| Autor |
|
Clownies
Vielschreiber


Info: Betreiber
Angemeldet: 13.02.2006
Beiträge: 171
Wohnort: Heuchlingen
|
Verfasst am:
23.12.2006, 21:53 |
 |
Hallo an ALLE!!!
Da von meinen "Vorgängern" schon alles gesagt wurde, schließe ich mich einfach mit den Wünschen an.
Sonnige Grüße von der Alb
(und ein kleines Kerlzein für Doris brennt auch schon) |
_________________ 65 x Sharp IBC-162P
2 x Sunny Boy 5000 TL
10,53 kWp
www.Solarstrom-von-dr-Alb.de |
|
|
 |
Google-Werbung
|
Verfasst am:
|
 |
|
|
 |
Kollektor
Moderator

Info: Betreiber
Angemeldet: 31.08.2005
Beiträge: 1750
Wohnort: Südliche Weinstraße
|
Verfasst am:
23.12.2006, 22:16 |
 |
Im Straßburger Münster habe ich heute mehrere Kerzen angezündet, eine davon war für Doris.
Ich habe auch mal für mich nachgerechnet. Es ist wahrscheinlich, dass mich wenigstens eine meiner PV-Anlagen überlebt. Und wenn es das Schicksal so will auch alle drei. Warum sollte jemand eine funktionierende PV-Anlage abbauen und verschrotten die noch über 50 % ihrer Anfangsleistung bringt ? Gerade dann wenn sie sich energetisch amortisiert hat, bringt sie nur noch Nutzen für die Umwelt und für unsere Energieversorgung. Auch dann wenn ich dafür keine Einspeisevergütung mehr erhalte. |
_________________ Sonnige Grüße
Kollektor |
|
|
 |
kato
Moderator

Info: Betreiber
Angemeldet: 30.07.2005
Beiträge: 2058
Wohnort: Südbrandenburg
|
Verfasst am:
23.12.2006, 23:08 |
 |
naja Kollektor, hoffe du bleibst uns noch lange erhalten Euch allen ein schönes Weihnachtsfest und guten Rutsch ins neue Jahr.
Kato
und für Doris:
 |
_________________ 15,54 Kwp
2xSB5000 mit je 32 Stück Suntechnics STM185
1xSB3300 mit 20 Stück Suntechnics STM185
SunnyBoyControl mit Netzleitungsmodem |
|
|
 |
Betatester
Moderator

Info: Betreiber
Angemeldet: 09.01.2006
Beiträge: 2076
Wohnort: Oberbayern
|
Verfasst am:
24.12.2006, 10:27 |
 |
|
|
 |
sand-pit
Forumsinventar


Info: Betreiber
Angemeldet: 11.07.2006
Beiträge: 652
Wohnort: Geldern Niederrhein
|
Verfasst am:
24.12.2006, 11:20 |
 |
Hi mein Forum,
viele liebe Grüße an alle - auch an die, mit denen ich nicht einer Meinung war.
Ganz besonderen Dank aber an die Initiatoren und an die "Platzhirsche", die nicht müde werden, die Fragen von uns "Neuen" zum 20. Mal zu beantworten. Das ist nicht menschlich, sondern übermenschlich!
Zum Jahresabschluss mit leider Nebel überm Niederrhein gestatte ich mir ein kleines Bildchen hochzuladen - von da - wo immer Sonne ist - meine Anlage und ich aber nicht sind :
...aber - schon oft gelesen - wer ist Doris? |
_________________ 28 x SW200; WR SPI 4500; 5,65 KWp; 33° Dach; 180°.
"Gedanken hüpfen wie Flöhe von einem Menschen auf den anderen. Aber sie beißen nicht alle." |
|
|
 |
kato
Moderator

Info: Betreiber
Angemeldet: 30.07.2005
Beiträge: 2058
Wohnort: Südbrandenburg
|
Verfasst am:
24.12.2006, 11:57 |
 |
| sand-pit hat Folgendes geschrieben: |
...aber - schon oft gelesen - wer ist Doris? |
http://www.photovoltaikforum.com/viewtopic.php?t=2594
Kato
PS: hat deine Name was mit dem Bild zu tun?  |
_________________ 15,54 Kwp
2xSB5000 mit je 32 Stück Suntechnics STM185
1xSB3300 mit 20 Stück Suntechnics STM185
SunnyBoyControl mit Netzleitungsmodem |
|
|
 |
Luke
Forumsinventar

Angemeldet: 25.11.2005
Beiträge: 1866
|
Verfasst am:
24.12.2006, 12:00 |
 |
...Doris verstand den Universalienstreit um dieses Thema zu schlichten...
...nutz' die Suchfunktion...finde einmalige Beiträge...
Allen und besonders DC wünsche ich Frieden
respectfully
Luke |
|
|
|
 |
sand-pit
Forumsinventar


Info: Betreiber
Angemeldet: 11.07.2006
Beiträge: 652
Wohnort: Geldern Niederrhein
|
Verfasst am:
24.12.2006, 13:13 |
 |
@Luke
...ist ne Idee - hab ich einfach noch nicht so oft gemacht....
@kato
stimmt, bin in der Sahara drauf gekommen zuhause eine PV Anlage zu bauen und hab den Landrover dafür verkauft.... reichte aber die Kohle nicht ganz. Musste noch die leeren Flaschen beim Aldi zu Geld machen.
Alles Gute Euch beiden - möge die Macht der Sonne (bald wieder) mit Euch sein.... |
_________________ 28 x SW200; WR SPI 4500; 5,65 KWp; 33° Dach; 180°.
"Gedanken hüpfen wie Flöhe von einem Menschen auf den anderen. Aber sie beißen nicht alle." |
|
|
 |
solerling
Forumsinventar

Angemeldet: 01.03.2006
Beiträge: 639
Wohnort: 85
|
Verfasst am:
24.12.2006, 13:22 |
 |
Hallo sand-pit !
Wenn Du mal Zeit hast dann lese die Beiträge von Doris hier im Forum,und Du wirst begreifen was für ein edler Mensch Sie war.
Ich wünsch Allen hier im Forum ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest
und im nächsten Jahr viel Glück,Gesundheit und Freude (auch an der Photovoltaikanlage).
Besonders möchte ich mich bei den Initiatoren und Fachleuten,den sogenannten Tragstützen dieses Forums bedanken.
Viel Sonne auch im Herzen wünscht Euch Josef |
|
|
|
 |
allwangh
Vielschreiber

Info: Betreiber
Angemeldet: 10.11.2005
Beiträge: 166
Wohnort: 922..
|
Verfasst am:
24.12.2006, 13:28 |
 |
|
|
 |
Skydive
Vielschreiber

Angemeldet: 31.01.2006
Beiträge: 192
Wohnort: Unterfranken
|
Verfasst am:
24.12.2006, 14:28 |
 |
Hallo,
auch aus dem heute endlich sonnigen Unterfranken wünsch ich allen ein schönes und natürlich auch sonniges Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr
Skydive |
_________________ 26kWp
130 x Solarword 200 poly, 4x WR SMA 4200TL, 2x WR 3300TL, Datenlogger SBCO, Ausrichtung 210°, Dachneigung 26 °
Am Netz seit 11.05.2006 mit 14,4 kWp. Erweiterung auf 26 kWp seit 10.10.06 |
|
|
 |
bereil
Moderator

Info: Betreiber
Angemeldet: 06.11.2005
Beiträge: 1385
Wohnort: Ostfriesland
|
Verfasst am:
24.12.2006, 21:29 |
 |
Ich hoffe, ich bin nicht zu spät
Euch allen wünsche ich ein schönes besinnliches Wihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2007.
Aber Jürgen das mit der Internetabstinenz ist ja schlimmer als mein Verzicht auf Nahrungsmittel (den ich übrigens in 2007 nicht im Januar sondern vor Ostern machen werde)
Habt euch alle ein bischen mehr lieb und denkt mal darüber nach, ob man immer das letzte Wort haben muss. (nur die natürlich, die sich angesprochen fühlen )
Mit sonnigen Grüßen,
BERthold EILers (dann wisst ihr auch gleich mal, wie man auf bereil kommt) |
_________________ Man muß nach NORDEN gehen um Photovoltaik zu sehen. Eindeutig zweideutig.
7,28kwp 56 Mitsubishi PV-MF130EA2 mit Kaco WR 2x PVI3500xi und Solarlog 400e
www.solarlogshop.de |
|
|
 |
solaramateur
Stammmitglied

Info: Betreiber
Angemeldet: 10.09.2006
Beiträge: 34
Wohnort: 34233 Fuldatal
|
Verfasst am:
24.12.2006, 21:44 |
 |
Hallo an Alle im Forum,
ich kann mich meinen Vorgängern nur anschließen und wünschen
allen ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute, vorallem Gesundheit
für das Jahr 2007.
Leider hatten wir heute strahlungsmäßig einen denkbar schlechten
Tag, im Vergleich zum Rest von Hessen. Aber auch wir in Nordhessen
lassen uns nicht unterkriegen, denn einmal geht auch für uns die
Sonne wieder auf und beendet die trüben Gedanken.
Alle guten Wünsche, mit sonnigen Grüßen, auch im Herzen,
Bernd |
|
|
|
 |
Sani
Stammmitglied

Angemeldet: 04.06.2006
Beiträge: 131
Wohnort: neu Radebeuler
|
Verfasst am:
25.12.2006, 01:58 |
 |
Ich wünsche allen im Forum ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch. Ich habe dies Weihnachtsgeschichte erhalten und finde die wirklich gut obwohl die sehr auf unsere Region gemünzt ist.
Weihnachten 2056
Eine futuristische Weihnachtsgeschichte von Dietrich Papsch
Heiligabend 2056 in einem kleinen Dorf im Osterzgebirge. Ein kühler Wind pfeift auf der Hauptstraße in Richtung Kahleberg. Es ist Nachmittag und die Menschen streben in die kleine Dorfkirche, um eine der drei Christmessen zu besuchen, die traditionsgemäß darin stattfinden. Das Thermometer zeigt 17 Grad Celsius und wieder fehlt der Schnee zu Weihnachten - nun schon das 16. Jahr hintereinander. Trotzdem bestimmt weihnachtliches Flair den Ort. In den Fenstern stehen Schwibbbögen wie eh und je und Weihnachtssterne schmücken die Stuben wie auch Pyramiden, die schon seit Jahren die grüne Fichte oder Tanne ersetzen. Denn Tannen, Fichten und Kiefern sind in den 30er Jahren dieses Jahrhunderts im Erzgebirge ausgestorben, nachdem Hitze und Dürre ihnen den Lebensraum nahmen.
Die Christmesse ist gut besucht. Ein Laienprediger hält die Messe ab, denn die Kirche hat schon lange kein Geld mehr, um Pfarrer zu bezahlen. Er spricht von der Unvernunft der Menschen weniger Generationen vor uns und wie sie unseren Planeten zugerichtet haben und fordert Einsicht und zum endlichen Frieden mit der Natur. Höhepunkt ist wie immer das Krippenspiel, das von der Jungen Gemeinde gekonnt zelebriert wird. Auch die anschließende Fürbitte übernimmt die Jugend: Herr, schütze unsere Armen, Kranken und ausländischen Mitbürger, gib ihnen Kraft zum Überleben, Herr bewahre uns vor weiteren Hurricanen, Tornados und vor allem vor Trockenheit und schütze uns vor Hitze im Sommer, Herr lass die Menschen endlich zur Vernunft kommen und lass mehr Gerechtigkeit auf Erden walten, Herr hilf, das die Erde für jedermanns Bedürfnisse reicht, aber für die Gier der Menschen nach Macht und Reichtum kein Platz mehr ist. Wie immer klingt zum Schluss das „Oh du Fröhliche“, die Glocken läuten und die Menschen machen sich zu Fuß auf den Weg nach Hause in die weihnachtlich geschmückten Stuben, wo Geschenke auf sie warten.
Unter ihnen auch der siebenjährige Faruk mit seinem Großvater Maik.
Sag Großvater, wie war Weihnachten in unserem Dorf, als Du so alt warst wie ich?
Ja, Faruk, sagte der Großvater, als ich sieben war, fuhren wir am Heiligen Abend noch mit dem Auto in die Kirche zur Christmesse, wo ein richtiger Pfarrer predigte, aber auch schon damals die Junge Gemeinde das Krippenspiel vorführte. Damals lag meist Schnee im Osterzgebirge und überall brannten Kerzen auf Fichten oder Tannen vor und in den Häusern., Nahezu jede Familie im Dorf hatte ein Auto, die meisten gar 2 und 3 und so waren die Parkplätze am Kaufladen an der Kirche und am Gasthof prall gefüllt, denn die Leute hatten vergessen, wofür ihnen der Liebe Gott Beine verliehen hatte. Es gab immer mehr und immer größere Autos und alle verbrannten Öl oder Derivate aus diesen in den Motoren und so heizten die Leute im Dorf und in anderen Dörfern und Städten in Deutschland und in Europa, in Amerika und Japan mit ihren Autos die Atmosphäre auf, die unseren Erdball schützt und in der Folge wurde es auch auf unserer Erde immer wärmer und wärmer. Und als dann über 2 Milliarden Chinesen und Inder auch so leben wollten wie wir, war plötzlich das Öl alle und die Autobauer hatten die Zeit verschlafen, etwas anderes für den Antrieb der Autos zu finden.
Aber Großvater, ist es nicht wunderbar, so am Heiligen Abend durch das Dorf zu laufen, die Lichter in den Fenstern zu erblicken und all die Christsterne und Pyramiden leuchten zu sehen. Warum habt Ihr Euch das alles damals mit Euren Autos entgehen lassen und warum habt Ihr damit so viel Schaden angerichtet.
Ja, sagt der Großvater zu Faruk, Du hast ja so Recht und ich möchte mich bei Dir ganz sehr entschuldigen, was wir damit der Natur und Euch als unsere Nachfahren angetan haben.. Dabei waren wir alle gewarnt. Als ich 1980 auf die Welt kam, war der ganze Wald auf dem Kamm des Erzgebirges abgestorben, wofür wir Menschen verantwortlich waren mit unserer Gier nach Macht, Wachstum und Wohlstand, und es bedurfte großer Mühe, den Wald wieder aufzuforsten. Aber es dauerte keine 25 Jahre, da war alles vergessen und Bäume waren uns erneut im Wege. Diese Straße zum Beispiel, auf der wir laufen, wurde vor genau 50 Jahren erneuert, grundhaft wie es damals hieß. Menschliche Unvernunft führte dazu, dafür 150 gesunde alte Bäume gefällt wurden zu einer Zeit, da der Klimawandel schon im vollen Gange war. Weißt Du, Bäume sind ganz wichtig, weil sie Kohlendioxid binden, mit dem unsere Erde aufgeheizt wird durch Verbrennen von Öl, Kohle und Gas. Aber nicht nur mehr und breitere Straßen bauten die Menschen, sie sägten auch die Bäume auf ihren Grundstücken ab und versiegelten die Höfe wie in unserem Dorf, damit kein Gras mehr darauf wachse, was ihnen Arbeit machte, bauten zudem Carports und Garagen für ihre Autos darauf, die sie lieb hatten, lieber als ihre Familien und ihre Kinder und den Lieben Gott sowieso. Aber Straßen und Autos, Bequemlichkeit und Wohlstand waren damals den Menschen wichtiger als Bäume. Da mussten sie nur Laub im Herbst rechen und diese versperrten obendrein ihre Satellitenschüsseln, mit denen sie die ganze Woche Volksmusik empfangen konnten. Und so sägten und sägten sie, denn Kettensägen aus China mit deutschem Namen waren damals in den Baumärkten zu einem Preis eines guten Abendbrots zu haben und so kaufte ein jeder diese und waren sie sie erst einmal im Besitz eines jeden, so wollte ein jeder auch Hand anlegen damit. Und so kam es, dass die Menschen nicht nur im Erzgebirge die Bäume rodeten, sondern auch in den armen Ländern den Regenwald, um Bananen- Eukalyptus-, und Palmölplantagen anzulegen, damit wir in Deutschland und anderswo billige Bananen, Tempotaschentücher, weiches Toilettenpapier und Kosmetika konsumieren konnten. Das brachte dann das Klima vollends durcheinander, denn Wald war immer die grüne Lunge unseres Planeten. Und als der Wald fast weg war, nahmen die Naturkatastrophen zu und die Hurrikans und Tornados machten auch noch die letzten Bäume nieder und heute ist es bei uns genau so warm wie damals in den Ländern mit Regenwald, nur dass es den heute nicht mehr gibt.
Aber Großvater, es fahren doch immer noch Autos herum. Mit was fahren die denn, seitdem das Öl zu Ende gegangen ist?
Ja, Faruk, da hast Du Recht. Aber die Autos, die heute auf den Straßen fahren, werden mit Elektroenergie und mit Luftdruck angetrieben. Und diese Energie muss jeder, der ein Auto fahren will, selbst erzeugen. Die Leute wissen seitdem wieder, was eine Kilowattstunde oder eine Pferdestärke ist. Die Energiewende, für die vor über 50 Jahren ein Verein in dieser Region gestritten hatte, trat schneller ein, als wir alle dachten. Zuerst brach 2030 das Energienetz in Deutschland und Europa zusammen, als immer stärkere Orkane mit über 200 Stundenkilometer unseren Kontinent heimsuchten und Überlandnetze wie das zwischen Altenberg und Hirschsprung mit den riesigen Stahlmasten, die wie Streichhölzer wegknickten, zerstörte. Fortan gab es einen Erlass der Regierungen, dass sich jede Gemeinde selbst mit Strom und Wärme versorgen muss, was für diejenigen nicht einfach war, die nicht vorgesorgt hatten. Bei uns im Dorf hatten Gott sei Dank schon viele vorgesorgt, sodass es keine 6 Monate dauerte, bis jedes Haus sich selbst aus Sonne, Wind und Bioenergie versorgen konnte, wie wir es heute auch noch tun. Als 2040 das Öl schlagartig zu Ende ging, wussten die Leute auch nichts mehr mit ihren Autos anzufangen. Sie wanderten auf riesige Schrottberge, wo sie recycelt wurden. Und die meisten mussten nun laufen. Sie forderten nun wieder öffentliche Verkehrsmittel, die sie noch vor 50 Jahren mieden, wie die Pest, und weil keiner sie damals mehr nutzte und auch die Schulkinder immer weniger wurden, stellte man auch die Buslinie in unserem Dorf 2025 ein. Diejenigen Leute, die heute noch ein Auto fahren wollten, müssen den Strom oder die Druckluft dafür selbst erzeugen. Damit zog Gerechtigkeit ein, denn wer jetzt noch große Autos fahren wollte, musste auch die viele Energie dafür selbst erzeugen. Und so kam es, dass heute meist nur noch kleine Autos herumfahren, die auch gut ausgelastet sind, und nicht wie vor 50 Jahren, als meist nur einer darinnen saß. Und auch bezüglich Geschwindigkeit zog Gerechtigkeit ein. Die Regierungen erließen ein Tempolimit von 100 Stundenkilometer und ein Gesetz zum Einbau einer diesbezüglichen Limitbegrenzung im Auto durch den Hersteller.
Großvater, was ist aber mit denen, die viel Energie brauchen?
Erst einmal ist der Energieverbrauch seit über 20 Jahren drastisch zurückgegangen. Als das zentrale Energienetz 2030 zusammenbrach, erließen die Regierungen ein weiteres Gesetz, dass aller unnötige Verbrauch von Energie rigoros eingestellt werden musste. Das betraf künstliche Beschneiungsanlagen genauso wie Heizpilze in Biergärten und anderer Unsinn, den sich Menschen damals ausdachten, denn das heizte noch mehr das Klima auf. Als ab 2015 in den Wintern der Schnee immer mehr ausblieb, wurde der Stromfresser Bobbahn in Altenberg in eine Riesenrutsche für Erwachsene und Kinder umgebaut und die Biathlonarena im Hofmannsloch wurde nach Entsiegelung ein einzigartiger Botanischer Museumsgarten mit künstlich nachgebildeten Fichten, Lärchen Weißtannen und Kiefern, Pilzen und anderen ausgestorbenen Tier- und Pflanzenarten der Region . Und die Betriebe, die viel Energie benötigen, haben diese durch Ideenfindung und Innovationen stark eingeschränkt. Für sie gilt aber auch der Grundsatz, dass sie ihre Energie selbst herstellen müssen wie der private und öffentliche Bereich auch.
Sag Großvater, warum kommen trotzdem so viele Leute in unser Dorf und in die Region?
Ja, Faruk, das liegt daran, weil unser Dorf und unsere Gegend trotz Wegfall der Wintersportanlagen eine großzügig angelegte Erholungslandschaft darstellt. Die Fassaden der Häuser erstrahlen in frischem Weiß, üppig blühen auf fast allen Fensterbänken Blumen in großen Terrakottakästen. Die Straßencafes sind im Frühjahr, Sommer und Herbst geöffnet; die Rotter-Meile geht jetzt vom ehemaligen Skihang bis zu Rümmlers. Wo man hinblickt - kühle Getränke und Eis sind der Renner, der von überall her Angereisten. Wie Du selbst bemerkt haben wirst, sind es im Sommer immer so um die 30 Grad bei uns, in Dresden und Meißen dagegen 40 und in Cottbus sowie Bautzen, wo sich die Lausitzer Wüste rasant ausbreitet 48 Grad. Die Menschen von dort flüchten immer mehr und es zieht sie förmlich hin zu uns, wo es unter Sonnenschirmen noch auszuhalten ist. Im heißen Wind fächeln träge die großen Blätter der Bananenstauden, die man überall in gewaltigen Holzkübeln in den Kaffeegärten bei uns, in Altenberg oder in Bärenfels aufgestellt hat. In den Rabatten unserer Hausgärten blüht der Oleander neben Trompetenblumen und selbst in den Wintern bleiben diese draußen – vor 50 Jahren undenkbar! Auch das Bild des Waldes in den weitläufigen Parks hat sich geändert. Bäume und Sträucher, wie man sie aus Süditalien, Südfrankreich oder der Türkei kennt, wurden in den letzten Jahrzehnten gepflanzt. Alles was früher hier wuchs, ist verschwunden und vertrocknet, und was die Trockenheit überlebte, wurde vom Borkenkäfer aufgefressen. Kein Wunder, dass sich von März bis November das Wetter, wie schon in den letzten Jahren, für die Badegäste von der besten Seite zeigt. Aber auch der Altenberger Galgenteich führt immer weniger Wasser, da die Bäche schon jahrelang nahezu ausgetrocknet sind.
Trinkwasser gibt es bei uns aber glücklicherweise noch ausreichend, da in den letzten drei Jahrzehnten gigantische unterirdische Wasserspeicher angelegt wurden. Die Olivenbäume und Bäume und Sträucher der Machia, die Grünflächen, Rabatten und Parks, die sich von Schellerhau über den Pöbelknochen und Altenberg bis hinter das „Alte Raupennest“ zum Kahleberg erstrecken, werden durch ein raffiniertes, unterirdisches Bewässerungssystem durch Tröpfcheninjektion bewässert. Vor zwei Jahrzehnten hatte man dieses System von Israel übernommen.
Aber Großvater, es gibt doch aber kurzzeitig jedes Jahr diese gewaltigen Regenfälle.
Ja, in der Monatsmitte August wird immer öfter der trocken, heiße Sommer unterbrochen. Dann türmen sich über der Stephanshöhe gewaltige Gewitterwolken auf. Dann beginnt die Tornadosaison, die im Herbst von monsunartigen Regenstürmen abgelöst wird. Donnernd stürzen dann die braunroten Fluten von Pöbel und Weißeritz zu Tal, wälzen Gesteinsbrocken von Einfamilienhausgröße mit sich. So wurden schon vor 30 Jahren die Räume für die Flussbetten deutlich erweitert, da die Maßnahmen nach dem kleinen Hochwasser 2002 längst nicht ausgereicht hatten. Bogenbrücken überspannen die im Sommer leeren und im Herbst von tosenden Wassern durchtobten Bachbetten, denn auch modernste Bauingenieurtechnik kann nicht die herbstlichen Fluten bändigen. Jede noch so trutzige Betonwehr wird von der Gewalt des Wassers wie ein Spielball auf ein Ufer geschleudert. Deshalb mussten auch Kipsdorf und Schmiedeberg weit von den Flussufern zurückverlegt werden.
Großvater, viele Menschen hier im Ort und in Altenberg sehen doch ganz anders aus als Du und ich. Warum ist das so?
Weißt Du, Faruk, als es nach der Jahrtausendwende vor 56 Jahren immer wärmer auf unserer Erde wurde, der Meeresspiegel anstieg und die Wüsten sich immer stärker ausbildeten, hatten viele Menschen in Afrika, in Asien, Südeuropa keinen Lebensraum mehr und so irrten bald über 2 Milliarden Klimaflüchtlinge über die Kontinente und besonders nach Norden. So kam es, dass auch etwa 100.000 Flüchtlinge bei uns im Osterzgebirge eine neue Heimat fanden. Zunächst brachte dies große Probleme mit sich und die Menschen regten sich furchtbar auf darüber. Und als in Altenberg am Fuße des ehemaligen Abfahrtshangs eine Moschee und in Freiberg eine Moschee und ein buddhister Tempel gebaut wurde, entzürnte sich so mancher darüber. Aber nachdem den Menschen klar wurde, dass wir mit unserer Lebensweise das Klima verändert haben und Mitschuld dafür tragen, dass die Menschen ihre Heimat verlassen mussten wir außerdem vom Aussterben bedroht waren, änderte sich das. Heute leben wir mit Afrikanern und Indern friedlich zusammen, wie Du es heute Abend in der Kirche gesehen hast, als Menschen verschiedener Hautfarben das Vaterunser beteten und auch beim Krippenspiel farbige Akteure dabei waren. Ja, Faruk, es hat sich viel geändert seit meiner Jugend. Weißt Du, ich kann Dir nur eines mit auf dem Weg geben, das sind Achtung und Toleranz, die wir auf dieser einen Welt als Menschen uns alle entgegenbringen müssen. Kriege und Konflikte, Macht, Gier und Selbstsucht dürfen niemals mehr die Oberhand gewinnen. Wir alle müssen friedlich miteinander auskommen, wie es uns Gottfried Ephraim Lessing in seinem Buch „Nathan der Weise" gelehrt hat.
So Faruk, jetzt sind wir zu Hause angekommen und lass uns gemeinsam mit Nachbarn aus Indien und der Sahelzone Geschenke bescheren und gemeinsam Weihnachten feiern. |
_________________ 24 Stk Sanyo 210 - 5,04 kWp
SMA Sunny Boy 5000 TL HC
Solarlog100 |
|
|
 |
fadeka
Moderator
Angemeldet: 11.09.2005
Beiträge: 196
Wohnort: 94110 Wegscheid
|
Verfasst am:
25.12.2006, 20:51 |
 |
Hallo
Allen ein Fröhliches Weihnachtsfest und ein gutes sonniges neues Jahr.
Gruss
Franz |
_________________ Alle Menschen sind klug - die einen vorher, die anderen nachher (Voltaire 1694-1778) |
|
|
 |
|
|
|
Nächstes Thema anzeigen
Vorheriges Thema anzeigen
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
|