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 Ertragsprobleme bei Total-Energie- Anlage Nächstes Thema anzeigen
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Heimwerkerkönig
Öfters hier
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Angemeldet: 05.01.2007
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 09.01.2007, 00:03 Nach oben

Hallo,

wir betreiben seit Dezember 2003 eine 5,12kWp- Anlage in der Nähe von Unna, NRW.

Die Anlage besteht aus Total-Energie Multikristallinmodulen, ich meine der Typ wäre TE1700, 13% Wirkungsgrad und 3% Toleranz werden auf den Datenblättern garantiert. Hab die Blätter aber gerade nicht hier, ich studiere in Jena.

Die Module sind auf einem 30° geneigten Dach in SW-Richtung montiert, die genaue Himmelsrichtungs-Ausrichtung ist 230°.
Als Wechselrichter kommen zwei TotalEnergie GridFit 2200 zum Einsatz.

Mein Vater hat über die Jahre jeden Tag gewissenhaft die Erträge mitgeschrieben, leider haben wir mit den aufgenommenen Daten bisher nicht mehr gemacht, als sie zu sammeln.

Über Silvester habe ich mir jetzt die Datenbank vorgenommen und habe erschreckend niedrige Werte für den spezifischen Ertrag über die gesamte Laufzeit, aber speziell für 2006 festgestellt. Hier liegen wir bei gerade mal 690kWh/kWp.

Ich habe das für 2006 mal mit den Daten von Solarertrag.de verglichen, dafür habe ich über die Anlagen in NRW mit 25° bis 35° Dachneigung gemittelt. Diese Anlagen kommen im Mittel auf 876kWh/kWp.

Erstaunlich ist, dass ich gerade gegen Ende des Jahres 2006 nur auf etwa 50% der Einspeiseleistung der Vergleichsanlagen komme. Aber ich denke, ein Diagramm sagt mehr als 1000 Worte...

Image

Ich hätte bei solchen Werten ja eigentlich mit einem ausgefallenen oder verschatteten String gerechnet, aber die Werte auf den Displays der Wechselrichter sind doch zu ähnlich, als dass es an einem String hängen könnte.

Einen Logger haben wir leider nicht, sonst würde ich mir den Tagesverlauf gerne mal genauer anschauen.

Als ich neulich mal länger im Keller war, fiel mir auf, dass die WR in etwa einer halben Stunde 5 mal mit ENS- Fehler abgeschaltet haben. Offensichtlich sind hier Impedanzsprünge die Ursache, wenn man sich die Impedanz im Display anguckt, sieht man starke Schwankungen und wenn sie zu groß werden, werden die WRs notabgeschaltet. Da werde ich demnächst mal ein Wort mit unseren Stadtwerken reden müssen...

Gut, die WRs synchronisieren dann vielleicht eine halbe Minute, aber einen Verlust von 50% kann das nicht so wirklich erklären...
Das das trotzdem abgestellt werden sollte ist aber sicher keine Frage.

Habt ihr eine Idee, wo ich anfangen könnte, nach anderen Fehlern zu suchen?

Relativ ratlose Grüsse,
Björn
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Verfasst am: Nach oben

superhaase
Forumsinventar
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Info: Betreiber
Angemeldet: 14.11.2006
Beiträge: 999
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 10.01.2007, 22:12 Nach oben

Hallo,
hast Du Verschattungen (Leitungen, Bäume, etc.)? Das macht sehr viel aus.
Module in den 3 Jahren schon mal geputzt? Alle 2-3 Jahre sollte man das tun, ist aber nicht immer einfach machbar.
Durch 30° in SW-Ausrichtung gehen auch ein paar Prozent verloren.
Hinzu kommt die Degradation von 2-3% nach 3 Jahren.

Kleinvieh macht auch Mist, muss kein großer Schaden sein.

Das mit den WR kann auch an den WR liegen (einer meiner WR hatte Anfangs einen Defekt, bei dem er alle 2-5 Minuten wegen eines angeblichen Isolationsfehlers abschaltete).

ciao,
sh

_________________
10.08 kWp mit 48 Sanyo HIP210, 1 Sunways NT6000 und 1 Sunways NT5000. Flachdachgestell mit 20°. Inbetriebnahme 13.7.2006.
http://www.sonnenertrag.eu/detail.php?pk=717
Heimwerkerkönig
Öfters hier
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Angemeldet: 05.01.2007
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 10.01.2007, 22:45 Nach oben

Hallo,
erst mal danke für die Tips, leider helfen sie nicht so wirklich weiter:

Verschattungen hab ich eigentlich nicht, OK, ein Busch, der mal gestutzt werden müsste, aber der gibt im Endeffekt nur Schatten drauf kurz bevor die Sonne im Sommer im Westen untergeht. Der spielt bei den fast nur 50% ab September also sicher keine Rolle.

Wenns denn durchgehend 90% von den anderen Anlagen wäre, würde ich ja auch auf die Ausrichtung tippen (auch wenn die diversen Diagramme hier immer noch 95% Ertrag voraussagen).

Das mit dem Putzen wird wirklich schwer, wir hatten zum Aufbau der Anlage schon ein Gerüst am Haus stehen, wüsste gerade nicht, wie ich das anders hinkriegen sollte. Mal sehen...

Die Geschichte mit den Wechselrichtern sollte wirklich am Netz liegen, wir haben auch noch ein Mini-BHKW im Keller, ich hab mir mal die Netzimpedanzmesssungen von dem Gerät parallel zu der von den Wechselrichtern angesehen. Das Ergebnis ist, dass in dem Moment, indem die WR (gleichzeitig) abschalten, typischerweise die Impedanz einer Phase um mehr als 0,1 Ohm springt. Man kann an der Impedanzanzeige das Takten vom Ceranfeld sehen, soviel zur Netzqualität...


Schöne Grüsse,
Björn
superhaase
Forumsinventar
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Angemeldet: 14.11.2006
Beiträge: 999
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 10.01.2007, 22:51 Nach oben

Du solltest die PV-Anlage und das BHKW auf jeden Fall auf die drei verschiedenen Phasen verteilt einspeisen lassen. Dann dürfte es deswegen keine Probleme mehr geben. Falls doch noch, dann muss das EVU das Netz nachrüsten.
Was haben denn Deine WR für eine EU-Wirkungsgrad, was für eine Spitzenleistung?

ciao,
sh

_________________
10.08 kWp mit 48 Sanyo HIP210, 1 Sunways NT6000 und 1 Sunways NT5000. Flachdachgestell mit 20°. Inbetriebnahme 13.7.2006.
http://www.sonnenertrag.eu/detail.php?pk=717
Heimwerkerkönig
Öfters hier
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Angemeldet: 05.01.2007
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 11.01.2007, 03:09 Nach oben

Nunja,
das BHKW speist auf allen drei Phasen, während die PV einphasig ins Netz geht. Da lässt sich nicht so wirklich was dran ändern...

Das Problem ist halt, dass in dem Moment, in dem ein grosser Verbraucher startet (Herdplatte), die Netzimpedanz sinkt. Das sieht man auf den Wechselrichtern (hier ist die Imp. typischerweise 0,8Ohm) und am BHKW. Das BHKW sieht typischerweise 0,2Ohm Impedanz, ich denke, der vollelektronische Zähler hat einfach einen niedrigeren Widerstand als der Ferraris-Zähler von der PV.
Nur dass das BHKW eine nicht ganz so empfindliche ENS hat, hier darf der Sprung doppelt so groß sein wie bei der PV, und um 0,2 Ohm schwankts dann doch nicht...

Da werde ich wie gesagt noch ein Hühnchen mit den Stadtwerken rupfen, aber die 50% erklärt halt nicht.

Schöne Grüsse,
Björn
superhaase
Forumsinventar
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Info: Betreiber
Angemeldet: 14.11.2006
Beiträge: 999
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 11.01.2007, 08:58 Nach oben

Wegen dem zuletzt niedrigen Ertrag:

Warens denn die letzten Jahre im Herbst mehr als 50% der entsprechenden Referenzen?
Häufige Abschaltungen können schon ne Menge ausmachen, ich hatte durch den WR-Defekt mit den häufigen Abschaltungen bis zu 70% Einbußen.
Und gute 10% warst Du ja vorher schon drunter.
Vergleiche doch mal mit http://www.pv-ertraege.de/
Da kannst Du enger begrenzt auf Dein Postleitzahlengebiet vergleichen.
Vielleicht war diesen Herbst bei Euch im Bereich das Wetter einfach schlechter als im restlichen NRW.

Wegen der Netzimpedanz:

Vielleicht sollte man mal alle Kabelklemmen nachziehen, auch die am Zähler (unter den Plomben) und an der Abzweigung zum Verbraucherzweig (Herd). Vielleicht gibts da einen schlechten Übergang. Das würde ein plötzliches Auftreten solcher Abschaltungen erklären.

Wegen dem langjährig niedrigeren Ertrag:

Es kann auch ganz lokal deutliche Unterschiede beim Wetter geben, z.B. durch Flussnähe mit häufigerem Nebel, Hanglage am Berg, wo die Wolken etwas hängen bleiben, Lage in einem Tal mit nahen Bergen im Osten oder Westen, etc.

Weiterer Punkte als Ursache für den insgesamt niedrigen Ertrag:
- geringe Hinterlüftung/Kühlung der Module
- vom Wind abgeschirmte Lage des Daches und somit schlechtere Kühlung
- großer Temperaturkoeffizient der Module
- schlechter EU-Wirkungsgrad der WR
- schlechtes MPP-Regelverhalten der WR bei wechselnder Bewölkung
- zu geringe Spitzenleistung der WR
- passen Modulstrings und WR gut zusammen? (max. DC-Strom, min./max. MPP-Spannung)
- oxidierte Stecker (aber eher unwahrscheinlich, wenn Du sagst, dass beide WR gleich einspeisen)

Interessant wäre da eben ein Vergleich der einzelnen Jahre mit den entsprechenden Referenzen der jeweiligen Jahre: warst Du schon von Anfang an gute 10% drunter? Solche Unterschiede sind durchaus drin und können ganz normal sein, wegen der verwendeten Komponenten oder der spezifischen Lage (auch wegen SW-Ausrichtung).
Ein Durchschnitt bildet sich ja aus darüberliegenden und darunterliegenden Werten.

Wenn Du Dir nach Abarbeitung dieser Hausaufgaben Wink den Minderertrag immer noch nicht erklären kannst, bleibt m.E. nur noch eine Leistungsvermessung der Module. Interessant wäre da, wie hoch etwa die Spitzenleistungen des Generators im Sommer sind.

ciao,
sh

_________________
10.08 kWp mit 48 Sanyo HIP210, 1 Sunways NT6000 und 1 Sunways NT5000. Flachdachgestell mit 20°. Inbetriebnahme 13.7.2006.
http://www.sonnenertrag.eu/detail.php?pk=717
bettina
Stammmitglied
Stammmitglied



Angemeldet: 18.08.2005
Beiträge: 133

BeitragVerfasst am: 11.01.2007, 17:22 Nach oben

Hi
auskennen tu ich mich mit BHK's zwar überhaupt nicht ,aber ich nehme mal an das es mit Holz befeuert wird. Bei unserer Schule ist ne PV-Anlage
mit 100 KW auf dem Dach und nachträglich die Heizung von Öl auf
Hackschnitzel umgerüstet worden.Du solltest nicht glauben was da für ne
Schneise mit Ruß belegt wird . 40meter Rußfrei dann 10 meter mit Ruß
und dann wieder ca. 20meter frei. Nur durch die Größe sieht mans, sonst
würds wahrscheinlich gar nicht aufallen. vielleicht ist das des Pudels Kern?
servus bettina.
kato
Moderator


Info: Betreiber
Angemeldet: 30.07.2005
Beiträge: 2092
Wohnort: Südbrandenburg

BeitragVerfasst am: 11.01.2007, 17:33 Nach oben

Heimwerkerkönig hat Folgendes geschrieben:


Als ich neulich mal länger im Keller war, fiel mir auf, dass die WR in etwa einer halben Stunde 5 mal mit ENS- Fehler abgeschaltet haben. Offensichtlich sind hier Impedanzsprünge die Ursache, wenn man sich die Impedanz im Display anguckt, sieht man starke Schwankungen und wenn sie zu groß werden, werden die WRs notabgeschaltet. Da werde ich demnächst mal ein Wort mit unseren Stadtwerken reden müssen...



Vielleicht schalten die Wechselrichter schon immer so oft ab und keiner hats gemerkt. Bei so häufigem Abschalten kann das schon eine Ursache sein für den Ertragsverlust.

Kato

_________________
15,54 Kwp
2xSB5000 mit je 32 Stück Suntechnics STM185
1xSB3300 mit 20 Stück Suntechnics STM185
SunnyBoyControl mit Netzleitungsmodem
Freeze
Öfters hier
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Angemeldet: 09.11.2006
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 11.01.2007, 19:42 Nach oben

Hallo

Das Wetter spielte in diesem Jahr auf jeden Fall eine grosse Rolle. Meine Anlage steht auch ganz in der Nähe von Unna und der Ertrag lag im Dezember nur bei 12 kwh/kwpeak. Das ist deutlich unter durschnitt bei pv-ertraege.de

In unserem PLZ Bereich liegt der Ertrag aber bei dieser Ausrichtung im Durchschnitt nur bei 14.

mfg

_________________
58,9 kwpeak, Solarworld poly 155 und 165, SMA Minicentral mit Sunnyboycontrol, ausrichtung 225°, 15° Dachneigung
Heimwerkerkönig
Öfters hier
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Angemeldet: 05.01.2007
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 11.01.2007, 20:06 Nach oben

@Superhaase:
Also, ich werde mal Deine Liste abarbeiten:
Wenns an irgendwelchen Klammen liegt, dann wahrscheinlich am Hausanschluss, schließlich sind die Zähler ja nur an der Stelle verbunden, und WR und BHKW sagen ja dasselbe zu Impedanzsprüngen. Obwohl mich die 0,8 Ohm auch sehr nachdenklich machen, ob nicht noch was in der Leitung vom PV-Zähler ist...

Flussnähe oder andere Ortsabhängigkeiten sind nicht wirklich gegeben, ca. 50m über dem Ruhrtal mit sanft ansteigender Landschaft zum Haarstrang (ich sollte Poet werden! Laughing )

- Hinterlüftung/Kühlung kann ich nicht beurteilen, aber eigentlich ists ein normales Montagesystem...
- abgeschirmt liegts definitiv nicht
- hab die Datenblätter nicht hier, aber andere Total-Module sollen nach der Forensuche eigentlich gut sein
- EU-Grad ist 91,5%, klar nicht so toll wie einige neue mit knapp 95%, aber auch nicht sooo mies
- keine Ahnung, wie das Regelverhalten ist, ich suche immer noch das Datenprotokoll um die Dinger zu loggen
- Spitzenleistung sollte passen, 5,12kWp auf 2*2200W Nennleistung, Spitze hatten wir etwa 2,6kW pro WR
- laut unserem Solateur passen Module und Wechselrichter
- Stecker scheinen mir auch unwahrscheinlich zu sein

Hmm, Referenzen für die Jahre vorher finden sich nicht wirklich: Ich hab bei Solarertrag.de über ganz NRW für 25 bis 35° Neigung in 2005 nur 1-2 Anlagen gefunden, da ne Statistik draus zu machen, scheint dann doch sehr gewagt.
Und, wie gesagt, 10% drunter wär jetzt auch nicht so das Problem, aber 20% gesamt und 50% seit September...

Die Spitzenleistungen des Generators kann ich nicht liefern, dafür aber die AC-seitigen: Das waren diesen Sommer je WR ca. 2,6kW

@bettina
BHKWs sind normalerweise Motoren, die einen Generator antreiben und mit der Abwärme das Haus heizen. Unsers läuft mit Gas und hat sogar nen Kat. Ich glaube, jede Heizung spuckt mehr Dreck aus Wink

@kato
Ich glaub auch, dass sie häufig(er) abgeschaltet haben, aber wie gesagt, damit könnte man vielleicht die 20% Gesamtausfall erklären, nicht aber die 50% Leistungsabfall seit September.

Schöne Grüsse,
Björn
Heimwerkerkönig
Öfters hier
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Angemeldet: 05.01.2007
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 17.01.2007, 14:59 Nach oben

Hallo again,

Habe gerade von einem anderen User mit einer ähnlichen Anlage (selbe Wechselrichter und TotalEnergie-Module) eine PN bekommen, in der er ähnliche Probleme schildert.

Erstaunlicherweise wurde diese Anlage Anfang 2004 vom selben Betrieb montiert wie meine Ende 2003...

Er hat bisher leider keine genauen Daten genannt, vielleicht holt er das ja hier nach?

Schöne Grüsse,
Björn

edit:
@Freeze:
Hatte Dein Posting übersehen, weil wir wohl gleichzeitig geschrieben haben. Sorry.
Ich hab im Dezember gerade mal 8kWh/kWp, das ist dann doch noch mal ne Menge weniger als bei Dir. Und wie gesagt, 80-90% der Vergleichserträge würde ich nicht bemängeln, aber 53%, was es hier jetzt sind, erscheint mir doch sehr wenig...
pv-falke
Moderator


Info: Betreiber
Angemeldet: 30.11.2005
Beiträge: 464
Wohnort: Viernheim

BeitragVerfasst am: 17.01.2007, 18:59 Nach oben

Hallo Heimwerkerkönig,

schau mal in der Photon 1/2007 dir den Bericht von der Leseranlage an,
der hat TE1206 mit 120 Watt Leistung nach Test von Total lagen die Module nur knapp bei 97 Watt.

_________________
Gruß und sonnige Aussichten

pv-falke

11,89 kWp, 58 Sanyo HIP 205, SMA WR 2x3800 1x 2800, Datenlogger Solarlog 400e
Eibel
Stammmitglied
Stammmitglied



Angemeldet: 23.12.2006
Beiträge: 111

BeitragVerfasst am: 17.01.2007, 19:01 Nach oben

superhaase hat Folgendes geschrieben:
...Durch 30° in SW-Ausrichtung gehen auch ein paar Prozent verloren.
Hinzu kommt die Degradation von 2-3% nach 3 Jahren...


230° bedeuten sogar 50° aus der optimalen Richtung von 180°-Süd. Dafür ist die Dachneigung von 30° aber recht gut. Trotzdem erklärt das zumindest die schlechten Erträge im Winter.

kato hat Folgendes geschrieben:
... Vielleicht schalten die Wechselrichter schon immer so oft ab und keiner hats gemerkt. Bei so häufigem Abschalten kann das schon eine Ursache sein für den Ertragsverlust...


Da würde ich auch die Hauptursache vermuten Sad
Heimwerkerkönig
Öfters hier
Öfters hier



Angemeldet: 05.01.2007
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 17.01.2007, 20:54 Nach oben

@eibel:
meinst Du wirklich, dass man mit der Ausrichtung -50% in den Wintermonaten erklären kann? Gut, November bis Januar würde ich mitgehen, aber der Winter fängt ja nicht im August an, von da an hatten wir ziemlich üble Leistungseinbrüche gegenüber der Referenz, vorher war ich ja faktisch bei 90%...

Das mit der ENS-Abschaltung ist natürlich sehr unschön, noch unschöner ist das Verhalten der Stadtwerke:
Telefonische Aussage gegenüber meinem Vater war, dass "diese Schwankungen normal" seien und daher auch "Abschaltungen normal" sind. Das kann doch nicht wahr sein! ENS fordern und dann so ein mieses Netz liefern, dass die ständig auslöst Evil or Very Mad

Mein Vater ist da halt viel friedlicher als ich, der hat diese Aussage hingenommen, aber ich werde denen jetzt mal ein wenig Dampf machen. Zur Not muss halt die ENS raus oder desensibilisiert werden, im BHKW gehts ja schliesslich auch!
Jetzt sinds ja noch Peanuts, aber vor dem Sommer sollte das geklärt sein.


@falke
Ich werde mir mal die Photon ansehen, aber wenn ich mich nicht ganz irre, sind die Module soweit ok, schliesslich hab ich als Peaks im Sommer je WR 2,6kW AC-seitig, dann müsste ja eigentlich DC-seitig die volle Leistung anliegen (bzw. sogar übertroffen werden). Oder bin ich da weit auf dem Holzweg?!


Nun, aber ich möchte noch mal auf die Aussage, die mich da per PN erreichte, zurück. Leider hat mir der User keine Anlagendaten geschickt, aber trotzdem find ich es erstaunlich, dass er mit einer Anlage vom selben Solateur ähnliche Probleme hat. Er schrieb von TE1800-Modulen, ich hab die 1700(Q)-160. Wenn es denn nicht an den Modulen hängt (die aus der Photon und die von uns beiden sind ja alle unterschiedliche Typen), können ja eigentlich fast nur noch die Wechselrichter das Problem darstellen.

Aber bevor ich hier mit wilden Spekulationen anfange, möchte ich den Schreiber noch mal bitten, hier seine Probleme darzustellen...

Schöne Grüsse,
Björn
Eibel
Stammmitglied
Stammmitglied



Angemeldet: 23.12.2006
Beiträge: 111

BeitragVerfasst am: 18.01.2007, 01:30 Nach oben

Heimwerkerkönig hat Folgendes geschrieben:
@eibel:
meinst Du wirklich, dass man mit der Ausrichtung -50% in den Wintermonaten erklären kann? Gut, November bis Januar würde ich mitgehen, aber der Winter fängt ja nicht im August an, von da an hatten wir ziemlich üble Leistungseinbrüche gegenüber der Referenz, vorher war ich ja faktisch bei 90%... ...


Nein, ich denke daß du maximal 10-25% (je nach Jahreszeit) Nachteile gegenüber einer 35° aufgeständerten 180°-Süd-Anlage hast. (Im Jahresmittel wohl eher nur etwa 15% Minderertrag.) Das hätte ich wohl besser eine "teilweise Erklärung" genannt. Wink

Vielleicht hast du ja mal Zeit und Muße dir die Dauer und Häufigkeit der ENS-Trennungen zu Gemüte zu führen. Ich vermute die Hauptursache doch eher in diesem Bereich. Sei es nun das Netz oder übersensible Wechselrichter.
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