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 PV-Module als wasserführende Schicht auf Scheunendach? Nächstes Thema anzeigen
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Autor
scholzro
Öfters hier
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Angemeldet: 02.05.2007
Beiträge: 13

BeitragVerfasst am: 08.05.2007, 20:53 Nach oben

Hallo PV-Experten.
Unsere Scheune benötigt ohnehin eine neue Dacheindeckung, daher denken wir nun auch über eine PV-Anlage nach.

Nun meine Frage: Kann man Solarmodule als wasserführende Schicht (wie thermische Indachkollektoren) verwenden?
Hat jemand Erfahrungen damit?

Gruß
Scholzro
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Verfasst am: Nach oben

ho1968
Fleißiges Mitglied
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Info: Betreiber
Angemeldet: 11.06.2006
Beiträge: 411
Wohnort: 69437

BeitragVerfasst am: 08.05.2007, 21:03 Nach oben

Hallo,
darüber kam letztlich ein Bericht im rbb, im Herbst soll in solches System herrauskommen, leider weiß ich nicht von welchem Hersteller.

www.photovoltaikforum.com/ftopic5458.html

Gruß
Holger

_________________
3,24KWp, 20 x Sharp ND162E1F , 1x SB3300TL HC
Don Carlos
Fleißiges Mitglied
Fleißiges Mitglied



Angemeldet: 27.02.2006
Beiträge: 450

BeitragVerfasst am: 08.05.2007, 21:11 Nach oben

Gucks Du hier:
http://www.mdr.de/einfach-genial/aktuell/4401949.html

und das sollte die Firma sein:
http://roto-bauelemente.de/

D.C.
scholzro
Öfters hier
Öfters hier



Angemeldet: 02.05.2007
Beiträge: 13

BeitragVerfasst am: 09.05.2007, 10:26 Nach oben

gibt es da nur eine lösung von einem hersteller?
Udo
Vielschreiber
Vielschreiber


Info: Betreiber
Angemeldet: 23.06.2005
Beiträge: 217

BeitragVerfasst am: 09.05.2007, 10:38 Nach oben

Hallo,

diese Art der Montage hat aber auch einen Nachteil: die Module erwärmen sich sehr stark, da schlechte Hinterlüftung, wodurch der Wirkungsgrad sinkt ---> geringere Erträge.
Außerdem sollte man gut auf die Herstellerangaben zum Betriebstemperaturbereich achten, viele sind nur bis max. 80°C angegeben und diese Temperatur ist bei schlechter Hinterlüftung der Module schnell erreicht.

Gruß
Udo
bert_k
Stammmitglied
Stammmitglied


Info: Betreiber
Angemeldet: 17.12.2006
Beiträge: 79
Wohnort: Ba Wü

BeitragVerfasst am: 09.05.2007, 14:22 Nach oben

Hatte mich auch ein wenig über solche Möglichkeiten informiert. Meiner Meinung nach sind die Systeme nicht wirtschaftlich.
scholzro
Öfters hier
Öfters hier



Angemeldet: 02.05.2007
Beiträge: 13

BeitragVerfasst am: 09.05.2007, 15:16 Nach oben

@udo:
die entstehende wärme kann doch auf der unterseite an den scheuneninnenraum abgegeben werden.
ist das schlecher als eine aufdachvariante, bei der auch noch die heißen dachziegel wärme abgeben??
@bert:
meinst du nicht wirtschaftlich aufgrund geringeren wirkungsgrads?
oder sind die indachzellen in der anschaffung teuer als herkömmliche module + einfache dacheindeckung (z.b. trapezbleche)?
gruß
scholzro
Don Carlos
Fleißiges Mitglied
Fleißiges Mitglied



Angemeldet: 27.02.2006
Beiträge: 450

BeitragVerfasst am: 09.05.2007, 15:30 Nach oben

scholzro will damit seine Scheune dicht kriegen.

Da kann vor Beginn auch das Problem der Modultemperaturen und der Hinterlüftung konstruktiv berücksichtigt werden.
Es sei denn, inzwischen wird für Scheunendächer auch eine 180er Sparrendämmung vorgeschrieben.

Ich kann mir eine Art Sparschalung etwa 25 cm unter den Modulen (Unterseite der Sparren) vorstellen, die in Richtung First ausreichende Kaminwirkung entwickeln sollte.
Für den Firstabschluss ist sowieso eine Individuallösung notwendig, da es nunmal keine Solarfirsten 'Smile' gibt. Die Lüftungstechniker haben da meistens sehr gute Ideen.

Außerdem sollte der Material- und Leistungsaufwand für ein konventionelles Dach durchaus gegenzurechnen sein, auch unter Berücksichtigung vorübergehender Leistungsminderung durch Wärmestau.

Kann auch sein, dass regionale Bauvorschriften hier irgendetwas vorschreiben oder gar verbieten.
Lohnt sich das Ganze mal bis zu Ende zu diskutieren.

D.C.
Don Carlos
Fleißiges Mitglied
Fleißiges Mitglied



Angemeldet: 27.02.2006
Beiträge: 450

BeitragVerfasst am: 09.05.2007, 15:42 Nach oben

@scholzro
ich denke, das sind stinknormale Module mit stärkeren Rahmen.
Allerdings ist schon interessant, wie roto-bauelemente das auf Dauer dicht kriegen will unter Berücksichtigung der Dehnungskräfte.
Sie verwenden lt. HP Module in den Abmessungen 1400 x 1960
Müsste man sich mal angucken.

D.C.
sammy
Vielschreiber
Vielschreiber


Info: Betreiber
Angemeldet: 28.09.2006
Beiträge: 242

BeitragVerfasst am: 09.05.2007, 18:47 Nach oben

Hallo
Roto stellt eigentlich Dachflächenfenster her.
Daher nehme ich an das die Module vom Prinzip ähnlich aufgebaut sind.
Dicht sollte das schon sein.Ein Lüftungsgitter an der Traufe einen zweiteiligen Lüftungsfirst und der Kamineffekt ist gegeben.
Vielleicht nicht wie bei einer Aufdachmontage aber besser als nichts.

Gruß sammy

_________________
Das Geheimnis des Könnens liegt im Wollen
Giuseppe Mazzini
Udo
Vielschreiber
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Info: Betreiber
Angemeldet: 23.06.2005
Beiträge: 217

BeitragVerfasst am: 09.05.2007, 20:12 Nach oben

Hallo scholzro,

scholzro hat Folgendes geschrieben:
@udo:
die entstehende wärme kann doch auf der unterseite an den scheuneninnenraum abgegeben werden.


Da hast du aber nicht die Luftbewegung, die bei der Aufdachvariante als Kaminwirkung beschrieben ist und damit die Module kühlt.

scholzro hat Folgendes geschrieben:
ist das schlecher als eine aufdachvariante, bei der auch noch die heißen dachziegel wärme abgeben??
snip...


Die Dachziegel die unter den Modulen liegen erwärmen sich ja nicht.

Gruß
Udo
Udo
Vielschreiber
Vielschreiber


Info: Betreiber
Angemeldet: 23.06.2005
Beiträge: 217

BeitragVerfasst am: 09.05.2007, 20:29 Nach oben

Hallo scholzro,

meine Idee um die Scheune in der Form zu nutzen wäre:

Das Dach mit Titanzinkblechen bekleiden, mit entsprechenden Überlappungen der Bleche und darauf ganz normal eine Aufdachkonstruktion für die Module.
Das Titanzinkblech ist nicht sehr teuer.

Gruß
Udo
Fotovoltaikshop
Stammmitglied
Stammmitglied



Angemeldet: 06.03.2007
Beiträge: 108

BeitragVerfasst am: 10.05.2007, 22:37 Nach oben

Ich finde diese Lösung nicht schlecht:
http://www.solrif.ch/

_________________
Fotovoltaikshop
www.fotovoltaikshop.de
Vergleichsanlage SSO , 17° DN
2,16 kW Sharp 180 mono + SMA SB 2100 TL
3,44 kW Sanyo HIP 215 NHE5 + SMA SB 3300 TL
2,86 kW Mitsubishi MF 130 + SMA SB 2500
2,24 kW Sharp NA801 microkristallin + SMA SB 2500
scholzro
Öfters hier
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Angemeldet: 02.05.2007
Beiträge: 13

BeitragVerfasst am: 11.05.2007, 11:57 Nach oben

hallo leute!
vielen dank erstmal für eure antworten.
zur dachform: pultdach
daher kein first, keine "firstentlüftung".
da müssten wir uns was anderes einfallen lassen.
natürlich keine wärmedämmung unter dem dach, scheune unbeheizt.

das solrif konzept sieht ganz pfiffig aus.
http://www.solrif.ch/download/tech_doc.pdf

aber die vorgehensweise:
1. "normale" module kaufen
2. "normalen" rahmen demontieren
3. solrif-rahmen montieren
erscheint mir ein wenig problematisch hinsichtlich der gewährleistung für das modul...

und dann ist die frage, ob die schweizer auch "schweizer preise" haben....
gruß
scholzro
scholzro
Öfters hier
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Angemeldet: 02.05.2007
Beiträge: 13

BeitragVerfasst am: 14.05.2007, 09:00 Nach oben

noch eine andere frage:
für die vorbereitung des daches für die photovoltaik-anlage müssten wir die richtung des pultdaches der scheune um 90° drehen, ist das genehmigungspflichtig?
doch erst noch ein paar fakten:
- baujahr: etwa 1930
- keine bau/ genehmigungsunterlagen vorhanden
- kein denkmalschutz
- ca. 180qm grundfläch
- aktuell: pultdach mit dachfläche nach osten, dachneigung ca. 10°
- wunsch: pultdach mit dachfläche nach süden, dachneigung ca. 10°
- land: niedersachsen
was meint ihr, ist das ohne baugenehmigung machbar?
gruß
andy
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