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heinros
Vielschreiber


Info: Betreiber
Angemeldet: 04.01.2007
Beiträge: 265
Wohnort: Ostalbkreis/BaWü
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Verfasst am:
14.01.2007, 16:19 |
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Hallo,
langsam flattern mir Angebote rein. Leider sind sie nur schwer vergleich- und durchschaubar. Ich möchte nun für mich in jedem Bereich der Anlage einen Standard festlegen, den ich verbaut haben will. Danach sollen sich die Anbieter richten.
Hier im Forum steht viel über Gestelle, was mich letzendlich verwirrt. Die Solateure wiedersprechen sich auch. Der eine sagt nach der neuen DIN muss man 60 cm vom Dachrand wegbleiben und auch Abstand zum Giebel einhalten, wegen der Windlast - so eine Bestimmung habe ich aber nicht gefunden. Ein anderer sagt, mit dem entsprechenden Gestell und Anzahl Dachhaken ist näher an den Rand kein Problem. Im Forum plädiert der eine für Blechziegel - habe ich das richtig verstanden, kommen die bei jedem Dachhaken, statt des Ziegels?
Da wir bei rd. 450 m über NN liegen, der Wind schon sakrisch bläst und wir auch je nach Jahr üppig Schnee haben, will ich was ordentlich Haltbares aufs Dach. Ich dachte an eine Kreuzmontage mit jeweils 1 Dachhaken pro Sparren, wobei midestens die ersten zwei äußeren in schwerer, die übrigen in mittelschwerer Ausführung - Einordnung gem. Fa. Schletter. Ist diese Herangehensweise ok. oder zu laienhaft und ich brauche doch einen Ing.? Möchte vermeiden, dass die Versicherung ein Schlupfloch hat.
heinros |
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Verfasst am:
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artec
Öfters hier

Angemeldet: 02.02.2007
Beiträge: 19
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Verfasst am:
02.02.2007, 06:13 |
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Die PV Module bieten dem Wind eine große Angriffsfläche und müssen beachtliche Windkräfte standhalten. Die Wahl der Befestigung ist von der Statik deines Daches abhängig. Ist das Dach zusätzlich belastbar oder nicht ? Sind die Sparren ordnungsgemäß befestigt. Die Antwort findet sich in der Statikberechnung des Gebäudes oder muss bei einem Statiker eingeholt werden. |
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lehmann28
Forumsinventar


Info: Solarteur
Angemeldet: 22.06.2006
Beiträge: 4476
Wohnort: Westfalen
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Verfasst am:
02.02.2007, 08:55 |
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| artec hat Folgendes geschrieben: |
| Die PV Module bieten dem Wind eine große Angriffsfläche und müssen beachtliche Windkräfte standhalten. |
Ich finde diesen Hinweis etwas unglücklich ausgedrückt. Bei einer Dachmontage hat man im Grunde nicht soviel Angriffsfläche für den Wind. Hier ist die Sogwirkung viel höher anzusetzen wie die direkte Windlast.
Der Tom  |
_________________ Es gibt 10 verschiedene Arten von Menschen, diejenigen die binär zählen können und diejenigen, die es nicht können |
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heinros
Vielschreiber


Info: Betreiber
Angemeldet: 04.01.2007
Beiträge: 265
Wohnort: Ostalbkreis/BaWü
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Verfasst am:
02.02.2007, 11:00 |
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Danke für die Antwort.
Das Dach verträgt einiges an Last. 60-er Sparrenabstände mit 10 x 20 cm Balken. Alles noch neuwertig, Bj. 2002. Das zusätzliche Gewicht sollte statisch also keine Rolle spielen.
Gerade weil ich auch schon gelesen habe, dass die Sogkräfte eine nicht unwesentliche Rolle spielen, denke ich kann man mit Haken auf jedem Sparren und mit Haken eine Nummer stabiler, hier auf die sichere Seite kommen. Dann noch einen ordentlichen Rand- und Firstabstand und es müßte doch funzen.
Bei meiner Frage ging es mir auch um die versicherrungsrechtliche Seite. Nicht, dass die einen Haken finden(z.B. entspricht nicht DIN 1055), wo sie sich aus der Pflicht ziehen können.
Wenn das sich als richtig herausstellt, was von wissenschaftlicher Seite zur Klimaveränderung gesagt wird, werden wir uns schon in den kommenden 20 Jahren ganz intensiv mit dem Thema Wind auseinanderzusetzen haben.
heinros |
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Helios
Moderator

Info: Betreiber
Angemeldet: 29.07.2006
Beiträge: 3113
Wohnort: Bretten
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Verfasst am:
02.02.2007, 11:28 |
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...hier mal zur Ansicht ein von mir verwendeter Dachhaken. Daran kannst Du einen Ochsen anhängen, auf jedem Sparren ist davon einer montiert. Ist aus dem IBC Megaline Standart Montagesystem. Der Dachhaken heißt Mammut.
Gruß Heiko |
_________________ http://www.solarlog-home.de/helios/
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Bereits schon über 4.000 PV-Module in unserer Moduldatenbank. |
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heinros
Vielschreiber


Info: Betreiber
Angemeldet: 04.01.2007
Beiträge: 265
Wohnort: Ostalbkreis/BaWü
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Verfasst am:
02.02.2007, 13:59 |
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So will ich es auch machen.
heinros |
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artec
Öfters hier

Angemeldet: 02.02.2007
Beiträge: 19
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Verfasst am:
02.02.2007, 17:08 |
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Die Sogwirkung ist natürlich auch zu beachten. Aber egal ob Mammuthaken oder andere, wennn die Sparren die Grätsche machen, ist die Anlage hin. Der Gutachter nimmt die Gebäudestatik und rechnet die zusätzlichen Lasten der Module. Wenn es nicht paßt, ist es grob fahrlässig und die Versicherung muß nicht bezahlen. |
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sunjunkie
Fleißiges Mitglied


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Angemeldet: 07.05.2006
Beiträge: 516
Wohnort: Ostsachsen
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Verfasst am:
02.02.2007, 17:25 |
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Wie hoch man die Sparren belasten kann hängt nicht nur vom Querschnitt der selben ab ,sondern auch von der Länge und dem Neigungswinkel sowie von der Art der Eindeckung.
SJ.  |
_________________ 5,04kwp 24x Sanyo HIP210 NHE1 1x Fronius IG 60
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Helios
Moderator

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Angemeldet: 29.07.2006
Beiträge: 3113
Wohnort: Bretten
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Verfasst am:
02.02.2007, 17:54 |
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...sorry, bei einem Neubau und 2002 ist ein Neubau und Sparrenmaßen von 100x200mm braucht sich niemand Sorgen machen wegen der paar Platten.
Ich kenne keinen Fall, wo ein Dachstuhl, von Zimmermännern gefertigt, durch die Last der Dacheindeckung oder durch Solarpanele zusammengebrochen wäre. Ich kenne auch kein Dach, dass durch Schneelast zusammengebrochen wäre. Vielleicht haben die Bayern da andere Erfahrungen, bei Neubauten bestimmt auch nicht.
Gruß Heiko |
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sunjunkie
Fleißiges Mitglied


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Angemeldet: 07.05.2006
Beiträge: 516
Wohnort: Ostsachsen
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Verfasst am:
02.02.2007, 18:28 |
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da geb ich dir Recht, mir ist auch nichts bekannt.Einziger Punkt wäre aber eine Aufständerung auf ein Flachdach,aber ist hier ja nicht der Fall.
SJ.  |
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lehmann28
Forumsinventar


Info: Solarteur
Angemeldet: 22.06.2006
Beiträge: 4476
Wohnort: Westfalen
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Verfasst am:
02.02.2007, 20:38 |
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Macht die DIN 1055 eigentlich auch irgendwelche Angaben über Flachdachanlagen? Befestigung bzw. Beschwerung der PV-Anlage?
Der Tom  |
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Helios
Moderator

Info: Betreiber
Angemeldet: 29.07.2006
Beiträge: 3113
Wohnort: Bretten
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Verfasst am:
02.02.2007, 21:38 |
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Hallo Tom,
Die DIN 1055-4 macht Angaben über Vorschriften bei Flachdächern genauso wie bei Schrägdächern.
Hier mal ein Link von SW den ich gerade beim Googeln gefunden habe.
http://www.solarworld.de/pdf-global/pl-br-montage-flachdach-12.06.pdf
Gigantische Gewichte müssen für ein 30° aufgeständertes Modul verbaut werden. Die Traglast der Decke muss man seinem Statikplan entnehmen oder im Zweifel den Statiker selbst befragen.
Für genauere Angaben müsste ich jetzt die DIN Vorschrift wälzen, was ich nicht tun werde
Gruß Heiko |
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Zimmermann
Öfters hier

Angemeldet: 19.03.2006
Beiträge: 11
Wohnort: 50189 Elsdorf
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Verfasst am:
02.02.2007, 23:12 |
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Hallo zusammen,
bin selbst Statiker und Zimmermann. Es ist richtig, dass ein Dach unter normalen Umständen nicht durch die Zusatzlast der PV-Anlage zusammenbricht. Aber je nachdem von wem das Haus geplant und gebaut wird können sich durch die Mehrlasten größere Durchbiegungen einstellen, die dann evtl. innen an den Anschlüssen zu Wänden zu Rissen in der Unterdecke (Rigips, ...)führen. Bauträger oder Fertighausanbieter quetschen die Tragfähigkeit manchmal ziemlich aus um Kosten zu sparen.
Problematisch wird es bei den Schneelasten bei Aufständerungen durch die Schneesackbildung. Bei einem Dach ohne Aufbauten kann der Schnee leichter abrutschen bzw. durch Wind weggeblasen werden. Hierzu sind in der neuen DIN auch schärfere Lastannahmen aufgenommen. Da kann es dann aber schon zu Problemen mit der Statik des Daches kommen.
Die Windbelastung des Daches durch Module auf einem Schrägdach sind vernachlässigbar. Hier wirkt sich der relativ geringe Abstand der Module zur Dachfläche positiv aus. Dies gilt für Winddruck und Windsog. Anders sieht es für die Befestigung der Module aus. Der Winddruck in der Fläche ist ebenfalls für die gängigen Systeme unproblematisch. Viel wichtiger ist die Befestigung an den Dachrändern (alle 4 Seiten) Hier können sich durch Turbulenzen sehr große Windsogspitzen einstellen, die ggf. auch dynamisch (Schwingungen) wirken und hierdurch zu Materialermüdung führen.
Letztendlich ist der Anbieter aber in der Pflicht eine, nach den neuesten Regeln und Normen, funktionierende Anlage anzubieten und dann auch zu montieren.
Gruß
Zimmermann
P. S. Gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder. |
_________________ 26 Kyocera KC 175 GHT2 Modulen auf 2 Strings verteilt
1 Wechselrichter SMA 4200 TL HC Display
auf 17° Dachneigung mit -20° Südausrichtung. |
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lehmann28
Forumsinventar


Info: Solarteur
Angemeldet: 22.06.2006
Beiträge: 4476
Wohnort: Westfalen
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Verfasst am:
02.02.2007, 23:55 |
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| Helios hat Folgendes geschrieben: |
Die DIN 1055-4 macht Angaben über Vorschriften bei Flachdächern genauso wie bei Schrägdächern.
Hier mal ein Link von SW den ich gerade beim Googeln gefunden habe.
http://www.solarworld.de/pdf-global/pl-br-montage-flachdach-12.06.pdf
Gigantische Gewichte müssen für ein 30° aufgeständertes Modul verbaut werden. Die Traglast der Decke muss man seinem Statikplan entnehmen oder im Zweifel den Statiker selbst befragen. |
Sorry, aber 133kg pro m² Modulfläche ist ja wohl total übertrieben. Stellt euch mal folgendes vor:
10 Module mit Gestellsystem und Kabel + 1330kg Auflast
Dann steht auf dem Flachdach ein VW Golf auf vielleicht 10m² Fläche. Soll ich da gleichzeitig noch ein Bauunternehmen bestellen um tragende Säulen in die Räume darunter einzuziehen? Die Architekten und Statiker gehen doch jetzt schon von 150kg Schneelast aus. Und dann nochmal 133kg?
Also dafür habe ich nun garkein Verständnis mehr.
Der Tom  |
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Zimmermann
Öfters hier

Angemeldet: 19.03.2006
Beiträge: 11
Wohnort: 50189 Elsdorf
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Verfasst am:
03.02.2007, 15:19 |
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Hallo Tom,
auch wenn Sie das angegebene Gewicht der erforderlichen Auflast für übertrieben halten, die Windsogkräfte treten wirklich auf. Schauen Sie doch mal in die Berichte zu den zerstörten Nachführanlagen hier im Forum. Die waren auch berechnet und trotzdem hat Kryll sie zerfetzt. Die Gewichte sind natürlich mit einem gewissen Sicherhetszuschlag berechnet. (üblicherweise 1,5-fach) Wie wir aber aus den aktuellen Medienberichten hören werden sich Stürme in Zukunft vermehrt einstellen. Es werden auch noch stärkere Stürme auftreten.
Die einzige Lösung bei Aufständerung und nicht ausreichend tragfähigen Dachkonstruktionen ist dann wohl die direkte Befestigung an der Unterkonstruktion. Hier ist natürlich das Problem mit der wasserdichten Durchführung zu beachten.
Im Flachland rechnen die Statiker mit ca. 75kg/m² Schneelast, je nach Gebäudestandort. In den Bergen kann auch schon mal mit 300 kg/m² gerechnet werden. Dort treten diese Schneelaste auch auf, siehe Bad Reichenhall. Durch Schneeverwehungen zwischen den aufgeständerten Modulen können sich ebenfalls größere Lasten ergeben.
Übrigens, Architekten haben üblicherweise keine Ahnung von Schnee- und Windlasten.
Gruß
Zimmermann |
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