| Autor |
|
Doris
Gast
|
Verfasst am:
17.05.2005, 10:34 |
 |
Guten Tag an alle
in einer der letzten (?) PHOTON gab es mal einen Beitrag über PV-Anlagen und Brände.
Unser örtlicher Feuerwehrhäuptling hat auch so eine Anlage auf dem Dach. Und nun geht ihm das Problem nicht mehr aus dem Kopf - und mir auch nicht.
Dieses Thema sollte allgemein interessieren und ich möchte mal eine Diskussion anstoßen, die sich damit beschäftigt. Etwa unter der Überschrift: Wie kriege ich im Gefahrenfall oder bei Bränden die Module soweit freigeschaltet, dass sie Rettungs- und Hilfskräfte nicht mehr gefährden können? Oder wie oben in der Betreffzeile.
Ich kann mir Lösungen vorstellen, so etwas wie die Torschaltungen in der Daten-Technik, die nur beim Anliegen einer Steuerspannung durchschalten. Oder selbstleitende Halbleiterbauelemente, die durch einen elektrischen Impuls verdampft werden, ähnlich einer Schmelzsicherung oder so.
Leider ist mein fachliches Potenzial an dieser Stelle etwas dürftig. Aber vielleicht hat hier jemand Ideen, wie dieses Problem gelöst werden könnte. Ich möchte jedenfalls nicht zugucken müssen, wie mein schönes Haus mit PV-Dach abfackelt, weil sich die Feuerwehrleute wegen des vorhanden Stroms nicht zu löschen trauen.
Sonnige Grüße
von Doris
P.S.
Hallo Walter, wenn Du glaubst, dass dieses Thema nicht hierher passt, da hänge es einfach um.
Danke und Tschüss D. |
|
|
|
 |
Google-Werbung
|
Verfasst am:
|
 |
|
|
 |
Walter
Forumsinventar


Info: Betreiber
Angemeldet: 20.01.2005
Beiträge: 2036
Wohnort: Regen
|
Verfasst am:
17.05.2005, 10:52 |
 |
Aber ich versteh das Problem nicht ganz. Wenn das Feuer mal durch das Dach schaut, dann sind die Module sowieso im Arsch.
daß da noch Spannung drauf ist, kann ich mir noch vorstellen, aber spätestens wenn die Verbindungsstecker durchgeschmort sind, dürfte Schluß sein.  |
_________________ Gruss Walter ( Lothar Beer )
NEU ! Der Solarlog Shop auf www.solarlog.sonnenertrag.de
www.sonnenertrag.de --- das Info und Ertragsportal
www.sonnenertrag.eu --- unsere Datenbank
www.solarlog-home.de/mittagssonne --- meine private Ertragsseite |
|
|
 |
doris
Gast
|
Verfasst am:
17.05.2005, 12:15 |
 |
Hallo Walter,
das stimmt natürlich bei erster Betrachtung. Die Feuerwehr soll aber aktiv werden, wenn es brennt und nicht wenn es abgebrannt ist.
Vor dem Löschen oder gleichzeitig werden normalerweise die Versorgungsleitungen Strom, Gas, Wasser, Öl usw. abgedreht und gesichert - egal wo was brennt. (Das muss ja erstmal noch lange nicht das Dach sein)
Wenn zum Beispiel irgend ein Brand einen Kabelkanal erreicht oder die Steigleitung AC-seitig abgedampft kommen vielleicht noch vorgeschaltete Sicherungen und machen spannungsfrei. Aber auf der DC-Seite mit den den Leitungen von und zwischen den Modulen und in Richtung Wechselrichter befindet sich trotz aller Abschaltungen immer noch Saft. Und der kann bei guter Sonne ganz gewaltig sein - je nach dem um 600 Volt. Und vom Energiegehalt her etwa so wie eine gut ausgestattetes Kochfeld mit Backröhre und das je Stringanzahl ein paar mal.
Und genau diese Spannung läßt sich zur Zeit nicht abschalten oder in einen ungefährlichen Bereich bringen. Sie erzeugt dafür wunderschöne Lichtbögen.
Vielleicht kann ich das nicht so gut beschreiben, aber Löschwasser leitet unter bestimmten Bedingungen ganz gut. Besonders aber das aus der Kübelspritze oder dem Nasslöscher.
Gruß
Doris |
|
|
|
 |
Doris
Gast
|
Verfasst am:
17.05.2005, 12:18 |
 |
Ach ja - nur nachts ist Ruh... Da schläft sie - die Sonne. Und tagsüber mach sie Strom in den Zellen. Immer. Ob wir den dann wechselrichten oder nicht.
Doris |
|
|
|
 |
Elektron
Administrator

Info: Betreiber
Angemeldet: 10.01.2005
Beiträge: 2333
Wohnort: 88457 Kirchdorf
|
Verfasst am:
17.05.2005, 20:01 |
 |
Hallo,
auch ich habe den Beitrag in der Photon mit großem Interesse gelesen.
Allerdings befürworte ich ein System dass nicht nur bei Hitze/Brand die Module abschaltet sondern dass diese Modulbschaltung mittels dem Abschalten eines Spannungssignal erfolgt. Das hat den großen Vorteil dass ich bei der Installation der Anlage oder für Wartungsarbeiten die Generatorspannung abschalten kann.
Das bedeutet aber dass die Herstellung um dieses Feature die Module teuerer werden und ebenso ist dies eine weitere Schwachstelle für eine reibungslose Funktion der Module.
Ebenso erhöht sich der Montageaufwand des Generatorfeld um eine weitere Leitung die von Modul zu Modul geschleift werden muss.
Da es sich bei der Generatorspannung um ein potentialfreie Spannung handelt (also nicht geerdete Minusleitung) sehe ich die ausgehende Gefahr bei einem Brand für Mensch und Tier nicht allzu hoch.
Ich bin mal gespannt auf die nächste Photon welche Leserbriefe sie zu diesem Thema drucken...
Gruß Elektron |
|
|
|
 |
Walter
Forumsinventar


Info: Betreiber
Angemeldet: 20.01.2005
Beiträge: 2036
Wohnort: Regen
|
Verfasst am:
17.05.2005, 20:55 |
 |
Seit mir net bös, aber kommt da nicht die deutsche Gründlichkeit wieder zum Vorschein.
Mir ist schon klar, daß es theoretisch sein könnte, aber bisher ist wohl kein Fall bekannt, wo es geschah. und PV gibt es net erst seit gestern.
Ich bin aber auch dafür daß das Problem in Ruhe abgeklärt werden sollte, und gegebenenfalls auch nachgerüstet werden muß. |
_________________ Gruss Walter ( Lothar Beer )
NEU ! Der Solarlog Shop auf www.solarlog.sonnenertrag.de
www.sonnenertrag.de --- das Info und Ertragsportal
www.sonnenertrag.eu --- unsere Datenbank
www.solarlog-home.de/mittagssonne --- meine private Ertragsseite |
|
|
 |
Elektron
Administrator

Info: Betreiber
Angemeldet: 10.01.2005
Beiträge: 2333
Wohnort: 88457 Kirchdorf
|
Verfasst am:
17.05.2005, 21:02 |
 |
Ja vielleicht riecht es schon nach deutscher Gründlichkeit.
Laut PHOTON April 05 gabs im November 2002 bei einem Brand am Gebäude des Altenpflegeheims Burgdorf in der Schweiz einen Fall, bei dem sich ein Feuerwehrmann einen Stromschlag bei den Löscharbeiten zuzog-- glücklicherweise ohne Folgen.
Ein klarer Slogan der Florians-Gemeinde bei einem Brand:
Erst muss der Strom abgestellt werden bevor das Wasser fließt.
Aber was tun wenn das Dach selbst den Strom herstellt und somit nicht abgestellt werden kann? |
|
|
|
 |
Walter
Forumsinventar


Info: Betreiber
Angemeldet: 20.01.2005
Beiträge: 2036
Wohnort: Regen
|
Verfasst am:
18.05.2005, 09:09 |
 |
Gut, daß meine Anlage auf der Garage ist. Ich würde dann vorschlagen Garage abbrennen lassen, und Nachbargebäude schützen.
Nein Quatsch, Muß untersucht werden, und gegebenenfalls auch nachgerüstet werden. Kann wirklich ein Problem sein. Müßt entschuldigen, bin net bei der Feuerwehr und hatte das Ausmaß nicht bedacht. |
_________________ Gruss Walter ( Lothar Beer )
NEU ! Der Solarlog Shop auf www.solarlog.sonnenertrag.de
www.sonnenertrag.de --- das Info und Ertragsportal
www.sonnenertrag.eu --- unsere Datenbank
www.solarlog-home.de/mittagssonne --- meine private Ertragsseite |
|
|
 |
Solardach
Öfters hier

Angemeldet: 15.05.2005
Beiträge: 29
Wohnort: Schleswig Holstein
|
Verfasst am:
18.05.2005, 11:33 |
 |
könnte man nicht Schütze anstatt DC Schalter nehmen und genauso verschalten wie diese, also den Strom durch 8 Kontakte in Reihe.
Dann könnte man die Anlage ja freischalten.
MfG
Aus dem hohen Norden |
|
|
|
 |
Gast
|
Verfasst am:
18.05.2005, 12:41 |
 |
Guten Tag Solarmann,
meintest Du vielleicht jeden String einzeln abzuschalten?
Genau darum geht es! Der DC-Bereich modulseitig stellt nämlich Problemzone dar. Ohne Unterbrechung der Leitungen zwischen den Modulen oder Kurzschluss der Module sind die Stringleitungen praktisch nicht spannungsfrei zu kriegen. Auch wenn der DC-Schalter offen ist kann auf den Stringleitungen in Richtung Module gefährliches Potenzial stehen!
Ich denke, theoretisch kann man schon die Module mit Kontakten freischalten. Aber stelle Dir das aber mal praktisch vor: Zwischen jedem Modul einen Kontakt. Bei meiner Anlage wären das mindestens 42 Kontakte bzw. 11 Schütze mit je 4 Schaltkontakten, Funkenlöschern, einem Schaltkasten und jede Menge Kabel.
Ich glaube, die Schalterei sollte besser in den Anschlussdosen der Module stattfinden und die Klemmen ohne Steuersignal kurzschließen.
Möglicherweise geht das mit Thyristoren. Die sollen bei anliegendem Gleichstrom dauerhaft leitend sein, wenn sie einmal durchgesteuert wurden. Den Strom dafür produziert die Zelle ja selber. Durch Unterbrechung des Stromflusses würde der Thyrisor wieder frei werden. Das passiert dann nachts, wenn das Modul keinen Strom mehr produziert.
Sonnige Grüße
von Doris |
|
|
|
 |
Solardach
Öfters hier

Angemeldet: 15.05.2005
Beiträge: 29
Wohnort: Schleswig Holstein
|
Verfasst am:
18.05.2005, 12:55 |
 |
Man schaltet den gesamten String mit nur einem Schalter frei, da wenn der Strom an einer Stelle unterbrochen ist langt das.
Jede neue Solaranlage soll diese DC Freischalter sowieso haben.
Viele sparen hier oder wissen es nicht,
Mit mehren Kontakten meine ich das die Leitung in Reihe mehtere gleichzeitige Unterbrechungen hat.
Beim DC Freischalter hab ich am 1100 Wechselrichter 4 Polige Abschalter.
Bei den 2 Strings des 5000 wegen der höheren Spannung 8polige Abschalter.
Hier ein Beispiel.
ABB Stotz S&J-DC-Freischalter-OTP16BA4MS-IP65-1SCA022643R0610
DC-Freischalter für Solarmodule
Freischalter für Solarmodule, in Kunststoff-Gehäuse, Griff rot/gelb, 3-fach abschließbar.
Mit Bedienelement: ja
Bauform: Aufbau
Schutzart (IP): 65
Bemessungsdauerstrom lu: 16 A
Mit Nullstellung: ja
Anzahl der Schaltstellungen: 2
Polzahl: 4
MfG
Aus dem hohen Norden |
|
|
|
 |
Solardach
Öfters hier

Angemeldet: 15.05.2005
Beiträge: 29
Wohnort: Schleswig Holstein
|
Verfasst am:
18.05.2005, 13:14 |
 |
Ich hab dich falschverstanden weil du AC Schalter geschrieben hattest und du meinst aber den DC Schalter.
Da hast du Recht.
Aber das sind scon extreme Situationen, wenn das Feuer zum Beispiel die Isolierung des + und - Stranges Verbrannt hat und es dadurch nicht sowieso einen Kurzschluss gegeben hat, kann natürlich ein gebündelter Wasserstrahl einen Stromschlag herbeiführen.
Ein Wasserstrahl wie eine Brause hat aber auch nicht das Risiko, jedoch ist die Reichweite des Strahls begrenzt
MfG
Aus dem hohen Norden |
|
|
|
 |
Gast
|
Verfasst am:
18.05.2005, 13:51 |
 |
Ich glaube, wir haben hier Verständigungsprobleme.
Dachte ich mir schon, das ist nämlich die "Denkrichtung" des Elektrikers. Kenne ich von meinem Solarteur. Der brauchte ich auch eine ganze Weile, bis er mitkriegte, worauf es mir ankommt.
Ich mache jetzt mal die andere Richtung - also aus Richtung Kraftwerk, sprich vom PV-Generator her gesehen. Wenn Du überall auftrennst hast Du schließlich am WR keinen Saft mehr und der AC-Schalter ist für diesen Zweck sehr sinnvoll. Den PV_Generator juckt das aber garnicht. Der produziert emsig weiter und das Potenzial steht über die gesamte Verkabelung immer noch an den Klemmen, jetzt aber an denen vom AC-Schalter oder den Kontakten von Deinen Schützen. Also ist tatsächlich nur der Wechselrichter AC-seitig im Sinne des Wortes freigeschaltet aber nicht der PV-Generator bzw. dessen Verkabelung.
Ich weiß nun nicht, ob das Spitzfindigkeiten sind ist. Aber bitte guck noch mal nach oben in das erste Posting von mir. Es ging mir darum, wie ich den PV-Generator im Gefahrenfall am Besten stromlos oder mindestens in den ungefährlichen Potenzialbereich kriege.
Mit der Unterbrechung an veschieden Stellen der Leitung geht das bestimmt. Versuche mir doch mal bitte ganz pragmatisch zu erklären, wie Du das an meiner Anlage realisieren würdest. (Keine Sorge, das nötige fachliche Verständnis habe ich mir inzwischen angeeignet).
Die Anlage in Stichpunkten: Schrägdach, nicht begehbar. DC-Leitung, Potenzialausgleich zum Hausanschlussraum im Keller. Kabelkanal geschlossen. Drei gleiche Anlagen zu je 14 Module SL167W, 3 Wechselrichter SB2100TL je ein String, 3x AC-Trennschalter in der Nähe der WR.
Bis später
Doris |
|
|
|
 |
Gast
|
Verfasst am:
18.05.2005, 13:58 |
 |
Auweia, ist mir das peinlich.
Natürlich DC DC DC DC DC (Jetzt hab ichs!) Gleichstrom ist DC!
Naja, niemand ist vollkommen und Du hattest was zum Nachdenken.
Tschüss Doris |
|
|
|
 |
Gast
|
Verfasst am:
14.06.2005, 21:22 |
 |
Tach Forum,
habt Ihr eigentlich im entferntesten eine Ahnung von was Ihr hier schreibt? Ich denke die Antwort vor dieser sagt da schon einiges aus. Die Feuerwehr hat definierte Schutzabstände die sie bei den verschiedenen Einsatzszenarien einhalten muss. Die einzige Bedingung dafür ist daß eine elektrische Anlage auch als solche zu erkennen ist. Wer's genau wissen will:
Niederspannungsanlagen bis 1000V
C-Rohr
Sprühstrahl 1m
Vollstrahl 5m
Hochspannungsanlagen über 1000V
C-Rohr
Sprühstrahl 5m
Vollstrahl 10m
Das ist alles.
Dieter |
|
|
|
 |
|
|
|
Nächstes Thema anzeigen
Vorheriges Thema anzeigen
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
|