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 Strompreis in 20 Jahren ? Nächstes Thema anzeigen
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Autor
Atommafia
Forumsinventar
Forumsinventar



Angemeldet: 28.08.2005
Beiträge: 627

BeitragVerfasst am: 16.07.2006, 11:03 Nach oben

Tach
Elektron hat Folgendes geschrieben:
Atommafia hat Folgendes geschrieben:

und der wird in ein Endlager in Rußlands Einöde verbudelt.
Aus den Augen, aus dem Sinn.
Fertig


Wieviel Energie verbaucht den so eine produzierte kWh aus AKW im Endlager?
Das 10fache oder das 100fache oder noch mehr?

Gruß Elektron


die Castor-Behälter im Salz- Ton- Granit- gebirge ?
Die brauchen nichts , produzieren noch Abwärme die man ggfs geothermisch nutzen könnte Smile

Und die Bewachung kostet nichts im Vergleich zur Energiemenge die
man vorher rausgeholt hat.

Die gesellschaftlichen Auswirkungen jeder Erfindung kann man in vier Etappen aufteilen

1.Totale Begeisterung
2.Kritische Betrachtung
3.Normale Nutzung
4.Nutzung nur noch als Hobby weil technisch überholt


Bei Kernkraft beginnt zur Zeit die dritte Etappe


MfG
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Verfasst am: Nach oben

cephalotus
Moderator



Angemeldet: 06.04.2006
Beiträge: 1159
Wohnort: Niederbayern (PV-Anlage)

BeitragVerfasst am: 16.07.2006, 21:16 Nach oben

Über Kernenergie kann man natürlich lange diskutieren und sie hat zweifellos auch ihre Vorteile (in erster Linie keine CO2 Emisionen), aber dennoch empfehle ich jedem, sich mal eine Stunde Zeit zu nehmen, es sich vor dem PC gemütlich zu machen und sich mal diese kleine virtuelle Tour zu gönnen:

http://www.kiddofspeed.com/chernobyl-revisited/

Ich finde, das ist es einfach nicht wert.

Und warum viele Länder nach Reaktoren streben sollte auch nicht vergessen werden. Noch beschießen sie sich mit konventionellem Sprengstoff, meiner Ansicht nach ist das schlimm genug.

Die Menschheit ist aus meiner Sicht aus sehr vielen unterschiedlichen Gründen noch nicht bereit für Kernenergie.

_________________
24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp
cephalotus
Moderator



Angemeldet: 06.04.2006
Beiträge: 1159
Wohnort: Niederbayern (PV-Anlage)

BeitragVerfasst am: 16.07.2006, 21:22 Nach oben

Atommafia hat Folgendes geschrieben:


man wird sich an Kernkraft erinnern, viel Strom bei wenig
Müll, und der wird in ein Endlager in Rußlands Einöde verbudelt.
Aus den Augen, aus dem Sinn.


Und eines Tages fliegt uns das Strontium 90 dann halt als dreckige Bombe um die Ohren und beschert uns einen schnellen Tod. Wenn wir Glück haben.
Wenn wir Pech haben können wir dann noch dabei zusehen dürfen, wie sich unsere Kinder die Eingeweide aus dem Leib kotzen und haben noch Zeit, darüber nachdenken, wie schlau wir doch alle waren und wieviel Rendite wir erwirtschaftet hatten...

Geiz ist geil.

Ein bißchen überdramatisiert, aber meiner Ansicht nach sollte man schon darüber nachdenken, was man eigentlich will...

_________________
24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp
Solar_FV
Stammmitglied
Stammmitglied



Angemeldet: 20.02.2006
Beiträge: 110
Wohnort: Heroldsberg

BeitragVerfasst am: 17.07.2006, 07:14 Nach oben

Ähhh - Können wir wieder zum Thema ?? - Danke !

_________________
Mit freundlichen Grüssen
Frank Tiefel
---------------------------------------------------
Vertrieb und Beratung
Vertrieb von hochwertigen Markenmodulen
MarkusS
Stammmitglied
Stammmitglied



Angemeldet: 12.02.2006
Beiträge: 120
Wohnort: Wunstorf ( Niedersachsen )

BeitragVerfasst am: 17.07.2006, 11:22 Nach oben

Solar_FV hat Folgendes geschrieben:
Ähhh - Können wir wieder zum Thema ?? - Danke !


Guter Vorschlag !

Meine persönliche Meinung:

Der Strompreis wird weiterhin um ca. 5% je Jahr steigen, d.h von ca 17 Cent ( privater Endverbraucher ) 2006 auf ca. 45 Cent 2026.

Evtl. erhoffte Preisnachlässe durch den Wettbewerb usw. werden wie in der letzten Zeit üblich nicht an die Kunden weitergegeben.
( siehe Krankenkassenbeiträge, ich weiß, ich werde auch schon wieder Offtopic Wink )

Wenn aber dagegen die Preisentwicklung vom Gas betrachtet wird, werden wir wahrscheinlich alle bald nur noch mit Holz oder Strom heizen.....

Aber wie schon hier geschrieben steht, die (Welt)politik und globale Ereignisse wie z.B. Kriege, Vulkanausbrüche usw. werden in Zukunft die Energiepreise mehr bestimmen als die Stromkonzerne...

_________________
4,86 kWp 27 * Conergy E180P SMA 4200TL HC
http://www.sonnenertrag.eu/detail.php?pk=276
Atommafia
Forumsinventar
Forumsinventar



Angemeldet: 28.08.2005
Beiträge: 627

BeitragVerfasst am: 17.07.2006, 19:39 Nach oben

Tach

>Evtl. erhoffte Preisnachlässe durch den Wettbewerb usw. werden wie in der letzten Zeit üblich nicht an die Kunden weitergegeben.

und die PV-Hersteller machen auch nichts anderes
oder wo werden ruck-zuck Siliziumfabriken aus den Boden gestampft
Nur um den Preis kaputt zu machen und um dann mit mehr Umsatz weniger Gewinn zu machen ?
Alles betriebswirtschaftlicher Unsinn


MfG
pictoros
Fleißiges Mitglied
Fleißiges Mitglied


Info: Betreiber
Angemeldet: 01.06.2006
Beiträge: 476
Wohnort: Schwaben

BeitragVerfasst am: 20.07.2006, 00:35 Nach oben

Hmmm,

der Strompreis meiner 1999 in Betrieb genommen Wärmepumpe hat sich inzwischen fast verdoppelt. Lag er 1999 noch bei 12 Pfennig pro kwh, sind es heute 12 Cent. Mein Stromversorger (ein kleiner örtlicher) glänzt dabei aber mit enormen Unternemensgewinnen und hat inzwischen Rücklagen von etwa 3 Mio. Euro (nach Zeitungsinformationen). Das ganze ist inzwischen ien echter Witz...

pictoros
ReinholdK
Fleißiges Mitglied
Fleißiges Mitglied


Info: Betreiber
Angemeldet: 03.04.2006
Beiträge: 378
Wohnort: 93345 Niederbayern

BeitragVerfasst am: 30.07.2006, 12:15 Nach oben

Hallo,

ich habe meine Anlagengröße so gewählt, das sie jetzt das doppelte von dem an Strom erzeugt was ich selber verbrauche. Erhalte ich in 20 Jahren mehr Geld für meinen Spitzenlaststrom werde ich meinen Strom verkaufen, erhalte ich dagegen weniger als ich selber zahlen muß, wird die Anlage so umgeklemmt das ich zuerst den Strom selber nutze und nur den Überschuß einspeise. So einfach ist das. In 20 Jahren bezahle ich im Endeffekt für meinen Strom nichts mehr und das ist schön.

Solare Grüße und guten Ertrag

_________________
11,84 KWp Ausrichtung 250 ° West Neigung 42°
64 x Aleo 185
4x Fronius IG 30
Selbst aufgebaut
2005: 907 kWh/kWp 2006: 963 kWh/kWp 2007: 980 kWh/kWp
http://www.sonnenertrag.eu/detail.php?pk=576
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Vielschreiber
Vielschreiber



Angemeldet: 09.08.2006
Beiträge: 211
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 10.08.2006, 15:09 Nach oben

Irgendwann haben wir eine Situation wo die Elektrokonzerne einfach MEHR Energie brauchen werden als was produziert wird.

Das wird die Preise in die Höhe treiben, und zwar extrem. Wie heuer schon zu sehen war, als kurzzeitig Kohle und Kraftwerke runtergeschalten waren.

Ich vergleiche es zur Siliziumpreiserhöhung.

Meine Wette: in 2020 kostet die Energie hier von 30c bis 1EUR, je nachdem wo, und wir importieren 50% der Elektrizität. Industrie wandert dorthin, wo Energie noch vorhanden ist (also weniger Kosten)

PV ist 20-30% der Energiegewinnung; Familienhäuser haben alle selbsverständlich PV und Thermal, Städte haben riesen Versorgungsprobleme weil dort Solar und Wind schwieriger sind.

Beispiel: In Navarra (Spain), wird 60-70% der Energie aus EE (Wind, Wasser, Sonne) erzeugt. Schon heute. So sieht das aus in 2020 überall.

Gruss...

_________________
Christian Comes
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SANYO Component Europe- Solar Division
http://www.sanyo-solar.eu
Atommafia
Forumsinventar
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Angemeldet: 28.08.2005
Beiträge: 627

BeitragVerfasst am: 10.08.2006, 17:57 Nach oben

Tach

>PV ist 20-30% der Energiegewinnung; Familienhäuser haben alle selbsverständlich PV und Thermal, Städte haben riesen Versorgungsprobleme weil dort Solar und Wind schwieriger sind.



Aehm,man wird sich an die Stromerzeugung durch Atomkraft erinnern
ein paar KKWs bauen und gut ist es.
Und die 68er Bedenkenträgergeneration ist in Ruhestand bzw im Alzheimer-Altenheim und politisch nicht mehr relevant

auch bei Problemlösungen gibt es die Globalisierung und einen
deutscher Sonderweg wird einfach nicht mehr möglich sein


MfG
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Walter
Forumsinventar
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Info: Berater
Angemeldet: 20.01.2005
Beiträge: 2174
Wohnort: Regen

BeitragVerfasst am: 10.08.2006, 19:46 Nach oben

Atommafia hat Folgendes geschrieben:
Tach

>PV ist 20-30% der Energiegewinnung; Familienhäuser haben alle selbsverständlich PV und Thermal, Städte haben riesen Versorgungsprobleme weil dort Solar und Wind schwieriger sind.



Aehm,man wird sich an die Stromerzeugung durch Atomkraft erinnern
ein paar KKWs bauen und gut ist es.
Und die 68er Bedenkenträgergeneration ist in Ruhestand bzw im Alzheimer-Altenheim und politisch nicht mehr relevant

auch bei Problemlösungen gibt es die Globalisierung und einen
deutscher Sonderweg wird einfach nicht mehr möglich sein


MfG
MfG


Quatsch Wir sind am besten Weg uns von Kernkraft zu verabschieden. Im übrigen wohne ich ca. 100 km von Temelin entfernt. Ich weiss ja nicht ob Ihr schon mal was von Temelin gehört. vor wenigen tagen hatten die die 97ste Panne seit Temelin ans Netz ging. Dieses Wissen ist nicht gerade angenehm, wenn man bedenkt dass es mich mein bescheidenes Leben kosten kann.
Was wir brauchen ist keine neue Energie sondern etwas Geduld. Unser Bäumchen der ökologischen Energiegewinnung ist gerade mal wenige Jahre alt, und soll unsere Fehler der letzten 40 Jahre ausbügeln. So was klappt in der Regel nicht. Warten wir noch 10 Jahre und wir werden das Ganze aus einer ganz anderen Perspektive sehen. Bis dahin wird nicht nur das Null Energie Haus normal sein, bis dahin wird es Häuser geben die einen positiven Energiehaushalt vorweisen. Wir sind auf dem Weg zum Umdenken, aber von Heut auf Morgen wird dies nicht funktionieren.

_________________
Gruss Walter ( Lothar Beer )
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Novak Dimon
Vielschreiber
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Angemeldet: 18.02.2006
Beiträge: 234
Wohnort: Jever

BeitragVerfasst am: 10.08.2006, 20:00 Nach oben

Ja, ich denke auch daß wir auf dem Weg weg von der Atomkraft sind... ABER: bis dahin ist es noch ein langer Weg und solange wir ihn gehen brauchen wir die Atomkraft. Meiner Meinung nach ist sie die optimale Form der Energiegewinnung in unserer heutigen Zeit, vorausgesetzt es wird nicht an der Sicherheit gespart. Anders können wir unseren Energiebedarf derzeit nicht decken, wenn wir nicht die Atmosphäre mit CO2 weiter vergiften wollen.
Selbstverständlich gibt es da das Müllproblem, aber wenn das Zeug schön tief in Salzstöcke gepackt wird und das ganze vernünftig abgeschlossen wird sollte das niemanden mehr stören. Die größte Gefahr sind da meiner Meinung die bekloppten Atomkraftgegner die die Transporte regelmäßig stören und gefährden. Evil or Very Mad
Wenn die Castoren strahlen ist es doch besser die Dinger so schnell wie möglich von A nach B zu schaffen und nicht ständig irgendwo zu parken. Von den armen Polizisten die da zum Schutz ihre Birne hinhalten müssen ganz zu schweigen.
Allen, die da demonstrieren sollte man den Strom abschalten, damit die mal wieder aufwachen! Mad
Es heißt wachsam bleiben und den Kurs halten, dann werden wir es noch erleben daß wir ohne AKW und Kohle auskommen... Very Happy
Willkommen im Wasserstoffzeitalter heißt es dann. Idea

Gruß
Christian

_________________
5,49kWp, 30x Sharp NU183E1 mit Fronius IG60HV und Datalogger-easy-Box, Neigung 15°, Ausrichtung 146°
Du fragst wer ich bin? Ich bin Novak, der Wanderer...
Walter
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Angemeldet: 20.01.2005
Beiträge: 2174
Wohnort: Regen

BeitragVerfasst am: 11.08.2006, 08:36 Nach oben

Ich denke nicht dass Wasserstoff die ganz große Rolle spielen wird. Ich denke übergangsweise werden wir auf Biogase und ähnliche Produkte zurückgreifen. Schon jetzt gibt es in bayern 1600 Biogasanlagen und es soll für solche Projekte noch bessere Förderung geben. Wasserstoff ist eigentlich viel zu teuer. Viel teurer als Erdöl.
Wir sollten in dieser Situation die Schweden beobachten. Die wollen sich innerhalb von 10 Jahren von ÖL und KKW's verabschieden. Lasst uns nicht immer die alten Zöpfe neu flechten. Es gibt gute Alternativen, glaubts mir. Laughing

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cephalotus
Moderator



Angemeldet: 06.04.2006
Beiträge: 1159
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BeitragVerfasst am: 11.08.2006, 17:47 Nach oben

Walter hat Folgendes geschrieben:
Ich denke nicht dass Wasserstoff die ganz große Rolle spielen wird. Ich denke übergangsweise werden wir auf Biogase und ähnliche Produkte zurückgreifen. Schon jetzt gibt es in bayern 1600 Biogasanlagen und es soll für solche Projekte noch bessere Förderung geben. Wasserstoff ist eigentlich viel zu teuer. Viel teurer als Erdöl.
Wir sollten in dieser Situation die Schweden beobachten. Die wollen sich innerhalb von 10 Jahren von ÖL und KKW's verabschieden. Lasst uns nicht immer die alten Zöpfe neu flechten. Es gibt gute Alternativen, glaubts mir. :lol:


In Schweden ist das ja auch kein Problem, die haben ein enormes Potential an Wasserkraft.
Fragt sich nur, mit welchen Autos die dann fahren wollen.

In Deutschland stehen uns solch einfache Lösungen nicht zur Verfügung.

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Angemeldet: 18.02.2006
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BeitragVerfasst am: 11.08.2006, 18:00 Nach oben

Ich könnte mir folgendes Szenario vorstellen:
Große Windfarmen, Solarkrafwerke und Gezeitenkraftwerke produzieren Strom zur Wasserstoff-Herstellung also Speicherung. Dieser wird dann in Brennstoffzellen verwendet oder z.B. in Autos direkt verbrannt.
Daneben wird sicher Biogas und Wasserkraft einen nicht unwesentlichen Anteil an der Energieversorgung haben.
Warum denke ich so? Gerade Wind und Sonne stehen in den meisten Fällen nicht beliebig zur Verfügung. Wenn man "Pech" hat ist gerade Flaute wenn man gerade massig Strom braucht, oder es wird zu "ungünstigen" Zeiten massenweise hergestellt. Da scheint mir Wasserstoff der richtige Träger zu sein um die Energie zu speichern. Gerade in Offshore-Windfarmen würde das sich ja geradezu aufdrängen Wink.

Christian

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