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 Neu geltende DIN 1055 Windlast und Schneelast Nächstes Thema anzeigen
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Autor
lehmann28
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Info: Solarteur
Angemeldet: 22.06.2006
Beiträge: 4971
Wohnort: Westfalen

BeitragVerfasst am: 03.02.2007, 15:55 Nach oben

Hallo Zimmermann,

wir müssen es hier im Forum nicht so förmlich machen. Wir duzen uns hier eigentlich. Ist einfacher und lockert die ganze Sache ein wenig auf.

Aber jetzt wieder zurück zum eigentlichen Thema.
Es kann mir doch keiner erzählen, daß ein Flachdachmontagesystem (das im Verbund gebaut wurde) genauso behandelt weren muß wie eine simple Konstruktion wie z.B. von Solarworld oder Conergy.

Nehmen wir mal an, daß wir eine Dachfläche von 10x8m haben und wir wollten 3 Reihen a 10 Module hier verbauen. Somit hätten wir 30x 1,3m² Angriffsfläche. Laut Solarworld bzw. DIN 1055 müßte ich also ca. 5000kg als Gewicht anwenden. Das wären bei einem normalen Betonstein (40x40x5cm) mit 15kg eine Anzahl von 334 Betonsteinen.

Die Konsequenz daraus ist eine komplette Bepflasterung des Daches mit Beschwerungssteinen. Sorry, aber hier haben sich wieder Theoretiker eine DIN zusammengestellt die praxisfern ist und zusätzlich noch 250% Sicherheit beinhaltet.

Der Tom Cool

_________________
Es gibt 10 verschiedene Arten von Menschen, diejenigen die binär zählen können und diejenigen, die es nicht können
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Verfasst am: Nach oben

Wechsel-Richter
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Angemeldet: 02.05.2006
Beiträge: 894
Wohnort: 97892 bei Wertheim / Main

BeitragVerfasst am: 04.02.2007, 10:18 Nach oben

Na Tom - ich würde Winddruck oder Sog nicht unterschätzen. Fahre mal mit 100 km/h und halte die (kleine) Hand aus dem Fenster.

Mach das jetzt mal bei 150 km/h. Und wir hatten schon schnellere Winde.

Durch die Schrägstellung der Module kommt da eine Windangriffsfläche (von hinten gesehen) zusammen, die sich gewaschen hat.
Nun mal noch die Hebelwirkung mitgerechnet. Die Gewichte sind ja nicht nur am hinteren Ende des Gestelles sondern unter der ganzen Fläche verteilt.
Irgendwas muss diese Flugzeugtragfläche ja am Boden halten.

_________________
12,2 kWp Solarworld L-Förmiges Dach 38°
32 x SW210 Poly / 2 x SMA 3300TL (245° SW)
11 x SW210 Poly / 1 x SMA 2100TL (245° SW)
15 x SW210 Poly / 1 x Sunplug SPI 3000 (155° SO)
Bild: http://www.sonnenertrag.eu/detail.php?pk=329
lehmann28
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Info: Solarteur
Angemeldet: 22.06.2006
Beiträge: 4971
Wohnort: Westfalen

BeitragVerfasst am: 04.02.2007, 11:02 Nach oben

Wechsel-Richter hat Folgendes geschrieben:
Na Tom - ich würde Winddruck oder Sog nicht unterschätzen. Fahre mal mit 100 km/h und halte die (kleine) Hand aus dem Fenster.

Mach das jetzt mal bei 150 km/h. Und wir hatten schon schnellere Winde.

Durch die Schrägstellung der Module kommt da eine Windangriffsfläche (von hinten gesehen) zusammen, die sich gewaschen hat.
Nun mal noch die Hebelwirkung mitgerechnet. Die Gewichte sind ja nicht nur am hinteren Ende des Gestelles sondern unter der ganzen Fläche verteilt.
Irgendwas muss diese Flugzeugtragfläche ja am Boden halten.


Das ist ja alles ganz richtig bei Systemen wie Sie von Solarworld oder Conergy angewendet werden. Hier muß verhindert werden, daß die Modulreihe beim Wind umkippt bzw. mitgerissen wird.

Aber wenn ich mir die Systeme von Schletter, Alustand,....etc. ansehe, dann sind hier Verbundsysteme vorgesehen. Das heißt das die Ganze Fläche umgekippt werden muß. Da treten ganz andere Kräfte und Hebelwirkungen auf. Da kann man doch nicht einfach alle Systeme über einen Kamm scheren.

Der Tom Cool

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artec
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Angemeldet: 02.02.2007
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 04.02.2007, 11:18 Nach oben

Ein neues Gebäude hat meist den Nachteil, das die Statik elektronisch erstellt wird und damit ist die Tragkonstruktion (z.B. Sparren, Pfetten, etc) aus kostengründen bis auf das letzte ausgreizt. Wenn z.B eine neue PV-Anlage auf ein Dach montiere, verliert das Gebäude den Bestandsschutz und ich muß die neueren Vorschriften beachten. Deshalb würde ich bei einer Anlage immer einen Statiker hinzuziehen.
p.s.
Bei der neuen DIN 1055 wird je nach Region 25 – 30 % höhere Schneelaste angesetzt.
Wechsel-Richter
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Angemeldet: 02.05.2006
Beiträge: 894
Wohnort: 97892 bei Wertheim / Main

BeitragVerfasst am: 04.02.2007, 12:02 Nach oben

lehmann28 hat Folgendes geschrieben:
Da kann man doch nicht einfach alle Systeme über einen Kamm scheren.


Tja, wo du Recht hast, hast du Recht - ich bin halt kein Flachdachspeziallist.
Und wieder was gelernt Surprised

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Mindjogger
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Angemeldet: 20.07.2007
Beiträge: 166
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BeitragVerfasst am: 11.08.2008, 09:58 Nach oben

Servus zusammen,

aus aktuellem Anlass will ich das Thema noch einmal mit euch vertiefen.

Prinzipiell sehe ich es so wie Lehmann28, aber wie ist die Sichtweise der Fachleute (und der Versicherungen Wink ).
Nicht das ich mich auf die rechtlich Seite zurueckziehen moechte, aber es waere mir sehr unangenehm, um es einmal so auszudruecken, wenn wegen meiner PV die Leute im Regen stehen sollten.

Hier mein konkreter Fall:
ein Flachdach ca 340m2 mit 8 Grad Ausrichtung West soll mit PV belegt werden. Aufgestaendert mit 30 Grad. Eindeckung ist Trapezblech.

Meine Frage, als Zusammenfassung von dem was ich meine verstanden zu haben:
Entweder muss ich pro m2 Modulflaeche 133kg Gewicht auf das Dach (Montagegestell) bringen
oder
Das Montagegestell muss mit dem Dach fest verbunden werden

In meinem Fall waere das:
loesen der Trapezblechverschraubungen und anbringen/verschrauben mit einer Traegerschiene.

Denoch muss ich dann eine neue Statik berechnen lassen, da der Besatndschutz fuer das komplette Dach ausgehebelt ist. Das Gebaude ist von 1999, Neubau.

Zusatzfrage:
wegen er erwaehnten Verwirbelungen am Rand: reicht es das aus ggf. einfach eine zusaaetzliche Verstrebung/Versteifung mit anzubringen? Dann kann doch keine Schwingung am Rand entstehen?

Gruss

B.S.

_________________
Gruß

Bernhard
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5,52 kWp aus 24 Solon P220/6+/07 230W an
SMA SonnyBoy 5000 TL HC MS mit 2 Strings á 12 Module in Sued-West-Ausrichtung 38° Dachneigung auf Ralus Montagesystem. Inbetriebnahme 31.08.2007
lehmann28
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Info: Solarteur
Angemeldet: 22.06.2006
Beiträge: 4971
Wohnort: Westfalen

BeitragVerfasst am: 11.08.2008, 10:03 Nach oben

Mindjogger hat Folgendes geschrieben:
In meinem Fall waere das:
loesen der Trapezblechverschraubungen und anbringen/verschrauben mit einer Traegerschiene.


Willst Du die Befestigung nur an dem Blech durchführen oder eine direkte Verbindung zu dem Tragesystem der Halle durchführen auf dem auch die Trapezbleche befestigt sind?

Der Tom Cool

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