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Don Carlos
Fleißiges Mitglied

Angemeldet: 27.02.2006
Beiträge: 450
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Verfasst am:
24.03.2007, 19:42 |
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Könnte man eigentlich darauf schließen...
Vor ein paar Wochen hatte ich mal hier auf eine Alternative hingewiesen,
die das europäische, nordafrikanische und mittelöstliche Energieproblem auf Dauer lösen könnte.
Interessanterweise hat nun als erster der Chef eines der vier großen deutschen Energieversorger, Utz Claasen, für die EnBW, dem viertgrößter Energieversorger in der Bundesrepublik, laut über den Import von Solar- und Windstrom aus Afrika und den Bau eines riesigen europäischen Stromverbunds nachgedacht und jetzt dieses Projekt des Kasseler Diplom-Physiker Gregor Czisch aufgegriffen. Auch der Umweltbeirat der Bundesregierung unterstützt diese Idee.
Es liegt auf der Hand das solche gigantischen Projekte zunächst nur unter der Leitung und Führung von kapitalstarken und international verflochtenen Unternehmen realisiert werden können, weil hier sowohl Kompetenz und besonders Kapital vereinigt sind.
Und selbst für diese dürfte so ein gigantisches Projekt nur schwierig zu stemmen sein
Aber der Gedanke ist noch nicht mal richtig formuliert und schon kriechen die Kritiker aus ihren Löchern, die noch immer nicht begriffen haben, wie die Uhr tickt.
Für mich war überraschend, dass sich Herr Fabio Longo, Vorstandsmitglied der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien "Eurosolar" zu einer massiven Kritik dieser Projekte hinreißen lässt. Offensichtlich verkennt er, dass sich globale Probleme nicht lokal lösen lassen.
Fabio Longo:“… „Es geht nicht nur um Öko-Strom, sondern um Versorgungsstrukturen und Marktmacht.“
Natürlich nicht und selbstredend. Und um die Anteile von den mehreren tausend Millionen Euro geht es, die lt. Herrn Gabriel bereitgestellt werden müssen – auch für diese Zwecke. Die muss doch jemand kriegen, wenn sie schon ausgegeben werden müssen. Wo leben wir denn?
Das "technokratische Monstrum" eines Super-Verbundnetzes zwischen Europa und Afrika solle dem Kartell der großen Energiekonzerne langfristig seinen Einfluss absichern".
Na und – es ändert am derzeitigen Zustand nix, garnix.
“…Der Afrika-Plan soll zum Hebel gegen das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) werden, das den vielen kleinen Einspeisern von Strom aus erneuerbaren Quellen eine feste Vergütung garantiert. Die Stromkonzerne werden nur in der Wüste investieren, wenn die Förderung für Sonnen- und Windenergie in Deutschland abgeschafft wird - also das EEG wegfällt…“
Ob am Ende Konsequenzen zu erwarten sind, für ein paar Hundert PV-, Windkraft- oder Biomasse-Investoren und ihren 10 oder 12% alternativ erzeugten Energie und für das EEG, stellt sich damit überhaupt nicht und sollte sich in ein paar Jahren sowieso erledigt haben.
Es geht bei diesem Projekt auch nicht um Deutschland, sondern um Lösungen, zum Vorteil der beteiligten Länder, also der Länder Nordafrikas und dem mittleren Osten. Es geht damit auch um die Wahrnehmung der Verantwortung der Industrienationen und eben nicht nur um die langfristige und dauerhafte 100 % Energieversorgung auch Deutschlands mit Energien regenerativer und solarer Herkunft. Und es hat eine friedensstiftende Funktion.
Wer das eine will, muss das andere mögen, oder Alternativen anbieten.
Aber diese behält Herr Longo vorläufig für sich - leider. Damit wird er für mich unglaubwürdig. Erst mal dagegen sein. Erst mal sich Sorgen über Hühnerküken machen, deren Eier, aus denen sie schlüpfen könnten, noch nicht mal gelegt sind.
So werden Chancen verspielt, wenn man kleinkariert denkt und nur den Tellerrand als Perspektive zulässt.
Hat mich enttäuscht der Herr Longo, Vorstandsmitglied von "Eurosolar" – der sich auf den Integrationsbestandteil seiner Aufgabe in seinem Organisationsnamen besinnen möge.
Wie immer – meine Meinung
D.C.
Hier die Links:
http://www.solarserver.de/solarmagazin/interview_longo_0307.html
http://www.solarserver.de/solarmagazin/solar-report_0207.html |
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