Werbung:
 
  •  Home   •  Forum   •  letzte Themen   •  Modul-Datenbank   •  PV-Wikipedia   •     Downloads   •  PV-Links   •  Impressum   • 
  •  FAQ   •  Suchen  •   Mitgliederliste   •  Benutzergruppen   •  Registrieren  •  Profil  •  Einloggen, um private Nachrichten zu lesen  •  Login   • 
 Solarfirmen streichen Subventionen doppelt ein Nächstes Thema anzeigen
Vorheriges Thema anzeigen
Neues Thema eröffnenNeue Antwort erstellen
Autor
Rio
Forumsinventar
Forumsinventar


Info: Betreiber
Angemeldet: 23.12.2006
Beiträge: 1089
Wohnort: Kleve (NRW)

BeitragVerfasst am: 06.08.2007, 06:50 Nach oben

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,496958,00.html

2. Teil: Üppige Gewinne - üble Ausbeuter

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,496958-2,00.html

_________________
6,16 kWp 28 Module Suntechnics STM 220
Wechselrichter Suntechnics 4600 E
Dachneigung 45° Ausrichtung 220°
Gestellsystem Suntechnics STG 80
Standort Kreis Kleve (NRW)
Google-Werbung







Verfasst am: Nach oben

trzebi
Forumsinventar
Forumsinventar


Info: Berater
Angemeldet: 11.05.2007
Beiträge: 1105
Wohnort: Rheinland Pfalz

BeitragVerfasst am: 06.08.2007, 08:16 Nach oben

Zitat:
Stundenlöhne von fünf Euro

Und First Solar ist kein Einzelfall. Überall im Osten nutzen die Unternehmen die hohe Arbeitslosigkeit, um das Lohnniveau zu drücken. Schätzungen zufolge liegen die Gehälter 10 bis 20 Prozent unter dem West-Niveau. "Es gibt Solarfirmen, die nur fünf Euro pro Stunde zahlen", sagt ein Insider aus Sachsen. An Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld sei ohnehin nicht zu denken.
usw usw


So billige Löhne und so teure Module- hmh, das beisst sich doch- wieder ein Beweis dafür, dass sich die Herren da oben die Taschen vollmachen.Mad
Und dafür soll ich deutsche Module kaufen? Nö, danke.
Wo ist da noch der Unterschied zu den angeblich billigen Chinamodulen?
Armes Deutschland.
Gruß

Wie immer meine Meinung.

_________________
der mit der Sonne tanzt.............................
eweri
Stammmitglied
Stammmitglied



Angemeldet: 01.12.2006
Beiträge: 33
Wohnort: Borchen

BeitragVerfasst am: 06.08.2007, 12:46 Nach oben

Rio hat Folgendes geschrieben:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,496958,00.html

2. Teil: Üppige Gewinne - üble Ausbeuter

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,496958-2,00.html


Der Artikel ist schon hoch interessant und bestätigt, was ich schon seit einiger Zeit feststelle - die Modulhersteller kennen keine Grenzen mehr beim einsacken von Geldern.

Wie sieht es denn mit neuen Investitionen der Hersteller aus? Wer investiert in Forschung? In der aktuellen Photon war eine Aufstellung um wie viel die deutschen Hersteller ihre Kapazitäten ausbauen wollen bzw. werden und um wie viel die chinesischen Hersteller ausbauen wollen bzw. werden. Hoch interessant.

Und meinen privaten Erfahrungen: von meinen Angeboten waren bisher nur zwei die finanziell auf eine Null-Rechnung hinauslaufen - alle anderen waren schön gerechnet und viel zu teuer.

Selbst als Idealist sollte sich eine Investion die über einen Kredit bezahlt wird nach 12- 15 Jahren erledigt haben - dass war mit den Angeboten die ich bekommen habe nicht möglich.

Schade, so machen sich die deutschen Hersteller wegen ihrer Geldgeilheit den eigenen Markt kaputt - aber einige Jahre hat man ja ordentlich absahnen können.

Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, ich will auch eine Solaranlage aus Dach haben - nur nicht zu jedem Preis.

Nur meine Gedanken,
eweri
paybacktoday
Fleißiges Mitglied
Fleißiges Mitglied


Info: Solarteur
Angemeldet: 26.04.2007
Beiträge: 452
Wohnort: Lauda-Königshofen

BeitragVerfasst am: 06.08.2007, 13:13 Nach oben

Hallo zusammen,

und da schreiben hier manche im Forum das die Chinesen ausgebeutet werden.
Da macht es wirklich keinen Unterschied mehr.

Aber das sind wohl nicht die einzigen die sowas ausnutzen. Hört man doch aus vielen Industriebereichen, daß den Mitarbeiter alles weggekürzt wird und sie ausgenutzt werden.

mfg payback
cephalotus
Moderator



Angemeldet: 06.04.2006
Beiträge: 1141
Wohnort: Niederbayern (PV-Anlage)

BeitragVerfasst am: 06.08.2007, 14:26 Nach oben

Ich glaube, dass die meisten Arbeitnehmer dennoch froh sind über den Job. Man kann ja alles kaputt reden, aber wenn die Branche die einstellt, die sonst keiner haben will, dann ist das doch positiv.

Und wenn die Löhne 10-20% unter Westneiveau sind, dann ist das doch nicht sonderlich anders als im Rest der Wirtschaftswelt auch und so wahnsinnig ungerecht ist das auch nicht, da die Lebenshaltungskosten im Schnitt wohl auch 10-20% niedriger liegen.

Ich verstehe nicht, warum man der Solarindustrie ihre Gewinne nicht gönnt. Genau das ist es doch, was man erreichen wollte. Ohne diese Gewinne gäbs keine Kostensenkungen, keinen Standort Deutschland und ein paar zigtausend Arbeitsplätze im Osten weniger.

Wer am Gewinn teil haben möchte kann sich ja Aktien kaufen.

Im übrigen möchte ich auch mal auf die Gewinne der etablierten Stromkonzerne in Deutschland verweisen, diese Konzerne bereichern sich direkt und unmittelbar am Stromkunden (und das deutlich mehr als das gesamte EEG ausmacht) ohne dass dabei ein merklicher ökologischer oder Arbeitmarktnutzen entstünde.
Aber das wiederrum scheint keinen zu stören.

Der Spiegel zerredet sehr gerne, ich erinnere nur an den berühmten Anti-Windkraftartikel und jetzt wär die Windkraft plötzlich doch was tolles.

Übrigens bin ich auch dafür, dass die Degression für PV Vergütung angehoben werden soll, da Zubau und Preissenkung in der Produktion ofensichtlich deutlich schneller erfolgt als ursprünglich gedacht, dennoch wünsche ich mir, dass die PV Industrie (inkl der Arbeitsplätze) eine Zukunft in Deutschland hat und dazu muss man ihr auch die Gewinne zu stehen.

Und dass Deutschland zur Abwechslung auch mal was aus dem EU-Fördertopf bekommt find ich jetzt auch nicht gerade so wahnsinnig tragisch.

mfg

_________________
24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp
cephalotus
Moderator



Angemeldet: 06.04.2006
Beiträge: 1141
Wohnort: Niederbayern (PV-Anlage)

BeitragVerfasst am: 06.08.2007, 14:34 Nach oben

eweri hat Folgendes geschrieben:

Der Artikel ist schon hoch interessant und bestätigt, was ich schon seit einiger Zeit feststelle - die Modulhersteller kennen keine Grenzen mehr beim einsacken von Geldern...


Das ist das Prinzip des Kapitalismus, Gewinnmaximierung.

Haargenau das, was auch Du anstrebst.

Zitat:
Wie sieht es denn mit neuen Investitionen der Hersteller aus? Wer investiert in Forschung? In der aktuellen Photon war eine Aufstellung um wie viel die deutschen Hersteller ihre Kapazitäten ausbauen wollen bzw. werden und um wie viel die chinesischen Hersteller ausbauen wollen bzw. werden. Hoch interessant.


Für die nicht Photon Leser wäre es natürlich auch gut zu wissen, was denn nun drin stand.


Zitat:
Selbst als Idealist sollte sich eine Investion die über einen Kredit bezahlt wird nach 12- 15 Jahren erledigt haben - dass war mit den Angeboten die ich bekommen habe nicht möglich.


Nun ja, aus dem nichts einen Gewinn zu erwirtschaften ist doch auch mal was ganz interessantes.

Zitat:
Schade, so machen sich die deutschen Hersteller wegen ihrer Geldgeilheit den eigenen Markt kaputt - aber einige Jahre hat man ja ordentlich absahnen können.


"Geldgeil" sind sie schon alle, das trifft auch auf die Betreiber der Anlagen zu. Und ob man sich den markt kaputt macht wird sich zeigen, bisher ist ja eine entsprechende Nachfrage vorhanden und ginge es nur nach dem Spiegel Artikel mit dem Kostenargument, dann wäre es ja eh das beste, wenn von heute auf morgen in Deutschland keine einzige Anlage mehr gebaut würde.

Zitat:
Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, ich will auch eine Solaranlage aus Dach haben - nur nicht zu jedem Preis.


Nun, bei einer kreditfinanzierten Anlage ist Dein Haupteinsatz das Betreiberrisiko, Kapital setzt Du ja nicht ein. Der Gewinn ist der Ertrag und die sehr vage Option, dass die Anlage nach 20 Jahren noch einen Restwert hat.

Dementsprechend würde ich die Anlage dann auch optimieren, Risiko minimieren, Chancen auf Restwert maximieren. (das ist übrigens auch "Gewinnmaximierung um jeden Preis")

Ob da nun das billigste Modul aus China tatsächlich das beste ist?

Und wenn es sich nicht rentiert, dann rentiert es sich eben nicht, das muss man u.U. dann eben auch akzeptieren und es dann eben bleiben lassen.

mfg

_________________
24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp
eweri
Stammmitglied
Stammmitglied



Angemeldet: 01.12.2006
Beiträge: 33
Wohnort: Borchen

BeitragVerfasst am: 06.08.2007, 14:53 Nach oben

cephalotus hat Folgendes geschrieben:
Ich glaube, dass die meisten Arbeitnehmer dennoch froh sind über den Job. Man kann ja alles kaputt reden, aber wenn die Branche die einstellt, die sonst keiner haben will, dann ist das doch positiv.

Und wenn die Löhne 10-20% unter Westneiveau sind, dann ist das doch nicht sonderlich anders als im Rest der Wirtschaftswelt auch und so wahnsinnig ungerecht ist das auch nicht, da die Lebenshaltungskosten im Schnitt wohl auch 10-20% niedriger liegen.


Die Würde des Menschen ist unantastbar. Niemand hat etwas dagegen wenn man sich nach lokalen Gegebenheiten richtet, aber wenn wir in Richtung "Ausbeutung" gehen ist das der falsche Weg. Wobei ich allerdings nicht beurteilen kann ob die genannten Zahlen stimmen und ob Sie in der Region bereits in die Rubrik "Ausbeutung" fallen. Ich sehe das immer so - gerechter Lohn für gerechte Arbeit - das Übervorteilen anderer (in einigen Gesellschaftskreisen wird das gern betrieben) ist mir zu wider.

cephalotus hat Folgendes geschrieben:
Ich verstehe nicht, warum man der Solarindustrie ihre Gewinne nicht gönnt. Genau das ist es doch, was man erreichen wollte. Ohne diese Gewinne gäbs keine Kostensenkungen, keinen Standort Deutschland und ein paar zigtausend Arbeitsplätze im Osten weniger.

Wer am Gewinn teil haben möchte kann sich ja Aktien kaufen.

Im übrigen möchte ich auch mal auf die Gewinne der etablierten Stromkonzerne in Deutschland verweisen, diese Konzerne bereichern sich direkt und unmittelbar am Stromkunden (und das deutlich mehr als das gesamte EEG ausmacht) ohne dass dabei ein merklicher ökologischer oder Arbeitmarktnutzen entstünde.
Aber das wiederrum scheint keinen zu stören.


Genau, aus dem Grund muss die Ökostrombranche besser sein (auch moralisch) als die alt eingesessenen Monopolisten. Es macht nicht wirklich Sinn den Teufel mit dem Belzebub auszutrieben Smile

cephalotus hat Folgendes geschrieben:
Übrigens bin ich auch dafür, dass die Degression für PV Vergütung angehoben werden soll, da Zubau und Preissenkung in der Produktion ofensichtlich deutlich schneller erfolgt als ursprünglich gedacht, dennoch wünsche ich mir, dass die PV Industrie (inkl der Arbeitsplätze) eine Zukunft in Deutschland hat und dazu muss man ihr auch die Gewinne zu stehen.

Und dass Deutschland zur Abwechslung auch mal was aus dem EU-Fördertopf bekommt find ich jetzt auch nicht gerade so wahnsinnig tragisch.

mfg


Stimme ich voll und ganz zu, nur wird leider die Senkung der Einspeisevergütung nur dazu führen, das sich eine über Kredit finanzierte Anlage immer noch nicht rechnet Sad Die Preise werden genau so stark nachgeben wie die Einspeisevergütung sinkt und damit bliebt beim Betreiber wieder nichts hängen - ausser dem Zinzrisiko Wink
Mich würde mal interessieren welche Solarfirmen, wie viel ihrer Gewinne in Forschung und Lehre investieren?
Die alten Monopolisten haben ihre Gewinne auch nur benutzt um sich in andere Märkte einzukaufen. Bei einigen der grossen Energieversorger ist "Energie" nicht einmal mehr das Hauptgeschäft.

Aber leider werden wir die Welt mit dieser Diskussion auch nicht verbessern.
MfG
eweri
eweri
Stammmitglied
Stammmitglied



Angemeldet: 01.12.2006
Beiträge: 33
Wohnort: Borchen

BeitragVerfasst am: 06.08.2007, 15:35 Nach oben

Hallo Cephalotus!

cephalotus hat Folgendes geschrieben:

eweri hat Folgendes geschrieben:
Selbst als Idealist sollte sich eine Investion die über einen Kredit bezahlt wird nach 12- 15 Jahren erledigt haben - dass war mit den Angeboten die ich bekommen habe nicht möglich.


Nun ja, aus dem nichts einen Gewinn zu erwirtschaften ist doch auch mal was ganz interessantes.


Moment, das ist doch völlig normal und so funktioniert jedes Unternehmen. Ein Unternehmer holt sich Geld von der Bank, kauft damit z.B. eine Maschine mit der man ein Produkt herstellt, das man verkauft und nach n-Jahren ist der Kredit für die Maschine abbezahlt und die Maschine erwirtschaftet Gewinne. So funktioniert die ganze Welt - ausser Kuba Wink Generell sollte jeder in der Kette einen akzeptablen Gewinn haben - in meinem Bespiel also die Bank, der Hersteller der Maschine, der Unternehmer und der Kunde der das erzeugte Produkt erwirbt (hier kann der Gewinn rein ideeller Natur sein). Jeder in dieser Kette versucht natürlich den maximalen Anteil am Gewinn zu bekommen. Wenn man dieses Bestreben aber Übertreibt, dann landet man im Extremfall bei Kredithaien, unseriösen Angeboten, Betrugsdelikten.


cephalotus hat Folgendes geschrieben:

eweri hat Folgendes geschrieben:
Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, ich will auch eine Solaranlage aus Dach haben - nur nicht zu jedem Preis.


Nun, bei einer kreditfinanzierten Anlage ist Dein Haupteinsatz das Betreiberrisiko, Kapital setzt Du ja nicht ein. Der Gewinn ist der Ertrag und die sehr vage Option, dass die Anlage nach 20 Jahren noch einen Restwert hat.


Wer haftet denn für einen Kredit? Ich mit meinem gesamten Privatvermögen. Ob das Kapital von meinem Sparstrumpf oder von der Bank kommt ist eigentlich egal - platzt die Unternehmung, dann ist entweder der Sparstrumpf leer oder das Eigenheim weg. Der einzige Unterschied ist, dass Geld von der Bank teuerer ist als Geld aus dem Sparstrumpf.

Kommentar eines Bankers: "Wenn das nicht in 10 Jahren erledigt ist, würde ich die Finger davon lassen."
Kommentar von einem Betriebsstellenleiter: "Unternehmen ziehen sich bereits aus Investitionen zurück wenn sie sich nicht innerhalb von 3-5 Jahren rechnen."
Und ich wäre schon zufrieden wenn ich mit 15 Jahren hin käme.

cephalotus hat Folgendes geschrieben:
Dementsprechend würde ich die Anlage dann auch optimieren, Risiko minimieren, Chancen auf Restwert maximieren. (das ist übrigens auch "Gewinnmaximierung um jeden Preis")


Beim Restwert reden wir über einen Zeitpunkt in 20 Jahren, wie du schon weiter oben sagst - kein Mensch kann dir heute sagen wo dann der Restwert der Anlage sein wird.

cephalotus hat Folgendes geschrieben:
Und wenn es sich nicht rentiert, dann rentiert es sich eben nicht, das muss man u.U. dann eben auch akzeptieren und es dann eben bleiben lassen.


Tja, leider. Schade habe jetzt kein Zeit mehr, die Diskussion fortzuführen, wir werden hier sowieso keine Lösung finden.
MfG
eweri
Karsten
Öfters hier
Öfters hier



Angemeldet: 16.05.2007
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 06.08.2007, 17:42 Nach oben

Hallo Rio,

ich finde auch, dass sich der Spiegel mal wieder selbst überbietet... Erst die Windkraft, jetzt die Solarenergie...

Es ist vollkommen korrekt erwähnt, dass im Augenblick die Gewinne einiger Hersteller sehr hoch sind. Dies ist jedoch auch genauso von der Politik mit Beginn des EEG gewollt gewesen. In dem Moment, als die PV-Strompreise festgelegt wurden, war klar, dass damit ein Anreiz zur Forschung und Investition gegeben werden sollte. Vor sieben Jahren konnte noch kein Unternehmen in Deutschland so billig PV-Module produzieren. Erst mit dem Wettlauf um günstigere Kostenstrukturen und der damit einhergehenden Entwicklung war es möglich, die Kosten so zu senken, dass heute diese dicken Gewinne eingefahren werden können. Das ist keine Hexerei und auch nicht unmoralisch. Und das Schöne für Vater Staat ist, dass er auf Grund des EEG jederzeit die Einspeisetarife senken kann und es somit in der Hand hat.

Nur so nebenbei: Nirgends in der Welt (Ausnahme Japan) ist es möglich, so günstig eine PV-Anlage zu bekommen.

Zu den Lohkosten in den neuen Bundeslöndern verweise ich auch gern auf die wesentlich geringeren Lebenshaltungskosten. Und dass sich die Firmen nicht anstrengen, kann man nicht sagen. Man muss erst einmal die notwendigen Fachkräfte in die inzwischen von Jugend ausgebluteten Regionen bekommen. Schaut doch mal z. B. hier:
http://www.q-cells.de/cmadmin_1_292_0.html
Normalerweise nehmen die Mitarbeiter der großen Solarfirmen ihre Firmen als 'ziemlich coole' Arbeitgeber war. Und dies scheint nicht ganz unbegründet. Das angeführte First Solar-Beispiel hingegen klingt nicht so toll.

Wie auch immer, die Gewinne der Solarfirmen sind fast nichts im Vergleich zu denen der konventionellen Energieträger. Und allein dadurch hat sich die Debatte fast erledigt.

Beste Grüße
Karsten
custodem
Stammmitglied
Stammmitglied



Angemeldet: 30.09.2006
Beiträge: 43
Wohnort: Badisch-Sibirien

BeitragVerfasst am: 06.08.2007, 19:17 Nach oben

Die Mitarbeiter der SolarWorld-Gruppe in Freiberg werden 2007 im vierten Jahr in Fiolge den Geschäftserfolg des Konzerns im eigenen Portemonnaie spüren können. Grund dafür ist das erfolgreiche Programm der Gewinnorientierten Mitarbeiterbeteiligung (GOMAB), das der Konzern 2003 für die Beschäftigten in Freiberg eingeführt hat.
Am Holdingstandort Bonn werden die Mitarbeiter seit 2005 am Gewinn beteiligt.
"Mit diesem Modell zählen wir in Deutschland zu den Vorreitern", sagt Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck, Vorstandssprecher der SolarWorld AG
(DGAP-NEWS: 15. Dezember 2006)!!!!!!! Exclamation
Rio
Forumsinventar
Forumsinventar


Info: Betreiber
Angemeldet: 23.12.2006
Beiträge: 1089
Wohnort: Kleve (NRW)

BeitragVerfasst am: 06.08.2007, 19:19 Nach oben

Karsten hat Folgendes geschrieben:
Hallo Rio,

ich finde auch, dass sich der Spiegel mal wieder selbst überbietet... Erst die Windkraft, jetzt die Solarenergie...
Mag sein, aber ich sehe da keinen Zusammenhang.

Es ist vollkommen korrekt erwähnt, dass im Augenblick die Gewinne einiger Hersteller sehr hoch sind. Dies ist jedoch auch genauso von der Politik mit Beginn des EEG gewollt gewesen. In dem Moment, als die PV-Strompreise festgelegt wurden, war klar, dass damit ein Anreiz zur Forschung und Investition gegeben werden sollte. Vor sieben Jahren konnte noch kein Unternehmen in Deutschland so billig PV-Module produzieren. Erst mit dem Wettlauf um günstigere Kostenstrukturen und der damit einhergehenden Entwicklung war es möglich, die Kosten so zu senken, dass heute diese dicken Gewinne eingefahren werden können. Das ist keine Hexerei und auch nicht unmoralisch. Und das Schöne für Vater Staat ist, dass er auf Grund des EEG jederzeit die Einspeisetarife senken kann und es somit in der Hand hat.

Nur so nebenbei: Nirgends in der Welt (Ausnahme Japan) ist es möglich, so günstig eine PV-Anlage zu bekommen.
In China sind die Anlagenpreise also höher als in der BRD?


Zu den Lohkosten in den neuen Bundeslöndern verweise ich auch gern auf die wesentlich geringeren Lebenshaltungskosten. Und dass sich die Firmen nicht anstrengen, kann man nicht sagen. Man muss erst einmal die notwendigen Fachkräfte in die inzwischen von Jugend ausgebluteten Regionen bekommen. Schaut doch mal z. B. hier:
http://www.q-cells.de/cmadmin_1_292_0.html
Warum bauen denn die Solarfirmen Fabriken in Gegenden wo es keine Fachkräfte gibt?..............Der Jahresurlaub beträgt 20 Tage - gerade das gesetzliche Minimum. Laut IG Metall bekommen selbst qualifizierte Mitarbeiter nur 1800 Euro brutto im Monat. "Das sind 500 bis 600 Euro weniger als sonst in der Industrie".............
Normalerweise nehmen die Mitarbeiter der großen Solarfirmen ihre Firmen als 'ziemlich coole' Arbeitgeber war. Und dies scheint nicht ganz unbegründet. Das angeführte First Solar-Beispiel hingegen klingt nicht so toll.
Sicherlich ist es cool 12 Stunden am Tag zu arbeiten und dafür kein Urlaubs-Weihnachtsgeld zu bekommen!
Wie auch immer, die Gewinne der Solarfirmen sind fast nichts im Vergleich zu denen der konventionellen Energieträger. Und allein dadurch hat sich die Debatte fast erledigt.
Was zahlen die konventionellen Energieträger an Lohn/Gehalt?
Beste Grüße
Karsten

Karsten, ich will bestimmt jetzt nicht nach "Oskar" rufen, allerdings halte ich solch eine Lohnpolitik von Firmen denen es blendend geht für sehr bedenklich!

Gruß Rio

_________________
6,16 kWp 28 Module Suntechnics STM 220
Wechselrichter Suntechnics 4600 E
Dachneigung 45° Ausrichtung 220°
Gestellsystem Suntechnics STG 80
Standort Kreis Kleve (NRW)
trzebi
Forumsinventar
Forumsinventar


Info: Berater
Angemeldet: 11.05.2007
Beiträge: 1105
Wohnort: Rheinland Pfalz

BeitragVerfasst am: 06.08.2007, 19:30 Nach oben

custodem hat Folgendes geschrieben:
Die Mitarbeiter der SolarWorld-Gruppe in Freiberg werden 2007 im vierten Jahr in Fiolge den Geschäftserfolg des Konzerns im eigenen Portemonnaie spüren können. Grund dafür ist das erfolgreiche Programm der Gewinnorientierten Mitarbeiterbeteiligung (GOMAB), das der Konzern 2003 für die Beschäftigten in Freiberg eingeführt hat.
Am Holdingstandort Bonn werden die Mitarbeiter seit 2005 am Gewinn beteiligt.
"Mit diesem Modell zählen wir in Deutschland zu den Vorreitern", sagt Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck, Vorstandssprecher der SolarWorld AG
(DGAP-NEWS: 15. Dezember 2006)!!!!!!! Exclamation


Vorbildlich im Gegensatz zu weiter oben. Wink

Zitat:
Karsten, ich will bestimmt jetzt nicht nach "Oskar" rufen, allerdings halte ich solch eine Lohnpolitik von Firmen denen es blendend geht für sehr bedenklich!

Jep Exclamation

Gruß

_________________
der mit der Sonne tanzt.............................
svari
Vielschreiber
Vielschreiber



Angemeldet: 19.02.2007
Beiträge: 268
Wohnort: 51688 Wipperfürth

BeitragVerfasst am: 06.08.2007, 22:53 Nach oben

löhne hin oder her,

warum sollten solarfirmen anders agieren als herkömmliche? nur weil sauberer strom produziert wird? totaler mumpitz.
die wollen auch nur rendite, ob die nun module herstellen oder staubsauger.
eins habe ich noch aus meinen lehrjahren behalten, man kann für ein produkt immer das nehmen, was der markt bereit ist zu zahlen. unabhängig von den herstellungskosten.
und solange das gut geht....?


gruss und uns immer viel sonne

svari

_________________
15,9 kWp Mitsubishi TD4 + Sanyo HIP
3 x SMA 5000, Dach 195°/34°

http://www.sonnenertrag.eu/detail.php?pk=2366
Karsten
Öfters hier
Öfters hier



Angemeldet: 16.05.2007
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 07.08.2007, 10:37 Nach oben

Hallo Rio,

warum werden Negativbeispiele einzelner Firmen immer wieder genutzt, um alle über einen Kamm zu scheren? So geschieht es in gewissen Artikeln bestimmter Medien. Ist das objektive Berichterstattung oder Meinungsbildung? Habe doch schließlich selbst geschrieben, dass ich dass First Solar-Beispiel nicht korrekt finde.

Das wir hier in Deutschland neben Japan die günstigsten Anlagenpreise ist ein Fakt. In China gibt es keinen netzgekoppelten PV-Markt (keine Einspeisevergütung, keine Quotenregelung und zu geringe Stromkosten) und somit auch keine Preise bzw. egal wie billig die Anlage wäre, sie würde ihre Investition nicht wieder amortisieren. Dort wird lediglich günstig produziert.

Apropos China: Eines ist klar. Das Lohnniveau, welches in der dortigen PV-Industrie gilt, ist um Größenordnungen geringer als das in Deutschland. Arbeitnehmerrechte und Gewerkschaften sind dort auch weniger zu finden als hier. Dürfte man mit diesem Wissen überhaupt noch PV-Module aus China kaufen, wenn man für sich den Anspruch hat, gegen Dumpinglöhne einzustehen?

Bitte dies nicht als unnötige Provokation verstehen. Aber dieses Gedankenspiel kam mir gerade. Bin auf eure Meinungen gespannt.

Beste Grüße
Karsten
Handbuch
Vielschreiber
Vielschreiber


Info: Betreiber
Angemeldet: 28.11.2006
Beiträge: 162
Wohnort: Suhl

BeitragVerfasst am: 07.08.2007, 13:13 Nach oben

Ich lese hier immer, daß im Osten die Lebenshaltungskosten geringer wären.

Also ich lebe im Osten und muß immer wieder erleben, wie sich "Wessis" z.B. wundern, wenn sie hören, was wir hier z.B. für Wasser- und Abwassergebühren zahlen müssen.

Sicherlich sind die Mieten in einigen Gegenden niedriger als Im Bundesschnitt, aber die Mär vom billigen Leben im Osten wird durch Wiederholung nicht wahrer.

Cool
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:      
Neues Thema eröffnenNeue Antwort erstellen


 Gehe zu:   



Nächstes Thema anzeigen
Vorheriges Thema anzeigen
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Werbung:


Forensicherheit

>>Werben Sie auf dieser Seite<<

Powered by Elektron © 2006, phpBB Group Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Deutsche Übersetzung von phpBB.de
RSS