baden
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Verfasst am:
04.01.2008, 22:10 |
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cephalotus, wen findest Du denn, der ernsthaft gegen den Ausbau der Photovoltaik ist ?
Aus sachlichen Gründen hat sicher niemand etwas dagegen. Sondern nur deshalb, weil damit der Strompreis erhöht wird. Mal ehrlich. Wenn ich von Euch verlange, einen minimalen Aufschlag auf eure Einkommensteuer zu zahlen (sagen wir 0,001 Prozent), damit ich mir ein neues High-Tech-Spielzeug kaufen kann, tippt Ihr Euch doch an die Stirn.
Genauso ist es aber zu sehen: Strompreise werden wie Steuern empfunden, und die PV-Anlagen als Spielzeug ihrer Betreiber.
Was also sind die Gegenargumente:
- Die Betreiber verdienen daran nicht mehr, als sie bei der Anlage ihres Geldes auf dem freien Kapitalmarkt erwirtschaften würden.
- Die Monteure verdienen daran nicht mehr, als sie bei anderen Handwerksarbeiten verdienen würden (das hoffe ich für Dich, Tom).
- Die Hersteller verdienen daran .... ja, was denn ? Ein ehrlicher Hersteller wird die erzielten Mittel in Forschung (zur Verbilligung der Herstellung) und zum Ausbau der Produktionskapazitäten investieren. Was aber, wenn der Hersteller nur die Sahne abschöpft ? Denn ehrlich, die Modulpreise sind nun einmal politische Preise.
Gewisse Zweifel bei den chinesischen Herstellern seien hier angebracht. Und wenn ich erführe, dass ein deutscher Modulhersteller sich plötzlich ein Traumhaus für 10 Millionen Euro baut, würde ich auch anfangen vom "Subventionssumpf" zu reden.
Aber dafür gibt es keine Anzeichen - also stechen die genannten Gegenargumente voll.
Selbst wenn jemand prinzipiell gegen Subventionen ist, sind noch andere Dinge zu berücksichtigen. Bleiben wir also mal bei China, und unterstellen, dass die Mittel wirklich in großem Umfang dorthin fließen (fände ich ziemlich ärgerlich...). Dann steht dem immer noch gegenüber, dass wir auch noch 2007 als Staat die nette Summe von 67 Millionen Euro an Entwicklungshilfe nach China geben (das uns, glauben wir den Statistiken, in DIESEM Jahr als Exportweltmeister überholen wird). |
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cephalotus
Moderator

Angemeldet: 06.04.2006
Beiträge: 1136
Wohnort: Niederbayern (PV-Anlage)
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Verfasst am:
04.01.2008, 22:47 |
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nun ja, des EEG finanziert sich über den Strompreis, nicht über die Einkommenssteuer. Der Anteil von PV Strom am Strompreis liegt aktuell bei ca. 0,1-0,2ct/kWh, diverse Szenarien für die Zukunft habe ich hier im Forum mal ausgerechnet.
Hier kann man natürlich überlegen, ob dieser Preis (und eine künftige Steigerung) akzeptabel ist, meiner Ansicht nach ist er das.
In diesem Land hat ein durchschnittlicher Haushalt einen Standby Stromdauerleisteung von 100W, das kostet einen solchen Haushalt derzeit grob 160€ im Jahr. Die wenigsten Leute kaufen sich Kühlschränke der Effizienzklasse A+ oder A++, obwohl sich diese bereits in 3-5 Jahren amortisieren.
Von daher ist Strom entweder nach wie vor so billig, dass er gerne verschwendet wird, oder aber es gibt ganz gewaltige Informationsdefizite in jeglicher Hinsicht bei den Verbrauchern.
Meine rein private Meinung ist, dass für Haushalte bis 5-10ct/kWh Aufpreis für EE tolerabel wäre und in fast allen Haushalten über Effizienzsteigerung und Aufklärung kompensiert werden könnten.
Für diesen Aufpreis halte ich nahezu 100% EE in abschaubarer Zeit in Deutschland für möglich.
Wenn man sich überlegt, was die Alterantiven sind, ist das in meinen Augen ein ziemlich guter Deal, langfrsitig betrachtet
Nebeneffekte wie externe Kosten und Arbeitsplätze stecken da noch garnicht drin.
Für andere mag diese Schmerzgrenze niedriger sein, da frage ich mich dann aber, wie deren Zukunftsvision eigentlich aussehen mag.
peak oil in 0-10 Jahren?
peak gas in 10-20 Jahren?
Wie soll denn die Energieversorgung Deutschlands in 2030 funktionieren, wenn nicht heute schon massivst in alle Arten von erneuerbare Energien investiert wird?
Das ist ja keine ferne Zukunft, sondern das betrifft die meisten von uns.
mfg |
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phenning
Forumsinventar

Info: Betreiber
Angemeldet: 11.09.2007
Beiträge: 716
Wohnort: Weingarten/Baden
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Verfasst am:
04.01.2008, 23:17 |
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Ich habe doch auch nicht behauptet, dass das EEG durch Steuern finanziert wird.
Sondern lediglich festgestellt, dass vom Verbraucher die Stromkosten ähnlich wie Steuern gesehen werden. man kann sich eigentlich nicht dagegen wehren, und jemand anders setzt die Höhe scheinbar willkürlich fest. Strom wird also nicht "gekauft".
Durch staatliche Maßnahmen - Kohelpfenning, EEG - wird diese Einstellung gefördert. |
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Zehsar
Stammmitglied

Info: Interessent
Angemeldet: 22.08.2007
Beiträge: 105
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Verfasst am:
05.01.2008, 00:50 |
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Hi @Rio,
hinter dem von Dir weiter oben gewählten Beispiel vermute ich das geplante Kraftwerk Krefeld-Uerdingen.
| Zitat: |
| …Pro Stunde würden in diesem Kraftwerk bei Volllastbetrieb 277 t Kohle verbrannt … |
Das sind 2,427 Millionen Tonnen Steinkohle pro Jahr
| Zitat: |
| …die jährlich freigesetzte Masse an Kohlendioxid beträgt circa 4,4 Millionen Tonnen… |
2,427 Millionen Tonnen Steinkohle pro Jahr bei Vollastbetrieb und 4,4 Millionen Tonnen CO2 passen aber nicht zusammen.
Wir erinnern uns:
Confused
Kohlenstoff hat das Atomgewicht 12; Sauerstoff von 16.
Nach Atomgewichten setzt sich das CO2-Molekül zusammen aus 12 Teilen C und 32 Teilen O
CO2 hat also ein Gewicht von 44
Der Kohlenstoffanteil des CO2 ist also 12/44 = 0,27
Daraus ergeben sich mit 0,27 * 4,4 Mt = 1,19 Mt verbrannter Kohlenstoff lt. oben zitierter Daten.
Steinkohle hat einen Anteil von 75 bis 94 % Kohlenstoff.
Es genügt also 1,27 bis 1,59 Mt Steinkohle pro Jahr zu verbrennen,
um den oben zitierten jährlichen CO2-Auststoß von 4,4 Millionen Tonnen zu realisieren,
vollständige Verbrennung des Kohlenstoffs unterstellt.
Wo kommt die Differenz her oder wo verbleibt sie... *g*
Bei den neueren Steinkohlekraftwerken mit thermisch/elektrischen Betrieb (Wärme-Kraft-Kopplung) werden in der Gruppe um 750 MW etwa 2 Mt Steinkohle pro Jahr benötigt.
Nach obigem Ansatz enthält dieser Brennstoff einen Kohlenstoffanteil von 1,5 bis 1,88 Mt Kohlenstoff.
Dies ist auch sein 12/44-Gewichtsanteil im CO2.
Zusammen mit dem notwendigen Sauerstoff muss sich also
aus den 2 Millionen Tonnen verbrannter Steinkohle eine CO2Masse von mindestens 5,56 bis 6,96 Mt ergeben.
Das war einfach.
Aber dies ist nur ein ganz klein wenig mehr als 4,4 Millionen Tonnen.
Wie eben auch 2 Millionen Tonnen Steinkohle ein kleines bisschen weniger
sind, als 2,4 Millionen.
Die Über- und Untertreibungen heben sich also auf.
Tolle Diskussionsbasis.
Der Rhein wird auch um 10 Grad wärmer - oder die 25 Kubikmeter pro Sekunde, die aus dem Kraftwerk kommen?
Wieviel Grad sind das eigentlich bei mittleren Abflussmenge von 2.330 Kubikmeter in der Sekunde? Oder anders herum - wie heiß müssen 25 Kubikmeter Kühlwasser sein, um die Temperatur des Rheins um 10 Grad anzuheben?
Aber wer wird denn hier so pingelig sein und die tatsächlich zu erwartende Temperaturerhöhung auch noch nachrechnen wollen?
Na die Milchmädchen.
Die anderen glauben, was man ihnen so vorbetet und einredet.
Und erst noch das Gift, was da aus dem Schlote kommt...
Brrrrr... |
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cephalotus
Moderator

Angemeldet: 06.04.2006
Beiträge: 1136
Wohnort: Niederbayern (PV-Anlage)
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Verfasst am:
05.01.2008, 01:16 |
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| phenning hat Folgendes geschrieben: |
Ich habe doch auch nicht behauptet, dass das EEG durch Steuern finanziert wird. :roll:
Sondern lediglich festgestellt, dass vom Verbraucher die Stromkosten ähnlich wie Steuern gesehen werden. man kann sich eigentlich nicht dagegen wehren, und jemand anders setzt die Höhe scheinbar willkürlich fest. Strom wird also nicht "gekauft".
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Das sehe ich eben nicht so.
Gegen hohen Strompreis kann ich mich sehr wohl wehren, indem ich energieeffizientere Geräte verwende. Und da gibt es in deutschen Haushalten noch -enormes- Potential.
Wer 5000kWh im Jahr verbraucht bezahlt bei 0,2ct/kWh EEG Umlage für PV bei 10€ im Jahr. Realistisch ist es im Schnitt, dass dieser Verbrauch ohne Komforteinbußen auf 3000kWh im Jahr gesenkt werden könnte, die eingesparten 2000kWh entsprechen bei 20ct/kWh Haushaltsstrompreis dann 400€ pro Jahr.
Ich kann nur die Leute beim Meckern über hohe Strompreise enrst nehemn, die alle wirtschaftlichen Einsparmögliochkeiten bereits ausgeschöpft haben. Das sind ganz grob geschätzt vielleicht mal 1% aller Haushalte, alle anderen verschenken freiwillig Geld in weitaus höherem Maße als sie für PV Strom zu bezahlen gezwungen werden.
Nicht wehren kann ich mich hingegen gegen meine Lohnsteuer, es sei denn ich würde um weniger Lohn bitten, was ja eher kontraproduktiv ist. Trotzdem komme ich auch damit klar, auch dieses Geld verschwindet ja nicht im Nichts.
mfg |
_________________ 24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp |
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cephalotus
Moderator

Angemeldet: 06.04.2006
Beiträge: 1136
Wohnort: Niederbayern (PV-Anlage)
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Verfasst am:
05.01.2008, 01:18 |
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| Zehsar hat Folgendes geschrieben: |
Wo kommt die Differenz her oder wo verbleibt sie... *g*
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Steinkohle besteht nur zu ca. 85% aus Kohlenstoff.
Die ganze Differenz erklärt das allerdings auch nicht.
Die kommen wohl eher von den Vollaststunden. Steinkohlekraftwerke sind in D keineswegs reine Grundlastkraftwerke sondern laufen in D im Schnitt nur ca. 4000-5000h/a
Und damit kommts dann in etwa hin.
mfg |
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Mickel
Stammmitglied

Angemeldet: 15.05.2007
Beiträge: 142
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Verfasst am:
05.01.2008, 02:28 |
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| Zitat: |
| Ich kann nur die Leute beim Meckern über hohe Strompreise enrst nehemn, die alle wirtschaftlichen Einsparmögliochkeiten bereits ausgeschöpft haben. Das sind ganz grob geschätzt vielleicht mal 1% aller Haushalte, alle anderen verschenken freiwillig Geld in weitaus höherem Maße als sie für PV Strom zu bezahlen gezwungen werden. |
Das sollte man mal deutschlandweit plakatieren.
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich auch erst seit 2 Jahren intensiv Altgeräte ausgetauscht habe. Aber jeder Mensch mit Stromverbrauchsmessgerät und normalem mathematischen Talent sollte das Potential sehen.
Aber in den Medien werden andere Themen forciert, z.B. Anbieterwechsel oder Gebäudedämmung (die durchaus sinnvoll ist, aber eine verhältnismäßig große Investition darstellt, die sich zudem erst viel später amortisiert). |
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poseido1
Stammmitglied

Angemeldet: 26.05.2007
Beiträge: 52
Wohnort: nähe Ulm/Donau
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Verfasst am:
05.01.2008, 08:42 |
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In wesentlichen Punkten dürfte Einigkeit bestehen:Kernkraft will eigentlich keiner-Kohle kanns auch nicht sein.Co2 soll weniger werden-der Strompreis aber für alle noch bezahlbar.Dann bleibt nur noch Holz und erneuerbare Energien.Es wäre doch mal interessant auzumalen,was passiert,wenn Millionen von Hektar Anbaufläche ´vergast´werden.Dann explodieren die Rohstoffpreise.Ob Wind und Sonne in absehbarer Zeit den Energiehunger stillen können,mag ich zu bezweifeln.Ganz konkrete Aussagen zu diesen Problemen vermisse ich leider auch von der Politik.Vielleicht kann mir der Eine oder Andere weiterhelfen............... |
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Rio
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Angemeldet: 23.12.2006
Beiträge: 1040
Wohnort: Kleve (NRW)
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Verfasst am:
05.01.2008, 09:16 |
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| phenning hat Folgendes geschrieben: |
Ich habe doch auch nicht behauptet, dass das EEG durch Steuern finanziert wird.
Sondern lediglich festgestellt, dass vom Verbraucher die Stromkosten ähnlich wie Steuern gesehen werden. man kann sich eigentlich nicht dagegen wehren, und jemand anders setzt die Höhe scheinbar willkürlich fest. Strom wird also nicht "gekauft".
Durch staatliche Maßnahmen - Kohelpfenning, EEG - wird diese Einstellung gefördert. |
phenning, fast überall werden die Preise diktiert. Egal ob Du eine Schachtel Zigaretten am Automaten ziehst oder ob Du "Strom kaufst"! Entweder Du möchtest ein Produkt erwerben oder du lässt es. Das gerade auf dem Strommarkt sich ein Wettbewerb entwickelt und die Zeiten des "einen Anbieters" den Du wählen musstest vorbei sind ist aber unübersehbar! Der Kunde kann sich wehren! Mit ein wenig Glück entwickelt sich die Anbietervielfalt auf dem Strommarkt so wie auf dem Markt für Telekommunikation! Es ist Heute für jeden möglich durch einen Wechsel seines bisherigen Stromanbieters 10---20% zu sparen!
Gruß Rio |
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Rio
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Wohnort: Kleve (NRW)
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Verfasst am:
05.01.2008, 09:26 |
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| Zehsar hat Folgendes geschrieben: |
Hi @Rio,
hinter dem von Dir weiter oben gewählten Beispiel vermute ich das geplante Kraftwerk Krefeld-Uerdingen.
| Zitat: |
| …Pro Stunde würden in diesem Kraftwerk bei Volllastbetrieb 277 t Kohle verbrannt … |
Das sind 2,427 Millionen Tonnen Steinkohle pro Jahr
| Zitat: |
| …die jährlich freigesetzte Masse an Kohlendioxid beträgt circa 4,4 Millionen Tonnen… |
2,427 Millionen Tonnen Steinkohle pro Jahr bei Vollastbetrieb und 4,4 Millionen Tonnen CO2 passen aber nicht zusammen.
Wir erinnern uns:
Confused
Kohlenstoff hat das Atomgewicht 12; Sauerstoff von 16.
Nach Atomgewichten setzt sich das CO2-Molekül zusammen aus 12 Teilen C und 32 Teilen O
CO2 hat also ein Gewicht von 44
Der Kohlenstoffanteil des CO2 ist also 12/44 = 0,27
Daraus ergeben sich mit 0,27 * 4,4 Mt = 1,19 Mt verbrannter Kohlenstoff lt. oben zitierter Daten.
Steinkohle hat einen Anteil von 75 bis 94 % Kohlenstoff.
Es genügt also 1,27 bis 1,59 Mt Steinkohle pro Jahr zu verbrennen,
um den oben zitierten jährlichen CO2-Auststoß von 4,4 Millionen Tonnen zu realisieren,
vollständige Verbrennung des Kohlenstoffs unterstellt.
Wo kommt die Differenz her oder wo verbleibt sie... *g*
Bei den neueren Steinkohlekraftwerken mit thermisch/elektrischen Betrieb (Wärme-Kraft-Kopplung) werden in der Gruppe um 750 MW etwa 2 Mt Steinkohle pro Jahr benötigt.
Nach obigem Ansatz enthält dieser Brennstoff einen Kohlenstoffanteil von 1,5 bis 1,88 Mt Kohlenstoff.
Dies ist auch sein 12/44-Gewichtsanteil im CO2.
Zusammen mit dem notwendigen Sauerstoff muss sich also
aus den 2 Millionen Tonnen verbrannter Steinkohle eine CO2Masse von mindestens 5,56 bis 6,96 Mt ergeben.
Das war einfach.
Aber dies ist nur ein ganz klein wenig mehr als 4,4 Millionen Tonnen.
Wie eben auch 2 Millionen Tonnen Steinkohle ein kleines bisschen weniger
sind, als 2,4 Millionen.
Die Über- und Untertreibungen heben sich also auf.
Tolle Diskussionsbasis.
Der Rhein wird auch um 10 Grad wärmer - oder die 25 Kubikmeter pro Sekunde, die aus dem Kraftwerk kommen?
Wieviel Grad sind das eigentlich bei mittleren Abflussmenge von 2.330 Kubikmeter in der Sekunde? Oder anders herum - wie heiß müssen 25 Kubikmeter Kühlwasser sein, um die Temperatur des Rheins um 10 Grad anzuheben?
Aber wer wird denn hier so pingelig sein und die tatsächlich zu erwartende Temperaturerhöhung auch noch nachrechnen wollen?
Na die Milchmädchen.
Die anderen glauben, was man ihnen so vorbetet und einredet.
Und erst noch das Gift, was da aus dem Schlote kommt...
Brrrrr... |
Hallo Zehsar
Also ich muss gestehen die Berechnungen stammen nicht aus meiner Feder! Aber da Du erkannt hast um welches Kraftwerk es sich handelt ist dir der Artikel vielleicht nicht ganz fremd? Wobei wir uns, denke ich mal, einig sind das aus dem Schlote keine reine Gebiergsluft kommen dürfte!
Aber auf der Seite findest Du eine Kontaktadresse
http://www.dkp-krefeld.de/ln-kraftw.pdf
Würde mich auch interessieren was der Schreiber des Artikels zu deiner Berechnung antwortet!
Gruß Rio |
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cephalotus
Moderator

Angemeldet: 06.04.2006
Beiträge: 1136
Wohnort: Niederbayern (PV-Anlage)
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Verfasst am:
06.01.2008, 13:23 |
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| poseido1 hat Folgendes geschrieben: |
| In wesentlichen Punkten dürfte Einigkeit bestehen:Kernkraft will eigentlich keiner-Kohle kanns auch nicht sein.Co2 soll weniger werden-der Strompreis aber für alle noch bezahlbar.Dann bleibt nur noch Holz und erneuerbare Energien.Es wäre doch mal interessant auzumalen,was passiert,wenn Millionen von Hektar Anbaufläche ´vergast´werden.Dann explodieren die Rohstoffpreise.Ob Wind und Sonne in absehbarer Zeit den Energiehunger stillen können,mag ich zu bezweifeln.Ganz konkrete Aussagen zu diesen Problemen vermisse ich leider auch von der Politik.Vielleicht kann mir der Eine oder Andere weiterhelfen............... |
Solche Studien und Artikel gibt es durchaus.
Exemplarisch nenne ich mal:
http://www.hwwi.org/fileadmin/hwwi/Leistungen/Gutachten/Power-fuer-Deutschland.pdf
http://www.erneuerbare-energien.de/files/erneuerbare_energien/downloads/application/pdf/broschuere_ee_zahlen.pdf
(oder allgemein: http://erneuerbare-energien.de/inhalt/35338/)
http://www.physi.uni-heidelberg.de/~pelte/energie2/start.htm
http://www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/umwelttechnikatlas_zsf.pdf
https://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/bitstream/urn:nbn:de:hebis:34-200604119596/1/DissVersion0502.pdf
Ich selbst sehe die Zukunft in etwa so:
Global wird es eine Verknappung an Rohöl innerhalb der nächsten 10 Jahre geben (Verknappung heißt nicht vollständig ausgehen, sondern dass das Angebot die Nachfrage nicht decken kann)
Global wird es eine Verknappung an Erdgas innerhalb der nächsten 20 Jahre geben
Global wird es eine Verknappung an Nahrungsmitteln geben
Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass in den kommenden Jahrzehnten die Menscheit jedes Fitzelchen an förderbarem konventionellem Erdöl und Erdgas auch nutzen wird, CO2 hin oder her.
Deutschland selbst bezieht Erdgas und Erdöl überwiegend aus Nordeuropa und Russland, allerdings sinkt die Förderung in Nordeuropa seit ein paar Jahren rapide ab, d.h. heute schon und in zunehmendem Maße in den kommenden Jahren sind wir bzgl. Erdgas und Erdöl dem Wohlwollen Russlands als Hauptversorger auf Gedeih und Verderben ausgeliefert.
Das ist keine schöne Situation, aber praktisch kaum änderbar.
Derzeit liegt der Stromverbrauch in Deutschland bei ca. 600TWh/a. Durch Effizienzsteigerungen lassen sich grob 100TWh/a (heute schon wirtschaftlich) einsparen.
Mit 100TWh/a ließe sich die Hälfte aller Auto-km elektrisch durchführen, weitere 100TWh/a würde ich künftig für den Bereich Gebäudeheizung (Wärmepumpen, Zwangsbelüftung mit Wärmerückgewinnung) sowie Gebäudekühlung (bekommt eine zunehmende Bedeutung, denn unsere Sommer werden immer heißer) ansetzen, in der Summe wäre das dann ein Bedarf von 700TWh/a.
Potentiale für EE im Stromsektor in Deutschland sind (hier unterscheiden sich die Meinungen teils erheblich), mal ganz grob:
20TWh/a Wasserkraft (derzeit 20TWh/a)
100-200TWh/a Wind on shore (derzeit 40-50TWh/a)
100 TWh/a Wind off shore (derzeit 0)
5-50(???) TWh/a Tiefengeothermie (derzeit 0, allerdings mit hoher Abwärme verbunden)
20-100 TWh/a Biomasse (derzeit 15 TWh/a, hängt stark davon ab, wo man Biomasse nutzen will)
>300TWh/a Photovoltaik (derzeit 3TWh/a, hat sehr großes Potential, allerdings teuer und starke Schwankungsbreite des Angebots)
0TWh Gezeiten/Wellenkraft
Wichtig ist, dass man Strom nicht losgelöst betrachtet, sondern den gesamten Energieverbrauch sieht. So wird künftig in Deutschland wohl ein Zubau an Gaskraftwerken (GuD) zu beobachten sein, da diese zum einen Vorteile bei der CO2 Bilanz aufweisen, zum zweiten eine gute Ergänzung zum schwankenden Angebot an EE dar stellen, da diese sehr gut regelbar sind.
Um den Erdgasverbrauch nicht zu stark ansteigen zu lassen müsste dieser vor allem im Bereich der Gebäusebeheizung eingespart werden, wo in Deutschland noch ganz enormes Potential steckt, das leider noch viel zu selten genutzt wird.
Gleichzeitig könnte man Häuser mit niedrigem Energieverbrauch über Wärmepumpen + Warmwasserpuffer beheizen, damit hätte man im Winter z.B. einen interessanten Abnehmer und "Speicher" für Windenergiestrom.
Bei der Biomasse ist die große Frage, wie man sie nutzen will. Die Welt steuert schnusrtraks in eine Situation, bei der die Nahrunsgmittelproduktion den Bedarf nicht mehr decken kann (die letzten Jahre haben wir die Speicher geleert), von daher ist landwirtschaftliche Fläche kostbarer denn je.
Man wird sich genau überlegen müssen, wie man die verfügbare Fläche am sinnvollsten nutzt. Den aktuellen Anbau von Raps, die Veredelung zu RME und das Verfeuern in Autos ist z.B. extrem flächenintensiv, mit 1ha Rapsfeld fährt ein Auto nicht sonderlich weit und dabei geht noch jede Menge fossile Energie mit drauf und es entstehet so einiges an klimawirksamen Gasen.
Die größte Getreide-Ethanol-Anlage in Deutschland (die nutzt Braunkohle) hat sogar eine schlechtere Energie- und Klimabilanz als das Verfeuern von Benzin. (der Vorteil ist halt die Nutzung billiger einheimischer Energie, die Wertschöpfung im Lande sowie für den Betreiber/Abnehmer steuerliche Vorteile).
Man kann (und soll) sich fragen, ob hier nicht der richtige Weg die elektrische Mobilität wäre. Mit Strom kommt man pro ha wesentlich weiter, das gilt für Biogas aber ganz besonders auch für PV. Das können Elektroautos mit Akkus sein, aber auch elektrisch betriebene Überleitungs-Busse in der Stadt bzw. der elektrische Schienenverkehr.
So könnte z.B. eine enorme Menge an Öl über Erneuerbare Energien im Stromsektor eingespart werden, obwohl Öl an der Stromerzeugung in D gar keinen nennenswerten Anteil hat...
usw, usf...
Meine Zukunftsvision für die Stromversorgung in 20 Jahren sieht in etwa wie folgt aus:
- keine oder geringe Anteile an Kernenergie (politisch gewollt)
- 30-50% Kohlestrom, die (auch) mit heimischer Kohle befeuert werden, Entwicklung von CCS Techniken (ganz besonders wichtig für China, Indien, usw... Klimaerwärmung ist globales Phänomen)
- 20-30% Strom aus GuD Kraftwerken, teils KWK
- 20-30% erneuerbare Energien mit dem Schwerpunkt auf Windenergie
- flexible Strompreise für den Verbraucher (niedrige Preise wenn viel Stromangebot (Wind), hohe Preise zu Spitzenlastzeiten)
-> Entwicklung intelligenter Haushaltsgeräte und "Speichersysteme", z.B. Gefriertruhen, die dann kühlen und Wärmepumpen mit Pufferspeicher, die dann heizen, wenn Strom billig ist und im Überfluss vorhanden ist.
- 10% Anteil an Elektroautos, Ausbau des Zugverkehrs und ÖPNV
- Nutzung von Biotreibstoffen 2. Generation (Bioerdgas, BTL, Zellulose Ethanol,...)
- Nutzung der hohen Einsparpotentiale v.a. im privaten Bereich (Gebäudedämmung, sparsame Geräte), angeregt durch über immer höhere Energiepreise
- Rohöl wird dahin 2-3x soviel kosten, Gas ebenfalls 2-3x soviel, Strom 1,5-2x soviel.
Weltweit wird es sowohl zur Lebensmittel- als auch zu Energieknappheit kommen, mit entsprechenden Preissteigerungen. Einige Länder bleiben außen vor und können sich ihren Bedarf nicht mehr leisten
Der Klimawandel wird nicht mehr bestritten, die Auswirkungen sind bis dahin schon zu deutlich, auch das Schadenspotential wird nach ein paar größeren Katastrophen von der Öffentlichkeit wahr genommen.
In 40 Jahren:
- Stromversorgung in D zu einem Teil Kohle (mit CCS)
- nur noch geringer Anteil Erdgas (kann keiner mehr bezahlen), das meiste Gas ist Biogas
- >50% heimische EE, Schwerpunkt Wind und PV
- evtl. Stromimport aus thermischen Solarkraftwerken in südlicheren Ländern
- es wird global aufgeforstet, um CO2 zu binden und um Hochwasserschäden zu vermindern (außerdem sind durch die Klimaerwärmung viele der alten Wälder zu stark geschädigt worden)
70-80% aller Fahrzeuge fahren nicht mehr mit Benzin/Diesel
Wohnungen mit zu hohem Energiebedarf müssen aufgegeben werden, da die Beheizung und Kühlung unbezahlbar wird.
Tierische Nahrunsgmittel werden deutlich teurer sein als heute, Energie wird wesentlich teurer sein als heute.
Deutschland ist (einer) der Technologieführer im Bereich Umwelttechnologien, der Absatzmarkt weltweit ist gigantisch und übertrifft die Absatzmärkte für Automobilbau und Maschinenbau deutlich.
Insgesamt werden wir auf einer zu heißen Erde leben, einige Gebiete/Regionen werden profitieren, die meisten werden verlieren, die Weltbevölkerung nimmt wieder ab. (ich hoffe mal, nicht gezwungenermaßen)
Sollten wir in unserer Verzweiflung auf der Siuche nach Energie tatsächlich Methanhydrate abbauen, auch die Ölschiefer und -sande sowie die letzten Kohlflötze ausgraben, dann siehts auch für Deutschland duster aus und in Südeuropa beginnen sich dann unaufhaltsam die Wüsten auszubreiten, Grönland und die Westantarktis werden schmelzen und wir hinterlassen unseren Kindern (und genau die sind tatsächlich auch gemeint) tatsächlich eine andere Welt.
Wem das jetzt zu pessimistisch erscheint, dem sei versichert, dass das mein optimistisches Wunschszenario ist, die Pessimisten reden eher von Weltkriegen und Rückfall ins Mittelalter (beides ist in meinen Augen aber sehr wohl vermeidbar)
Die, die meinen, sie können locker noch 40 Jahre weiter machen wie bisher, weil das alles Probleme einer fernen Zukunft seien können sich gerne zu denen dazu stellen, die vor 3 Jahren einen Ölpreis von 20$ voraus gesagt haben.
Natürlich wird es sicher nicht genau so eintreffen, es kann sehr vieles passieren. Vielleicht gelingt die Fusion, vielleicht kommt es zu einer globalen Katastrophe (Supervulkan, Meteorit, Virus,...), vielleicht bricht die Weltwirtschaft zusammen, vielleicht boomt sie, usw, usf...
Zur vermutlich heute schon bedrohlichen Situation bei den Energieroshstoffen verweise ich gerne auf die ASPO: http://www.energiekrise.de/
mfg |
_________________ 24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp
Zuletzt bearbeitet von cephalotus am 06.01.2008, 16:30, insgesamt einmal bearbeitet |
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