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Kollektor
Moderator

Info: Betreiber
Angemeldet: 31.08.2005
Beiträge: 1761
Wohnort: Südliche Weinstraße
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Verfasst am:
29.05.2006, 23:18 |
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Bei Computerchips, Reifen, Grundstücken und selbst beim Rapsöl funktioniert der Markt modellhaft. Nur bei PV-Anlagen scheint er nicht zu funktionieren weil manche Leute einfach bereit sind für sie völlig unwirtschaftliche Preise zu bezahlen. Diejenigen die nicht dazu bereit sind, bekommen halt keine. Unter dem Strich fahren sie dennoch oft besser. Das kann nicht der Sinn des EEG sein. Wir müssen weg von den fossilen Brennstoffen. Aber wenigstens kostendeckend sollte es für die Betreiber schon sein und dann würden die Hersteller immer noch genügend Anreize haben zu produzieren. Das jetzige EEG ist eine Profitversicherung für die Hersteller und keine Umweltförderung mehr. Eine profane Hausdämmung bringt bei gleichen Kosten mehr für die Umwelt und auch mehr für für den Hausbesitzer als eine PV-Anlage.
Die ökologische Bilanz für Solarmodule ist positiv. Bringt die benötigte Energie für die Herstellung schon nach wenigen Jahren zurück. Aber die ökologische Bilanz einer Hausdämmung oder eine thermische Solaranlage ist noch besser. Und gerade bei Förderungen muss der Staat auf Effizienz achten.
Auf jeden Fall sind die Hersteller von Solarmodulen selbst schuld wenn das EEG in dieser Hinsicht geändert wird.
Übrigens bleibt bei Verschiebung der Prioritäten auch mehr Geld in der eigenen Volkswirtschaft... |
_________________ Sonnige Grüße
Kollektor |
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Verfasst am:
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Dr. John Zoidberg
Neu hier

Angemeldet: 29.05.2006
Beiträge: 4
Wohnort: München
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Verfasst am:
29.05.2006, 23:43 |
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In der letzten Zeit ist gerade der Aktienmarkt im Bereich Solartechnik stark in Bewegung geraten. Es werden neue Produktionsstätten gebaut, neue Arbeitsfelder aufgetan. Das alles kostet erst einmal Geld. Jedoch werden durch die unterstützende Finanzierung des Staates die Solarenergie attraktiv gemacht. Der Markt verlangt plötzlich mehr Solarzellen. Der Rohstoff Reinstsilizium bleibt jedoch beim gleichen Preis bestehen. Das sogenannte Abfallsilizium aus den großen Chip-Fabs wird durch die erhöhte Produktion von Solarzellen nun auch knapper und damit teurer. Deshalb bleibe ich vorerst bei meiner Meinung, das die Herstellung von Solarzellen nicht wesentlich vergünstigt werden kann. |
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Walter
Forumsinventar


Info: Berater
Angemeldet: 20.01.2005
Beiträge: 2107
Wohnort: Regen
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Verfasst am:
13.06.2006, 11:48 |
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| Dr. John Zoidberg hat Folgendes geschrieben: |
| In der letzten Zeit ist gerade der Aktienmarkt im Bereich Solartechnik stark in Bewegung geraten. Es werden neue Produktionsstätten gebaut, neue Arbeitsfelder aufgetan. Das alles kostet erst einmal Geld. Jedoch werden durch die unterstützende Finanzierung des Staates die Solarenergie attraktiv gemacht. Der Markt verlangt plötzlich mehr Solarzellen. Der Rohstoff Reinstsilizium bleibt jedoch beim gleichen Preis bestehen. Das Sogenannte Abfallsilizium aus den großen Chip-Fabs wird durch die erhöhte Produktion von Solarzellen nun auch knapper und damit teurer. Deshalb bleibe ich vorerst bei meiner Meinung, das die Herstellung von Solarzellen nicht wesentlich vergünstigt werden kann. |
Ist ein logischer Vorgang. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Ich bin der festen Überzeugung dass Die Vergütung früher oder später wieder angehoben wird.
Ist halt ne Frage wann die Neuanschaffungen von PV - Anlagen unter den geplanten Wert fallen.
Solange wir immer noch im Soll sind besteht seitens der Regierung natürlich kein Handlungsbedarf.
Enttäuscht bin ich eigentlich von den Dünnschichtzellen. Ich vermutete eigentlich dass der Konkurenzdruck wesentlich höher wäre. Aber das Preis Leistungsverhältnis ist wohl noch weit vom Soll entfernt.
Somit müssen wir auf nächstes Jahr warten |
_________________ Gruss Walter ( Lothar Beer )
Versuche nie andere, sondern dich selbst zu übertreffen.
Der Solarlog Shop auf www.solarlog.sonnenertrag.de
www.sonnenertrag.de --- das Info und Ertragsportal
www.sonnenertrag.eu --- unsere internationale Datenbank |
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AJ
Stammmitglied

Angemeldet: 04.04.2006
Beiträge: 51
Wohnort: oberfranken
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Verfasst am:
19.06.2006, 11:32 |
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Solarworld hat heute angekündigt ihre Preise für komplett Anlagen nächstes Jahr zu senken.
Also bitte geht doch !!!!!!!!!!!!!!!!! |
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MatthiasM.
Vielschreiber


Angemeldet: 23.06.2005
Beiträge: 214
Wohnort: Niederbayern
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Verfasst am:
19.06.2006, 14:08 |
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| Walter hat Folgendes geschrieben: |
| Ich bin der festen Überzeugung dass Die Vergütung früher oder später wieder angehoben wird. |
Meinst du die Einspeisevergütung? Puh, kann mir eigentlich nicht vor-
stellen, dass die noch mal steigen könnte. Solarstrom wird doch sowieso
ehrlich gesagt übervergütet. |
_________________ 8,55 kwp SANYO HIT 190 BE 3
27 x KACO PVI 4000 i -- 18 x KACO PVI 3500 i
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"Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt." (Einstein) |
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Kollektor
Moderator

Info: Betreiber
Angemeldet: 31.08.2005
Beiträge: 1761
Wohnort: Südliche Weinstraße
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Verfasst am:
19.06.2006, 21:24 |
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Das war nur der Anfang. Die Hersteller verdienen sich derzeit dumm und dämlich und der Betreiber hat Probleme überhaupt eine schwarze Null innerhalb 20 Jahren zu schreiben.
Die SolarWorld AG (ISIN: DE0005108401) bringt die Wettbewerbsfähigkeit von Solarstrom weiter voran. Ab dem kommenden Jahr werden solare Komplettsysteme des führenden Herstellers von qualitativ hochwertiger Solarstromtechnologie zu einem Preis angeboten werden, der die Konkurrenzfähigkeit gegenüber konventionellem Strom weiter verbessert. "Wir bieten unseren Kunden aus dem Groß- und Fachhandel für 2007 Komplettsysteme zu Konditionen an, die es ihnen ermöglicht, an Endverbraucher zu einem Preis zu verkaufen, der sich deutlich unterhalb von derzeit im Markt zu beobachtenden Preisen befindet", erklärt Dipl.-Wirtschaftsingenieur Frank Henn, Vorstand Vertrieb der SolarWorld AG. Die unverbindliche Endkundenpreisempfehlung beträgt für eine mittelgroße Standardanlage mit einer Leistung von 4 kW netto 4.600 Euro je Kilowatt (kW) Spitzenleistung zuzüglich Montage. Im Markt sind aktuell deutlich höhere Preise zu beobachten.
Vielleicht gibt es für uns Betreiber doch noch eine zweite Chance für neue rentable Investitionen.
Eine Erhöhung der Einspeisevergütung kann ich mir nicht vorstellen. Ein solcher Schritt würde von den Herstellern nur ausgenutzt um die Preise zu halten. |
_________________ Sonnige Grüße
Kollektor |
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cephalotus
Moderator

Angemeldet: 06.04.2006
Beiträge: 1136
Wohnort: Niederbayern (PV-Anlage)
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Verfasst am:
19.06.2006, 23:34 |
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| Kollektor hat Folgendes geschrieben: |
| ...Die unverbindliche Endkundenpreisempfehlung beträgt für eine mittelgroße Standardanlage mit einer Leistung von 4 kW netto 4.600 Euro je Kilowatt (kW) Spitzenleistung zuzüglich Montage. Im Markt sind aktuell deutlich höhere Preise zu beobachten.... |
Also so wahnsinnig billig finde ich das jetzt nicht gerade. Nächstes Jahr gibt es 49(?) cent/kWh. Vielleicht liegt ja der Marktpreis dann nochmal deutlich unterhalb des UVPs.
| Zitat: |
| Vielleicht gibt es für uns Betreiber doch noch eine zweite Chance für neue rentable Investitionen. :D |
Aus meiner Sicht wurde die Photovoltaik 2004 überfördert. Vielleicht hat man die eher dürftigen Erträge aus dem 1000 Dächer Programm als Berechnungsgrundlage genommen oder man wollte wirklich eine Initalzündung schaffen?
Ich denke nicht, dass es das Ziel des EEG sein kann, dass die Leute damit reich werden bzw. Ihren Ruhestand mit 100% Fremdkapital finanzieren (2004 war das ja möglich, wenn man sich getraut hat), sondern es soll Photovoltaikanlagen soweit fördern, dass man als betreiber zumindest nicht drauf zahlt.
So sehe ich das.
Solange die Deckungsraten noch gering sind und fast alle Hausdächer noch ohne PV Anlage sind halte ich private Kleinanlagen auch für ökologisch sinnvoller, als über das EEG Riesenprojekte zu fördern, die -ausschließlich- der Gewinnmaximierung des Kraftwerksbetreibers dienen.
Im Moment ist Photovoltaik noch weit davon entfernt, volkswirtschaftlich Sinn zu machen (zumindest wenn man nur die reinen Stromgestehungspreise betrachtet), aber das war ja bei Wind auch mal so und war bei Atomkraftwerken vermutlich immer so...
Das EEG soll bzgl. PV Vergütung die Entwicklung neuer Technologien ankurbeln, den Standort Deutschland fördern und nicht gesicherte Traumrenditen für einige wenige Unternehmer liefern.
Ich weiß, dass ich da natürlich komplett von Deiner Meinung abweiche, aber mir scheint, dass das der Gesetzgeber recht ähnlich wie ich sieht (daher auch Mindervergütung für Freiflächenanlagen und Anlagen nach Leistung gestaffelte Vergütungssätze)
| Zitat: |
| Eine Erhöhung der Einspeisevergütung kann ich mir nicht vorstellen. |
Ich auch nicht.
| Zitat: |
| Ein solcher Schritt würde von den Herstellern nur ausgenutzt um die Preise zu halten. |
Natürlich. Andererseits möchte man aber doch gerade, dass die Hersteller in PV Großproduktion investieren und das machen die ganz gewiss nicht, wenn sich damit keine Gewinne erzielen lassen.
Der Preis der Module wird sich aber leider keineswegs nur am Vergütungssatz des EEGs in Deutschland messen, sondern daran, zu welchen Prisen die Module verkauft werden können. Und zwar weltweit. Sobald PV in Spanien rentabler ist als in Deutschland und sich dort entsprechende Investoren finden (ich zweifle nicht daran, sie auch Windenergie), dann werden die Module eben nach Spanien verkauft, egal ob die Anlagenbauer in Deutschland dann noch eine Rendite erwirtschaften können oder nicht.
In diesem Falle hätte dann das EEG bzgl PV. möglicherweise(!) langfristig versagt.
Aber das ist ja alles Zukunftsmusik.
Nächstes Jahr sinken die Vergütungssätze um 5%, wenn die Anlagenpreise dann ebenfalls um 5% sinken und es weiterhin genügend Nachfrage gibt, dann bleibt eh alles wie schon 2005 gewohnt...
2005 scheint es sich wohl für "Investoren" mit Renditewünschen im zweistelligen Prozentbereich nicht mehr gut zu rechnen, für Häuslebesitzer ohne übermäßige Gewinnerzielungsabsichten und auch mit ökologischem Hintergedanken halte ich PV nach wie vor für sehr attraktiv.
mfg |
_________________ 24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp |
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Kollektor
Moderator

Info: Betreiber
Angemeldet: 31.08.2005
Beiträge: 1761
Wohnort: Südliche Weinstraße
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Verfasst am:
01.07.2006, 14:14 |
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Die Stellungnahme des Solarenergie-Förderverein Deutschland spricht mir aus dem Mund, ich hätte die Formulierung nie selbst so treffend machen können.
Gewinnbringende Vergütung ist erforderlich
Im schwarz-roten Koalitionsvertrag ist eine Überprüfung des
Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) bezüglich der "wirtschaftlichen
Effizienz der einzelnen Vergütungen" bis 2007 vorgesehen.
Der Solarenergie-Förderverein Deutschland, auf dessen Idee der
kostendeckenden Vergütung das EEG in seiner Grundstruktur aufbaut, sieht
eine solche Überprüfung als dringend erforderlich an. Gesetze dürfen nicht
zum Selbstzweck werden, sondern haben sich an der Realität auszurichten. Die
Realitäten aber haben sich geändert. Zur energiepolitischen Realität zählen
inzwischen einige Erkenntnisse, die bei der Formulierung der jetzigen
Fassung des EEG noch nicht Allgemeingut waren. Dazu gehört insbesondere die
Erkenntnis, dass die weitere Nutzung der konventionellen Energien nicht nur
zu ungeahnten Klimaschäden führt, sondern dass das Ende des Erdgases und das
Ende des Erdöls und die sich daraus ergebenden Gefahren für den Weltfrieden
bereits jetzt sichtbar sind. Dazu drei Beispiele: In der Ukraine gibt es
Massenproteste wegen der Verdoppelung der Gaspreise. Der Iran droht
öffentlich die Vernichtung des Staates Israel und seiner Bürger an und fühlt
sich dennoch vor internationalen Repressionen sicher, weil weltweit niemand
auf das iranische Erdöl verzichten will. Bundesverteidigungsminister Jung
fordert, die Bundeswehr solle sich an der Sicherung der Energieversorgung
beteiligen.
Eine der vordringlichsten Aufgaben deutscher Politik muss es angesichts
dieser Weltlage sein, so rasch wie möglich und so weit wie möglich
unabhängig von ausländischen Energielieferungen zu werden - ohne dabei die
Klimakatastrophe weiter anzuheizen. Das bedeutet einen energischen Ausbau
aller Erneuerbaren Energien, ein Crash-Vermeidungsprogramm, bei dem andere
Regeln gelten dürfen als im Wirtschaftsleben üblich. Das betrifft
insbesondere die Kosten des Programms. Diese dürfen nicht mehr rückwärts
gewandt im Vergleich mit den bisherigen Kosten der konventionellen
Energieversorgung beurteilt werden. Angebracht ist vielmehr ein Vergleich
mit den überhaupt nicht abschätzbaren immensen Kosten bei der sogenannten
Verteidigung der Energie-Nachschublinien oder bei der Beseitigung sozialer
Verwerfungen, wenn der Import von Energie plötzlich um das Mehrfache teurer
wird.
Der im Koalitionsvertrag verwendete Begriff "wirtschaftliche Effizienz der
einzelnen Vergütungen" muss deshalb anders ausgelegt werden als das früher
üblich war. Wirtschaftliche Effizienz bedeutet nicht mehr, dass die Ziele
des EEG mit möglichst geringen Kosten gerade so eben erfüllt werden.
Allzuleicht wird übersehen, dass es sich bei den EEG-Zielen um eine nach
oben offene Zielvorgabe handelt. Aus gutem Grund fordert Paragraph 1 des
EEG, das Gesetz solle dazu beitragen, den Anteil Erneuerbarer Energien an
der Stromversorgung bis zum Jahr 2010 auf MINDESTENS 12,5 Prozent und bis
zum Jahr 2020 auf MINDESTENS 20 Prozent zu erhöhen. Das Wort "mindestens"
wird leicht überlesen. Es gibt den Entscheidungsträgern die Freiheit,
entsprechend den wirtschafts- und energiepolitischen Notwendigkeiten zu
reagieren.
Das Ausbautempo, welches die Erneuerbaren Energien im Strombereich seit dem
Jahr 2002 vorgelegt haben, zeigt, dass ein erheblich höheres Wachstum
möglich ist als zur Erreichung der Mindestziele notwendig, wenn die
Einspeisevergütung ausreichend hoch angesetzt wird. Es zeigt, dass erheblich
höhere Ausbauziele erreicht werden können als die Mindestziele. Das aber ist
auch dringend notwendig, denn bei der Sicherung unserer politischen und
wirtschaftlichen Unabhängigkeit brauchen wir höchstmögliche Effizienz.
Höhere Einspeisevergütungen haben eine höhere wirtschaftliche Effizienz,
aber sie werden dennoch abgelehnt. Sie würden zu "Gewinnmitnahmen" führen,
heißt es, und sogar die Freunde der Erneuerbaren Energien zucken angesichts
dieses Vorwurfs zurück. Über Gewinne zu sprechen, ist hier noch immer ein
Tabu. Dabei ist der Vorwurf der Gewinnmitnahme eigentlich absurd. Das EEG
arbeitet mit Gewinnanreizen und berücksichtigt damit eine der mächtigsten
Triebfedern des wirtschaftlichen Handelns. Deshalb ist das EEG ja auch so
erfolgreich. Wenn Gewinne als Anreiz gedacht sind, ist ihre "Mitnahme" aber
eine Selbstverständlichkeit! Und überall im Wirtschaftsleben sonst wird der
Einsatz von Kapital durch die Aussicht auf Gewinne gesteuert.
Derzeit werden die höchsten Gewinne allerdings nicht bei den Erneuerbaren
Energien, sondern in der konventionellen Energiewirtschaft erzielt. Der
Verbraucher finanziert derzeit die Milliardengewinne der Energiekonzerne.
Richtiger Weise sollte er stattdessen den Ausbau der Erneuerbaren Energien
finanzieren. Wenn Deutschland wirklich von den konventionellen Energien
unabhängig werden will, dann müssen die Kapitalströme endlich zu den
Erneuerbaren Energien umgelenkt werden. Dazu brauchen wir gewinnbringende
Einspeisevergütungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz. Mehr ist nicht
erforderlich!
Quelle: www.sfv.de |
_________________ Sonnige Grüße
Kollektor |
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Spornrad
Stammmitglied


Angemeldet: 26.07.2006
Beiträge: 68
Wohnort: Kördorf
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Verfasst am:
06.08.2006, 14:37 |
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Richtig, Aktien werden oft gefühlsmäßig bewertet. Ist eine Aktie am Steigen kaufen viele, was den Preis noch weiter steigert und noch mehr Leute kaufen. Kommt dann ein Problem verkaufen viele und der Preis geht in den Keller. Die Blase ist geplatzt. |
_________________ Anlage 1: 3,2 kWp - 16 Total TE2000 - SMA SB3000
Anlage 2: 3,2 kWp - 16 Total TE2000 - SMA SB3000
Monitor: Solarlog 400 - im Netz seit Dez. 2005 |
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frisco
Fleißiges Mitglied


Info: Betreiber
Angemeldet: 18.08.2006
Beiträge: 374
Wohnort: bei Miltenberg
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Verfasst am:
21.08.2006, 14:36 |
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Kann man ausschliessen dass der Bestandsschutz für die Vergütung ausgehebelt werden könnte?
Gruss
Frisco |
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Kollektor
Moderator

Info: Betreiber
Angemeldet: 31.08.2005
Beiträge: 1761
Wohnort: Südliche Weinstraße
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Verfasst am:
21.08.2006, 21:32 |
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| frisco hat Folgendes geschrieben: |
| Kann man ausschliessen dass der Bestandsschutz für die Vergütung ausgehebelt werden könnte? |
Aufgrund zahlreicher Beispiele auch in der neueren Zeit kann man leider garnichts ausschließen
Bei unserer betrieblichen Altersversorgung muss man durch eine zwischenzeitliche Gesetzesänderung bei Kapitalabfindungen ( Einmalauszahlung ) plötzlich auch Krankenkassenbeiträge bezahlen, das war bei der Entscheidungsfindung noch nicht so. Thema Rente: Ich will in 5 Jahren meine Rente als langjährig Versicherter beantragen. Vor 2 Jahren hätte ich noch mit 60 gehen können, jetzt mit 62,5. Die Rente wird nach dem neuen Alterseinkünftegesetz sehr hoch versteuert ( 2005 mit 50 %, danach jedes Jahr mit 2 % mehr, früher galt der Ertragsanteil ). Wieder so ein Vertrauensbruch in gesetzliche Regelungen. Angesichts solcher Gesetzeswillkür bin ich äußerst skeptisch ob das Modell des EEG 20 Jahre Bestand hat bei wechselnden Regierungen. Die wollen ab 2009 auch Biokraftstoffe wie reines Pflanzenöl besteuern. Wer sein Auto im Vertrauen auf die momentane Regelung umgerüstet hat guckt jetzt ganz bescheuert. Zum Glück habe ich mein Auto nicht umgebaut und fahre eine Diesel/Rapsölmischung. Rapsöl ist ein Lebensmittel mit 7 % USt !!!
Wer sich auf Vertrauensschutz verlässt, ist verlassen  |
_________________ Sonnige Grüße
Kollektor |
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Luke
Forumsinventar

Angemeldet: 25.11.2005
Beiträge: 1866
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Verfasst am:
21.08.2006, 22:29 |
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Zitat Kollektor:
| Zitat: |
| Die Rente wird nach dem neuen Alterseinkünftegesetz sehr hoch versteuert ( 2005 mit 50 %, danach jedes Jahr mit 2 % mehr |
...na ja, schlimm genug aber nicht so dramatisch wie es beim schnellen
Lesen dieser Zeilen klingt...
die Hälfte (50%) der Netto-Rente wird ab 2005 mit dem jeweiligen Einkommensteuersatz besteuert...
danach werden es pro Jahr 2% mehr...der Nettorente...
...ab 2040 wird dann die gesamte Netto-Rente besteuert...
...es gilt der Abzug von Werbungskosten, Sonderausgaben
und dem Existenzminimum...
...auf einen Bestandschutz für die PV-Vergütung vertraue ich auch nicht...
...jedoch auf zukünftig ausreichende Versorgungsleistungen...
....unserer Politiker....
Luke |
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Kollektor
Moderator

Info: Betreiber
Angemeldet: 31.08.2005
Beiträge: 1761
Wohnort: Südliche Weinstraße
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Verfasst am:
22.08.2006, 00:25 |
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Danke für den Hinweis, ich habe mich missverständlich ausgedrückt
Natürlich muss es heißen, dass ab 2005 50 % der Rente besteuert wird ( nicht 50 % Steuern auf die Rente !!! ). Für mich trotzdem eine erhebliche Verschlechterung gegenüber früheren Regelungen. Zumal die Solareinnahmen sich in ähnlicher Größenordung bewegen und mich zusammen mit anderen Kapitaleinkünften auf einen Steuersatz hieven der kaum unter meinem jetzigen voll im Berufsstress liegenden Satz ist. Früher wäre die Steuer nur auf den sogenannten Ertragsanteil ( bei 65jährigen "Rentenanfängern" waren das 18 % der Rente ) erhoben worden.
Wer sieht wie angespannt die Staatsfinanzen sind, muss immer damit rechnen dass sich die Politiker neue Einnahmefelder erschließen. Wieso sollten da die Solarstromerzeuger sicher vor sein ?  |
_________________ Sonnige Grüße
Kollektor |
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frisco
Fleißiges Mitglied


Info: Betreiber
Angemeldet: 18.08.2006
Beiträge: 374
Wohnort: bei Miltenberg
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Verfasst am:
22.08.2006, 06:43 |
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Hallo Luke,
...auf einen Bestandschutz für die PV-Vergütung vertraue ich auch nicht...
...jedoch auf zukünftig ausreichende Versorgungsleistungen...
wo könnte man sich da erkundigen?
Verbraucherzentrale, Photon, Internetanwalt?
Gruss
Frisco |
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kato
Moderator

Info: Betreiber
Angemeldet: 30.07.2005
Beiträge: 2060
Wohnort: Südbrandenburg
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Verfasst am:
22.08.2006, 09:21 |
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Hallo frisco,
egal wo du hingehst, es wird dir keiner sagen können, was in 10 oder 20 Jahren ist. Selbst wenn es dir einer sagt, wer weiß wor der in 20 Jahren ist.
Kato |
_________________ 15,54 Kwp
2xSB5000 mit je 32 Stück Suntechnics STM185
1xSB3300 mit 20 Stück Suntechnics STM185
SunnyBoyControl mit Netzleitungsmodem |
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