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 PV-Anlagen zum Hammerpreis! Nächstes Thema anzeigen
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Autor
Handbuch
Stammmitglied
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Info: Betreiber
Angemeldet: 28.11.2006
Beiträge: 141
Wohnort: Suhl

BeitragVerfasst am: 09.09.2007, 14:06 Nach oben

Nachdem meine PV-Anlage von einer "Fachfirma" installiert wurde, habe ich so meine eigene Meinung zum Thema.

Hätte ich die Anlage selbst auf's Dach gesetzt, so wäre das wohl professioneller ausgefallen.

Sad

Dank der Infos im Forum kann ich wenigstens dem Solateur die Fehler aufzeigen und damit größere Schäden für die Zukunft verhindern.

Die Welt ist nun mal nicht nur schwarz und weiß. Das angesprochene Problem gibt es nun in allen Zweigen der Wirtschaft.

Cool

_________________
9,52 KWp - am Netz seit dem 31.08.2007
56 Inowatt 170A/24/M2 an 2 SMA SB 4200 TL HC ESS
Dachneigung 39° - Ausrichtung 165°
http://www.solarlog-home.de/wopperstrom/
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Verfasst am: Nach oben

michael.sp
Stammmitglied
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Angemeldet: 22.05.2007
Beiträge: 46

BeitragVerfasst am: 09.09.2007, 14:56 Nach oben

Hallo zusammen,
hoffentlich hört diese "Geiz ist geil und saubillig- Mentalität" bald auf.

Ich bin bereit für gute Arbeit oder auch Ware auch entsprechend Geld zu bezahlen. Schwierig ist es meist herauszufinden ob die Arbeit wirklich gut ist und der Preis dann angemessen.

Ich habe mit einem örtlichen Solarteur das Projekt abgewickelt, Ihm klar gesagt das ich bereit bin für vernünftige Leistung und Ware auch Geld zu bezahlen.
Und es ist Super gelaufen, er hat sich an alle Absprachen gehalten, Liefertermin und Montagetermin, sauber gearbeitet. Rundum zufrieden.

Allerdings hab auch ich mich an die Absprachen gehalten, z.B. Einhalten des Zahlungstermins, vorbereitende Arbeiten.

So denke ich das auch er zufrieden war und wir beide was davon hatten.

in diesem Sinne
Geiz ist nicht geil und saubillig nicht immer gut.

Gruss
michael.sp

_________________
2,625 kWp, 15 Kyocera KC-175 GHT-2, SMA 2500, Sunny Beam,

http://www.sonnenertrag.eu/detail.php?pk=1549
eifel-solar.de
Fleißiges Mitglied
Fleißiges Mitglied


Info: Solarteur
Angemeldet: 31.01.2007
Beiträge: 460
Wohnort: Eifel

BeitragVerfasst am: 09.09.2007, 18:59 Nach oben

Hallo!

flosolar hat Folgendes geschrieben:
Scheinbar wundern sich hier Firmen über Planung der Kunden und Vorgehensweise bei der Beschaffung einer Solaranlage. Dabei ist es in anderen Branchen alltag.


Lieber flosolar, ich wundere mich nicht. Ich jammere auch nicht. Aber ich sanktioniere verwerfliche Vorgehensweisen auch nicht mit der Begründung, das Sie mittlerweile üblich sind. Aber das ist der Zeitgeist: Jeder besch... das Finanzamt, warum sollte ich´s dann nicht tun - der Ehrliche ist schließlich immer der Dumme. (Genau darum ist der Ehrliche mitllerweile der Dumme!)

Mittlerweile hat es sich doch zum Sport entwickelt, solche Service-Leistungen zu nutzen! Als Beispiel Rückgaberecht im Kaufhaus oder Versandhandel: Du kannst mittlerweile rein theoretisch jedes Teil kaufen und ohne Angabe von Gründen zurückgeben - jeder Discounter macht das. Du kaufst also das Produkt, nutzt es einige Wochen und bringst es anschließend Originalverpackt zurück. Zu Oma´s Beerdigung lässt du dir das `kleine Schwarze´von Otto schicken und sendest es am nächsten Tag zurück - einfach passt nicht ankreuzen und gut ist.

Um auf unsere Branche zurückzukommen: Es geht seit kurzem nur noch um die Rendite und deren Steigerung. Bis vor einiger Zeit wurden weniger PV-Anlagen angefragt, aber die Interessenten gaben sich interessierter und ökologischer. Die angefragten Angebote wurden auch hinterfragt und geändert und nachverhandelt - dann kam es aber auch irgendwann zum Abschluss. Dem ist heute nicht mehr!

trzebi hat Folgendes geschrieben:
Denke mal bei einer Pauschale von 100 bis 200 Euro wird sich zeigen wer tatsächliches Interesse hat oder wer nur sinnlos die Zeit der Photovoltaikfirmen stiehlt.


Vergiss es, Michael, es gibt ja nicht nur die `Geiz-ist-geil`-Menthalität, sondern auch die damit einhergehende `Kunde-ist-König´-Ansicht. Wir dürfen nichts dafür nehmen, sonst wird wieder von der Service-Wüste Deutschland gefaselt!

Gruß aus der Eifel:

Frank (eifel-solar.de)

_________________
Fassadenanlage 2,96 kWp SSW, 45° MN
16 x Conergy E 185 P an Fronius IG 30 und
Aufdachanlage 5,28 kWp SSO, 40° DN
24 x Solon P220/6+/07 an SB 5000 TL HC
---------------------------------------------
Solarteur (R) und Fachhandel unweit des Nürburgrings
Flosolar
Öfters hier
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Angemeldet: 27.08.2007
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 09.09.2007, 22:18 Nach oben

Es kommt halt immer auf die Perspektive an. ich komme aus der Compterbranche mit einer Marge von 3 % auf die Hardware.

Welcher Vertriebszweig kann dies untertreffen? jeder " Fachmann" käuft den Computer beim Aldi.
Service ??

Und dann zum Fachmann gehen und für den Service 15 Euro die Stunde bezahlen wollen.

Glaubt mir den Solarteure geht es da noch sehr gut!

nur meine Meinung gruß
eifel-solar.de
Fleißiges Mitglied
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Info: Solarteur
Angemeldet: 31.01.2007
Beiträge: 460
Wohnort: Eifel

BeitragVerfasst am: 10.09.2007, 09:07 Nach oben

Hallo,

Flosolar, als Kommunikationselektroniker komme ich ursprünglich auch aus der Computer-Hardwarebetreuungstruppe und habe mich wegen der fehlenden Nachhaltigkeit dort schnell ausgeklinkt. Am laufenden Band Müll produzieren ist nicht mein Ding (Halbwertzeit der Produkte).

Bis auf die geringe Marge lassen sich die Produkte aber nicht vergleichen: PV-Anlagen sind 100 mal teurer und sollen 10 mal länger halten und das unter Bedingungen, wo jeder PC nach 3 Tagen den Löffel abgeben würde.

Ich habe meine lustige, kleine Geschichte geschrieben, um auf das Kernproblem hinzuweisen, das diese (fiktive) Vorgehensweise möglich macht - seltsamerweise hat sich aber noch niemand dazu geäußert, es scheint noch niemandem aufgefallen zu sein. Ich wollte mit dieser Story keinen Interessenten verunglimpfen - seine PV-Anlage möglichst günstig bis billig zu bekommen ist so legitim, wie beim Öldi `nen PC zu kaufen.

Das Kernproblem ist folgendes:

Zitat:
1. Materialbeschaffung:

Suche dir im Internet Großhändler, die es nicht so genau nehmen mit dem Gewerbenachweis und frage dort nach geeigneten Komponenten (Wechselrichter, Module, Kabel etc.). Lass dir ein Angebot mit kurzfristig erhältlichen, günstigen Komponenten schicken.


Wenn der Herr Öldi seinen PC zum Hammerpreis in seine Filiale setzen wiil, geht er zum Großhändler oder Hersteller und ordert 100000 Stück.
Wenn Herr Hinz oder Frau Kunz ihren PV-Genarator kaufen, können sie die oben erwähnte Variante in Anspruch nehmen: Einige Grosshändler fungieren in unserer Branche nicht mehr als Bindeglied zwischen Fachhandel und Endkunden. Ich habe mittlerweile bei einigen dieser `Grosshändler´ feststellen müssen, das die Preisdifferenz (Händler- / Endkundenpreis) zwischen den entsprechenden Modulpreisen 2 C/Wp oder bei den Systemen 50 €/kWp Betrug und selbst diese Differenz kann man als Endkunde noch einkassieren, schließlich betreibt man als (zukünftiger) Anlagenbesitzer ja ggfls. ein Gewerbe. So, jetzt erzähl du mir mal was von 3% Marge...

Handbuch hat Folgendes geschrieben:
Nachdem meine PV-Anlage von einer "Fachfirma" installiert wurde, habe ich so meine eigene Meinung zum Thema. Hätte ich die Anlage selbst auf's Dach gesetzt, so wäre das wohl professioneller ausgefallen.


Handbuch, wir haben Anlagen in Zusammenarbeit mit Kunden aufgebaut (Stichwort Eigenleistung) und ich kann deinen Eindruck bestätigen, es wird mit mehr Sorgfalt gearbeitet. Das Problem: Die Erstellung von Solaranlagen ist ein Gewerkübergreifendes Gewerbe: Dachdecker-, Schlosser- und Installateurkenntnisse sind notwendig. Deshalb sollte der Solarteur auf europäischer Ebene als eigener Handwerksberuf eingeführt werden - was bei uns am deutschen Handwerksrecht scheiterte. Eigentlich sollte jeder Elektro- oder Sanitärinstallateur auch einen erfahrenen Dachhandwerker beschäftigen, bzw. jeder Dachdecker der Solaranlagen installiert, einen Elektriker. Noch besser wäre es, wenn der Solarteur - wie ursprünglich vorgesehen - ein eigenständiger Ausbildungsberuf würde.

Gruß aus der Eifel:

Frank (eifel-solar.de)

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Zirkon
Vielschreiber
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Angemeldet: 24.05.2007
Beiträge: 246
Wohnort: 76356 Weingarten(Baden)

BeitragVerfasst am: 10.09.2007, 10:03 Nach oben

Flosolar hat Folgendes geschrieben:
Es kommt halt immer auf die Perspektive an. ich komme aus der Compterbranche mit einer Marge von 3 % auf die Hardware.

Welcher Vertriebszweig kann dies untertreffen? jeder " Fachmann" käuft den Computer beim Aldi.
Service ??

Und dann zum Fachmann gehen und für den Service 15 Euro die Stunde bezahlen wollen.

Ich bin aus DEM Geschäft genau aus diesen Gründen schon ausgestiegen, als die Marge noch bei 10% lag. Da wurde einem mit dem Escom- oder Vobisprospekt vor der Nase rumgefummelt und gemösert, warum man nicht billiger sein könne. Da ließ man sich das System beim Fachmann zusammenstellen und kaufte es dann doch beim Billigheimer, und wenn was kaputt war war man noch so dreist den Fachmann anzuscheißen, weil der das System zusammengestellt habe. Danke auch.
Zirkon
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Angemeldet: 24.05.2007
Beiträge: 246
Wohnort: 76356 Weingarten(Baden)

BeitragVerfasst am: 10.09.2007, 10:08 Nach oben

eifel-solar.de hat Folgendes geschrieben:
Das Problem: Die Erstellung von Solaranlagen ist ein Gewerkübergreifendes Gewerbe: Dachdecker-, Schlosser- und Installateurkenntnisse sind notwendig. Deshalb sollte der Solarteur auf europäischer Ebene als eigener Handwerksberuf eingeführt werden - was bei uns am deutschen Handwerksrecht scheiterte. Eigentlich sollte jeder Elektro- oder Sanitärinstallateur auch einen erfahrenen Dachhandwerker beschäftigen, bzw. jeder Dachdecker der Solaranlagen installiert, einen Elektriker. Noch besser wäre es, wenn der Solarteur - wie ursprünglich vorgesehen - ein eigenständiger Ausbildungsberuf würde.

Die Solateure, die unsere Anlage aufgebaut haben, waren gleich mit 7 Mann da, davon ein paar Elektriker und ein paar Dachdecker. Dafür lief die Anlage auch am selben Tag ab ca. 17:00 schon. Beim Nachbar war eine andere Firma zugange, die mit 2 Leuten mehrere Tage brauchte, und sich jetzt immer noch mit meinem Nachbar über diverse (angebliche) Mängel streitet.

Da zahle ich doch lieber ein bischen mehr und bekomme saubere Arbeit.
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