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baumge
Neu hier

Angemeldet: 19.11.2006
Beiträge: 6
Wohnort: Bad Boll
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Verfasst am:
01.01.2007, 22:48 |
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Hallo Photovoltaik-Mitstreiter,
als langjähriger Photovoltaik-Verfechter bin ich dennoch recht neu in diesem Photovoltaik-Forum und habe zum Thema "Gemeinschaftsanlagen" in dieser Rubrik "Beteiligungen" eigentlich wenig gefunden. Vielleicht bin ich ja ein idealistischer Exot, aber ehrenamtlich habe ich mich in den letzten Jahren "Bürgergemeinschaftsanlagen" gewidmet und selbst mehrere GbR's in umliegenden Gemeinden gegründet. Diese Anlagen (insgesamt 190 kwP) betreue ich ehrenamtlich und mache auch die Buchführung und Steuerabrechnung für die GbR's (soll heißen: Bei echten Steuerfragen geht es natürlich zum Steuerberater, aber die übliche Verwaltung mache ich selbst.)
Meine Frage wäre zunächst dahingehend, ob ich hier im Forum "Einzelkämpfer" in dieser Sache zur "Verbreitung der Photovoltaik" bin. Sinn und Zweck dieser Gemeinschaftsanlagen sehe ich nämlich vorallem darin, Multiplikatoren als Investoren zu gewinnen. Damit meine ich, Leute anzusprechen, die bisher wenig mit Photovoltaik zu tun hatten. Natürlich muss sich eine solche Gemeinschaftsanlage lohnen, sonst wird sich da nichts multiplizieren. Ein Beispiel einer meiner Anlagen, die sich lohnt, findet sich unter http://www.boller-solarstrom-gbr.de.vu. Über "Home" kommt man auch auf einige andere Anlagen, die ebenfalls nicht nur idealistisch sehr lohnenswert sind.
Also falls ich jemand auf diese Idee gebracht haben sollte, dann freue ich mich. Wenn ich unterstützen kann, dann tue ich dies ebenfalls gerne, sofern dies meine nebenberufliche Zeit noch erlaubt.
Dieses Jahr plane ich übrigens wieder zwei solcher Anlagen aufzubauen. Die Investoren kommen bisher allerdings nur aus dem gleichen Ort oder höchstens noch aus den umliegenden Gemeinden. Die Nähe zum Objekt ist bei einer solchen Gemeinschaftsanlage aus meiner Sicht sehr wichtig.
Ich würde mich freuen, Leute zu finden, die ähnliches vorhaben oder auch mich mit Leuten auszutauschen, die schon ähnliches auf die Beine gestellt haben. |
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Verfasst am:
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Eberhard
Moderator

Info: Betreiber
Angemeldet: 19.02.2006
Beiträge: 1645
Wohnort: D 95233 Helmbrechts
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Verfasst am:
01.01.2007, 23:08 |
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Willkommen hier im Forum.
Auch wir haben uns schon über ein Gemeinschaftsprojekt unterhalten. Sei es weil wir selbst keine Dachfläche mehr haben oder sonst auch immer. Wurde schon diskutiert und als Gesellschaftsform eher eine Genossenschafft angedacht. Leider scheiterte es bisher an Dachflächen.
Siehe hier
http://www.photovoltaikforum.com/ftopic2784.html
Mit sonnigem Gruß
Eberhard |
_________________ meine Anlage http://www.ebi-mueller.de jetzt auch mit Tagesverlauf.
SUNNY WebBox mit Sensorbox auf Sunny Portal, Link über meine Homepage.
WR 2x SB5000 TL HC ESS Sanyo 10,08kWp 1xSB4200 TL HC Sanyo 4,24kWp
http://www.sonnenertrag.eu/detail.php?pk=253 |
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Kollektor
Moderator

Info: Betreiber
Angemeldet: 31.08.2005
Beiträge: 1767
Wohnort: Südliche Weinstraße
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Verfasst am:
01.01.2007, 23:37 |
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Die Dachflächen sind das eine, einen kostendeckenden Herstellpreis das andere. Bei einem 1000 Wh/KWp-Standort und 49 Cent Einspeisevergütung mag es sich für den privaten Häuslebesitzer bei Preisen um die 4500 €/KWp noch geradeso rechnen. Für ein Gemeinschaftsprojekt ist das selbst bei ehrenamtlicher Verwaltung zu viel. Und ehrenamtlich im Forum geht nicht auf 20 Jahre. Hier müssen ein Servicevertrag für die Technik und ein Steuerberater für die Abrechnungen bezahlt werden.
Selbst bin ich an einer Gemeinschaftsanlage beteiligt und habe mich in der Entstehungsphase stark eingebracht. Eine weitere geplante Bürgersolaranlage bei der ich mitgewirkt habe, ist gescheitert an den von der Gemeinde nicht zur Verfügung gestellten kostenlosen Dachflächen. Das jetzige Investitionsumfeld erachte ich für uninteressant, interessant könnte es bei stark nachgebenden Herstellpreisen wieder werden. |
_________________ Sonnige Grüße
Kollektor |
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baumge
Neu hier

Angemeldet: 19.11.2006
Beiträge: 6
Wohnort: Bad Boll
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Verfasst am:
02.01.2007, 00:58 |
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Hallo Eberhard und Kollektor,
vielen Dank für Eure raschen Antworten. Trotz der berechtigten Bedenken will ich ja nur zeigen, dass es auch anders geht. Zumindest versuche ich es und freue mich über jeden Mitstreiter.
Wieso soll beispielsweise eine Verwaltung nicht ehrenamtlich möglich sein?
-> Ich mache die Verwaltung von mehreren Anlagen schon seit Jahren ehrenamtlich und informiere auf einer kostenlosen Webseite immer aktuell über technische wie auch wirtschaftliche Daten. OK, ich bin von Beruf Diplom-Informatiker und tue mir bei der Technik und der Web-Seite vielleicht etwas leichter. Aber das können bestimmt auch andere.
Sicher nicht profihaft, aber fürs Ehrenamt finde ich mein "Weberei" ok:
http://www.solarstrom-gbr.de.vu.
Von meinen ca. 100 Mitgesellschaftern erhalte ich dafür nicht nur bei den Jahresversammlungen jedenfalls immer großes Lob.
Wieso braucht das eine professionelle Steuerberatung?
-> Ich mache die Buchhaltung und Steuerabrechnung von diesen Anlagen ehrenamtlich und nur bei unbekannten Fragestellungen konsultiere ich kostenpflichtig einen Steuerberater (kam bisher nur im ersten Jahr bei der ersten Steuerabrechnung vor). Das setzt natürlich voraus, dass ich selbst beteiligt bin und als Geschäftsführer der GbR meine "eigene" Steuererklärung für die GbR abgeben darf. Der "Ehrenamtliche" muss also schon als "Geschäftsführer" aus den Reihen der Investoren kommen.
Bei den Anlagen, die seit 2004 (57,4 Ct) bzw. 2005 (54,53 Ct) laufen, können wir problemlos 10% jährlich ausschütten. Bei der jüngsten Anlage mit 45 kwP aus 2006 (ca. 51 Ct) kommen wir bei Kosten von 5000 Euro/kwP und jährlich 1000 kwh/kwP auch noch auf etwa 10% (Versicherung, Aufwände und Ehrenamt kosten dabei ca. 1200 Euro pro Jahr). Die geplanten Anlagen für 2007 (49,21 Ct) sollten natürlich für 10% maximal 4750 Euro/kwP kosten. Aber ich finde, alles ab 8% ist akzeptabel. Abzüglich der 5% Abschreibung sind das 20 Jahre lang 3% Zinsen und wer sagt, dass die Anlage nach 20 Jahren nicht mehr läuft? Meine eigene Anlage geht jetzt jedenfalls problemlos in das 8. Jahr. Ich bin sowieso gespannt, was in 20 Jahren mit den ganzen verrosteten Castoren passiert und wieviel Gas noch aus meiner Leitung kommt. So gesehen sollten wir der "unbequemen Wahrheit" (Film und Buch von Al Gore) auch mit einer noch akzeptablen Rendite in die Augen schauen.
Also nochmals:
Ich würde mich freuen, wenn sich Nachahmer finden, die auch bereit sind, unbequeme Wege zu gehen. Ich unterstütze dabei gerne. Für eine aktuelle Gemeinschaftsanlage mache ich beispielsweise das Ehrenamt nur die ersten beiden schwierigeren "Anlaufjahre" selbst. In zwei Jahren soll dann mein Vertreter die Aufgabe übernehmen. |
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Kollektor
Moderator

Info: Betreiber
Angemeldet: 31.08.2005
Beiträge: 1767
Wohnort: Südliche Weinstraße
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Verfasst am:
02.01.2007, 22:51 |
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Hallo baumge,
ich finde es beispielhaft wie Du Dich ehrenamtlich um die ganzen Anlagen kümmerst.
Was ist wenn Du mal nicht mehr kannst ( z.B. beruflich motivierter Umzug ) ?
Ich werde in zwei Jahren 60 Jahre alt. Ich weiß nicht, ob ich mich dann noch 20 Jahre und evtl. länger um solche Anlagen kümmern kann. Bei einem Forumgemeinschaftsprojekt, das vielleicht 300 und mehr km von meinem Wohnort weg ist, kann ich zwar mitplanen aber nicht während der Betriebsphase präsent sein, andere können das ebensowenig. Ein solches Projekt kann man nur stemmen wenn bezahlbare und ggfs. austauschbare Dienstleister aus dem Projekt finanziert werden können.
Einen anfänglichen jährlichen Ertrag ( nach Kosten ) von wenigstens 10 % der Herstellkosten ist die absolute Untergrenze, darunter ist es m.E. uninteressant. Das ergäbe eine risikogerechte anfängliche Verzinsung von knapp 7 % auf das eingesetzte ( Gesamt- ) Kapital. Natürlich kann man mit Krediten aufhebeln, aber Kredite müssen erst mal vorrangig bedient werden und bei ungünstigem Verlauf reicht dafür nicht mal die Einspeisevergütung, ich kenne das von einer meiner Windparkbeteiligungen. Hinzu kommt: Die Anlage wird mit der Zeit leistungsschwächer, Reparaturen müssen einkalkuliert werden und die Kosten hierfür steigen mit der Inflation.
Mit preiswerten Dünnschichtmodulen sollte es dennoch möglich sein, eine rentable Gemeinschaftsanlage solide zu projektieren. Die Schmerzgrenze und auch machbar sehe ich bei etwa 4000 €/KWp Herstellkosten bei einem 1000 KWh/KWp-Standort. Mehr als 20 €/KWp Dachmiete sind auch nicht drin, abgezinst mit 4 % auf heute wären das etwa 270 €/KWp zusätzliche Kosten. Mit etwa 20 €/KWp anfänglichen Servicekosten sind wir dann in einem Bereich, der für eine Gemeinschaftsanlage tragfähig ist. |
_________________ Sonnige Grüße
Kollektor |
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baumge
Neu hier

Angemeldet: 19.11.2006
Beiträge: 6
Wohnort: Bad Boll
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Verfasst am:
03.01.2007, 13:28 |
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Hallo Kollektor und an alle Photovoltaik-Mitstreiter,
danke für die vielen Hinweise. Mit meinen 45 Jahren habe ich genügend Motivation noch wenigstens 20 Jahre die jetzigen und vielleicht noch ein paar weitere Gemeinschaftsanlagen ehrenamtlich zu betreuen. Hinzu kommt die Erfahrung, dass der Aufwand nur für die erste Anlage wirklich riesig ist. Die zweite Anlage kostet nur noch 50% der Zeit und ab der dritten fällt der Aufwand kaum mehr ins Gewicht, weil durch die Routine schon der Aufwand für die ersten Anlagen erheblich sinkt. Außerdem plagt mich heute schon das Gewissen: Unsere Väter mussten sich rechtfertigen was im Krieg passiert ist. Jedenfalls habe ich meinen Vater da ziemlich mit Fragen gelöchert. Wir werden uns spätestens in 20 Jahren vermutlich rechtfertigen müssen, was mit den Ressourcen und der Umwelt passiert ist. Ich bin doch hoffentlich nicht der Einzige in diesem Forum, der bei Photovoltaik nur an die Rendite denkt?
Kein Muss, aber für mich ein weiterer wichtiger Punkt: Alle meine betreuten Anlagen laufen mit in Deutschland hergestellten Modulen der Solarfabrik Freiburg. Natürlich habe ich billigere Konkurrenzangebote eingeholt, aber das war nur nötig, um den Preis der Solarfabrik zu senken. Ebenso nur Wechselrichter von SMA, Kaco und Solarfabrik/convert. Bei den Wechselrichtern sind die in unserer Nähe hergestellten Geräte ja auch wirklich konkurenzfähig.
Dachmiete zahlen wir bisher nirgendwo, weil ich jeweils mit den Kommunen zusammenarbeite und mich im Bereich der Lokalen Agenda bzw. des bürgerlichen Engagements einsetze. Dieses Jahr ist eine erste Anlage im kirchlichen Bereich geplant. Das wird wohl das erste Gemeinschaftsprojekt mit Dachmiete, aber mit etwa 2% (=1 Ct je kwh Einspeisung) oder nach Kollektors-Rechnung mit etwa 10 Euro/kwP (bei 1000kwh/kwP) noch erträglich. Ich habe diese Leistungsorientierung vorgeschlagen, weil die Anlage nach Süd-Ost bzw. Süd-West ausgerichtet ist und daher auch in unserem sonnigen Voralb-Gebiet vielleicht nicht ganz 1000 kwh/kwP bringt. Die Nachbaranlage (300m Entfernung) hatte 2006 bei Südausrichtung knapp 1150 kwh/kwP.
Eine Forums-Gemeinschaftsanlage wäre sicher toll, aber ich wäre auch schon zufrieden, wenn ich mich hier mit Gleichgesinnten austauschen und mögliche Nachahmer finden könnte. Solche Gemeinschaftsanlagen sollten auch besser mit lokalen Investoren betrieben werden. Bisher bin ich aber eher etwas enttäuscht über die knallharte Renditeorientierung hier im Forum. Eine Anlage mit 4000 Euro/kwP kann derzeit von keiner lokalen Solarinstallationsfirma in meiner Nähe angeboten werden.
Beispiel:
Für eine (allerdings relativ aufwändige Anlage auf dem Flachdach einer Sporthalle) hat der Installateur 800 Stunden bei 45 kwh benötigt. Das waren fast 20 Stunden pro kwP. Die qualifizierten Arbeiter haben das im Ersterwerb nicht ehrenamtlich gemacht. Der Preis lag bei knapp 5000 Euro/kwP und war nach harten Verhandlungen in 2006 für beide Seiten noch fair.
Dieses Jahr würde ich mit minus 5%, also auf maximal 4750 Euro/kwP verhandeln. Für die genannte Süd-Ost/West-Anlage versuche ich auf 4500 zu kommen, da die Montage recht einfach ist.
Ich mache die Verwaltung, Überwachung, Internetdarstellung und Steuerabrechnung für unsere Anlagen jeweils für etwa 500 Euro pro Jahr. Der Jahresaufwand liegt nach meiner Erfahrung bei etwa 50 Stunden und somit bei 10 Euro Entschädigung pro Stunde. Im Mittel liegen die Anlagen bei 30 kwP. Somit liegen die jährlichen Verwaltungskosten im Mittel unter 20 Euro/kwP. Die erste Anlage kostet sicher ein Vielfaches der Zeit. Aber ab der dritten Anlage kommt der Zeitaufwand hin. Ich mache es meist wöchentlich am Sonntag vormittag.
Wenn also jemand aktuell eine solche Gemeinschaftsanlage plant, bitte überlegt, ob dies nicht auf diese ehrenamtliche Weise möglich ist. Lohnen tut es sich für die Gemeinschaft, für die Umwelt und für das eigene Gewissen. Eventuell kann ich dabei auch unterstützen. Es sollte aber schon in meiner Nähe, also im Stuttgarter Raum sein.
Mit sonnigen Grüßen
German Baumhauer
http://www.solarstrom-gbr.de.vu |
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wfl9
Stammmitglied

Angemeldet: 12.12.2005
Beiträge: 106
Wohnort: Freiburg
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Verfasst am:
03.01.2007, 22:06 |
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Hallo baumge,
ich plane in 2007 auch eine Gemeinschaftsanlage mit einigen Bekannten in Raum Freiburg zu bauen und zu betreiben. Im Moment sind wir noch auf der Suche nach einer geeigneten Dachfläche bei einer Kommune.
Hast du einen Gesellschafter-Vertrag für die GbR von einem Steuerberater erstellen lassen oder selbst einen erstellt?
Falls möglich, kannst du mir diesen als Muster zukommen lassen.
Viele Grüsse wfl9 |
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Kollektor
Moderator

Info: Betreiber
Angemeldet: 31.08.2005
Beiträge: 1767
Wohnort: Südliche Weinstraße
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Verfasst am:
03.01.2007, 23:28 |
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Hallo German,
meine Hochachtung hast Du Dir mit Deinem Engagement verdient !
Auf zwei Argumente will ich eingehen:
| baumge hat Folgendes geschrieben: |
| Ich bin doch hoffentlich nicht der Einzige in diesem Forum, der bei Photovoltaik nur an die Rendite denkt? |
Nee hier gibt es viele die so denken Natürlich macht es auch Spaß etwas zu bewegen und was für die Umwelt zu tun. Mit dem eingesetzten Kapital kann man für die Umwelt ( CO2-Einsparung ) mehr tun als mit Photovoltaik, z.B. durch bessere Wärmedämmung oder Solarwärmenutzung, im Großen erreicht man mit Windkraft viel mehr, auch durch Kraftwerke mit besserem Wirkungsgrad. Durch meine Investitionen versorge ich 70 Haushalte mit umweltfreundlichem Strom, davon trotz deutlich höheren Kosten nur 12 mit Solarstrom.
| baumge hat Folgendes geschrieben: |
| Bisher bin ich aber eher etwas enttäuscht über die knallharte Renditeorientierung hier im Forum. Eine Anlage mit 4000 Euro/kwP kann derzeit von keiner lokalen Solarinstallationsfirma in meiner Nähe angeboten werden. |
Ich denke nicht, dass unsere Renditeerwartungen überzogen sind, aber etwas mehr als auf dem Sparbuch muss es sein um die ganzen Risiken und den Aufwand adäquat abzudecken. Mein Chef z.B. lehnte es ab, auf den Firmenhallen eine große PV-Anlage zu errichten "wegen mangelnder Rentabilität" und "weil kein Mensch wissen kann was sich die Politiker in den nächsten Jahren alles einfallen lassen". Er investiert die durch bankübliche Sicherheiten mögliche Kreditsumme lieber in sein Kerngeschäft "weil er davon etwas versteht". Bei einem ROI von 8 bis 10 Jahren hätte er sich überzeugen lassen, aber das war 2005 schon nicht mehr möglich. Er lehnte auch eine erstrangige Dienstbarkeit für eine Mitarbeitergemeinschaftsanlage ab weil die Firma vermutlich neu baut in den nächsten Jahren und "da sollen wir nochmal nachfragen".
Im Moment ist die Zeit für die anvisierten 4000 €/KWp ( nur Qualität wird akzeptiert ) für eine Forumgemeinschaftsanlage noch nicht reif, aber ich bin zuversichtlich dass in den nächsten ein bis zwei Jahren Preise von 3000 bis 3500 €/KWp üblich sein werden. First Solar verkauft jetzt schon für 1,78 €/W größere Mengen ( Photon 1/07 S.26 ) und will jedes Jahr billiger werden. Da kommen noch mal 1,20 €/W für Wechselrichter, Gestelle, Kabel und Montagekosten hinzu und schon sind wir bei meinen 3000 €/KWp. Mit mäßiger Dachmiete und Servicekosten kämen wir damit selbst nächstes oder übernächstes Jahr noch in einen Bereich der eine Rendite von 7 bis 8 % auf das Gesamtkapital erwarten lässt. Nur schade, wenn das schöne Geld ( bzw. bei Finanzierung die Sicherheiten ) aufgebraucht und schon in unrentableren Altanlagen gebunden ist. Bei kleinen Anteilen spielt das natürlich eine untergeordnete Rolle, man kann dann später immer noch hinzukaufen, aber bei richtig großen Anteilen muss man sich das schon genau überlegen.
Halte uns bitte auf dem Laufenden mit Deinen Projekten.
Sonnige Grüße
Norbert |
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