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 Mindestabstände zu First, Traufe und Giebeln Nächstes Thema anzeigen
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Autor
beckechr
Stammmitglied
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Angemeldet: 30.07.2007
Beiträge: 41

BeitragVerfasst am: 08.10.2007, 16:07 Nach oben

Hallo zusammen,

wie sieht es mit den Mindestabständen der Module zu den o. gen. Punkten aus ? Muss ich mich an irgendetwas besonderes halten oder kann ich mit genug Befestigungsmaterial bis an den Dachrand gehen ?

LG
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Verfasst am: Nach oben

PhotonenSammler
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BeitragVerfasst am: 08.10.2007, 16:35 Nach oben

Hallo beckechr,

was für ein Dach ? Wohnhaus, Garage, werden die Module aufgeständert, Dacheindeckung, Neigung, Dachüberstand ?

Grundsätzlich solte man bei "normalen" Hausdächern mit den Modulen nicht zu weit nach unten kommen. Durch ihren Abstand von der Dachfläche schießt Dir sonst das Wasser bei stärkerem Regen über das Dach hinaus und trifft die Dachrinne nicht mehr.
Statische Gesichtspunkte spielen natürlich auch eine Rolle, da sind aber Angaben zum Dach erforderlich.

Mit sonnigen Grüßen
PhotonenSammler

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beckechr
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Angemeldet: 30.07.2007
Beiträge: 41

BeitragVerfasst am: 08.10.2007, 16:58 Nach oben

Hi,

das Dach gehört zu einem Wohnhaus, mit Tonziegeln und einer Neigung von ca. 30°. Ich meine es gäbe eine bestimmte Norm dafür, bin mir aber nicht sicher. Man hat mir auch mal erzählt, das man nicht näher als 0,2m an den Dachrand gehen darf. Stimmt das oder war das nur Humbug ?
PhotonenSammler
Moderator


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BeitragVerfasst am: 08.10.2007, 17:16 Nach oben

Hallo beckechr,

Du hast also das schon angesprochene "normale" Hausdach.
Die Existenz einer Norm ist mir nicht bekannt. Wenn das jemand wissen müsste, wäre es doch Dein Solarteur.
Allerdings würde ich schon wegen des beschriebenen Regenproblems zur Dachunterkante mindestens 20 cm Platz lassen, wenn nicht sogar noch mehr (das ist in gewisser Weise auch vom Abstand der Module von den Ziegeln abhängig).
Auch sollten aus optischen Gründen gewisse Abstände zu allen Dachrändern gelassen werden.
Statische Gründe spielen auch eine Rolle. Im Bereich der Dachränder (rechts und links) gibt es kaum noch Möglichkeiten zur Befestigung der Montagesysteme. Da der Wind hier (und vor allem auch am Dachfirst) aber unter die Module greifen kann, sollten dort Abstände eingehalten werden. Der Wind bricht sich dann an den Dachkanten und verliert an Kraft. Die Wahrscheinlichkeit von Anlagenschäden durch Sturm ist somit bedeutend geringer.

Die Hersteller von Montagesystemen haben für ihre Systeme auch Verarbeitungshinweise erlassen, in denen solche Angaben zu finden sind.

Gruß

PhotonenSammler

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BeitragVerfasst am: 08.10.2007, 18:17 Nach oben

Theoretisch könntest Du auch über die Dachfläche hinaus bauen. Direkt verbieten tut das keine Norm - aber meist doch die logik...
Jedoch besteht neben dem Problem mit den überspühlten Regenrinnen auch noch die Windlast an. In den Randbereichen (Streifen unter dem First und Streifen Entlang der Ortgänge) und besonders in den Eckbereichen (Schnittfläche der vorher genannten Streifen) kommt durch die Sogwirkung eine deutlich höhere Belastung zustande, wie in der Fläche. Die Breite der "Streifen" ist von der Dachgeometrie abhängig und kann nicht pauschal angegeben werden. Genauere Auskunft erhält man in der Statik zum Betreffenden Objekt. Für die Windlast gilt: Je weiter weg, desto besser. Als Richtwert kannst Du mal 40-50 cm von allen Seiten einplanen.

Sonnige Grüße
HS
beckechr
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Angemeldet: 30.07.2007
Beiträge: 41

BeitragVerfasst am: 08.10.2007, 20:22 Nach oben

Vielen Dank für Eure Hilfe Very Happy
Plane noch keine Anlage, sondern möchte mir vorerst mal wissen ansammeln, das ich dann später richtig darauf vorbereitet bin und nicht in die röhre schaun muss

Lieben Gruß

Chris Very Happy
kato
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BeitragVerfasst am: 08.10.2007, 20:37 Nach oben

Hallo Chris,

hier ist auch schonmal diskutiert worden: http://www.photovoltaikforum.com/ntopic3101.html

Kato

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Rio
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BeitragVerfasst am: 08.10.2007, 20:46 Nach oben

........also meines Wissens besteht eher die Gefahr der Sogwirkung des Windes wenn Module zu nah an den Dachränder verbaut werden. Was den Abstand zum First angeht sollte darauf geachtet werden das sich die Module im Blitschutzbereich des Gebäudes befinden.
Sollte dein Solarteur dir da keine vernünftigen Angaben machen könne würde ich bei dem vielleicht einen Toaster kaufen aber keine PV-Anlage.

Gruß Rio

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BeitragVerfasst am: 09.10.2007, 09:42 Nach oben

Hallo Rio,

die Sogwirkung am First ist häufig noch problematischer. Der Blitzschutz ist ein eigenes Thema - und was für eines! Hier empfehle ich jedem Interessierten mal eine Diskussion unter drei Experten (echte Experten), wenn's da nur bei den sprichwörtliche vier Meinungen bleiben würde. Ich habe das mal erlebt, da fehlten am Schluss nur noch die Handgreiflichkeiten... Obwohl ich als Ing. der elektr. Energietechnik mit zwei Semestern Hochspannungslabor nicht "ungebildet" bin - schlüssig waren die Argumente auf den ersten Blick für mich alle. Ich lege mich sicher mit keinem Experten auf diesem Gebiet an Wink

Sonnige Grüße
HS
Rio
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BeitragVerfasst am: 09.10.2007, 17:42 Nach oben

Hallo Reg Tec

Also mein bescheidendes Wissen betreffs "Blitzschutzbereich" habe ich von/über meine Pv-Versicherung. Dort ist zu lesen...Versicherungsschutz besteht nur wenn sich die PV-Anlage im Blitzschutzbereich des Gebäudes befindet. Also habe ich denen mal gemailt was darunter zu verstehen sei...Antwort ...Module dürfe nicht oberhalb des Firstes enden. Wobei generell sagen die Fachfirmen (wie zb. SunTechnics) zum First und zu den Dachseiten mit den Modulen einen Abstand von 30cm einhalten!
Aber Diskussionen unter Fachleuten ist immer Belustigend ...erinnere mich da an meinen Heizungsbauer im Gespräch mit dem Schornsteinfeger!! Wink Shocked

Gruß Rio

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BeitragVerfasst am: 10.10.2007, 11:29 Nach oben

Hi,

also zum Blitzschutz, will ich mich garnicht einlassen, dafür gibt es ja fachleute. Interessieren würde es mich schon mal, was, wann und wie geschütz werden muss. Mann muss ja differenzieren zwischen Trafolos und mit Trafo, im SChutzbereich und außerhalb des Schutzbereichs, Modulschutzklasse ...

Wenn es dazu einen Artikel geben würde, wäre ich über einen Link oder einen Hinweis dankbar.

Zum Modulabstand habe ich jetzt mal was ausgegraben:
Abstand zur Giebelseite= Tiefe des Gebäudes/10 oder Höhe des Gebäudes/5 der kleinere Wert ist maßgebend
Abstand zu First/Traufe= Breite des Gebäudes/10 oder Höhe des Gebäudes/5 kleinerer Wert ist maßgebend

grundsätzlich sollte ein Mindestabstand von 0,2m nicht unterschritten werden. (Windsogwirkung)
Quelle: SolarWorld

Hoffe ich werde jetzt nicht gesteinigt

Lieben Gruß

Chris
Rio
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BeitragVerfasst am: 10.10.2007, 17:20 Nach oben

Hallo beckechr

....gesteinigt wurde hier noch keiner, sehr selten ist mal ein leicht rauer Umgang zu spüren allerdings sind wir ja auch keine Chorknaben Wink

Aber die Aussage von SolarWorld deckt sich ja in etwa mit den Angaben der Firma SunTechnics (30cm). Das dürfte also stimmen!

Gruß Rio

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BeitragVerfasst am: 18.10.2007, 14:57 Nach oben

Nochmal: Man kann keine pauschale Auskunft geben. Wenn die Windwerte passen, kann man bis an den Rand gehen. Um es etwas zu verdeutlichen: Wenn man dirket am Rand keine Module aufgrund der zu großen Sogwirkung montieren darf, dann auch keine Ziegel oder ähnliches => das kann wohl kaum sein, sonst würde das Dach bei jeder Überlegung 30 cm kürzer... Rolling Eyes
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Angemeldet: 06.06.2007
Beiträge: 168

BeitragVerfasst am: 18.10.2007, 17:23 Nach oben

Nicht aufregen Very Happy
Also....
eigentlich lässt sich fast alles machen, man muss es nur statisch absichern.
Wir gehen grundsätzlich hin und setzen im Rand und Firstbereich die Dachhaken enger um so alle statischen Lasten (Sog und Druck) abzufangen. Manchmal ist es halt so, das ich ein paar Module mehr drauf bekommen möchte, um die WR Auslastung wirtschaftlicher zu gestalten.
Wir fahren ganz gut mit diesem System, aber wie gesagt; wenn Du vom Rand wegbleiben kannst, solltest Du es auch tun
Jim Knopf
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Angemeldet: 14.10.2007
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 18.10.2007, 17:38 Nach oben

Um auf der sicheren Seite zu sein sollte man einen Abstand zum Ortgang, Traufe und First von 50 cm halten. So ist die Sicherheit gegenüber der
Windlast und des Blitzschutzes gegeben. ( Quelle DGS )
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