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lak310
Öfters hier

Angemeldet: 28.02.2008
Beiträge: 23
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Verfasst am:
30.08.2008, 15:51 |
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Hallo,
reicht es bei der WR Dimensionierung eine maximale Modultemperatur von 75°C anzunehmen? Bekomme irgendwie Angst das die Stringspannung nicht ausreicht und ein WR nicht mehr ans Netz kommt. |
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Verfasst am:
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Retrerni
Forumsinventar

Angemeldet: 09.11.2007
Beiträge: 1210
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Verfasst am:
30.08.2008, 18:13 |
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Hi lak,
pauschal lässt sich Deine Frage nicht beantworten, aber wenn bei der Auswahl des Montagesystems auf ausreichende Hinterlüftung (sprich ausreichender Abstand der Module vom Dach ohne irgendwelche Hindernisse in der Vertikalen) sollte das für Deutschland reichen.
Was die Dimensionierung an der unteren MPP-Grenze des WR betrifft muss hier nicht nur die Modultemperatur sondern auch die Netzspannung berücksichtigt werden. Letztere wird vor allem von einem zu geringen und/oder zu langem Kabel(querschnitt) auf der AC-Seite negativ beeinflusst.
Ciao
Retrerni |
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steve65
Stammmitglied


Angemeldet: 05.06.2006
Beiträge: 65
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Verfasst am:
31.08.2008, 13:41 |
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| Retrerni hat Folgendes geschrieben: |
Was die Dimensionierung an der unteren MPP-Grenze des WR betrifft muss hier nicht nur die Modultemperatur sondern auch die Netzspannung berücksichtigt werden.
Ciao
Retrerni |
Hi
das ist zwar richtig, aber in die Trickkiste greifen zum Glück die wenigsten Hersteller. Es gibt Geräte die können die angegebene unterste MPP Spannung bis zur Netzüberspannung von 264 V mit Nennleistung. Dann gibt es noch Geräte mit Hochsetzsteller, die haben mit der Netzspannung gar kein Problem, jedoch unter Umständen eine Strombegrenzung auf der DC Seite, sprich sie können zwar eine tiefere DC Spannung noch Tracken, aber keine Nennleistung da die Strombegrenzung zuschlägt.
Gruß
Steve |
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Retrerni
Forumsinventar

Angemeldet: 09.11.2007
Beiträge: 1210
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Verfasst am:
31.08.2008, 15:53 |
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| steve65 hat Folgendes geschrieben: |
| Es gibt Geräte die können die angegebene unterste MPP Spannung bis zur Netzüberspannung von 264 V mit Nennleistung. |
Hi Steve,
also ich würde mal sagen, dass alle (einstufigen) Geräte mit Tiefsetzsteller typischerweise mit minimaler MPP-Spannung von 350 V (und nicht fast 400 V) angegeben sind, welche bei 264 V ac nicht mehr angefahren werden kann, da die WR sonst zwangsweise in umgekehrter Richtung arbeiten würden. Dafür kommen sie bei niedrigerer Netzspannung mit ihrer MPP-Spannung weiter herunter.
Ciao
Retrerni |
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steve65
Stammmitglied


Angemeldet: 05.06.2006
Beiträge: 65
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Verfasst am:
31.08.2008, 17:21 |
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Hm, meinst Du wirklich, 375 V sind dafür nötig um einen Sinusstrom noch treiben zu können. Für Deutschland gilt ja 253V als maximale AC Spannung, damit sind es dann 357V DC die Mindestens nötig sind um den Sinusstrom treiben zu können. Ist so was im Datenblatt der Geräte angegeben die tiefer als diese rund 360V DC können?
Nur so am Rande, sogenannte einstufige Geräte haben keinen Tiefsetzsteller, sondern nur eine AC Brücke. Mit Tiefsetzsteller wären sie ja wieder 2 Stufig, das macht keinen Sinn.
Gruß
Steve |
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Retrerni
Forumsinventar

Angemeldet: 09.11.2007
Beiträge: 1210
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Verfasst am:
31.08.2008, 18:28 |
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| steve65 hat Folgendes geschrieben: |
| Hm, meinst Du wirklich, 375 V sind dafür nötig um einen Sinusstrom noch treiben zu können. Für Deutschland gilt ja 253V als maximale AC Spannung, damit sind es dann 357V DC die Mindestens nötig sind um den Sinusstrom treiben zu können. |
Yupp, definitiv. Das gibt einen ganz üblen Drosselstrom (da er sich im Scheitel kurz umdreht da eine IGBT-Vollbrücke ja immer Freilaufdioden hat, die dann als normaler Brückengleichrichter wirkt) und die Sinusdrossel fängt das Pfeifen und Quietschen an.
| Zitat: |
| Ist so was im Datenblatt der Geräte angegeben die tiefer als diese rund 360V DC können? |
Nein. Bei trafolosen Geräten wie z.B. Sunways oder Kaco sehe ich sowas nicht. Und auch bei Herstellern von Trafo-WR sehe ich eine derartige Angabe nicht (Diehl, SMA, ...) Hier tritt das gleiche Phänomen auf, auch wenn der Trafo noch für eine weitere Anpassung der Spannung sorgt und sie theoretisch 4-Quadranten-fähig sein sollten.
| Zitat: |
Nur so am Rande, sogenannte einstufige Geräte haben keinen Tiefsetzsteller, sondern nur eine AC Brücke. Mit Tiefsetzsteller wären sie ja wieder 2 Stufig, das macht keinen Sinn.
Gruß
Steve |
Natürlich geht es - wie von mir ja gesagt - um einstufige Topologieen. Hier fällt die Differenzspannung zwischen AC und DC-Seite über der Drossel ab und ist u.A. für den geringeren Wirkungsgrad bei steigender MPP-Spannung verantwortlich. Effektiv verhält es sich - und lässt sich auch so berechnen - wie ein Tiefsetzsteller, nur das er halt in Funktionseinheit mit der AC-PWM- bzw. Sinuserzeugung steckt.
Ciao
Retrerni |
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SolAce
Fleißiges Mitglied


Info: Betreiber
Angemeldet: 09.10.2007
Beiträge: 394
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Verfasst am:
31.08.2008, 18:47 |
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Ich bin beeindruckt über euer Fachwissen und verstehe nur noch Bahnhof Toll, dass es solche Kompetenzen hier im Forum gibt. Aber btw:
Hat das noch irgendetwas mit der ursprünglichen Fragestellung zu tun?
Wenn ja, könntet ihr das bitte einem normalsterblichen Erdenbürger rüberbringen?
| lak310 hat Folgendes geschrieben: |
Hallo,
reicht es bei der WR Dimensionierung eine maximale Modultemperatur von 75°C anzunehmen? Bekomme irgendwie Angst das die Stringspannung nicht ausreicht und ein WR nicht mehr ans Netz kommt. |
Gruß
SolAce |
_________________ 10,08 kWp mit 56 Aleo S_16 180W
1 x SMA 5000 TL 1x SMA 4200 TL
Dachneigung 33° bei 180 Grad Südausrichtung
http://www.photovoltaik-websuche.de/
http://www.solarlog-home.de/high-light/
http://www.sonnenertrag.eu/detail.php?pk=2021 |
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Retrerni
Forumsinventar

Angemeldet: 09.11.2007
Beiträge: 1210
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Verfasst am:
31.08.2008, 18:56 |
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Hi SolAce,
die Frage habe ich versucht, in meinem ersten Beitrag in diesem Thread soweit im Rahmen der bisher getätigten Angaben (Standort und somit max. Umgebungstemperatur und Einstrahlung) fehlen, zudem ist das Montagesystem und -art nicht angegeben. Somit kann man nicht abschätzen, welche Modultemperaturen in seinem Fall auftreten und somit keine Aussage treffen, ob 75°C ok sind oder nicht.
@lak
Was Deine Angst um die minimale MPP-Spannung betrifft ist sie weitgehend unbegründet, denn 5 °C hin oder her verhindern kein Zuschalten. Es führt nur zu eher geringen Verlusten, da der WR nicht mehr den perfekten MPP-Spannungspunkt anfahren kann sondern einen etwas höheren wählt.
@steve
Bitte denke daran, dass die WR-Hersteller alle Datenblattangaben bei 230 V ac machen...
Ciao
Retrerni |
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steve65
Stammmitglied


Angemeldet: 05.06.2006
Beiträge: 65
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Verfasst am:
31.08.2008, 19:09 |
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Hm, das der Strom übel wird weiß ich, aber gehen die Geräte auch wirklich tiefer, oder steht das nur auf dem Papier, oder gehen sie nur Netzspannungsabhängig tiefer? Das ist ja nur eine Sache der Regelung.
Bei einstufigen Topologien würde ich dann nicht von einem Tiefsetzsteller sprechen. Die AC Stufe mit einer PWM ist kein Tiefsetzsteller, auch wenn sie so ein ähnliches Verhalten hat. Bei der Mindestspannung ist der Modulationgrad maximal, sonst werden die Pulse eben schmaler, ähnlich wie bei einem Tiefsetzsteller. Die AC Stufe kann allerdings auch sein wie ein Hochsetzsteller, dann ist sie aber im 2. Quadranten, was bei Photovoltaikwechselrichern nicht vorkommt, außer es möchte im Winter jemand die Module heizen .
@Retrerni leider sind die Datenangaben nicht genormt, daher gibt es schon mal Unterschiede.
@SolAce keine Sorge ist die Solargenerator Spannung an heißen Tagen zu niedrig geht der Wechselrichter notgedrungen aus dem MPP raus, aber er läuft weiter mit seiner minimalsten Spannung mit der er noch arbeiten kann.
Edit: die Arbeitsspannung ist eh um Faktor 0,9 bis 0,8 tiefer als die Leerlaufspannung, daher sollte die Einschaltspannung immer erreicht werden, ausser bei einer völligen Fehlanpassung.
Gruß
Steve |
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SolAce
Fleißiges Mitglied


Info: Betreiber
Angemeldet: 09.10.2007
Beiträge: 394
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Verfasst am:
31.08.2008, 19:17 |
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Retrerni
Forumsinventar

Angemeldet: 09.11.2007
Beiträge: 1210
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Verfasst am:
31.08.2008, 19:38 |
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| steve65 hat Folgendes geschrieben: |
| Hm, das der Strom übel wird weiß ich, aber gehen die Geräte auch wirklich tiefer, oder steht das nur auf dem Papier, oder gehen sie nur Netzspannungsabhängig tiefer? Das ist ja nur eine Sache der Regelung. |
Also bei 230 V kann man bis fast 345 V hinunter gehen, tiefer geht es (bei normalem Strom) erst bei geringerer Netzspannung.
| Zitat: |
Bei einstufigen Topologien würde ich dann nicht von einem Tiefsetzsteller sprechen. Die AC Stufe mit einer PWM ist kein Tiefsetzsteller, auch wenn sie so ein ähnliches Verhalten hat. Bei der Mindestspannung ist der Modulationgrad maximal, sonst werden die Pulse eben schmaler, ähnlich wie bei einem Tiefsetzsteller. Die AC Stufe kann allerdings auch sein wie ein Hochsetzsteller, dann ist sie aber im 2. Quadranten, was bei Photovoltaikwechselrichern nicht vorkommt, außer es möchte im Winter jemand die Module heizen . |
Genau den Bereich der MPP oberhalb der Mindestspannung meinte ich. Und für letzteres hatte doch irgendjemand ein Patent angemeldet
| Zitat: |
| Edit: die Arbeitsspannung ist eh um Faktor 0,9 bis 0,8 tiefer als die Leerlaufspannung, daher sollte die Einschaltspannung immer erreicht werden, ausser bei einer völligen Fehlanpassung. |
Nun, ich würde eher sagen 0,8 bis 0,7, denn derzeit hat praktisch kein Modul einen Füllfaktor von 80%.
Ciao
Retrerni |
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lak310
Öfters hier

Angemeldet: 28.02.2008
Beiträge: 23
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Verfasst am:
31.08.2008, 20:29 |
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Danke für eure Antworten  |
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