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Elektron
Administrator

Info: Betreiber
Angemeldet: 10.01.2005
Beiträge: 2645
Wohnort: 88457 Kirchdorf
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Verfasst am:
08.04.2005, 13:47 |
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Wartung von Photovoltaikanlagen
Im Gegensatz zu Wind- oder Biomasseanlagen gibt es bei Photovoltaikanlagen keine drehenden Generatorteile oder die Notwendigkeit einer Prozessüberwachung. Trotzdem ist es sinnvoll, dass eine Anlage – zwar nicht täglich – aber regelmäßig kontrolliert wird. Dabei sollte ein Fachmann den Wartungscheck übernehmen. Clevere Fachfirmen bieten bereits beim Verkauf einer Solaranlage den Abschluss eines Wartungsvertrages mit an, das schafft zum einen Potenzial für Folgeaufträge und erhöht zum anderen die Kundenbindung.
Eine verlässliche Durchsicht sollte sich dabei auf sieben relevante Punkte stützen.
Der CheckUp
Die Solarmodule auf dem Dach werden einer Sichtkontrolle unterzogen. Dabei wird die Anlage zum einen auf Verschmutzung und Verschattung kontrolliert und zum anderen ob alles intakt ist. Beispielsweise kann ein Glasbruch die elektrische Funktion des Solarmoduls beeinträchtigen. Ein Tipp dazu: Hält man beim Bau von größeren PV-Anlagen so genannte Revisionsgänge zwischen Teilgeneratoren ein, lässt sich später ein notwendiger Tausch einfacher und schneller bewerkstelligen.
Falls es möglich ist, sollte man die Unterkonstruktion des Solargenerators ebenfalls genau unter die Lupe nehmen, um eventuelle Bruchschäden der Dacheindeckung zu erkennen. Diese treten bevorzugt an den Stellen auf, wo der Dachhaken aufliegt. Mit Blechschrauben befestigte Deckporfile der Modulhalterung werden nach einem schneereichen Winter überprüft, damit alles fest sitzt.
Wichtig ist auch die Kontrolle der Betriebsstatusanzeige des Wechselrichters. Das gilt insbesondere bei Anlagen, wo Netzeinspeisegeräte schwer zugänglich sind, beispielsweise bei Montage unter dem Vordach. In diesen Fällen trägt ein spezielles Fernüberwachungssystem zuverlässig Sorge, dass der Wechselrichter funktioniert und Leistung bringt.
Bei Einsatz eines so genannten Solarverteilers, mit der mehrere Solarstränge parallel gesammelt werden sind die äußeren Gehäuseteile sowie die Kabelführungen zu überprüfen.
Des Weiteren sollte auch der feste Sitz aller elektronischen Verbindungen, bevorzugt auf der Wechselspannungsseite, überprüft werden. Mit der Zeit könnten sich Klemmverbindungen oder -schrauben lösen und zu erhöhten Übergangswiderständen führen. Sitzt alles perfekt, kann weder der Wechselrichter aufgrund seiner empfindlichen Netzüberwachung abschalten noch die Einspeisung komplett unterbrochen werden.
Ordnungsgemäß installierte Solaranlagen sind mit Überspannungsableiter ausgerüstet, die bei Blitzeinschlägen im Netz des Energieversorgers den Wechselrichter schützen. Solarseitig haben mittlerweile eine Reihe von Wechselrichtern standardmäßig "Varistoren" als Überspannungsschutz integriert. Auf der Wechselspannungsseite können speziell im Zählerschrank eingebaute Überspannungsableiter nach mehrfachem Ansprechen defekt sein. Dies wird visuell im Sichtfenster überprüft.
Bei größeren PV-Anlagen gilt: Für Anschlussleistungen über 30 kVA ist die spezielle unter- und überspannungsabhängige Schalteinrichtung, gemäß den Richtlinien des Verband der Elektrizitätswirtschaft e.V. (VDEW), im Abstand von 3 Jahren durch den Fachmann zu prüfen und zu protokollieren.
Ein wichtiger Aspekt zum Schluss: Um die Effizienz und nicht zuletzt die Funktion einer PV-Anlage zu kontrollieren, müssen die erwirtschafteten Solarerträge kontinuierlich vom Anlagenbetreiber erfasst werden. Dabei sollte der Zählerstand mindestens 1x pro Monat festgehalten werden. Durch Vergleiche mit Ertragsdaten von Anlagen in der Nachbarschaft oder von Werten in Internetdatenbanken lasen sich so Rückschlüsse auf eine einwandfreie Funktion der Photovoltaikanlage feststellen.
Quelle: IKZ Haustechnik Januar 2005 |
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Google-Werbung
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Verfasst am:
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Pascal
Neu hier

Angemeldet: 26.04.2006
Beiträge: 3
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Verfasst am:
26.04.2006, 21:27 |
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mit was für Kosten kann man denn da rechnen?
Pascal |
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magicmaik
Stammmitglied


Angemeldet: 23.04.2006
Beiträge: 130
Wohnort: Nördlich von Osnabrück/Niedersachsen
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Verfasst am:
29.04.2006, 01:57 |
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...das würde mich auch interessieren....  |
_________________ Bin für jede Info dankbar...
5,45 kwp+++33x BP Solar 3165S+++SMA SB 5000TL HC |
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Kollektor
Moderator

Info: Betreiber
Angemeldet: 31.08.2005
Beiträge: 1999
Wohnort: Südliche Weinstraße
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Verfasst am:
01.05.2006, 21:58 |
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Hier ist die Stellungnahme des Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV)
Verpflichtung zu Wartungsarbeiten
Der Betreiber ist für die Sicherheit seiner Anlage verantwortlich und sollte
im Schadensfall nachweisen können, dass seine Anlage regelmäßig auf
elektrische und mechanische Fehler überprüft wurde.
Diese Überprüfung und die dabei vorgenommene Fehlerbeseitigung zählt zu den
Wartungsarbeiten.
In den Rentabilitätsberechnungen kann man von jährlichen Wartungskosten in
Höhe von 1 Prozent des Neupreises ausgehen.
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit folgen einige Beispiele.
** Mechanische Fehler:
Durchgescheuerte Isolierungen, verschmutzte Module, verrostete Gestelle oder
gelockerte Halterungen.
Besonders wichtig sind solche Durchsichten bei Freiflächenanlagen
(Tierverbiss) oder auf Schuldächern: Gefährdung der Kinder außerhalb des
Gebäudes bei Abrutschen des Gestells vom Dach.
Bei Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden sind deshalb regelmäßige
Wartungsintervalle gefordert.
** Elektrische Fehler.
Funktionsprüfung:
Die einfachste Wartungsarbeit können Sie selber durchführen, indem Sie
regelmäßig den Einspeisezähler ablesen, um Störungen zu erkennen. Durch
Eintragung der Monatserträge in die Ertragsdatenbank des SFV und Vergleich
mit den Erträgen anderer Anlagen aus dem selben Postleitzahlenbereich
erkennen Sie rasch, wenn Teile der Anlage nicht mehr funktionieren bzw.
nicht die vorgesehene Leistung erbringen.
Den Nachweis, dass Sie Ihre Anlage auf diese Weise überwacht haben, können
Sie in dringenden Fällen führen, indem Sie vom SFV eine Aufstellung
erbitten, wann Sie welche Entragungen in der Ertragsdatenbank des SFV
vorgenommen haben.
Vermeidung von Inselbildung:
Eine Photovoltaikanlage muss zuverlässig abschalten, wenn der Teil des
Stromnetzes, in welches die Einspeisung erfolgt, abgetrennt wird.
Andernfalls (Inselbildung) könnten Arbeiter bei Netzreparaturen gefährdet
werden.
Bei Solarstromanlagen mit Netzeinspeisegeräten ohne ENS
(Sicherheitsschaltung zur Netzüberwachung) ist deshalb eine Prüfung nach
jeweils 3 Jahren vorgeschrieben. Diese Prüfung muss protokolliert werden.
Bei Netzeinspeisegeräten mit ENS entfällt diese Prüfung.
Wir empfehlen, mit dem Installateur bereits beim Kauf einer Anlage einen
Vertrag über die regelmäßige Wartung der Anlage abzuschließen. Was die
Kosten einer solchen Wartung betrifft, so ist auch der folgende
Gesichtspunkt zu beachten: Der Installateuer, der eine Rechnung für
Durchsicht und Wartungsarbeiten stellt, entlastet damit gleichzeitig den
Anlagenbetreiber bei dessen Verpflichtung, die Anlage ohne Gefährdung
anderer Personen oder Sachen zu betreiben. Die Kosten einer solchen Wartung
wird man bei Beachtung dieses Gesichtspunktes gerne bezahlen.
Auf jeden Fall aber ist es falsch, zu behaupten, eine PV-Anlage sei
wartungsfrei. Richtig ist die Aussage, sie sei wartungsarm.
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* Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV) *
* Herzogstraße 6 * D-52070 Aachen * zentrale@sfv.de *
* Tel. 0241-511616 * Fax 0241-535786 * http://www.sfv.de *
* Bankkonto: 100 541 5019 Pax Bank e.G. BLZ: 370 601 93 * |
_________________ Sonnige Grüße
Kollektor |
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fadeka
Moderator
Angemeldet: 11.09.2005
Beiträge: 197
Wohnort: 94110 Wegscheid
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Verfasst am:
02.05.2006, 23:33 |
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Hallo
Ich habe heute in der PNP einen Artikel über Feuerwehren und PV-Anlagen gelesen. Da wird empfolen einen Hinweis über eine Installierte PV-Anlage am Hausanschlusskasten anzubringen. Da im Brandfall nicht unbedingt erkennbar ist das eine Anlage montiert ist.
Ich denke das kann man im Zuge der Wartungsarbeiten prima miterledigen.
Gruss
Franz |
_________________ Alle Menschen sind klug - die einen vorher, die anderen nachher (Voltaire 1694-1778) |
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solarstromerzeugung
Stammmitglied


Angemeldet: 24.10.2006
Beiträge: 35
Wohnort: bei Berlin
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Verfasst am:
06.03.2007, 17:59 |
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Ich glaube ein wichtigen Punkt, auf den man Wert legen sollte ist, dass man sich schon im Vorfeld einen Installateurbetrieb aussucht, der auch im Notfall zügig auf Probleme reagieren kann. |
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