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bweihbrecht
Stammmitglied


Angemeldet: 19.06.2006
Beiträge: 122
Wohnort: Widdern
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Verfasst am:
14.02.2007, 13:11 |
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| eweri hat Folgendes geschrieben: |
Hm, Energiepflanzen heißt hier bei uns - glaube ich - "Mais" und der laugt die Böden aus und bietet keinen Schutz vor Erosion. Die ursprüngliche Idee hinter Biogasanlagen war mal, das Gas, das bei der Zersetzung von tierischen und pflanzlichen Abfällen (durch subventionierte Überproduktion) anfällt zur Energieproduktion zu verwenden. Extra dafür Pflanzen anzubauen entspricht eigentlich nicht der ursprünglichen Idee.
Man sollte diese Flächen, die für Mais genutzt werden lieber wieder mit Bäumen aufforsten und als Pellet-Quelle verwenden
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Ausschließlich Mais wird auch keiner anbauen, in der Regel gibt es pro Jahr 2 - 3 Fruchtfolgen, eine davon kann Mais sein, Üblich ist auch zB Grünschnittrogen (zB JOBARO), Futterrüben, Weidelgras (bis zu 6 Schnitte) oder Sudangras das evebfalls mehrfach geschnitten wird und keine Erosionen verursacht.
Die anderen Anbauten stehen in Bezug auf die Gasausbeute Mais heute in nichts mehr nach, Futterrüben sind sogar besser. Ganz ungeachtet von dem Effekt des geringren Aufwandes (1x säen - mehrfach ernten).
Gruß
Bernd |
_________________ Eigenanlagen:
* 5,94 kWp mit WR KACO PVI 4500i und 54 Stk. Phaseum USP 110, aufgeständert
* 2x Masten mit 4635 kWp mit WR SMA 4200TL und 15x Solterra 150+ und 21x Phaseum USP 110
Im Projektstatus:
Biomasse Holzgasanlage >150 kWe |
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Verfasst am:
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sunfarmer
Öfters hier

Angemeldet: 05.01.2007
Beiträge: 21
Wohnort: Odenwald
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Verfasst am:
14.02.2007, 17:35 |
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das mit dem Maisanbau ist nicht so grass wie es oft dargestellt wird.
Bernd Weihbrecht hat die Situation aus ldw. Sicht finde ich sehr gut beschrieben.
Mich fasziniert an der Biomasse-Schiene vor allem, daß man hier einen Grundlaststrom hat. Mit ihm im Mix ist es möglich mit Erneuerbaren die Komplettversorgung beim Strom zu machen.
Bei der Primärenergie liegen die Erneuerbaren bei rund 6%. Es gibt eben auch erneuerbare Energiequellen, die nicht zur Stromerzeugung genutzt werden. Warmwasserkollektoren, Holzheizungen, Geothermie... die müssen auch als Primärenergiebringer dazu gezählt werden.
Noch was - die Spiegel Zahlen immer mit Vorsicht betrachten. Vor ca. 3 Jahren brachten die einen Bericht über Windkraft. War wohl direkt aus dem Faxgerät entnommen - Absender RWE oder EON. Schon im ersten Absatz stand, daß die Experten sich alle einig sind, die Bezugspreise für Rohöl werden sich in den nächsten 10 - 15 Jahren nur geringfügig verändern! Damals war das Barrel bei 27$. So ging das im gesamten Artikel weiter. Nur Kaffeesatz. Einige Redakteure sind dann auch zurückgetreten, weil sie solch unseriösen Sachen nicht mittragen. Andere sind gegangen worden, weil sie ihren Gehalt wohl schon vorher von den Energiekonzernen bezogen haben.
Muß mich wieder beruhigen
Gruß Werner |
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superhaase
Forumsinventar

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Angemeldet: 14.11.2006
Beiträge: 1000
Wohnort: München
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Verfasst am:
25.02.2007, 13:50 |
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| Wechsel-Richter hat Folgendes geschrieben: |
| Darum würde ich nicht mehr in ein einzelnes Objekt investieren (ich habe es mit Cargolifter ja auch selbst hautnah miterlebt) sondern nur noch in Fonds . Wenn einer darin den Bach runtergeht, macht das dem Rest nicht den Garaus. |
Du hast mich nicht verstanden:
Ich ziehe ein Investment in einen geschlossenen Kraftwerksfonds einer Aktie oder einem Aktienfonds vor. Das ist der Punkt. Wenn ich mir ein kleines Biomasse Kraftwerk in den Keller stellen könnte, würde ich das machen. Interessant ist hier z.B. die Sunmachnie als KWK-Heizung mit Biomasse (Holzpellets).
Cargolifter war auch eine AG - Du hast nicht in das Projekt investiert, sondern in die Träume eines AG-Vorstandes, der dann Dein Geld verbraten hat und selbst wahrscheinlich durch ein hohes Vorstandsgehalt reich geworden ist.
Das passiert Dir bei einem geschlossenen Fonds in Form einer GmbH & Co. KG nicht, denn da haben die Kommanditisten das sagen (also DU), es gibt keinen teueren Vorstand (nur eine Geschäftsführung mit vorher festgelegter Vergütung), und es handelt sich um ein konkret durchgerechnetes und relativ sicheres Objekt. Du wirst da nicht von einem AG-Vorstand für dumm verkauft. Meist befinden sich die Objekte schon in Bau oder sogar schon in Betrieb, wenn Du Dein Geld überweist.
Der von mir oben angegebene Fonds, an dem ich mich beteiligen werde, investiert übrigens in 4 Kraftwerksstandorte in ganz Deutschland, und ist nicht der erste Fonds des Initiators und der Herstellerfirmen. Ferner wird an allen Standorten die Abwärme genutzt, was m.E. auch zur Vorschrift werden sollte, um noch in den Genuss einer EEG-Förderung zu kommen.
Und Biomasse hat hierbei gegenüber z.B. Photovoltaik und Windkraft noch den Vorteil, dass nicht mit starken Schwankungen z.B. wegen des Wetters zu rechnen ist - das hat schon einige Windkraftfonds stark in Bedrängnis gebracht oder sogar in die Pleite getrieben. Soviel zum Thema Risiko.
Übrigens: Ist schon ein Investment in einen Biomassekraftwerks-Fonds hier off topic, aber eine Diskussion über Aktien oder Aktienfonds hat hier noch weniger zu suchen. Dafür gibts z.B. Wallstreet Online.
ciao,
sh |
_________________ 10.08 kWp mit 48 Sanyo HIP210, 1 Sunways NT6000 und 1 Sunways NT5000. Flachdachgestell mit 20°. Inbetriebnahme 13.7.2006.
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superhaase
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Angemeldet: 14.11.2006
Beiträge: 1000
Wohnort: München
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Verfasst am:
25.02.2007, 13:55 |
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| sunfarmer hat Folgendes geschrieben: |
| Noch was - die Spiegel Zahlen immer mit Vorsicht betrachten. Vor ca. 3 Jahren brachten die einen Bericht über Windkraft. War wohl direkt aus dem Faxgerät entnommen - Absender RWE oder EON. |
ja das war schon eine Nummer
Allerdings steckten da nicht RWE oder EON dahinter, soviel ich weiß, sonder der Chefredakteur hatte einen Hass auf die Windkraft, weil er sich und sein Häuschen durch ein zu nah errichtetes Windrad gestört fühlte. So hat er einen unhaltbaren, hanebüchenen Artikel schreiben lassen, quasi aus Rache.
Allerdings sollte m.E. wirklich darauf geachtet werden, dass die WKA weit genug von Wohnsiedlungen weg sind, was ja inzwischen auch vorgeschrieben ist. Es werden halt Fehler gemacht, aus denen dann meist auch gelernt wird.
ciao,
sh |
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Freeze
Öfters hier

Angemeldet: 09.11.2006
Beiträge: 14
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Verfasst am:
25.02.2007, 14:23 |
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Das mit der Beteiligung an einer Biogasanlage würde ich mir aktuell gründlich überlegen.
Bin selber Landwirt und baue für eine benachbarte 500kw Biogasanlage Mais an. Das Hauptproblem welches ich aktuell sehe ist folgendes. Der Maisanbau konkuriert mit anderen Pflanzen zur Nahrungs und Futtermittelproduktion wie z.B. Weizen. Da der Weizen die Hauptanbaufrucht in Deutschland ist, richtet sich der Preis für Mais immer nach dem Weizenmarkt. Und durch die Dürre des Letzten Jahres und die immer grösser werdende Nachfrage von Weizen z.B. von Anlagen zur Bioethanolherstellung ist der Preis für Weizen von etwa 10€ für 100 kg auf Aktuell 16-18€ für 100 kg gestiegen was dann 60-80% Preisanstieg bedeutet. Im gleichen Zug steigt natürlich der Maispreis weil die Landwirte wie ich ansonsten viel mehr Weizen statt Mais anbauen würden.
Durch diesen Massiven Preisanstieg gibt es kaum Biogasanlagen die bei diesen Preisen Wirtschaftlich arbeiten können. Die Rohstoffe werden immer Teurer aber die Einspeisevergütung ist für 20 Jahre festgelegt.
Meines erachtens rechnen sich Biogasanlagen deswegen nur wenn sie industrieabfälle oder ähnliches verwerten und keine Nachwachsenden Rohstoffe.
MFG |
_________________ 58,9 kwpeak, Solarworld poly 155 und 165, SMA Minicentral mit Sunnyboycontrol, ausrichtung 225°, 15° Dachneigung |
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superhaase
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Angemeldet: 14.11.2006
Beiträge: 1000
Wohnort: München
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Verfasst am:
25.02.2007, 14:28 |
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@Freeze:
da hast Du Recht, das muss natürlich alles bedacht werden.
ciao,
sh |
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Betatester
Moderator

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Angemeldet: 09.01.2006
Beiträge: 2273
Wohnort: Oberbayern
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Verfasst am:
25.02.2007, 15:05 |
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| Freeze hat Folgendes geschrieben: |
Das mit der Beteiligung an einer Biogasanlage würde ich mir aktuell gründlich überlegen.
Bin selber Landwirt und baue für eine benachbarte 500kw Biogasanlage Mais an. Das Hauptproblem welches ich aktuell sehe ist folgendes. Der Maisanbau konkuriert mit anderen Pflanzen zur Nahrungs und Futtermittelproduktion wie z.B. Weizen. Da der Weizen die Hauptanbaufrucht in Deutschland ist, richtet sich der Preis für Mais immer nach dem Weizenmarkt. Und durch die Dürre des Letzten Jahres und die immer grösser werdende Nachfrage von Weizen z.B. von Anlagen zur Bioethanolherstellung ist der Preis für Weizen von etwa 10€ für 100 kg auf Aktuell 16-18€ für 100 kg gestiegen was dann 60-80% Preisanstieg bedeutet. Im gleichen Zug steigt natürlich der Maispreis weil die Landwirte wie ich ansonsten viel mehr Weizen statt Mais anbauen würden.
Durch diesen Massiven Preisanstieg gibt es kaum Biogasanlagen die bei diesen Preisen Wirtschaftlich arbeiten können. Die Rohstoffe werden immer Teurer aber die Einspeisevergütung ist für 20 Jahre festgelegt.
Meines erachtens rechnen sich Biogasanlagen deswegen nur wenn sie industrieabfälle oder ähnliches verwerten und keine Nachwachsenden Rohstoffe.
MFG |
Nunja, wenn Biogasanlagen ausschließlich von Energieträgern "gefüttert" werden die zuerst gekaut werden müssen, besteht natürlich das Risiko der "Marktwirtschaft" auf hohe oder niedrige Preise. Wovon mittelfristig warscheinlich eher ersteres gilt.
Mein Nachbar hat ne Biogasanlage die nur von Silo (Gras) "gefüttert" wird. Da ist zumindest der Faktor "Rohstoff" ein längerfristig kalkulierbarer Faktor. Ich denke auch das die Preise für Pachtflächen auf längere sicht stark steigen, daher ist es jetzt schon gut wenn Betreiber genügend eigene Flächen haben oder längerfristig gepachtet haben.
Meine Meinung
Beta |
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Ostfriesenstrom
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Angemeldet: 02.04.2006
Beiträge: 854
Wohnort: Ostfriesland
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Verfasst am:
25.02.2007, 15:11 |
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Moin,
kann da Freeze nur Recht geben.
Es ist bereits jetzt in einigen Gegenden zu beobeachten, dass die Biogasanlagen sich gegenseitig die Lieferanten = Landwirte abwerben.
Diese nutzen dann die Gelegenheit und treiben die Preise hoch, was ja auch ihr Recht ist. Doch dies führt dann dazu, dass auch die Anlieferung aus größerer Entfernungen von Landwirten mit "noch" niedrigeren Preisen interessant wird.
Die hierdurch entstehenden LKW Transporte sind dann aber alles andere als ökologisch vertretbar.
Daher ist halt auch hier die Technologie an sich sinvoll, ihre Anwendung muss aber immer kritisch beobachtet werden.
Was mal wieder deutlich macht, dass eine dezentrale Energieerzeugung mit hohem Nutzungsgrad aller enstehenden Energieformen wie z.B. in oben genanntem BHK im eigenen Keller sinvoll ist, wenn die Energieträger aus der näheren Umgebung kommen oder ökologisch vertretbar transportiert werden können.
Gruß von der Küste
Roman |
_________________ 18 Aleo S16-175 Wp = 3,15 KWp, Kaco Powador 2500xi, Schletter Montagesystem, SolarLog 100e, Dachneigung 42 Grad, Azimut 182Grad.
www.ostfriesenstrom.de |
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Helios
Moderator

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Angemeldet: 29.07.2006
Beiträge: 3326
Wohnort: Bretten
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Verfasst am:
25.02.2007, 15:12 |
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Aber es ist doch so, dass sich speziell für Landwirte ganz neue Perspektiven auftun. Vielleicht werden bei zunehmendem Bedarf auch wieder Flächenstillegungen rückgängig gemacht.
Gruß Heiko |
_________________ http://www.solarlog-home.de/helios/
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Bereits schon über 5.000 PV-Module in unserer Moduldatenbank. |
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superhaase
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Wohnort: München
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Verfasst am:
25.02.2007, 17:00 |
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ich zahle auch lieber an einen deutschen Landwirt, als an einen Ölscheich.... |
_________________ 10.08 kWp mit 48 Sanyo HIP210, 1 Sunways NT6000 und 1 Sunways NT5000. Flachdachgestell mit 20°. Inbetriebnahme 13.7.2006.
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germanfarmer
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Wohnort: Südniedersachsen
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Verfasst am:
25.02.2007, 17:26 |
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Du kannst auf Flächen mit Stillegungsverpflichtung Pflanzen zur energetischen Verwertung anbauen, schon heute.
Das Problem ist eben das zur Zeit sehr viel Bewegung in den Marktpreisen landw. Produkte ist und es schwer fällt sich für einen Zeitraum von 10-20 Jahren auf einen Preis festschreiben zu lassen. Dabei ist es vollkommen unerheblich ob das Substrat auf eigenen oder gepachteten Flächen erzeugt oder am Markt zugekauft wird, da Dir ja auch ein höherer Erlös entgeht wenn Du Mais anbauen musst um Deine ANlage zu füttern, statt auf eine ökonomisch interessantere Kultur auszuweichen.
Und Energieplanzenproduktion heißt Mais, Mais, Mais, Mais, Mais, dann Gras, Grünroggen, Sonnenblumen, Hirse usw.
Es gibt übrigens vermehrt Interesse von Fonds den LAndwirten eine Anlage vor die Tür zu bauen, der Landwirt tritt dann als Betreiber, Standortverpächter und Substratlieferant auf, ohne eigene finanzielle Mittel einsetzen zu müssen. Das Risiko für den Landwirt ist halt die zehnjährige Preisbindung für das Substrat.
...in den nächsten Wochen will ein Fondmanager mal bei mir vorbei schauen...
Gruß
germanfarmer |
_________________ Module: "Schüco S130-SP" und "Schüco S175-SP-3".
Wechselrichter von SMA der Typen: "SB 5000TL HC MS", "SMC 7000TL" und "SB 3300".
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superhaase
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Verfasst am:
25.02.2007, 18:14 |
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So hat doch die "Energierevolution" auch ihre positiven Auswirkungen für die Bauern.
Vor wenigen Jahren noch klagten sie landein landaus über Existenznöte.
Nun machen sie sich "Sorgen", ob sie ein sicheres Einkommen für 10 oder 20 Jahre vertraglich vereinbaren sollen, oder lieber auf noch weiter steigende Marktpreise für ihre Erzeugnisse spekulieren sollen.
Muss man da Mitleid mit den Bauern haben?
Nöö, oder?
ciao,
sh |
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superhaase
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Wohnort: München
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Verfasst am:
25.02.2007, 18:17 |
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SCHEISSE, DAS MAN HIER NICHT MAL 1 MINUTE NOCH WAS EDITIEREN KANN!
wollte noch hinzufügen, dass man natürlich politisch das Ganze in den richtigen Bahnen halten muss und Auswüchse vermeiden muss, indem man die richtigen Anreize setzt.
ciao,
sh |
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germanfarmer
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Verfasst am:
25.02.2007, 19:22 |
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...genau das ist die Frage, können die langfristigen Lieferverträge auch langfristig die steigenden Kosten der Produktionsmittel decken ...
Gruß
germanfarmer |
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Freeze
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Verfasst am:
25.02.2007, 19:54 |
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Was gutes für die Bauern?
Das seh ich mit gemischten gefühlen.
1. Die Pachtpreise steigen durch den Bau von Biogasanlagen stark an. Die Marge für die Bauern bleibt somit die gleiche.
2. Viehaltung und Biogas konkuriert direkt miteinander. Nur das der Milchviehalter keine 800€ Pacht pro ha zahlen kann im Gegensatz zum Biogasanlagenbetreiber, da dem seine Einspeisevergütung garantiert ist.
3. Selber eine Biogasanlage bauen? Seh ich mich gegen an da eine Biogasanlage mit 500 kw etwa 2.000.000 € kostet und wenn das Teil ausfällt meine existens stark bedroht ist.
4. Positiv zu sehen ist natürlich das durch die neue Konkurenz die Überproduktion an Nahrungsmitteln stark zurückgeht und die Wertschöpfung in der Landwirtschaft zumindest für die Landeigentümer steigt.
5. Unsere Region (Münsterland) wird sehr stark von der Viehaltung geprägt. Deswegen sind die Pachtpreise sehr hoch und es ist einfach kein Land da um NAWAROS für Biogasanlagen anzubauen.
6. In Ackerbauregionen wie Ostdeutschland sieht die ganze Sache anders aus. Da gehören die Anlagen hin weil da Ackerland billig und verfügbar ist. Meiner Meinung nach sollten Anlagen auch nur da gefördert werden.
Korrigiert mich bitte wenn was falsch ist
mfg |
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