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Wiese
Forumsinventar


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Angemeldet: 28.01.2007
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Verfasst am:
04.11.2007, 17:02 |
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gegen das "weiterlaufen lassen" habe ich ja gar nichts. Wenn dann in 20 Jahren endlich Schluss ist mit dem Blödsinn.
Ich habe auch nicht gesagt, dass man die Milliarden Atom-Forschungsgelder in die Erforschung der alternativen Energien hätte stecken sollen, sondern in deren Bau! Learning by dooing hätte Milliarden gespart. Sonnen- Wind und Wasserkraftanlagen inclusive Gezeitenkraftwerke, die man vor 20 Jahren gebaut hätte, könnte man dann heute durch effektivere und bessere austauschen. Man hätte 20 Jahre Erfahrung gesammelt und nicht nur ein paar wenige Versuchsanlagen, sondern Praxiserfahrung mit tausenden Anlagen. Am Growian hat man ja gut sehen können wie blöd die Politiker sind. Für die Atomlobby wurden Milliarden verbraten, aber der Growian wurde nach den ersten Fehlversuch eingestellt, obwohl damals bekannt war was man hätte verbessern müssen.
Ich muss jetzt Schluss machen hier, ich reg mich sonst nur unnötig auf.
Peter |
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- Christa Wolf - |
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Verfasst am:
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Betatester
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Angemeldet: 09.01.2006
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Wohnort: Oberbayern
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Verfasst am:
04.11.2007, 17:07 |
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Wiese
Forumsinventar


Info: Betreiber
Angemeldet: 28.01.2007
Beiträge: 1771
Wohnort: 76297
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Verfasst am:
04.11.2007, 19:51 |
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Ich reg mich ja nicht über Euch auf, sondern über die Energiepolitik
Das ist doch alles nur Abzocke von vorne bis hinten. Wir werden für dumm verkauft, und einige wenige Großkonzerne verdienen Unsummen. Und dann gibt es Leute, die den Quatsch den die erzählen, auch noch glauben.
Die Freigabe des Strommarktes hat doch nur dazu geführt, dass sich die Großen vergößerten und den Markt beherrschen.
Da sehnt man sich ja fast an die Zeiten zurück, als der Strom noch vom örtlichen E-Werk gebacken und verteilt wurde. Da haben Leute aus der Umgebung gearbeitet, und wenn man auch wusste, dass da der Eine oder Andere beim Hof fegen fast eingeschlafen ist, war das immer noch billiger als Arbeitslosengeld zu zahlen.
Peter |
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solerling
Forumsinventar

Angemeldet: 01.03.2006
Beiträge: 639
Wohnort: 85
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Verfasst am:
04.11.2007, 23:11 |
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| phenning hat Folgendes geschrieben: |
Hm, jetzt rauscht es aber wirklich - ich kann gar nicht so schnell schreiben, wie hier die Dinge einlaufen )
"Optionen" ist genau das Thema. Kernenergie ist zu wichtig, um sie aus den möglichen Zukunftsszenarien auszuschließen. Ich habe genau wie alle anderen meine Zweifel an der Sicherheit gegenwärtiger Kernkraftwerke. Ich habe aber auch meine Zweifel an der Sicherheit des Straßenverkehrs, und nehme jeden Tag daran teil.
Und darum ganz eindeutig: Ich lebe lieber im Vorgarten eines Schnellen Brüters, als ganz ohne Strom.Europa ließe sich vielleicht bereits mit gegenwärtigen Technologien aus regenerativen Energien versorgen. Wenn ich auf "Landschaft" verzichte und zusätzlich noch Marokko mit Zellen zupflastere. Wo aber sollten die Chinesen ihre Module hinstellen, und was passiert, wenn jeder Marokkaner ein eigenes Auto fahren möchte ?
"Optionen" also. Und darum wäre es am Besten, wenn wir alle existierenden KKW so lange weiter laufen ließen, wie dies aus Sicherheitsgründen vertretbar ist. Und die eingesparten Millarden nutzen, um z.B. unsere Module weiter zu entwickeln. |
Halloo Phennig
Gebe Dir in einigen Dingen Recht aber.....
Ich lebe lieber neben einer PV-Anlage als neben einem Atomkraftwerk
...und vor ca. 45 Jahren hat uns der Lehrer in der Schule auch vom Zukunftsauto mit Atomantrieb erzählt,doch was ist daraus geworden...?
Und ausserdem existiert unsere Erde schon soo lange und wir beuten sie in kürzester Zeit aus als obs noch eine Zweite gäbe
Gruß Josef |
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kuddi
Fleißiges Mitglied


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Angemeldet: 10.10.2005
Beiträge: 423
Wohnort: nördliche Oberpfalz
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Verfasst am:
04.11.2007, 23:19 |
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Es ehrt unser Forum, dass auf die immer mal wiederkehrenden Beiträge von den ewig gestrigen Atomkraftbefürwortern mit so viel Geduld eingegangen wird.
All das Geblubber von der Segenskraft der Kernspaltung und seiner machbaren Handhabung ist doch längst widerlegt. Selbst die Atomindustrie weiss es inzwischen besser und will gar keine neuen Kraftwerke.
Gut - wenn Sonstwoland noch eines bestellen würde, würde man das Geschäft schon noch mitnehmen.
Als Geologe habe ich vor 30 Jahren (!) das Eisenerzbergwerk Konrad besucht. Man war sich sicher, hier ein geeignetes Lager für schwach- und mittelaktiven Abfall gefunden zu haben. Noch heute wird dort nichts gelagert ausser enttäuschter Hoffnungen.
Salzstöcke - vergiss' es ! Die Lagerungsdauer ist einfach nicht zu verantworten. Und bis heute ist in der Erdgeschichte noch jeder Salzstock abgesoffen. Und wenn von Aktivmüll die Rede ist, muss man in erdgeschichtlichen Dimensionen denken.
Verfahren zum Unschädlichmachen von aktivem Müll sind Laborversuche, seit Jahrzehnten kein Erfolg.
Aber ich habe keine Lust, die ewig Gestrigen hier zu widerlegen. Das ist zu OffTopic und mir zu schade um die Zeit.
Wir müssen nach vorne schauen. Und da gibt es viel Erfreulicheres !
Wir reden hier über die Erzeugung von regenerativem Strom. Und dieses Ziel ist zu 100% machbar.
Eines der überzeugendsten Beiträge auf der RegioSolar 2007 in Mannheim war für mich das Kombikraftwerk. Schaut euch mal die Animation dazu an. Das hat Hand und Fuss.
Bei Regiosolar könnt ihr die meisten Beiträge nachlesen - es sieht gut aus !!
Es scheitert nicht an der Technik - die gibt es.
Vielmehr scheitert es in den Köpfen.
Aber hier befindet sich Zehsar immer noch in bester Gesellschaft der unverbesserlichen Zyniker.
Der Umbau der Netze ist eines der grossen Aufgaben. Die Konzessionsverträge mit den EVUs und die gewachsenen Strukturen sind ein riesen Klotz am Bein der eE.
Aber wenn wir es wollen, werden wir die Stromwende schaffen.
Dazu braucht es noch Pioniergeist - und keine aufgewärmte Atomsehnsucht aus den Sechzigern.
Ist meine Meinung.
kuddi |
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Photonator
Stammmitglied


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Angemeldet: 05.10.2007
Beiträge: 100
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Verfasst am:
04.11.2007, 23:38 |
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Atomenergie ist sicher! Aber nicht in den Händen der Menschen! Leider! Und da geht es weniger um unsere, französische,... Reaktoren, aber überlegt ein mal in welchen Ländern unter welchen Bedingungen diese Kraftwerke betrieben werden. Und so gibt es viele Argumente für oder wider dieser Technologie, aber wenn ich dem jungen Mann da links vom Text morgen früh wieder in die Augen schaue weiß ich wir sollten mehr dafür tun diese Zeitbomben loszuwerden. |
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Betatester
Moderator

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Angemeldet: 09.01.2006
Beiträge: 2078
Wohnort: Oberbayern
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Verfasst am:
05.11.2007, 00:02 |
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Hallo Kuddi,
nette Animation und durchaus auch mein Ziel, aber nicht in naher Zukunft.
Mich würde mal interessieren was dieses Kombikraftwerk nun für die kWh an Cent´s haben will
Leider ist darüber rein gar nichts zu finden.
Des weiteren würde mich interessieren was jeweils die einzelnen Teilbereiche im Jahr leisten (kWh).
Nur mit diesen Informationen kann mal nachgerechnet werden was in entfernter Zukunft wirklich möglich ist.
Beta |
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pictoros
Fleißiges Mitglied


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Angemeldet: 01.06.2006
Beiträge: 474
Wohnort: Schwaben
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Verfasst am:
05.11.2007, 00:58 |
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Hallo Leute,
Eure Visionen und die von manchen Wissenschaftlern sind wirklich toll, man wüscht sich, dass man gleich mit den Veränderungen beginnen möge...
Na ja, die Realität sieht anderst aus!
Eine Energiewende ist weder von den Konzernen noch von der Politik gewünscht! Warum - weil sich mit Kohlekraftwerken und alten Atommeilern noch spitze Geld verdienen lässt.
Hat jemand dazu die Frontal-21 Doku "Die Macht der Konzerne - Deutschland im Würgegriff der Energieversorger" im ZDF gesehen - lief glaube im August?
Ich selber erlebe es gerade wieder am eigenen Geldbeutel:
Mitte - Ende der 90ger wurde allen Häuslebauern geraten, sich zu überlegen, welche Heiztechnik man verwendet u. a. wurde vom Staat sowie von den Konzernen die "umweltfreundliche" Wärmepumpentechnik mit Zuschüssen oder verbilligten Sonderstromtarifen gefördert...
Heute wird diese Technik - da "bereits etabliert" nicht mehr vom Staat gefördert - heute sind es wieder Gas- und Öl Brennwertkessel(?). Tja und was haben die Stromkonzerne gemacht?
Die haben gewartet, bis sich genügend "Dumme" gefunden hatten, die diese Technik auch einbauten und erhöhten dann ihre Sondertarife um - jetzt aktuell auf mehr als 130% gegenüber 1999. Gleichzeitig erhöhte sich der "normale" Strom "nur" um 41%.
Noch 2004 wurde von den Konzernen, die jährlichen Erhöhungen auf die Preisentwicklung bei Gas- und Öl zurückgeführt. Jetzt ist es plötzlich die Preisentwicklung in der Strombörse EEX in Leipzig (die an sich selber ja schon ein Witz ist). Nächstes Jahr ist es ....
Tatsache ist, daß ich als Wärmepumpenbesitzer nächstes Jahr rund 500 Euro mehr gegenüber Ölkunden bezahlen soll und sogar 600 Euro mehr gegenüber Gaskunden (bei rechnerisch gleichem Verbrauch).
Währenddessen geht das Postengeschacher bei Politik und Konzernen weiter... wer bekommt welchen Vostandsvorsitz nach Beendigung seines Mandates usw. ...
Und dies ist ja nicht von mir ausgedacht, sondern ganz offiziell von diversen Partei- und Regierungsmitgliedern, Ökonomen und sogar von den Konzernen selber bestätigt...
Wie sagte der Chef des lokalen Energieversorgers mal zu mir: "Tja, in Deutschland gibt es eben einen Oligopol..."
Na dann..
Gute Nacht auch
pictoros |
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"Auf der Südhalbkugel der Erde!"  |
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Wiese
Forumsinventar


Info: Betreiber
Angemeldet: 28.01.2007
Beiträge: 1771
Wohnort: 76297
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Verfasst am:
05.11.2007, 07:30 |
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@Pictolos und Kuddi
danke
Peter |
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Betatester
Moderator

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Angemeldet: 09.01.2006
Beiträge: 2078
Wohnort: Oberbayern
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Verfasst am:
05.11.2007, 09:59 |
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| Zitat: |
Aber ich habe keine Lust, die ewig Gestrigen hier zu widerlegen. Das ist zu OffTopic und mir zu schade um die Zeit.
Wir müssen nach vorne schauen. Und da gibt es viel Erfreulicheres ! |
Achja *seufz*...wenn die Grünen das in anderen Bereichen auch nur so sehen würden.....(zig Beispiele jetzt einfallen wo sie dagegen arbeiten).
Beta |
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2old2fly
Öfters hier


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Angemeldet: 08.07.2007
Beiträge: 16
Wohnort: Allgäu
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Verfasst am:
05.11.2007, 10:09 |
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| pictoros hat Folgendes geschrieben: |
Hallo Leute,
....
Hat jemand dazu die Frontal-21 Doku "Die Macht der Konzerne - Deutschland im Würgegriff der Energieversorger" im ZDF gesehen - lief glaube im August?
....
Na dann..
Gute Nacht auch
pictoros |
Kann man sich zum Kopfschütteln noch mal in der Mediathek anschauen.
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/9602?inPopup=true#
Servus |
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pv-jr
Vielschreiber

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Beiträge: 284
Wohnort: Rhein-Neckar-Kreis
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Verfasst am:
05.11.2007, 10:39 |
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| Betatester hat Folgendes geschrieben: |
| Zitat: |
Aber ich habe keine Lust, die ewig Gestrigen hier zu widerlegen. Das ist zu OffTopic und mir zu schade um die Zeit.
Wir müssen nach vorne schauen. Und da gibt es viel Erfreulicheres ! |
Achja *seufz*...wenn die Grünen das in anderen Bereichen auch nur so sehen würden.....(zig Beispiele jetzt einfallen wo sie dagegen arbeiten).
Beta |
Hallo Beta,
hättest du und ich ohne deine geliebten Grünen ein PV-Anlage?
J, |
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pictoros
Fleißiges Mitglied


Info: Betreiber
Angemeldet: 01.06.2006
Beiträge: 474
Wohnort: Schwaben
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Verfasst am:
05.11.2007, 12:59 |
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@ 2old2fly
Danke für den Link!!
@ pv-jr
Spekulativ, ich würde aber sagen "ja". Denn bei der Etablierung des EEG ging es darum, die PV-Industrie zu fördern, um bei dieser Technik einer der Weltmarktführer zu werden. Nicht zuletzt aber auch, um neue Arbeitsplätze zu schaffen.
Weniger ging es um den Kleinanlagenbetreiber. Damit aber ein Anreiz für Investitionen da war, musste eine relativ hohe Vergütung eingeführt werden.
Gruß
pictoros |
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cephalotus
Moderator

Angemeldet: 06.04.2006
Beiträge: 1136
Wohnort: Niederbayern (PV-Anlage)
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Verfasst am:
05.11.2007, 15:18 |
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Man kann sich das herleiten, die beteiligten Kraftwerke sind ja aufgelistet.
Ungewöhnlich ist natürlich die Nutzung der Biogasanlagen nicht in der Grundlast sondern bedarfsgeführt, so wirds aber künftig wohl laufen müssen.
Auch erscheint mir die Biogasanteil etwas zu hoch zu sein, um für Deutschland tatsächlich eine Skalierung des Modells auf 100% EE zu ermöglichen.
Andererseits wurden ja weder Geothermie noch Laufwasserkraft noch Lastmanagementkonzepte und evtl künftige Speichermöglichkeiten wie vehicle to grid oder Wasserstoff/Akkumulatoren genutzt.
Was die Potentiale der Energieträger angeht s gibt es dazu einige Studien.
Windkraft schafft wohl so um die 100-200TWh im Jahr, PV könnte 500TWh im Jahr schaffen (je nachdem, welche Flächen man nutzen wollte), Biogas wird sich zeigen (dafür gabs ja noch weitere Nutzungsmöglichkeiten zu Heizzwecken oder im Verkehrsbereich), Wassekrfat schafft so 25TWh (ohne Pumpspeicher), bei geothermie gehen die Aussagen noch sehr weit auseinander.
Der aktuelle Stromverbrauch liegt bei 600TWh/a.
Es gibt zwar merkliches Einsparpotential, auf der anderen Seite wird Strom auch Energieträger im Bereich der Gebäudeheizung (Wärmepumpen, direktheizung in Passivhäusern) sowie im Verkehrsbereich (Bahn, E-Autos) substituieren.
Das Potential ist in meinen Augen vorhanden, die Technik ist vorhanden, der Wille zur Umsetzung ist im großen und ganzen auch vorhanden, siehe EEG Novelle (Zielplanung 2020: 27%, 2030: 45%)
Interessant wird vor allem die zeitliche Entwicklung sein (ich fürchte, es muss schneller gehen) und zum zweiten die Frage, welche Energieträger in der Übergangszeit genutzt werden.
Gas bietet Klimavorteile und ist sehr gut regelbar, allerdings auch teuer und die Versorgungssicherheit ist nicht gewährleistet.
Kohle (insbesondere Braunkohle) bietet als heimischer Rohstoff vorübergehend hohe Versorgungssicherheit und günstige Preise, ist bedingt regelbar, ohne teure CCS Verfahren aber sehr klimaschädlich
Uran ist klimafreundlich, die Versorgung ist mittelfristig aber ungewiss, die Kosten für neue Reaktoren sind schwer abschätzbar. Die Kraftwerke sind nicht regelfähig und verhindern somit den stärkeren Ausbau von Lastmangementsystemen und EE. Strom aus bestehendne Anlagen ist günstig. Eine Lösung für den radiaktiven Müll existiert nicht und wird auf kommenden Generationen abgewälzt.
Mehr Optionen sind es eh nicht, prinzipiell wäre noch Strom aus Erdöl, Pflanzenöl und feste Biomasse aus dezentralen BHKW denkbar, aber ich bezweifle, dass diese bei der Stromerzeugung eine nennenswerte Rolle spielen werden.
mfg
| Betatester hat Folgendes geschrieben: |
Hallo Kuddi,
nette Animation und durchaus auch mein Ziel, aber nicht in naher Zukunft.
Mich würde mal interessieren was dieses Kombikraftwerk nun für die kWh an Cent´s haben will 8)
Leider ist darüber rein gar nichts zu finden.
Des weiteren würde mich interessieren was jeweils die einzelnen Teilbereiche im Jahr leisten (kWh).
Nur mit diesen Informationen kann mal nachgerechnet werden was in entfernter Zukunft wirklich möglich ist.
Was die Kosten für Strom aus EE angeht so liegen deren Erzeugungskosten derzeit bei knapp über 10ct/kWh.
Dazu kommendann wie beim herkömmlichen Strom noch weitere Kosten für Verteilung, Konzessionsabgabe, Steuern, etc hinzu.
Das liegt nur einige ct über den Erzeugungskosten von konventionellem Strom ohne Berücksichtigung von externen Kosten.
Im Ggensatz zu fossil erzeugtem Strom sind die Kosten für EE in den einzelnen Bereichen überwiegend fallend, der Trend im Schnitt nach oben kommt vom stark wachsenden Anteil an der (noch immer) sehr teuren PV.
Ohne die gehts in D aber nicht, wenn man wirklich weg will von fossilen Energieträgern und großen Importen. Und das ist keine Frage des Wollens, alleine die Verknappung der Resourcen wird uns diesen Schritt diktieren.
mfg
Beta |
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cephalotus
Moderator

Angemeldet: 06.04.2006
Beiträge: 1136
Wohnort: Niederbayern (PV-Anlage)
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Verfasst am:
05.11.2007, 15:36 |
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| pictoros hat Folgendes geschrieben: |
Mitte - Ende der 90ger wurde allen Häuslebauern geraten, sich zu überlegen, welche Heiztechnik man verwendet u. a. wurde vom Staat sowie von den Konzernen die "umweltfreundliche" Wärmepumpentechnik mit Zuschüssen oder verbilligten Sonderstromtarifen gefördert... |
Klar, um eben die Kohle und Atomkraftwerke möglichst ganztägig durchlaufen lassen zu können. Uranstrom ist nun mal nicht regelbar, wenns keine Abnehmer gibt ist er auch nichts wert.
| Zitat: |
Heute wird diese Technik - da "bereits etabliert" nicht mehr vom Staat gefördert - heute sind es wieder Gas- und Öl Brennwertkessel(?). Tja
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das hat auch seine Gründe.
Wärmepumpe ist etablierte Technik und dort wo sinnvoll einsetzbar auch wirtschaftlich einsetzbar, das braucht man nicht fördern.
Die Fördeurng der Brennwerttechnik soll Anreize zur Modernisierung bieten, da hier viel zu wenig geschieht...
| Zitat: |
und was haben die Stromkonzerne gemacht?
Die haben gewartet, bis sich genügend "Dumme" gefunden hatten, die diese Technik auch einbauten und erhöhten dann ihre Sondertarife um - jetzt aktuell auf mehr als 130% gegenüber 1999. Gleichzeitig erhöhte sich der "normale" Strom "nur" um 41%.
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die Stromkonzerne sind halt nicht in ertsre Linie Deine Freunde, sondern wollen möglicht viel geld verdienen.
| Zitat: |
Tatsache ist, daß ich als Wärmepumpenbesitzer nächstes Jahr rund 500 Euro mehr gegenüber Ölkunden bezahlen soll und sogar 600 Euro mehr gegenüber Gaskunden (bei rechnerisch gleichem Verbrauch).
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Das ist jetzt aber mit Kapitalosten gerechnet?
Die kWH Wärme aus Gas kostet derzeit 6-7ct/kWh (wird wohl noch steigen), bei Öl sinds auch etwas mehr als 6ct/kWh jeweils mit modernster Brennwerttechnik gerechnet und nur die Brennstoffkosten berücksichtigt.
Die kWh Wärmepumpenstrom liegt bei 15ct (?)
Selbst bei 18ct(kWh müsste man nur eine Jahresarbeitszahl von 3 erreichen, um bei den reinen Betriebskosten darunter zu liegen. Stand der Technik und ökologisch sinnvoll wird's ab Jahresarbeitszahl 4, machbar sind Jahresarbeitszahlen bis 5.
mfg |
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