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 Wechselrichterkühlung mit Hilfe einer Brauchwasserwärmepumpe Nächstes Thema anzeigen
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Handbuch
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Angemeldet: 28.11.2006
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BeitragVerfasst am: 07.07.2008, 11:44 Nach oben

Hallo,

ich habe am WE endlich meine Brauchwasserwärempumpe angeschlossen. Das gute Stück stand schon ne Weile ungenutzt rum, da ich keine Zeit hatte, mich um die Installation zu kümmern.

Es handelt sich dabei um die BWIMP 203 von AWP

http://www.awp.eu/awpwaermepumpen/wohnungslueftung/Split_Detail.html

baugleich der Ochsner Mini

http://www.ochsner.de/. Der Mutterkonzern Ochsner ist etwas bekannter aber die Produkte dafür auch ein wenig teurer. Wink

Die ca. 13 Grad kalte Ablauf leite ich über ein 10m langes 160er Flexrohr in die Werkstatt, wo meine beiden Wechselrichter hängen. Der Nennvolumentstrom beträgt laut Betriebsanleitung 600 Kubikmeter/h. Die Wechselrichter hängen rund 4m von der Luftaustrittsöffnung entfernt an der Wand und werden vom Strom der kalten Luft recht gut erfaßt (leider auf der etwas kühleren linken Seite - rechts sind die Kühlrippen immer viel wärmer).

Obwohl die Wechselrichter in den letzten 2 Tagen nicht gerade sehr gefordert wurden, ist der Effekt doch deutlich spürbar. Mal schaun, wie warm die Kühlrippen werden, wenn die WR mal wieder auf Mpp Peak gehen.

Die Kühlung der WR war zwar nicht der Grund für die Anschaffung der BW-WP, aber doch ein recht erfreulicher Nebeneffekt. Vielleicht kann ich auf diese Weise die Lebensdauer der WR um ein paar Jährchen verlängern.

Schau mer mal. Bei Interesse kann ich ein paar Bilder von der Installation noch nachreichen.

Cool

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Verfasst am: Nach oben

Eberhard
Forumsinventar
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Angemeldet: 19.02.2006
Beiträge: 1907
Wohnort: D 95233 Helmbrechts

BeitragVerfasst am: 07.07.2008, 11:53 Nach oben

Hallo Handbuch
Ich hatte auch bereits eine Brauchwasserwärmepumpe und nutze ebenfalls die kühle Abluft zur Kühlung der WR. Die Anlage ist seit gut zwei Jahren in Betrieb und die WR bleiben immer auch bei Vollast schön kühl.
Image

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Handbuch
Vielschreiber
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Angemeldet: 28.11.2006
Beiträge: 167
Wohnort: Suhl

BeitragVerfasst am: 07.07.2008, 19:36 Nach oben

Zitat:
Hallo Handbuch,

habe mit grossem Interesse Ihren Beitrag gelesen.

Habe auch 2 WR von SMA (5000 HCTL und 3300HCTL), die relativ heiss werden. Haben Sie naehere Informationen, z. B. Anleitung oder ggfs. weitere Bilder? Ist es moeglich, das Brauchwasser (oder einen Grossteil hiervon) mit der WR-Abluft durch die Brauchwasserwaermepumpe zu erwaermen? Was kostet so eine Waermepumpe?

Vielen Dank fuer Ihre Antwort und Ihre Infos.

Sonnige Gruesse

solarfisch



Naja, eine Anleitung ist schwierig, da wohl jeder andere Voraussetzungen hat. So eine BW-WP ist für einen Warmwasserverbrauch von max. 5-6 Personen ausgelegt, da die Wärmeleistung von 2,4 kW nicht sonderlich üppig ist. Mit einen etwas größeren Speicher (ca. 500l) kann man aber auch da schon einen akuten Warmwasserabruf etwas überbrücken. Oder man läßt (wie bei mir) auch noch die Heizung am Speicher angeschlossen, damit man notfalls zuheizen kann (z.B. wenn man mal Besuch hat).

Die BW-WP kann man denn entweder (wie z.B. Eberhard) im Umluftverfahren nutzen oder man nutzt die Abluft aus dem Gebäude (die man über Leitungen zuführt oder einfach Frischluft von draußen (dann aber besser nur im Sommer). Die kalte Abluft kann man dann auch entweder für Kühlzwecke nutzen oder einfach nach draußen blasen.

Beim Umluftverfahren kannst Du die Abwärme der Wechselrichter nutzen (die allerdings nichts konstant vorliegt) und kühlst diese gleichzeitig. Allerdings kühlt der Raum dabei mitunter stark aus (je kleiner desto mehr) und Du senkst damit den Wirkungsgrad der Wärmepumpe. Der ist nämlich umso höher, je höher die Temperatur der Luft ist, der die Wärme entzogen wird. Sehr gute BW-WP wie z.B. die von AWP und Ochsner haben einen COP von 4,4. Das heißt, Du machst aus 1 kWh Strom 4,4 kWh Wärme. Dies geht aber schon von recht idealen Zuständen aus. In der Regel ist der erreichte Wert niedriger.

Außerdem muß auch beim Umluftverfahren die Wärme der Luft (die man via Wärmepumpe nutzen will) ja irgendwo herkommen. Wenn man z.B. im Winter durch starke Auskühlung die Wärme den angrenzenden Räumen des Hauses entzieht, dann hat man nicht viel gewonnen.

Ich habe den Schritt vor allem gemacht, da ich bei meiner Heizung im Sommer recht hohe Bereitstellungsverluste hatte. Jetzt nutze ich im Sommer die Wärme von Frischluft von außen und im Winter die Abwärme der Gasheizung im Heizungskeller.

Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist die Luftentfeuchtung. Manche haben nur deshalb auf eine BW-WP umgestellt um z.B. einen feuchten Keller trocken zu legen. Ich trockne im Winter meine Wäsche im Heizungsraum. Auch ich nutze hier den Nebeneffekt der Luftentfeuchtung.

Zu den Kosten:

Ich habe die WP letztes Jahr bei ebay für rund 1.500 € (neu und mit Garantie) gekauft. Die Kleinteile für den Anschluß an den vorhanden Warmwasserspeicher und das Abluftrohr haben noch mal rund 100 Euro gekostet. Die Installation hat ein Kumpel gemacht.

Wer handwerklich versiert ist, der kann es noch preiswerter haben. Einfach im Baumarkt eine Klimasplitgerät für rund 200 Euro kaufen und zur Brauchwasserwärmepumpe umbauen. Inkl. des noch notwendigen Plattenwäremtauschers kann man mit ca. 350,- Euro hinkommen. Entsprechende Anleitung zum Bau einer solchen Wärmepumpe gibt es auch bei ebay.
Da mir der Nerv für solche Bastelarbeiten fehlte, habe ich die etwas teure Variante gewählt. Außerdem macht so eine BW-WP auch etwas Krach. Bei meinem Teil (eines der leisesten Geräte am Markt) immerhin noch 49 dB. Die Eigenbauteile sind sicherlich noch etwas lauter.

Du kannst Dich natürlich auch an den Heizungsbauer Deines Vertrauens wenden - dann wirst Du aber deutlich über 2.000 bis Euro zahlen müssen und die Wirtschaftlichkeit der Maßnahme wird dann fraglich.

Die große Unbekannte für eine fortlaufende Wirtschaftlichkeit ist hier eh die Entwicklung von der Preise von Gas und Strom. Bisher kostete die kWh Strom immer in etwa das Dreifache einer kWh Gas. In letzter Zeit steigt meiner Meinung nach der Preis von Gas schneller als der von Strom. Oder Du beziehst Wärmepumpenstrom. Das rechnet sich jedoch auch nur, wenn Du auch die Heizung auf eine Wärmepumpe umstellst. Aber auch hier sind die Tarife in letzter Zeit stark gestiegen.

Abschließend noch ein paar Bilder meiner Installation.

Image

Hier sieht man die Wärmepumpe und die frisch installierten Leitungen zum Warmwasserspeicher, die natürlich noch isoliert werden.

Image

Mittels eines 160er Flexrohres wird die kalten Abluft durch den angrenzen Kellerraum in die Werkstatt geführt, wo sich auch die Wechselrichter befinden.

Image

Hier sieht man an der Wand im Hintergrund die Austrittsöffnung der Abluftleitung. Es ist ein ziemlicher Luftzug, den man nicht nur deutlich spürt sondern auch hört.

Um den Luftstrom zu verdeutlichen, habe ich an der Decke vor dem linken Wechselrichter mal einen Strick angebracht. Wink

Ich hoffe, meine Ausführungen haben Dir etwas Klarheit zum Thema verschafft.

Viele Grüße aus dem Thüringer Wald

Handbuch

Cool

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