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soli1
Neu hier

Angemeldet: 25.05.2008
Beiträge: 3
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Verfasst am:
25.05.2008, 12:56 |
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Ich würde hier gerne folgendes Projekt vorschlagen:
Ich lasse auf einem guten Pacht-Dach eine 30kwp-Anlage erstellen und betreibe die für mindestens 10 Jahre.
Dem Dach-Verpächter wird per Pachtvertrag das Recht gegeben, die Anlage nach 10 Jahren zu erwerben (gegen die halben Projekt-Kosten).
Gibt es Interessierte mit einem entsprechenden exzellenten Dach, die sich so die aktuelle Vergütung sichern wollen, aber das entsprechende Kapital erst später zur Verfügung haben?
Das ganze wäre ja risikolos für den Verpächter, da es sich nur um eine Kaufoption handeln würde, die der Verpächter ausüben kann, aber nicht muss.
Beste Grüße
soli1@foni.net |
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Verfasst am:
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FürDieZukunft
Forumsinventar


Info: Betreiber
Angemeldet: 05.04.2007
Beiträge: 1386
Wohnort: Südpfalz
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Verfasst am:
25.05.2008, 13:00 |
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Wo liegt dein Vorteil ?.
die Anlage nach 10 Jahren abzugeben ? |
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Kollektor
Moderator

Info: Betreiber
Angemeldet: 31.08.2005
Beiträge: 1715
Wohnort: Südliche Weinstraße
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Verfasst am:
25.05.2008, 13:07 |
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| soli1 hat Folgendes geschrieben: |
| Dem Dach-Verpächter wird per Pachtvertrag das Recht gegeben, die Anlage nach 10 Jahren zu erwerben (gegen die halben Projekt-Kosten). |
Wenn ich ein passendes Dach hätte, würde ich das sofort mit Dir machen.
Für Dich geht das nicht auf ! Die Anlage ist nach 10 Jahren mehr wert als die Hälfte. Schließlich musst Du ja anfangs den vollen Kapitaldienst für die ganze Anlage leisten, nach 10 Jahren ist der Zinsaufwand nur noch halb so groß, die Einspeisevergütung aber noch 90 % der Anfangsvergütung.
Abgesehen davon, dass Du im Jahre des Verkaufs den gesamten Verkaufspreis plus Abschreibungen minus Herstellpreis ( besser ausgedrückt: Verkaufspreis - Buchwert ) versteuern musst. |
_________________ Sonnige Grüße
Kollektor |
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Boelckmoeller3
Forumsinventar


Angemeldet: 23.03.2006
Beiträge: 2975
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Verfasst am:
25.05.2008, 13:13 |
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Hallo,
ich würde mal sagen, das geht für beide Vertragspartner noch auf. Der Verpächter wird mehr einnehmen als üblich.
Nach 10 Jahren hat der Pächter das eingesetzte Kapital (ohne Zinsen) in etwa zurück und erhält noch den halben Neupreis der Anlage zurück. Zuzahlen muss er dabei schonmal nicht.
Viele Grüße:
Klaus |
_________________ Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut,sondern auch für das, was man nicht tut.
[Laotse, chin. Philosoph, 4-3 Jhd. v. Chr.] |
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Sonnenmelker
Fleißiges Mitglied

Angemeldet: 28.11.2007
Beiträge: 507
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Verfasst am:
25.05.2008, 13:17 |
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Das rechnet sich schon.
30kWp -> ca. 114000€
Ein excellentes Dach bringt 1000kWh / kWp sind in zehn Jahren 138000€ Einspeisevergütung.
In den ersten zehn Jahren wird es keine großen Probleme mit der Anlage geben.
Dann wird die Anlage für die Hälfte verkauft sind 57000€.
Bleiben unterm Strich 195 000€ - 114000€ = 81000€
Abzüglich Steuern, Reperaturen werden nicht viele anfallen.
Gruß
Manfred |
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soli1
Neu hier

Angemeldet: 25.05.2008
Beiträge: 3
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Verfasst am:
25.05.2008, 14:16 |
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Für mich ergeben sich zwei Aspekte:
1) meiner Steuersatz ist jetzt deutlich höher als in 10 Jahren. Daher möchte ich jetzt abschreiben und die Versteuerung (Erlös-Buchwert in 10 Jahren) zeitlich verschieben.
2) Wenn ich auf diesem Wege ein 1a-Dach bekomme, bin ich mit 10 Jahren zufrieden.
Also: wer interessiert ist, möge eine email/PN schicken.
Gruß
soli1@foni.net |
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Kollektor
Moderator

Info: Betreiber
Angemeldet: 31.08.2005
Beiträge: 1715
Wohnort: Südliche Weinstraße
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Verfasst am:
25.05.2008, 14:23 |
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| Sonnenmelker hat Folgendes geschrieben: |
Das rechnet sich schon.
30kWp -> ca. 114000€
Ein excellentes Dach bringt 1000kWh / kWp sind in zehn Jahren 138000€ Einspeisevergütung.
In den ersten zehn Jahren wird es keine großen Probleme mit der Anlage geben.
Dann wird die Anlage für die Hälfte verkauft sind 57000€.
Bleiben unterm Strich 195 000€ - 114000€ = 81000€
Abzüglich Steuern, Reperaturen werden nicht viele anfallen. |
Finanzmathematisch macht man einen groben Fehler, wenn man große Zeiträume linear aufaddiert. Jedes Jahr muss individuell gesehen werden.
Ich nutze Deine Vorgaben und rechne für das 1. und das 11. Jahr:
5 % Kapitaldienst von 114.000 € sind 5700 €
1000 KWh/KWp entsprechen 14.025 €
5 % Abschreibung sind 5700 €
Bleiben vor weiteren Kosten 2625 €
Im 11. Jahr sieht das deutlich besser aus:
5 % Kapitaldienst von 57.000 € sind 2850 €
900 KWh/KWp entsprechen 12.623 €
5 % Abschreibung sind 5700 €
Bleiben vor weiteren Kosten 4073 €, also 55 % mehr als im 1. Jahr.
Die Kosten für den möglichen WR-Tausch sind da locker drin.
Das 20. Jahr ist übrigens das beste Jahr
Die wahren Werte, dazu die steuerlichen Betrachtungen, sind viel komlepexer. Ich möchte nur verdeutlichen, dass man die Ernte in den letzten billigen Jahren einfährt, nicht in den teuren ersten.
Übrigens machen viele Leute mit ihrem Auto den gleichen Fehler und tauschen zu früh ihren Altwagen gegen einen Neuwagen. Sie vergessen, dass sie für die Differenz keine Zinsen mehr bekommen.  |
_________________ Sonnige Grüße
Kollektor |
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Sonnenmelker
Fleißiges Mitglied

Angemeldet: 28.11.2007
Beiträge: 507
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Verfasst am:
25.05.2008, 14:45 |
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Hallo Kollektor,
kommt drauf an ob mit oder ohne Eigenkapital finanziert wird.
Bei 100% Eigenkapital schaut das besser aus.
Soll ja Leute geben die soviel übrig haben und über dem Freibetrag liegen.
Die Einkünfte lassen sich zinsbringend anlegen und müssen nicht zur Tilgung aufgewendet werden.
Dann gibt es noch die Möglichkeit die Frau oder volljährige Kinder, falls diese studieren und somit keine Einkünfte haben, mit "Wartungsarbeiten" zu betreuen.
Dieser Aufwand kann auch voll abgeschrieben werden.
Je nach vermögenstechnischen Verhältnissen und Abschreibungsmöglichkeiten kann sich dieses Modell sehr gut rechnen.
Vorausgesetzt die Einspeisevergütung wird neu angelegt und man verfügt über entsprechende Abschreibungsmöglichkeiten kann ein Zinssatz von knapp 8% erreicht werden.
Oder bin ich da jetzt auf dem Holzweg?
Gruß
Manfred |
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Boelckmoeller3
Forumsinventar


Angemeldet: 23.03.2006
Beiträge: 2975
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Verfasst am:
25.05.2008, 16:28 |
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Hallo,
Kollektor hat das schon richtig beschrieben, auch wenn nur Eigenkapital eingesetzt würde, müsste man immer sehen, was man mit dem Geld anderswo (z.B.: an der Börse) an Rendite bekäme .
Zudem hat Fremdfinanzierung den Vorteil dass der Kapitaldienst steuerlich gewinnmindernd wirkt.
Selbredend ist in den ersten Jahren der Kapitaldienst am größten.
Aber wie schon die obige Aufstellung zeigt, bleibt auch für den Pächter noch gut was bei 100% Fremdfinanzierung übrig.
Ich muss Kollektor aber recht geben, dass die Aufteillung hier schon sehr zugunsten das Verpächters ist.
Erstmal muss ja der Pächter das Kapital beschaffen und trägt das alleinige unternehmerische Risiko. Der Verpächter braucht nur eine Unterschrift zu leisten und zuzuschauen.
Viele Grüße:
Klaus |
_________________ Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut,sondern auch für das, was man nicht tut.
[Laotse, chin. Philosoph, 4-3 Jhd. v. Chr.] |
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Kollektor
Moderator

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Angemeldet: 31.08.2005
Beiträge: 1715
Wohnort: Südliche Weinstraße
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Verfasst am:
26.05.2008, 00:10 |
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| Sonnenmelker hat Folgendes geschrieben: |
Vorausgesetzt die Einspeisevergütung wird neu angelegt und man verfügt über entsprechende Abschreibungsmöglichkeiten kann ein Zinssatz von knapp 8% erreicht werden.
Oder bin ich da jetzt auf dem Holzweg? |
Eine (Gesamtkapital-) Rendite von 8 % ist separat betrachtet in der zweiten Dekade durchaus drin, in der ersten wohl eher nicht. Ich gehe bei meinen Berechnungen von einer Verzinsung von derzeit 4,5 % bei Anlage der Einspeisevergütung aus.
Ich rechne immer mit der ( ehrlichen ) Gesamtkapitalrendite, natürlich kann ich mir finanzmathematisch weit höhere Eigenkapitalrenditen ausrechnen. Nur die gibts halt nur bezogen auf das eingesetzte Eigenkapital, bei 90 % Fremdfinanzierung nur auf die 11.400 € in unserem Beispiel.
Bei der Gesamtkapitalrendite es faktisch egal ob man Eigenkapital- oder Fremdkapital einsetzt, der Zinssatz unterscheidet sich geringfügig weil Kredite teurer sind als was man selbst für sein Geld erhält bei Kapitalanlagen ( im mündelsicheren Bereich ). Unter bestimmten Voraussetzungen ist Einsatz von Fremdkapital günstiger, z.B. wenn man seine Kapitalerträge nicht versteuern muss ( Sparerfreibetrag, Verlagerung auf Kinder etc. ). |
_________________ Sonnige Grüße
Kollektor |
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1a-Photovoltaik
Stammmitglied

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Angemeldet: 18.11.2007
Beiträge: 49
Wohnort: 38271 Baddeckenstedt
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Verfasst am:
27.05.2008, 22:12 |
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Hallo soli1,
ich könnte dir eine Dachfläche für die gewünschte Leistung vermitteln.
Ist allerdings etwas steil, geschätzt > 50°, Ausrichtung Süd, PLZ-Bereich 382.. und mit Tonziegeln eingedeckt, leider schon recht alt, die Eindeckung.
Dachfläche ca. 40 m x 15 m, reicht auch für die doppelte Leistung.
Mit sonnigen Grüßen
1a-photovoltaik |
_________________ Erste netzgekoppelte Photovoltaikanlage in Baddeckenstedt mit 12 Isofoton I-159 und SMA SB1700E, 1.908 Wp.
Ausrichtung Süd + 15°, Neigung 27° |
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soli1
Neu hier

Angemeldet: 25.05.2008
Beiträge: 3
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Verfasst am:
27.05.2008, 22:42 |
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Hallo,
das Modell rechnet sich ja wirklich nur bei einer erstklassigen Dachfläche mit über 1000 kWh/kWp und selbst dann nur unter meinen persönlichen Randbedingungen (hohes Eigenkapital; mein Steuersatz jetzt und in 10 Jahren; auf 10 Jahre begrenzte Kapitalbindung).
Ich bin daher wirklich nur an 1a-Dächern ab 1000 kWh/kWp interessiert, bevorzugt Küstenlage.
Beste Grüße
soli1 |
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Kollektor
Moderator

Info: Betreiber
Angemeldet: 31.08.2005
Beiträge: 1715
Wohnort: Südliche Weinstraße
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Verfasst am:
27.05.2008, 23:05 |
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Um einem Freund bei der Preisfindung für seine PV-Anlage auf seinem Haus das verkauft werden sollte zu helfen, habe ich ein einfaches Excel-tool geschrieben und hier unter den Downloads allen zur Verfügung gestellt:
http://www.photovoltaikforum.com/dl_details.php?view=detail&id=6&cat=1
Der Zeitwert ergibt sich allein aus dem für die Restzeit zu erwarteten Ertrag. Individuell ist ein Abschlag gerechtfertigt wegen größerer Ausfallgefahr älterer Komponenten ( z.B. Wechselrichter )
Man sieht schön, dass eine PV-Anlage nach 10 Jahren noch fast 2/3 ihres Anfangswertes darstellt, nach individuellem Alterungsabschlag aber auf jeden Fall deutlich mehr als der Hälfte.
Beim Herumspielen sieht man so ganz nebenbei auch, dass PV-Anlagen aus dem Jahre 2004 oder 2005 mehr wert sind als neue Anlagen. Das liegt aber einzig an der höheren Einspeisevergütung. |
_________________ Sonnige Grüße
Kollektor |
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